K
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kognitiv
kognitiv (kognitive), lat. cognoscere „erkennen“; →Kognition Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Kognitiv - Zugriff 27.11.2019
Kohäsion
Kohäsion (cohesion),lat. cohaerere „zusammenhängen“; In der Physik der Zusammenhalt eines Stoffes, der bei festen Stoffen groß, bei flüssigen geringer und bei gasförmigen nicht vorhanden ist. In der Sozialpsychologie der Zusammenhalt („Wir-Gefühl“) einer Gruppe, der durch gemeinsame Interessen, Tradition und Stil und die Bindungen der Gruppenmitglieder untereinander („Chemie“) geprägt ist (→Gruppenklima, →Gruppenkohäsion). Auch wenn die Schwimmgruppen…
Kohlendioxid
Kohlendioxid/Kohlenstoffdioxid (carbondioxid), farb- und geruchloses Gas (CO2), das in der Einatmungsluft (0,03 %) enthalten ist und in leicht gesteigerter Konzentration das Atemzentrum im Gehirn aktiviert. Aus anorganischem Kohlendioxid und Wasser entsteht bei der Photosynthese Glucose. Die Konzentration von CO2 im Blut beeinflusst den pH-Wert und damit indirekt den Sauerstoffhaushalt. Kohlendioxid wird im Plasma zu 60-80%…
Kohlenhydrataufladung
Kohlenhydrataufladung (Carboloading), auch bekannt als „Spaghetti- oder Eierkuchenparty“. Ernährungstrick der Ausdauersportler, womit die natürliche Begrenzung der Kohlenhydratspeicher durchbrochen wird. Es wird den durch extrem intensives Ausdauertraining entleerten Speichern eine umfangreiche kohlenhydratreiche Speise angeboten, wonach im Sinne der Superkompensation die normale Speicherkapazität beträchtlich übertroffen wird. Neuere Untersuchungen (Nelson et al. 2001) zeigen, dass durch Zugabe von…
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate (KH) (carbohydrates), „Zucker“ (Saccharide), die aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff bestehen. Sie liefern die Energie für den kalorisch hochwertigen Kohlenhydratstoffwechsel und können in polymerer Form (aus größeren Molekülen bestehend) als Glykogen gespeichert werden. Pflanzliche Kohlenhydrate werden als Stärke, tierische als Glykogen bezeichnet. Kohlenhydrate sind im Sportschwimmen der wichtigste Energielieferant („Muskelbenzin“). Etwa 60% (6-10g pro…
Kohlenhydratstoffwechsel
Kohlenhydratstoffwechsel (carbohydrate metabolism), Aufnahme, Resorption und energetische Verwertung der Kohlenhydrate zur Energieversorgung der Zelle, die eine wesentliche energetische Grundlage der Ausdauerleistungen im Schwimmen ist (→Glykolyse). Dabei wird Muskelglykogen im Citratzyklus zu ATP umgewandelt. Obwohl die Regulationsmechanismen des Fett- und Kohlenhydrathaushalts während des Trainings bei erwachsenen Athleten recht gut identifiziert sind, mangelt es an kindgerechten Daten…
Kollagen
Kollagen (collagen), in allen Bindegeweben und der Haut vorkommendes Eiweiß von fibröser Struktur. Kollagen-Fasern sind besonders fest und haben einen hohen Dehnungswiderstand. Konzepte myofaszialer Ketten postulieren, dass das kollagene Bindegewebe die Muskeln des Körpers nicht voneinander trennt, sondern morphologisch verbindet. Veränderungen der mechanischen Eigenschaften von Faszien könnten sich daher auch auf benachbarte bzw. entfernte Körperstrukturen…
Kollaps
Kollaps (collapse), lat. collabi „zusammenbrechen“; vielfältige Formen von Zusammenbruch oder Ausfall eines Organs oder seiner Teile, von Systemen bis zu Gesellschaften. In der Medizin synonym mit Synkope. In der Sportmedizin „begrenzt auf plötzlich eintretende Kreislauffunktionsschwäche mit meist sofortiger spontaner Rückbildung (orthostatischer Kollaps) im Gegensatz zum Schock ist der Kollaps dann nicht von Stoffwechselstörungen durch den…
Kollektiv
Kollektiv (collective), lat. colligere „zusammensuchen“, „zusammenlesen“; Menschen, Sachen oder Konzepte, die zusammengehören. In der Soziologie Lebens- oder Arbeitsgruppe, die gemeinsam bestimmte Ziele anstrebt („spezifische Wertgemeinschaft“). Damit kann der Begriff Kollektiv synonym zu „Team“ gebraucht werden, wenn nicht „das Bewusstsein des Einzelnen durch das Bewusstsein der Gruppe“ (WIKIPEDIA) doktriniert wird. →Teamgeist, →Kohäsion Da der Begriff des…
Kölner Liste
Kölner Liste (Cologne List), Liste von Nahrungsergänzungsmitteln mit minimiertem Dopingrisiko, die 2017 von der NADA in Kooperation mit der Athletenkommission des DOSB aktualisiert wurde. Neu ist dabei die Integration weitergehender Sicherheits-Features. Sie reduziert die Gefahr für Sportler, in eine Dopingfalle zu geraten. Die Liste ist aber nicht als Empfehlung zum Konsumieren von Nahrungsergänzungsmitteln zu verstehen.…
Kombinationsfähigkeit, motorische
