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Eintauchphase
Eintauchphase (diving phase), Element des Sprunges in das Wasser, beim Schwimmen des Startsprungs: Eintauchen nach der Flugphase mit anschließendem Übergang in die Schwimmbewegung. Messtechnisch beginnt sie mit der ersten Wasserberührung und endet, wenn der gesamte Körper des Schwimmers im Wasser ist. Zu fordern ist ein widerstandsarmes Eintauchen (kleines Eintauchloch) mit aktivem Kick am Ende der…
Einverständniserklärung
Einverständniserklärung (Consent form), Im Behindertensport zur Teilnahme an Wettkämpfen erforderliche Unterschrift des Sportlers, mit der er sich gegenüber dem Internationalen Paralympischen Komitee zur Kooperation während der Klassifizierung einverstanden erklärt. (verfasst von D. Paschke)
Einzelbewegung
Einzelbewegung (stroke; kick), Im Schwimmen Bezeichnung für einen Teil der Gesamtbewegung, vorwiegend beschränkt auf den Einsatz der Extremitäten als Armbewegung- oder Beinbewegung. Sauerstoffsättigung, arterielleWenn auch der Anteil der Extremitätenmuskulatur bei etwa 15% der gesamten Skelettmuskulatur liegt, kann man die Einzelbewegung nicht der lokalen Ausdauer zuordnen, da immer auch größere Muskelgruppen des Rumpfes beteiligt sind. Bei…
Einzelfallanalyse
Einzelfallanalyse (single-case analysis), gezieltes Auswahlverfahren empirischer Forschung zur umfassenden Analyse eines einzelnen Untersuchungsobjektes, z.B. eines Sportlers, einer Trainingsgruppe, eines Vereins usw. Im Gegensatz zum Experiment sind bei der Einzelfallanalyse die Rahmenbedingungen nicht als Störgröße auszuschließen, sondern liegen im Erkenntnisinteresse des Vorhabens (Hering & Schmidt, 2014, S.529). Die Einzelfallanalyse ist besonders für die schwierigen Forschungsbedingungen des…
Einzelimpuls
Einzelimpuls (single impulse), In der Biomechanik die „Bewegungsgröße einer Teilbewegung, zumeist im Rahmen eines komplexen Bewegungsvollzuges“ (Moser in: Schnabel & Thieß, 1993, S.241). →Prinzip der zeitlichen Koordination von Einzelimpulsen Beispiel: Der Startsprung setzt sich als geschlossener Bewegungsablauf aus zahlreichen Einzelimpulsen wie Armeinsatz, Beinstreckung usw. zusammen, die in ihrer Summe den Gesamtimpuls ausmachen. →Impuls, →Impulserhaltungssatz
Einzeltraining
Einzeltraining (individual training), Organisationsform des Trainings, die auf die individuellen Belange des Sportlers abgestimmt und damit eine Variante des Hochleistungstrainings ist. Neben den Vorteilen (individuelle Belastungssteuerung, intensivere Anleitung und Korrektur, Selbstständigkeit und Interessiertheit) sind die Nachteile (fehlende Trainingspartner, damit Konkurrenzverhalten, Monotonie) nicht zu unterschätzen. Zumindest erfordert anhaltendes Einzeltraining einen von seiner Sache zutiefst überzeugten, fast…
Eisen
Eisen (Fe) (iron; ferrum). chem. Element, das in gebundener Form für Gesundheit und Leistungsfähigkeit bedeutsam ist, so als Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (→Hämoglobin) zum Sauerstofftransport. Im Sport umgangssprachlich für Training mit Gewichten. Durch starkes Schwitzen (→Schweiß) wird Eisen verloren, was verminderte Blutbildung (Eisenmangelanämie) und damit geringere Leistungsfähigkeit zur Folge hat. Ein hoher Bedarf ergibt sich,…
Eisschwimmen
Eisschwimmen (Ice swimming). Sportliche Disziplin im Gegensatz zu Winterbaden oder Eisbaden, bei der eine Strecke von 500/1000m in normaler Badebekleidung nach Wettkampfregeln geschwommen wird (https://www.ice-swimming.com/wp-content/uploads/2018/10/Rules.pdf). Durch sportärztliches Attest ist zu bestätigen, dass der Schwimmer in gesundheitlicher Verfassung ist, die Distanz im Eiswasser (Wassertemperatur < 5°C.) zurückzulegen. Der internationale Dachverband (https://www.internationaliceswimming.com/) wurde im Juli 2009 gegründet.…
Eiweiße
Eiweiße (proteins), Proteine, Energieträger, die neben Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff noch zusätzliche Elemente wie Stickstoff aufweisen. Eiweiße tragen in Ruhe zu 2,5% zum Energiestoffwechsel bei, unter Belastung bis 10%. Sie sind entscheidend am Aufbau von Körperstrukturen beteiligt, z.B. der Muskulatur (→Anabolismus), ferner sind Enzyme, Hormone und Antikörper spezielle Eiweißmoleküle. Grundelement der Eiweiße sind die Aminosäuren,…
Elastizität
Elastizität (elasticity), mechanische Eigenschaft eines Systems oder Stoffes durch Druck oder Dehnung nur vorübergehend seine Form zu ändern und danach wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzukehren. So sichern etwa 27% organische Anteile in den Knochen dessen Elastizität. Auch der Muskel verfügt über Elastizität, indem er sich nach einer Dehnung wieder verkürzt, wofür vor allem die…
