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Glykämischer Index
Glykämischer Index (Gl), Mit dem Gl werden kohlenhydrathaltige Lebensmittel nach ihrer Wirksamkeit auf den Blutzuckerspiegel unterschieden. Es wird zu Lebensmitteln mit niedrigem GI geraten, um Blutzucker- und Blutfettwerte zu verbessern. Die Meinungen zum Gl gehen aber unter Ernährungswissenschaftlern auseinander, da dessen Bedeutung zwar ausreichend belegt, aber die Messmethodik ungenau sei. →Glykämie, →Hypoglykämie Ausdauersportlern werden während…
Glykogen
Glykogen (glycogen), griech. glyko „süß“ + gennan „erzeugen“; tierische Stärke, ein Makromolekül, das in der Leber (Leberglykogen ca 100g) und in der Muskulatur (Muskelglykogen ca 300g) gespeichert wird. Das Muskelglykogen wird im Citratzyklus zu ATP umgewandelt und gibt somit sofort Energie ab. Das Leberglykogen regelt den Blutzuckerspiegel, dessen Absinken zur Ermüdung führen kann (Konzentrationsprobleme, verlangsamte…
Glykogendepletion
Glykogendepletion (glycogen depletion), lat. deplere „ausleeren“; Abbau von Glykogen aus Muskel und Leber während sportlicher Belastungen, insbesondere bei intensivem Ausdauertraining bis 90 Minuten. Deshalb sollte zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels während des Trainings Glucose aufgenommen werden. Normalerweise ist das Gleichgewicht (→Homöostase) nach 1-2 Tagen wiederhergestellt. Gelingt dies nicht, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Glykogendepletion kann zu…
Glykolyse
Glykolyse (glycolysis), Spaltung von Glukose oder Glykogen unter anaeroben Bedingungen zu Pyruvat und weiter Laktat, das damit als Gradmesser anaerober Belastung im Schwimmen genutzt wird. Die maximale Laktatbildungsrate stellt einen Index für die maximale glykolytische Leistungsfähigkeit dar (Bleicher et al. 1999). Bei aerober Belastung dient die Glykolyse als regulatorische Vorstufe und kann bei Intensitätserhöhung jederzeit…
Goniometrie
Goniometrie (goniometry), griech. gonia „Winkel“+ metrein „messen“; Winkelmessung zur Bestimmung von Körperwinkeln in der Biomechanik oder der Beweglichkeit in der Anthropometrie (→Goniometer). In der Mathematik übertragen auf das Rechnen mit Winkelfunktionen bzw. das Lösen von Gleichungen, die auf Winkelfunktionen basieren - trigonometrische Funktionen (sin, cos, tan). Das in der KLD des DSV verwendete Goniometer erfasst…
Grad der Behinderung
Grad der Behinderung (GdB) (degree of disability), Maßeinheit in % für den Grad der Beeinträchtigung durch eine Behinderung. Verwandt wird der Begriff im SGB IX (Sozialgesetzbuch -Neuntes Buch-; Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen). Ab 50% der Behinderung erhält man einen Behindertenausweis. (verfasst von D. Paschke)
Gravitationskraft
Gravitationskraft (gravitational force), lat. gravitas „Schwere“ →Schwerkraft
Greifstart
Greifstart (grabstart), erstmals 1967 von amerikanischen Schwimmern angewandte Variante des Startsprunges vom Startblock, bei der beide Hände zwischen den Füßen an die Startblockhalterung (a) oder Startblockkante (b) greifen. Wenn auch heute zwischen Greif- und Schrittstart unterschieden wird, so ist von der Bedeutung des Wortes her auch der Schrittstart ein Greifstart, da die Hände beim Auftakt…
Grenzbelastung
Grenzbelastung (maximum load), Im Steuersystem die Gesamtheit der auf ein Einkommen, einen Gewinn erhobenen Abgaben, im Sport vielleicht interessant für Fußballprofis. Ansonsten die äußerste Belastung eines Materials oder einer Konstruktion (Duden). Im Sport verstehen wir darunter die Belastung an der Grenze der individuellen psycho-physischen Leistungsfähigkeit, die einer „motivationalen Basis“ (→Motivation) bedarf und deshalb nur bei…
Grenzerfahrung
Grenzerfahrung (border experience), Das Erleben extrem hoher psychischer und/oder körperlicher Belastungen. Bei der Grenzerfahrung im Sport steht die Einheit von kognitiven und emotionalen Prozessen im Sinne des optimalen Funktionierens im Vordergrund, ohne dass dabei Glück und Zufriedenheit erlebt wird, relativ unabhängig vom Könnensniveau. (Gabler, 2000). Es handelt sich um einen Bewusstseinszustand, der der Hypnose nahe…
Grobfehler
Grobfehler (gross fault), als "grober Fehler" (blunder) in der Messtechnik ein Messwertder versehentlich oder durch äüßere Einflüsse deutlich von der üblichen Streuung abweicht. In der Statistik Fº-Schätzungen, die um eine oder mehrere Oktaven vom Nominalwert abweichen (Oktavfehler). →Messfehler Im Schwimmen ist ein Grobfehler eine starke Abweichung von der richtigen Schwimmtechnik (→Zieltechnik), überwiegend im Grundlagentraining bei…
Grobkoordination
Grobkoordination (gross coordination), erste Phase des motorischen Lernens (Aneignungsphase), „die bereits alle wesentlichen Merkmale (Grundzüge) der angestrebten Bewegungshandlung aufweist, wobei jedoch noch Mängel und Unvollkommenheiten auftreten. (Schnabel & Thieß, 1993, S. 355). Das Erlernen der Grobkoordination der Schwimmarten sowie von Start und Wende setzt das Beherrschen der Grundfertigkeiten (Kernelemente) voraus. Der Lernende kann die Elemente…
Grobmotorik
Grobmotorik (gross-motor behaviour), Bereich der Motorik, großräumige, die Gesamtmotorik des Körpers betreffende Bewegungsabläufe, die auf Reaktionsschnelligkeit und allgemeinem Reaktionsvermögen (→Reaktion), sowie allgemeiner Körper- und Gliederstärke und Bewegungskoordination basieren. So übt das Kind beim Hüpfen und Springen, Werfen und Fangen seine Grobmotorik. Als wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung bildet sie die Grundlage für die weiterführende feinmotorische…
Großfamilie
Großfamilie (estended family), Kinder und Eltern über drei und mehr Generationen in einer häuslichen Gemeinschaft, in Deutschland inzwischen fast ganz verschwunden bzw. beschränkt sich der Begriff auf kinderreiche Familien ("Abenteuer Großfamilie"). Exkurs: "In unserer Gesellschaft stehen Mütter und Väter oft unter Druck, alles richtig machen zu müssen, und zugleich fühlen sie sich allein gelassen, weil…