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Kanalschwimmen

Kanalschwimmen (Channel swimming), Durchschwimmen des Ärmelkanals zwischen Calais (Frankreich) und Dover (England) mit der kürzesten Entfernung von 33,8 km. Der Wettbewerb wird seit 1872 in der Regel als Einzelwettkampf gegen die Zeit geschwommen. Das Durchschwimmen ist wegen des regen Schiffsverkehrs, der durch den Tidenhub ausgelösten Strömungen und der kalten Wassertemperatur eine große Herausforderung, an der…

Kanaltraining

„Kanaltraining“ (flumen training), umgangssprachlich für Training in der Gegenstromanlage. Das Kanaltraining kann in allen Belastungszonen des Schwimmtrainings durchgeführt werden, wobei sich wegen der Regulierung der Schwimmgeschwindigkeit besonders das Training in den „kleinen intensiven Bereichen“ (→SA, →WA, →S) empfiehlt (Rudolph, 1997). Der Vorteil liegt in der sofortigen Registrierung wesentlicher Parameter der Schwimmstruktur (Frequenz, Schwimmgeschwindigkeit und Zyklusweg)…

Kanusport

Kanusport (canoeing), Fahrt mit speziellen Booten (Kanu), die durch den Einsatz von Paddel („paddeln“) fortbewegt werden. Wegen ähnlicher Zugphasen wie beim Schwimmen, der hohen Kraftanforderungen an den Schultergürtel und die Armmuskulatur sowie der Zugarbeit im Medium Wasser, ist Kanusport ein sehr gutes  „Ergänzungstraining“ für Schwimmer und besonders für Trainingslager zu Beginn des Trainingsjahres  (1. Makrozyklus)…

Kapazität

Kapazität (capacity), (lat.einisch capacitas „Fassungsvermögen“); in der Physik Maß der Leitfähigkeit für elektrischen Strom, in der Physiologie für die maximale Durchblutungsgröße eines Gefäßes. Auf den Energiestoffwechsel bezogen die Summe aller Arbeitsbeträge, die aus chemisch gespeicherter Energie gewonnen werden können. →Leistungsfähigkeit, energetische, →Kapazität aerobe und anaerobe

Kapazität, aerobe

Kapazität, aerobe (aerobic capacity), Summe aller Arbeitsbeträge, die über das aerobe Energiegewinnung bereitgestellt werden bzw. die Geschwindigkeit, mit der Energie durch die aerobe Oxydation entsteht (Kent & Rost, 1994). Einfach gesagt: Mit genügend Sauerstoff lange zu schwimmen. Dabei kommt es neben der Höhe der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) auch auf die Fähigkeit des Sportlers an, beim…

Kapazität, alaktazide

Kapazität, alaktazide (lactacid capacity), Summe aller Arbeitsbeträge, die aus der kurzfristigen Energiebereitstellung von ATP und Kreatinphosphat gewonnen wird. Sie beträgt ca. 20-25 mmol · kg-1. Davon können jedoch nur ca. 85% genutzt werden, da nach Reduktion der muskulären ATP-Konzentration um ca. 30% (z. B. von 5 auf 3,5 mmol/kg) die freie Energie des Adenylsäuresystems* so…

Kapazität, anaerobe

Kapazität, anaerobe (anaerobic capacity), die Summe aller Arbeitserträge der energiereichen Phosphate (ATP, KP)  und der Laktatbildung. Die anaerobe Kapazität ist in der Leistungsdiagnostike schwieriger zu erfassen als die aerobe Kapazität. „Eine wesentliche Ursache hierfür ist, dass alle für die Stoffwechselprozesse benötigten Substrate in der Muskelzelle vorliegen und diese nur durch aufwendige Verfahren, wie z. B.…

Kapazität, laktazide

Kapazität, laktazide (lactacid capacity), Summe aller Arbeitsbeträge aus der anaeroben Glykolyse. Die laktazide Kapazität ist vor allem durch die maximal tolerierbare Azidose begrenzt. Maximale Laktatwerte liegen bei Schwimmern bei 15-25 mmol/l., →Wettkampflaktat

Kapillare

Kapillare (capillary), (lat. capillus „Haargefäß“); kleinstes Blutgefäß mit sehr dünner Wand (Endothel), die den Austausch von Gasen (→Gasstoffwechsel), Nährstoffen und Stoffwechselendprodukten (→Stoffwechsel) zwischen Blut und Gewebe ermöglicht. →Kapillarisierung, →Hämatokrit Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Blutkapillare- Zugriff 8.11.2019  

