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Gesichtsfeld
Gesichtsfeld (field of view), Bereich, der ohne Augen- oder Kopfbewegungen wahrgenommen werden kann. Das Gesichtsfeld beider Augen horizontal umfasst in der Jugend 175 Grad, im Alter fällt der Wert auf 139 Grad ab. Im Schwimmen beeinträchtigt das durch die Lage im Wasser (→Wasserlage) eingeschränkte Gesichtsfeld unter anderem das räumliche Sehen und vergibt einen Teil der…
Gespräch
Gespräch (discussion), Kontakt zwischen Menschen durch Sprechen, Hören und Verstehen, dessen Erfolg von bestimmten „Spielregeln“ abhängt. So sollte ein diagnostisches Gespräch folgende Sequenzen aufweisen: Der Trainer informiert den Sportler, welche Handlungsfehler er beim Sportler wann und in welcher Situation beobachtet hat (→Fehleridentifikation),. Der Trainer fragt den Sportler nach dessen Wahrnehmung. Bei übereinstimmenden Auffassungen legen Sportler…
Gestaltpsychologie
Gestaltpsychologie (gestalt pschology), in den 20iger Jahren entstandene Richtung der Psychologie, die davon ausgeht, dass sich das Psychische nicht aus einzelnen Elementen zusammensetzt, sondern sich ursprünglich immer als Gestalt vorfindet. Musik wird als Ganzes empfunden und nicht als einzelne Töne. Bei der Wahrnehmung wird z.B. zwischen Figur und Grund unterschieden, wobei das Wichtige als Figur…
Gestaltwandel
Gestaltwandel (morphogenesis), tiefgreifende Veränderungen in den Körperproportionen, die sich auf Physis und Psyche erstrecken. Der erste Gestaltwandel führt vom Kleinkind zum Schulkind, der zweite in der Pubertät vom Kind zum Jugendlichen. →Jugendalter Merkmale des ersten Gestaltwandels: Wachstumsschub am Ende des frühen Kindes-/Vorschulalters und damit im Abschnitt des Grundlagentrainings im Schwimmen, der durch Streckung der Extremitäten…
Gestik
Gestik (gesturing), Ausdrucksbewegungen (Gebärden) des gesamten menschlichen Körpers oder dessen Teile (z.B. Hände) zur wortlosen (nonverbalen) Verständigung, um eine Rede zu unterstützen, Gefühle zu äußern oder gesellschaftliches Verhalten zu vermitteln. Besonders unter den Bedingungen des Sports ist eine nichtverbale Kommunikation von Trainer und Sportler erforderlich. Zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen Emotionen und sportlicher Leistung wurde…
Gesundheit
Gesundheit (health science), „Zustand vollkommenen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheiten und Gebrechen“ (Definition der WHO). Danach gibt es real kaum gesunde Menschen. Es handelt sich eher um eine individuelle Größe mit gesellschaftlicher und politischer Dimension. Gesundheit steht dabei in engem Zusammenhang mit körperlicher und sportlicher Aktivität (Bürklein, 2006).…
Gesundheitserziehung
Gesundheitserziehung (health education), Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen, Können und Verhalten (WIKIPEDIA). Wesentliches Ziel ist die Entwicklung von Wissen im Bereich Gesundheit bei einzelnen Personen oder Gruppen. Dabei bildet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen das Schwerpunktthema der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, weil gesundheitsrelevante Verhaltensweisen und Lebensstile sowie die Prägung der auf die Gesundheit bezogenen Einstellungen bereits…
Gesundheitspass
Gesundheitspass (health identity card), Dokument (auch „Rote Karte“ genannt), das bestimmte gesundheitliche Untersuchungen und eine entsprechende Unbedenklichkeit bescheinigt. Vor Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes 2001 in einigen Branchen (Lebensmittel) Pflicht, heute nicht mehr notwendig. Im organisierten Sport handelt es sich um einen Ausweis, in dem die persönlichen Daten des Sportlers, der Verein, die ärztliche Diagnose und…
Gesundheitssport
Gesundheitssport (health sports), „aktive, regelmäßige und systematische körperliche Belastung mit der Absicht, Gesundheit in all ihren Aspekten, d.h. physisch und psychosozial zu fördern, zu erhalten und wiederherzustellen“ (Vogt & Neumann, 2006). Formen des Gesundheitssports sind: Präventionssport, Bewegungs- und Sporttherapie und Rehabilitationssport. Kernziele sind: Stärkung physischer und psychosozialer Gesundheitsressourcen, Verhinderung von Risikofaktoren, Bewältigung von Beschwerden und…
Gesundheitsuntersuchung