Elektrakomplex
Elektrakomplex (Electra komplex), starke Bindung der Tochter an den Vater, verbunden mit feindseligem Verhalten gegenüber der Mutter, analog →Ödipuskomplex. Der Elektrakomplex ist öfters bei Mädchen in jungen Jahren anzutreffen. Dieses kindliche Verhalten ist entwicklungspsychologisch normal und sollte nicht überbewertet werden. Kritisch wird es, wenn es über die Pubertät anhält: „Prinzessin auf Lebenszeit“. Mehr zum Thema:…
Elektroenzephalogramm (EEG)
Elektroenzephalogramm (EEG) (electroencephalogram), griech. encephalon „Gehirn“; grafische Darstellung der durch Potentialschwankungen der Nervenzellen des Gehirns hervorgerufenen elektrischen Aktivitäten („Hirnströme“). Damit hat man Zugang zu den bioelektrischen Vorgängen, die kognitiven Prozessen oder emotionalen Zuständen zugrunde liegen, welche fundamentale Prozesse im Sport darstellen (Doppelmayr & Amesberger, 2012). Inzwischen hat man erkannt, dass hirnphysiologische Verarbeitungsprozesse ebenso sportliche Leistungen…
Elektrokardiogramm
Elektrokardiogramm (EKG) (electrocardiogram), griech. kardia „Herz“; Herzstromkurve, d.h. Messung des zeitlichen Verlaufs der Aktionsströme des Herzens. Elektrokardiografie ist ein grundsätzliches Verfahren in der sportmedizinischen Funktionsdiagnostik (s. http://www.sportmedizin-hamburg.com/images/pdfs/LeitlinienDGSP.pdf). Dabei treten im Belastungs-EKG Herzveränderungen deutlicher hervor als im Ruhe-EKG. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen können verhindern, dass Sportler mit Durchblutungs- oder Herzrhythmusstörungen im weiteren Training hoch belastet werden. Das Sportherz…
Elektrolyt
Elektrolyt (electrolyte), griech. elektron „Bernstein“ i. ü. S. „elektrisch“ und lytikós „auflösbar“; elektrisch leitfähiger Stoff, der in den Flüssigkeiten des Organismus in Anionen und Kationen dissoziiert (zerfällt). Im Sport sind zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit die Elektrolyte Natriumchlorid (Kochsalz), Kalium, Magnesium und Kalzium von Bedeutung. Elektrolytmangel führt häufig zu Muskelkrämpfen. Bei Hitze müssen bereits während der Belastung Elektrolyte…
Elektromyografie
Elektromyografie (EMG) (electromyography), griech. myos „Muskel“; Aufzeichnung der Aktionsströme des Muskels bei willkürlichen Bewegungen oder elektrischer Reizung (→Elektromyostimulation). Mit der EMG sind Aussagen über den zeitlichen Einsatz der an einer Bewegung beteiligten Muskeln und damit zur intermuskulären Koordination möglich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erwies sich auch die drahtlose EMG (KINE EMG-Geräte, Mini Wave Infinity Waterproof) als…
Elektromyostimulation
Elektrosmyostimulation (EMS) (electro-myo-stimulation), griech. myos „Muskel“; „Reizung der Muskulatur durch elektrische Ströme bestimmter Frequenz, Stärke und Dauer, wodurch atrophierte und geschwächte Muskelgruppen schneller zur normalen Leistungsfähigkeit gebracht werden als durch Willkürkontraktion allein“ (Neumann, in: Schnabel & Thieß, 1993, S.249). s. Elektromyostimulation EMS wird hauptsächlich in der Sportmedizin eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und Schwellungen nach…
Eliteschule des Sports
Eliteschule des Sports (elite School of the sport), „Fördereinrichtung, die im kooperativen Verbund von Leistungssport, Schule und Wohnen Bedingungen gewährleistet, dank derer sich talentierte Nachwuchsathleten auf künftige Spitzenleistungen im Sport bei Wahrung ihrer schulischen Bildungschancen vorbereiten können. Für die Anerkennung als Eliteschule des Sports werden die im Jahr 2002 in Leipzig beschlossenen Qualitätskriterien zugrunde gelegt.…
Ellenbogen-vorn-Haltung
Ellenbogen-vorn-Haltung (high elbow position), Element der Armbewegung beim Schwimmen. Damit werden in der Zugphase nach dem Wasserfassen durch Innenrotation des Oberarmes und folgend einer betonten Beugung im Ellenbogengelenk optimal große Abdruckflächen geschaffen. So werden die anatomisch möglichen Gelenkamplituden optimal für einen langen Antriebsweg genutzt (Küchler in: Rudolph, 2014, S.141). Würde der Arm gestreckt bleiben, dann…
Ellenbogen, hoher
Ellenbogen, hoher (High Elbow Catch), Position der Ellenbogen in der Rückholphase beim Kraul- und Schmetterlingsschwimmen als Beitrag eines lockeren und damit entspannten Übergangs zum nächsten Zyklus (oft auch in der Unterwasserphase an Stelle von „Ellenbogen-Vorn-Haltung“). Der „hohe Ellenbogen“ übernimmt die Führung und stabilisiert dabei die Wasserlage. Sehr gut kann diese Armhaltung beim „Abschlagschwimmen“ geübt werden:…