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Energiebilanz

Energiebilanz (energy balance), In der Ernährungslehre das Verhältnis der mit der Nahrung (→Nahrungsmittel) aufgenommenen Energie zum Energieverbrauch für Lebenserhalt und darüberhinausgehende Aktivitäten wie Sport. Stimmen Energieaufnahme und Energieverbrauch überein, spricht man von ausgeglichener Energiebilanz. Eine negative Energiebilanz führt zur Abnahme, eine positive Energiebilanz zur Zunahme des Körpergewichts. Da das Thema „Abnehmen“ Dauerbrenner in den Medien…

Energieerhaltungssatz

Energieerhaltungssatz (sentence of the energy conservation), Prinzip aller Naturwissenschaften, wonach die verschiedenen Formen der Energie in geschlossenen Systemen ineinander übergehen ohne dass Energie verloren geht. Der Energieerhaltungssatz für reibungsfreie Strömungen ist das bernoullisches Gesetz, wonach  die Summe aus dem statischen Druck, dem Schweredruck und dem Staudruck konstant ist. Bevor dem Schwimmer kinetische Energie für den…

Energiespeicher

Energiespeicher (energy store), aus der Technik (z.B. Batterie) in die Physiologie übernommener Begriff für Träger der Energie im Organismus. Im Muskel gibt es Speicher für Adenosintriphosphat, Kreatinphosphat, Fette, Eiweiß und Glykogen, außerhalb des Muskels für Leberglykogen und Fette (Heck, 1990). Die Kapazität der Energiespeicher beträgt bei einem 75 kg schweren Menschen: bei ATP 1,5 kcal,…

Energiestoffwechsel

Energiestoffwechsel (energy metabolism), „Gesamtheit der energiebereitstellenden und energieverbrauchenden Stoffwechselprozesse zur Aufrechterhaltung von Leben und motorischer Leistungsfähigkeit, dabei ist das Adenosintriphosphat (ATP) die zentrale Größe…Hauptenergieträger sind Glucose, freie Fettsäuren, Glycerol, Aminosäuren, Laktat. Der Energieaustausch erfolgt über das Herz-Kreislaufsystem und kann aerob, aerob-anaerob und anaerob ablaufen“ (Neumann, in Schnabel & Thieß,1993, S. 253). →Stoffwechsel, →Energiebereitstellung, →Energiebilanz, →Energiespeicher…

Energiestoffwechsel, aerober

Energiestoffwechsel, aerober (energy metabolism, aerob), den Stoffwechsel betreffendes (metabolisches) System, das durch den Abbau von Nahrungsmitteln unter Sauerstoffbeteiligung (oxydativ) gekennzeichnet ist. →aerobe Oxidation, →Energiespeicher, →Energiebereitstellung, →Energiebilanz Im Schwimmen steigt mit zunehmender Wettkampfstrecke der aerobe Anteil der Energiegewinnung, wobei die Angaben in der Literatur zwar besonders im Mittelstreckenbereich stark streuen, der Trend ist aber eindeutig (s.…

Energiestoffwechsel, anaerober

Energiestoffwechsel, anaerober (energy metabolism, anaerob), den Stoffwechsel betreffendes (metabolisches) System, das durch den Abbau von Nahrungsmitteln unter Sauerstoffmangel (anoxydativ) gekennzeichnet ist. →anaerobe Oxidation, →Energiespeicher, →Energiebereitstellung, →Energiebilanz Im Schwimmen geht mit zunehmender Wettkampfstrecke der anaerobe Anteil der Energiegewinnung zurück, wobei die Angaben in der Literatur zwar besonders im Mittelstreckenbereich stark streuen, der Trend aber eindeutig ist…

Energieträger

Energieträger (energy source), „im engeren Sinn Rohstoffe oder Stoffe, die in chemischer oder nuklearer Form Energie speichern und daher für die Energiegewinnung oder den Energietransport nutzbar gemacht werden bzw. werden können“ (WIKIPEDIA). Für den Energiestoffwechsel benötigt der Mensch in der Natur vorhandene (primäre) Energieträger (Nahrung mit Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen), die er in sekundäre Energieträger…

Energieumsatz

Energieumsatz (energy change), Gesamtheit, der aus dem Stoffwechsel gewonnenen Energie mit relativ geringem Wirkungsgrad für die Arbeitsmuskulatur, da bis 75% zur Wärmebildung benötigt werden. Energieumsatz (Energiebedarf) = Grundumsatz + Arbeits- oder Leistungsumsatz + Wärmebildung + Thermoregulation Ausdauersportler mit einer täglichen Trainingsbelastung über drei Stunden verdoppeln ihren Energieumsatz. Dieser wird vor allem beeinflusst durch das Körpergewicht…

Energieverbrauch

Energieverbrauch (energy expenditure; energy consumption), Bedarf an Energie für unterschiedliche Nutzanwendungen; im Sport „Energiebedarf für körperliche Aktivität“ (Kent, 1996, S.102), der in Joule ausgedrückt wird. Der tägliche Bedarf wird vom Grundumsatz und der körperlichen Aktivität (→Leistungsumsatz) bestimmt. →Energieumsatz Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden dazu Referenzwerte empfohlen. Bei einem mittlerer Body Mass Index (BMI)…

