Öffnet in einem neuen Tab

G

179 Einträge

Geschlechtsdimorphismus

Geschlechtsdimorphismus (sexual di-morphism), griech. dímorphos „zweigestaltig;" nicht auf die Geschlechtsorgane bezogene geschlechtsspezifische Unterschiede in Anatomie und Physiologie, Psyche bis zu den konditionellen und koordinativen Fähigkeiten. Die Divergenzen beginnen im frühen Jugendalter und formen sich zum Erwachsenenalter hin voll aus. Dabei erlangen die Mädchen etwa mit 16 Jahren die Vollreife, die Jungen etwa zwei Jahre später.…

Geschlechtsdysphorie (GD)

Geschlechtsdysphorie (gender dysphoria), ausgeprägte Inkongruenz zwischen dem empfundenen und/oder ausgedrückten Geschlecht einer Person und dem ihr zugewiesenen Geschlecht von mindestens sechs Monaten Dauer. Damit ist Geschlechtsdysphorie klar abgegrenzt zu Störungen oder Unterschieden in der Geschlechtsentwicklung, einer Kategorie, die ein breites Spektrum von Erkrankungen umfasst, bei denen die sexuelle Anatomie und/oder chromosomale oder hormonelle Muster nicht…

Geschlechtshormon

Geschlechtshormone (sex hormones), Sexualhormone, die die Geschlechtsmerkmale und die Geschlechtsfunktionen auslösen bzw. prägen, wie die in den Eierstöcken gebildeten weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron oder das in en Hoden gebildete Testosteron. Besonders Testosteron beeinflusst die sportliche Leistung stark. Der Leistungsunterschied zwischen den Geschlechtern erklärt sich zum Teil daraus, dass der Testosteronspiegel der Frau etwa 10…

Geschlechtsidentität

Geschlechtsidentität (sex identity), Geschlecht, dem sich ein Mensch zugehörig fühlt und das zumeist mit den körperlichen Geschlechtsmerkmalen übereinstimmt (Wikipedia). Abweichungen = Transgender, bei vollständiger Rollenwechslung = transsexuell. Am 17. Juni 2011 fasste der UN-Menschenrechtsrat erstmals einen Beschluss zur Beendigung der staatlichen Diskriminierung sexueller Minderheiten. Nach den Empfehlungen des Deutschen Ethikrates soll für Menschen mit uneindeutigem…

Geschlechtsmerkmale, sekundäre

Geschlechtsmerkmale, sekundäre (sex characteristics secondary), geschlechtsspezifische Charakteristika, die nicht unmittelbar mit der Fortpflanzung (primäre Geschlechtsmerkmale) im Zusammenhang stehen. Sie bilden sich unter Einfluss von Hormonen während der Pubertät heraus und sind ein Ausdruck der Geschlechtsreife.  Der Prozess verläuft bei den Jungen gegenüber den Mädchen verzögert, bei beiden Geschlechtern aber sehr individuell. →Frühentwicklung, →Spätentwickler, →x-Chromosom Sie…

Geschlechtsreife

Geschlechtsreife (puberty), auch als Pubertät bezeichnete Phase der Ontogenese, in der beim männlichen Geschlecht die Produktion des Spermas und beim weiblichen Geschlecht die Bildung von Eizellen einsetzen (Zeugungs- bzw. Empfängnisfähigkeit). In deren Folge kommt es bei den Jungen zum ersten Samenerguss (Ejakulation) und bei den Mädchen zur Regelblutung (→Menarche).  Außerdem bilden sich die sekundären Geschlechtsmerkmale…

Geschmeidigkeit

Geschmeidigkeit (supplemess) →Beweglichkeit, →Gewandtheit

Geschwindigkeit

Geschwindigkeit (velocity; speed), Raum-Zeit-Maß eines bewegten Körpers, definiert als Differentialquotient des Wegs nach der Zeit. Es werden die konstante und die momentane Geschwindigkeit unterschieden. Im Schwimmen ist z.B. die momentane Geschwindigkeit die Absprunggeschwindigkeit beim Startsprung, während die konstante Geschwindigkeit die auf der Strecke wäre, die aber zumeist schwankt und als Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt wird. Theoretisch, d.h.…

Geschwindigkeit-Zeit-Verlauf, intrazyklischer

Geschwindigkeit-Zeit-Verlauf, intrazyklischer (velocity-time-progress, intracyclic), biomechanisches Verfahren, das davon ausgeht, dass der Körperschwerpunkt die reale Bewegung des Athleten widerspiegelt und damit einen Rückschluss auf die Schwimmgeschwindigkeit erlaubt. Durch simultane Darstellung der Bewegungsabläufe und der Schwimmgeschwindigkeitsschwankungen können einzelne Ereignisse dem momentanen Geschwindigkeitsverlauf zugeordnet und so ihre Wirksamkeit am Vortrieb vermutet werden. Eine effiziente Schwimmtechnik setzt relativ wenige…

