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Eignung

Eignung (aptitude), besondere Tauglichkeit für eine bestimmte Tätigkeit Unter Eignung verstehen wir im Leistungssport „einen sportartspezifisch strukturierten Komplex von Fähigkeiten und Voraussetzungen, den ein Sportler für das Erreichen von hohen Leistungen in der ausgewählten Sportart benötigt“ (Kupper, 1976). (→Veranlagung, →Talent, -Talenterkennung, -Talentsichtung, - Talentsuche, -Talentprognose) Das betrifft übrigens im Sport Aktive wie Trainer und Funktionäre.…

Eignungsbeurteilung

Eignungsbeurteilung/Eignungsdiagnostik (aptitude test; screening test) →Talentauswahl  

Eignungsmerkmal

Eignungsmerkmale (aptitude characteristics), Eigenschaften eines Sportlers, die eine besonders günstige sportliche Entwicklung erwarten lassen. Im Schwimmen von der Leistungsstruktur abgeleitete Merkmale, die im Rahmen einer Talentauswahl diagnostiziert werden. Dabei ist zu beachten, dass neben der aktuellen sportlichen Leistung auch körperbauliche Merkmale sowie motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten (→Technikbewertung) eingeschätzt werden. Ferner sollten diese Merkmale immer in…

Eignungsnorm

Eignungsnorm (standard of aptitude), Richtschnur, wonach eine Person oder Sache für etwas befähigt oder qualifiziert ist. Im Sport zumeist aus der Leistungsdiagnostik ermittelte Sollwerte für die Auswahl in bestimmte Fördergruppen, die sich keinesfalls nur auf die aktuelle Leistung im Schwimmen beschränken, sondern komplex angelegt sein sollten: alle Lagen, kurze und lange Strecken, Einzelbewegung, Beweglichkeit usw.…

Eignungstest

Eignungstest (aptitude test; screening test), Verfahren zur Überprüfung der Eignung für eine bestimmte Tätigkeit. Im Sport für eine Sportart oder Disziplin. Dabei ist zu entscheiden zwischen Tests die etwas über einen aktuellen Trainingszustand aussagen und Tests, die vor allem eine Entwicklung aufzeigen (→Längsschnitt) und damit (wenn auch bescheiden) prognosefähig sind. Zudem sollte man sich immer…

Eignungstraining

Eignungstraining (aptitude training), Training, das davon ausgeht, dass auf einheitliche Belastungsvorgaben (Trainingsprogramm) der talentierte Sportler mit größeren Entwicklungsraten (Lernfortschritten) reagiert als der weniger- oder untalentierte. Diesem Vorgehen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das Talent nicht mit einer „Momentaufnahme“, sondern im Prozess ermittelt wird. Eignungstraining sollte hierbei für alle die gleichen (standardisierte) Bedingungen sichern. In dem…

Einatmung

Einatmung (Inspiration) →Atmung

Eindruck, erster

Eindruck, erster (impression, first), (Psychologie), Art der Anmutung bei der ersten Begegnung. Der erste Eindruck kann sehr nachhaltig sein, ist aber stark von Vorurteilen behaftet. Deshalb ist er nur von geringem diagnostischen Wert und darf selbst bei angeblicher „Menschenkenntnis“ nicht überbetont werden, zumal (besonders in der sportlichen Auseinandersetzung) bestimmte Verhaltensweisen vorgetäuscht werden können. Nach einer…

Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM)

Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM) (one-repitition maximum), die Last, die gerade noch einmal mit maximalem Kraftaufwand und vollem Bewegungsumfang bewältigt werden kann (→Maximalkraft, dynamische). Es wird über die Versuch-und-Irrtum-Methode ermittelt und etwa nach drei bis fünf Versuchen erreicht (Braith et al. 1993). Das EWM wird als Ausgangsgröße zur Berechnung der Belastungsintensität z.B. im Kraftausdauer-Training herangezogen.  Während auf der…

Eineratmung

Eineratmung/Einerzugatmung (single breathing), Atemrhythmus im Schwimmen, indem pro Bewegungszyklus eingeatmet wird, überwiegend im Brust- und →Rückenschwimmen