Kapillarisierung

Kapillarisierung (capillarization), Entwicklung der Kapillaren im Sinne eines „Netzwerkes“ (Kent, 1994) durch Verlängerung oder Erweiterung (Kollateralenbildung). Beim aeroben Ausdauertraining ist der Sauerstoff der Energiespender. Es kommt also darauf an, soviel wie möglich dieser Energie der arbeitenden Skelettmuskulatur zuzuführen. Das geschieht in der letzten Stufe in den Kapillaren. Davon sind im Ruhezustand nur ein Bruchteil (bis…

Kapuzenmuskel

Kapuzenmuskel, Kappenmuskel, Trapezmuskel (trapecius), (m. trapezius), in der Fachliteratur mehr als Trapezmuskel bekannt, die Bezeichnung Kapuzen- oder Kappenmuskel ist auf seine Lage im Nackenbereich zurückzuführen. Ursprung: Halswirbel, Brustwirbel, Ansatz: Schlüsselbein, Schulterhöhe, Schulterblattgräte, Funktion: Schultern nach oben, hinten und unten ziehen. Häufig führt eine Verhärtung (→Myogelose) des Trapezmuskels zu schmerzhafter Nackenverspannung bis zur Auslösung von Kopfschmerz. Therapie:…

kardial

kardial (cardia), griech. kardiā „Herz“; das Herz betreffend (z.B. Kardial-Reanimation = Herzwiederbelebung), →Kardiologie

Kardiologie

Kardiologie (cardiology), griech. kardiā „Herz“ und lóga „Lehre“; Lehre vom Herzen, Diagnostik und Behandlung von Herz und Kreislauferkrankungen. Da das Herz- Kreislauf-System im Sportschwimmen stark beansprucht wird, ist die sportkardiologische Diagnostik Bestandteil der sportmedizinischen Grunduntersuchungen, um ein kardiales Risiko durch Hochleistungstraining weitgehend zu verhindern. Todesfälle sind zwar im Leistungssport relativ selten, haben aber meistens kardiovaskuläre…

kardiopulmonal

kardiopulmonal (cardiopulmonary), →Herz und Lunge betreffend

kardiovaskulär

kardiovaskulär (cardiovascular), Herz- und Gefäße ( →Herz-Kreislaufsystem) betreffend

Karriere, duale

Karriere, duale (dual career), eine aus zwei Einheiten bestehende Karriere, z.B. Schule und Beruf, wie an den ehemaligen Polytechnischen Oberschulen der DDR. Auch als Starthilfe für Doppelkarrierepaare bei der Weiterführung der beruflichen Karriere des Partners oder der Partnerin (Dual Career Service der Max Planck Institute). Athleten, die sich ausschließlich auf ihre sportliche Karriere konzentrieren, laufen…

Karriereende

Karriereende (career end), Ende einer beruflichen, wissenschaftlichen, künstlerischen oder sportlichen Laufbahn. →Karriere, duale, →Karriereplanung, →Laufbahnberatung Im Spitzensport ein „bedeutsames, kritisches Lebensereignis, das je nach Merkmalen aufseiten des Athleten und je nach Umfeldvariablen positiv oder negativ erlebt werden kann und einer Verarbeitung bedarf. Bei einer gelungenen Verarbeitung wird das Ende der sportlichen Karriere als Übergang in…

Karriereforschung

Karriereforschung (career research), Wissenschaftliche Studien aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu verschiedenen Wegen und Ursachen sozialen Aufstiegs (Karriere), vor allem unter psychologisch-sozialem und betriebswirtschaftlichem Aspekt (Personalmanagement). →Expertiseforschung, →Soziologie Bezogen auf Karrieren im Sport wurde die Disziplin in das Studium „Sportsoziologie und Sportmanagement“ übernommen. Im Gegensatz zur dualen Karriere, die im Leistungssport vordergründig im Rahmen der Förderung von…

Karriereplanung

Karriereplanung (career planning), in der Wirtschaft „Teil der langfristigen Personalplanung im Bereich des Führungsnachwuchses mit dem Ziel, den zukünftigen Bedarf an Führungskräften durch rechtzeitige personalpolitische Entscheidungen sicherzustellen“  (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/karriereplanung.html, Zugriff am 22.07.2016). Im Leistungssport versteht man darunter die Unterstützung von Kadersportlern bei der Organisation ihres persönlichen Umfeldes und der Verknüpfung schulischer bzw. beruflicher Belange mit den…

Kasten-Bumerang-Test

„Kasten-Bumerang-Test“, motorischer Test zur Überprüfung des allgemeinen koordinativen Leistungsstandes (→Gewandtheit) in Form eines durch Geräteaufbau und Wegstrecken eindeutig definierten Hindernislaufes, der u.a. auch von der Polizei als Eignungstest übernommen wurde. Im DSV ist dieser Test im Rahmen des Mehrkampfes/Landesvielseitigkeitstests zur Ermittlung der allgemeinen physischen Leistungsfähigkeit ausgeschrieben. Durchführung: Ausgangsstellung ist der Stand vor einer Matte. Der…