Kombinationsfähigkeit, motorische (combinatory ability, motor), lat. combinatio „Verbindung unterschiedlicher Dinge“; koordinative Fähigkeit, bereits bestehende Bewegungshandlungen (Technikelemente) zu einer einheitlichen Handlung (→Gesamtbewegung) zu verbinden. „Wer nicht kombiniert und variiert, der stagniert“ (HOTZ 1991). →Technikübungen, →Umstellungsfähigkeit „Teilhandlungen (Bewegungsoperationen) laufen zumeist nacheinander, in bestimmten Fällen auch gleichzeitig ab (Bewegungskombination). Die motorische Kombinationsfähigkeit hängt im starken Maße von der…
Kombinierte Rettungsübung
Kombinierte Rettungsübung (rescue medley). Übung im Rettungsschwimmen, die verschiedene Disziplinen in Anlehnung an die Praxis des Wasserrettungsdienstes in sich vereint (z.B. anschwimmen, abtauchen, abschleppen, an Land bringen), erfordert eine vielseitige Ausprägung konditioneller und schwimmtechnischer Fähigkeiten; wird im Rettungssport auch als Wettkampfdisziplin in folgenden Formen ausgeübt: über 50 m bestehend aus 25 m Freistil und 25…
Kombinierte Staffel
Kombinierte Staffel (combined relay), im Rettungssport 4 x 25 m Staffel der AK 12, bei der der 1. und 3. Sportler Freistil und der 2. und 4. Sportler in Rückenlage ohne Armtätigkeit schwimmt. Mehr zum Thema: https://www.dlrg.de/mitmachen/rettungssport/informationen/disziplinen - Zugriff 30.11.2019 (Text Harald Rehn)
Kommerzialisierung (des Sports)
Kommerzialisierung (des Sports) (commercialization), Kommerz wurde ursprünglich synonym für Handel verwendet, heute meist abwertend im Sinne eines allein auf Gewinn gerichteten Interesses. Übertragen: Unterordnung des Sports unter wirtschaftliche Interessen. Der Staat kann als „Hauptsponsor“ des Leistungssports die zunehmenden Anforderungen nicht mehr sichern. Deshalb ist der Leistungssport auf die Unterstützung von Wirtschaft und Medien angewiesen. Die…
Kommunikation
Kommunikation (communication), lat. communicatio “Mitteilung“; Informationsaustausch durch Sprache (→Rhetorik) oder Gesten (→Gestik) als eine wesentliche Grundlage sozialer Beziehungen. Im gewissen Sinne ist jede soziale Situation durch Kommunikation geprägt, da selbst Schweigen eine bestimmte Haltung (Ablehnung) zum Ausdruck bringen kann: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (Watzlawick). Somit sind Inhaltsaspekt (sachliche Mitteilung) und Beziehungsaspekt (emotionale Einstellung) der…
Kommunikation, nonverbale
Kommunikation, nonverbale (nonverbal communication), Informationsaustausch zwischen Personen. durch Körpersprache (Mimik, Gestik, Körperhaltung) Gegenteil: →Kommunikation, verbale Drei verschiedene Faktoren beeinflussen die Kommunikation: Das Gesagte, der Tonfall und die Körpersprache. Ob wir jemanden als sympathisch empfinden wird nur zu 7% vom Inhalt der Kommunikation bestimmt. Einen weit größeren Einfluss hat die nonverbale Kommunikation, die mit 93% bestimmt,…
Kommunikation, verbale
Kommunikation, verbale (verbal communication), Informationsaustausch zwischen Personen. durch Sprache. →Kommunikation, →Gebärdensprache Gegensatz: Kommunikation, nonverbale Im Sport wird das Erlernen und Vervollkommnen von Bewegungshandlungen durch verbale Instruktionen begleitet und unterstützt. Dabei ist von grundlegender Bedeutung, dass die Kommunikationspartner gleiche Begriffe mit der gleichen Bedeutung versehen. Kommt es hierbei zu inhaltlich bedeutsamen Abweichungen im Begriffsverständnis, kann die…
Kommunikationsstörungen
Kommunikationsstörungen (communication disturbances), Unvermögen, sich mit anderen Menschen zu unterhalten oder emotionale Beziehung zu knüpfen. Das äußert sich in Verhalten bzw. Sprachwendungen, die den Informationsgehalt schmälern bzw. aufheben, z.B. wenn verbal eine Wertschätzung, aber im Verhalten eine Geringschätzung ausgedrückt wird (= Doppelbindung), „Du-Botschaften“, die eine Stufe zu vertraulich sind und nicht angenommen werden, Mitteilungen, die…
Kompensation
Kompensation (compensation), lat. compensare „ausgleichen“, „ersetzen“; Ersatz oder Ausgleich von real vorhandenen oder vermeintlichen Mängeln (Psychologie), der verminderten Leistung eines Organs (Medizin), von Störeinflüssen (Technik) usw. →Superkompensation, →Homöostase In der Trainingswissenschaft spricht man von Kompensation als Ausgleich nach Belastungsphasen durch Trainingsübungen mit niedriger Intensität. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine aktive Nachbelastungsphase die Wiederherstellung…
Kompensationsbereich (KO)
Kompensationsbereich (KO) (compensatory range), lat. compensare „ausgleichen“, „ersetzen“; umgangssprachlich im Schwimmtraining ein Bereich des Ausdauertrainings mit niedriger Intensität (Belastungszone 1, auch Regenerationsbereich, bei Hottenrott & Neumann „REKOM“) zur Kompensation vorangegangener Belastungen, z. B. nach intensiven Serien oder am Ende einer Trainingseinheit (Ausschwimmen) im Rahmen von Serien, z.B. 6 (25S + 75 Ko). „Kompensationseinheit“ nach intensivem…