Einfühlungsvermögen

Einfühlungsvermögen (empathy) →Empathie

Eingangsuntersuchung, sportmedizinische

Eingangsuntersuchung, sportmedizinische (entrance check, sport.medical), sportmedizinische Untersuchung, die nach der Terminologie des DOSB für Landeskader(D) verpflichtend ist und an lizenzierten Untersuchungszentren/-stellen durchgeführt wird. Eigentlich gebietet sich eine Eingangsuntersuchung für jeden, der ein leistungssportliches Training aufnimmt, vom Nachwuchsathleten bis zum Masterschwimmer. Die Inhalte orientieren sich an der sportmedizinischen Grunduntersuchung, sollten aber mindestens eine Funktionsüberprüfung von Herz/Lunge…

Einheit, motorische

Einheit, motorische (motor unit), Gesamtheit aller von einer motorischen Nervenfaser innervierten Muskelfasern, wobei das von einer motorischen Nervenzelle des Rückenmarks kommende Axon an der motorischen Endplatte Aktivitätspotentiale synaptisch auf die Muskelfaser überträgt. Über die motorische Einheit können Muskelkraft und Kontraktionsgeschwindigkeit reguliert werden. Bei fein abgestimmten Bewegungen (Feinmotorik) umfasst eine motorische Einheit meist nur wenige Muskelfasern…

Einlauf

Einlauf (finish) (im Sport) →Zielankunft

Einsatztraining

Einsatztraining (EST) (one-set training, single-set-training), Krafttraining, bei dem pro Übung ein Satz ausgeführt wird, wobei mehrere Übungen pro Muskelgruppe möglich sind. (Preuss et al. 2006).  →Mehrsatztraining (multiple-set-training) Ob für eine oder mehrere Muskelgruppen, letztlich ob Einsatz- oder Mehrsatztraining besser ist, das wird seit Jahren in der Theorie und Praxis des Krafttrainings kontrovers diskutiert. Eine Überlegenheit…

Einschwimmen

Einschwimmen (warming up), einleitender Teil einer Trainingseinheit oder methodisches Element vor Wettkampfbelastungen mit dem Ziel, den Organismus physisch („erwärmen“ und „mobilisieren“), psychisch („einstimmen“) und motorisch („Wassergefühl“) auf die Belastung im Hauptteil der Trainingseinheit oder die Wettkampfstrecke vorzubereiten. Im Nachwuchstraining gehören grundsätzlich Technikübungen und Schnelligkeitsaufgaben in das Einschwimmen, wenn im Hauptteil bevorzugt Ausdauerfähigkeiten trainiert werden. Während…

Einsicht

Einsicht (sense), „unmittelbares Verstehen eines Sachverhaltes; das Erkennen der Zusammenhänge, der Ursache und der Wirkung eines Geschehens oder einer Handlung“ (Häcker & Stapf, 2004, S.234). Eine der drei Hauptformen des Lernens, die im Gegensatz zum Prinzip der Wiederholung auf Einsicht beruht und oft mit dem „Heureka“- Erlebnis (Ich hab‘s!) verbunden ist („Ein-sicht“). Beispiel: Hossner (1996)…

Einspruch

Einspruch (objection; protest), Widerspruch gegen Urteil oder Beschluss eines Gerichts/einer Behörde, ebenso Bestandteil des Sportrechts.. Im Schwimmen ist ein Einspruch nach Maßgabe der Fachteile der Wettkampfbestimmung zulässig gegen Maßnahmen von Entscheidungen der Schiedsrichter, Turnierleiter, Rundenleiter oder anderen Entscheidungsberechtigten sowie wegen unterlassener Entscheidung oder wegen eines besonderen Vorkommnisses, das den Ablauf eines Wettkampfes beeinflusst hat. Der…

Einstartregel

Einstartregel (one starting rule), Festlegung, dass bei einem Wettkampf nur ein Start ausgeführt wird. Diese Regelung hat der Veranstalter in die Ausschreibung aufzunehmen (§ 125 (6) WB Schwimmen des DSV). Durch die Einstartregel wird ein zügigerer Ablauf von Wettkämpfen gesichert. Fehlstarts werden in dem Fall erst nach dem Rennen geahndet.

Einstellung

Einstellung (attitude; mental set), in der Psychologie nicht eindeutig beschriebener Begriff: Haltung eines Menschen gegenüber einer Person, einer Sache oder einer Idee. Es werden drei Komponenten gegenüber dem Einstellungsobjekt unterschieden:a. kognitiv (Meinung, Argument, Anschauung),b. affektiv (gefühlsmäßige Bewertung),c. Verhaltensintention (Verhalten zum Objekt der Einstellung). In der Praxis stimmen die drei Komponenten häufig nicht überein. Auffällig sind…