Gesundheitsuntersuchung →Grunduntersuchung, sportmedizinische, →Eingangsuntersuchung, sportmedizinische
Gesundheitsuntersuchung im Alter (Masters)
Gesundheitsuntersuchung im Alter (health screening in old age), Masters ist eine jährliche Überprüfung der Leistungsfähigkeit des Herzens unter Belastung anzuraten (→Belastungs EKG). Ebenso sollten Quer- oder Wiedereinsteiger vor Beginn des Trainings eine sportmedizinische Untersuchung über sich ergehen lassen. Es ist auf alle Fälle abzusichern, dass das Herz-Kreislauf-System und der Stütz-und Bewegungsapparat nicht vorgeschädigt sind. Dann…
Gewalt
Gewalt (force; violence), Es gibt keine verbindliche Definition. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Gewalt wesentlich vielseitiger verwendet, so kann mit Gewalt ein Mensch vor einem nahenden Fahrzeug zurückgehalten werden, also zu seinem Wohle, so wie auch bei Staatsgewalt von Gewalt im Interesse des Volkes ausgegangen werden sollte. Versteht man unter Gewalt körperliche, psychische oder verbale Übergriffe…
Gewandtheit
Gewandtheit (agality), geistige wie körperliche Wendigkeit/Beweglichkeit. Im Sport die motorische Fähigkeit, schnell und zweckmäßig Bewegungshandlungen zu vollziehen., die „koordinative Qualität der Gesamtmotorik“ (Hollmann & Strüder, 2009, S.140). Als sehr universelle Leistungseigenschaft wird der Begriff Gewandtheit den vielseitigen und unterschiedlichen motorischen Handlungen nicht mehr gerecht und deshalb vom Begriff der koordinativen Fähigkeiten abgelöst, auch →Geschmeidigkeit/Beweglichkeit. Mehr…
Gewandtheitslauf
Gewandtheitslauf (agility run), sportmotorischer Test zur Überprüfung der Gewandtheit (eines Komplexes koordinativer Fähigkeiten), hierbei haben sich Hindernisläufe verschiedenster Art in der Praxis bewährt, die besonders im Nachwuchstraining großen Anklang finden. Als Standard-Test im Schwimmen hat sich der “Kasten-Bumerang-Test“ durchgesetzt. →Hindernisturnen
Gewicht, spezifisches
Gewicht, spezifisches (Wichte, relative Dichte) (specific gravity), Quotient aus Gewichtskraft und Volumen, amerikanisch auch „aquatic signature“ als „Verhältnis zwischen Schwimmer und Wasser“. Das spezifische Gewicht von Wasser beträgt 1,000 cN/cm3. Das des Schwimmers liegt ausgeatmet knapp darüber (Schweben), eingeatmet knapp darunter (Schwimmen), variiert aber bei Schwimmern individuell. So führt ein höherer Fettanteil zu einem besseren…
Gewichtheben
Gewichtheben (weight-lifting), Wettkampfsportart für beide Geschlechter mit dem Ziel, eine möglichst hohe Last (Langhantel) in den Disziplinen Reißen oder Stoßen zur Hochstrecke zu bringen. Die Sportler werden bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen nach Gewichtsklassen (regional nach einem Punktsystem) eingeteilt. Ergebnisse eine Metaanalyse (Morris et al. 2022) unterstützen die Vorstellung, dass ein zusätzliches Gewichthebetraining für die…
Gewichtmachen
Gewichtmachen (weight-make), kurzfristige Verringerung des Körpergewichts bsonders in Sportarten ("Ankochen"), die nach (Körper-)Gewichtsklassen klassifiziert sind (Gewichtheben, Ringen, Boxen usw.) und die kurzfristig vor allem durch Flüssigkeitsverlust (Sauna, heiße Bäder, Abführmittel, wassertreibende Medikamente) erreicht wird. Während das "Abkochen" für die Ausdauersportarten ersichtliche Nachteile bringt (Dehydrierung, geschädigtes Immunsystem bis Absinken des Testosteronspiegels), nimmt der anaerobe Stoffwechsel keinen…
Gewichtsreduktion
Gewichtsreduktion (weight reduction), Maßnahmen zur Abnahme von Körpergewicht durch eine negative Energiebilanz, indem weniger Kalorien aufgenommen als durch Grund- und Arbeitsumsatz verbraucht werden. Im Leistungssport sollte sich die Gewichtsreduktion auch auf Bewegung und Veränderung in der Ernährung beschränken. Vor Abmagerungskuren ist im Zusammenhang mit den hohen Trainingsbelastungen abzuraten, da Formkrisen, Abgeschlagenheit und Kraftlosigkeit bis zu…
Gewissen
Gewissen (conscience), moralische Instanz des Bewusstseins, die den Menschen in die Lage versetzt, sein Verhalten und Handeln nach einem als verbindlich angesehenem System von Werten und Normen zu steuern. Sie gründet sich auf Verinnerlichung (→Internalisierung) äußerer Werte. Sind Handlung und Gewissen im Einklang, spricht man von „reinem Gewissen“, stimmen sie nicht überein, hat man ein …