Geschwindigkeit-Zeit-Verlauf, intrazyklischer

Geschwindigkeit-Zeit-Verlauf, intrazyklischer (velocity-time-progress, intracyclic), biomechanisches Verfahren, das davon ausgeht, dass der Körperschwerpunkt die reale Bewegung des Athleten widerspiegelt und damit einen Rückschluss auf die Schwimmgeschwindigkeit erlaubt. Durch simultane Darstellung der Bewegungsabläufe und der Schwimmgeschwindigkeitsschwankungen können einzelne Ereignisse dem momentanen Geschwindigkeitsverlauf zugeordnet und so ihre Wirksamkeit am Vortrieb vermutet werden. Eine effiziente Schwimmtechnik setzt relativ wenige…

Geschwindigkeit, anaerobe kritische

Geschwindigkeit, anaerobe kritische (Anaerobic Critical Velocity) Formel, die aus der linearen Regression aus mehreren maximalen Sprinttests ermittelt wird, z.B. im Schwimmen Distanzen von 10 m, 15 m, 25 m und 50 m. Die Berechnung basiert auf der linearen Beziehung zwischen der zurückgelegten Distanz (\(d\)) und der dafür benötigten Zeit (\(t\)). Nach Da Cunha et al.…

Geschwindigkeit, horizontale

Geschwindigkeit, horizontale (horizontal velocity) →Horizontalgeschwindigkeit

Geschwindigkeitsbarriere

Geschwindigkeitsbarriere (velocity barrier), Grenze in der Entwicklung der Schnelligkeit durch Bewegungsstereotype (→ Stereotyp, dynamisch-motorischer). Wiederholtes Schnelligkeitstraining mit gleichen Inhalten, Methoden und Belastungen führt zur Verfestigung der räumlichen und zeitlichen Bewegungsstruktur. Veränderungen sind kaum noch möglich, wenn nicht Trainingsreize gesetzt werden, die dem Sportler fordern, seine Maximalgeschwindigkeit zu überbieten. Oft hilft auch ein Wechsel der Schwimmart,…

Geschwindigkeitsbereiche

Geschwindigkeitsbereiche (velocity ranges), in der Technik optimaler Bereich der Geschwindigkeit unter dem Aspekt der Effizienz (z.B. Verschleiß) oder der Gefahrenbegrenzung (z.B. Autoreifen). Mit der Technologie des Global Positioning System (GPS) konnten Geschwindigkeit, Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Zeit-Bewegungsanalyse von Feldsportlern verbessert und Empfehlungen für sportartspezifische Geschwindigkeitsbereiche abgeleitet werden (Dwyer & Gabbett, 2012). Im Schwimmen beschränken wir…

Geschwindigkeitsgefühl

Geschwindigkeitsgefühl (feel for Tempo) →Tempogefühl  

Geschwindigkeitsmessung

Geschwindigkeitsmessung (velocity-measurement; speedometry), Bestimmung der Schwimmgeschwindigkeit mittels direkter (→Speedografie) oder indirekter Messverfahren (s.u.). Während die bei Wettkampfanalysen ermittelte Schwimmgeschwindigkeit („clean speed“) nur das Mittel der Geschwindigkeit über eine bestimmte Strecke ist, wird bei Bild-/Filmanalysen an fixen Punkten (Hüfte/ KSP) die intrazyklische Schwimmgeschwindigkeit berechnet, die in Verbindung mit dem Film/Bild auf Stärken und Mängel der Schwimmtechnik…

Geschwindigkeitsschwankungen, intrazyklische

Geschwindigkeitsschwankungen, intrazyklische (velocity fluctuation, intracyclic) →Geschwindigkeit-Zeit-Verlauf, intrazyklischer

Geschwindigkeitsverlauf

Geschwindigkeitsverlauf (velocity progress), Verlauf der Schwimmgeschwindigkeit über die verschiedenen Teilabschnitte, die im Schwimmen durch Start,  Wenden und Anschlag markiert sind und als Zwischenzeiten registriert werden. Mit zunehmender Streckenlänge ist der Geschwindigkeitsverlauf durch Gleichmaß geprägt, während er bei kürzeren Strecken durch einen steten Abfall gekennzeichnet ist, dem durch ein gutes Stehvermögen entgegengehalten werden kann. →Angehverhalten  …

Geselligkeit

Geselligkeit (sociableness), „zwangloses und zweckfreies durch gemeinsame Unterhaltung (und Amüsement) bestimmtes Zusammensein von Menschen“ (Meyers Lexikon). Geselligkeit und Gesellschaft sind elementare Bestandteile menschlichen Lebens und Schlüssel für Lebensqualität im weitesten Sinne. So belegten Forscher der Universität Cambridge mit einem Experiment, dass gesellige Menschen in zwei Hirnregionen deutlich mehr Nervenzellen haben als Einsiedler und erwarten daraus…

Gesetz

Gesetz (law), objektiver, allgemeiner und damit wesentlicher Zusammenhang zwischen Dingen, Sachverhalten, Prozessen der Natur, der Gesellschaft oder des Denkens, deren gedankliche Widerspiegelung im Bewusstsein als wissenschaftliche Gesetze verstanden wird. Die Sportwissenschaft als integrative Wissenschaft stützt sich auf Gesetze der Natur (Biochemie, Physiologie, Medizin usw.) und der Gesellschaftswissenschaften (Psychologie, Pädagogik, Soziologie). Da spezifische Gesetze des sportlichen…