Energiezonen

Energiezonen (energy zones), Hier geht es nicht um „Harmonisierung“ oder „Beruhigungs-Massage“, sondern um die Einteilung der Trainingsbelastung auf der Grundlage des Energiestoffwechsels, da Dauer und Intensität der Belastung in enger Beziehung zur Art der Energiegewinnung stehen. Energiezonen erlauben es, im Training einen spezifischen Pfad der Energiewiedergewinnung zu entwickeln und die gewünschten physiologischen Anpassungen zu planen,…

Engramm

Engramm (engram), (von griechisch en, „hinein“, und gramma, „Inschrift“), „durch physiologische Reize verursachte, dauerhafte strukturelle Veränderungen im Gehirn, also vereinfacht gesagt Gedächtnisspuren“. Die Summe aller Engramme ergibt das Gedächtnis.   (http://lexikon.stangl.eu/autor/© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik), →Bewegungsmuster Intensive neuronale Aktivitäten hinterlassen im Zentralnervensystem (ZNS) Abdrücke, die sogenannten dynamischen Engramme. „Für das Erlernen sporttechnischer Bewegungsfertigkeiten ist…

Entfremdung

Entfremdung (alienation), Begriff in den Gesellschaftswissenschaften zur Kennzeichnung der Beziehung der Menschen untereinander, zur Umwelt (besonders zur Arbeit) oder zu sich selbst, auch als gestörtes Verhältnis des Menschen zu seinen Mitmenschen bis zum Widerspruch zwischen Bevölkerung und „denen da oben“ (Politikverdrossenheit). Unter dem Einfluss von Marx bezog sich der Begriff Entfremdung nicht mehr auf ein…

Entlastung

Entlastung (unloading), vielseitig verwendeter Begriff für Verringerung oder Befreiung von Last, Stress, Verantwortung (Funktion) usw. Im Sport die Reduzierung von Belastungen (z.B. Lasten) oder die Entlastung bestimmter Körperteile/Geräte durch Gewichtsverlagerung (z.B. Talski), aber auch von Verantwortung bei Einsatz in Mannschaften. Grundlage ist im Training das Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung, mit dem Erholungs-…

Entlastungssyndrom, akutes

Entlastungssyndrom, akutes (discharge syndrome), Syndrom = Krankheitsbild; auch „Sportentzugssyndrom“, verringertes Leistungsvermögen mit vegetativer Fehlregulation durch plötzlichen Trainingsabbruch bei hoch trainierten Leistungssportlern. Das akute Entlastungssyndrom beginnt ein bis vier Wochen nach Trainingsabbruch und kann bis mehrere Wochen dauern, verläuft aber individuell sehr unterschiedlich (Urhausen & Kindermann, 1999). Symptome: Herzschmerzen, Extrasystolen, Schwindelgefühle, Kopfschmerz, Völleempfinden im Oberbauch, Verdauungsstörungen,…

Entmüdungsbecken

Entmüdungsbecken →Entspannungsbecken

Entschlusskraft

Entschlusskraft (initiative), als Komponente der komplexen psychischen Steuerungsfähigkeiten die Fähigkeit, Entscheidungen zu fällen und diese in Taten umzusetzen. Formung der Entschlusskraft ist Training des „Entscheidungsmuskels“ (M. Papst in „The Huffington Post“ 16.04.16). Im Sport sind oft in kürzester Zeit Entscheidungen zu treffen, jedes Zögern kann den Sieg oder eine bessere Platzierung kosten. Es können aber…

Entspannung

Entspannung (relaxation), „psychophysiologischer Zustand, der durch eine positive Gefühlslage und abnehmende bzw. geringe Energie gekennzeichnet ist…Entspannung stellt als Gegenpol zur Spannung eines der wichtigsten Lebensprinzipien dar“ (Müller in Schnabel & Thieß, 1993, S. 258). Merkmale: (psychologisch) Wohlbefinden, positive Grundstimmung, innere Gelassenheit und Zufriedenheit, (physiologisch) abklingender Muskeltonus, absinkende Herz- und Atemfrequenz, Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts Da…

Entspannung, konzentrative

Entspannung, konzentrative (relaxation, konzentrative), auch „Reise durch den Körper“ (Wottke, 2004, S. 195), Relaxationstechnik, die auf der Konzentration auf den eigenen Körper und seiner Teile beruht, begünstigt durch beruhigende Hintergrundmusik. →Entspannung, →Muskelentspannung, progressive Unter Anleitung einer qualifizierten Physiotherpeuten wurden im DSSV bei Trainingslehrgängen (3x Woche) Einheiten für konzentrative Entspannung (KE) durchgeführt. Gegenüber dem autogenen Training…

Entspannungsbad

Entspannungsbad (relaxational bath), Bad in der Wanne bei 36-38°C Wassertemperatur, das zur psycho-physischen Entspannung beiträgt und nach harten Trainingsbelastungen empfohlen wird. Ätherische Öle können den Entspannungseffekt noch verstärken. das Ganze nicht zu kurz (< 5min) oder zu lang (> 20 min). Der ideale Zeitpunkt ist etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen und nicht vor dem…

Entspannungsbecken

Entspannungsbecken (relaxation pooln, relaxation bath), auch Entmüdungsbecken oder Entspannungsbad, im Sprachschatz der Schwimmer „Suhle“. Kleines Wasserbecken mit erwärmtem Wasser zur Regeneration nach dem Training, das in für den Leistungssport geeigneten Schwimmhallen nicht fehlen darf. Das Becken sollte so groß sein, dass sich eine Trainingsgruppe darin aufhalten kann. Das temperierte Wasser (32°-34°C) kann mit Badezusätzen mit…