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Dopingliste

Dopingliste (doping list), Jährlich durch die WADA aktualisierte Erfassung aller Wirkstoffe und Methoden (Dopingmittel), die mindestens zwei der folgenden drei Kriterien entsprechen müssen: Potenzial zur Leistungssteigerung im Sport, aktuelles oder potenzielles Gesundheitsrisiko, Verstoß gegen die Ethik im Sport. Bei Gebrauch von Medikamenten sollten sich Sportler in den aktuellen Listen der NADA informieren, wo erlaubte Medikamente…

Dopingmittel

Dopingmittel (doping substances), im Sport verbotene Wirkmittel, die in der Dopingliste der WADA aufgeführt sind und in fünf Gruppen unterteilt werden: →Stimulanzien, →Narkotika, →Anabolika, →Diuretika, →Peptidhormone. In Peking 2008 wurden auch Wachstumshormone auf die Liste gesetzt. Immer wieder wird vor der Einnahme von (oft kontaminierten) Nahrungsergänzungsmitteln gewarnt. →Doping, →Dopingkontrolle, →Dopingstrafen Exkurs: Ein noch ungeklärtes Problem…

Dopingstrafen

Dopingstrafen (doping punishment), Strafe bei Regelverstoß gegen die Anti-Doping-Regeln (→Doping). Im Falle eines positiven Befundes der A-Probe wird der Sportler vom Wettkampfgeschehen gesperrt. Sollte im Schiedsgerichtsverfahren ein Dopingvergehen festgestellt werden, ist mit folgenden (in den Fachverbänden noch unterschiedlich gehandhabten) Sanktionen zu rechnen: Startverbot, Aberkennung der Wettkampfergebnisse, Rückgabe der Preise/Medaillen, Wettkampfsperre, Geldstrafe. Die WADA schlug zur…

Doppelbelastung Schule und Sport

Doppelbelastung Schule und Sport (double load school and sport), zeitliche Belastung (→Gesamtbelastung) jugendlicher Leistungssportler durch die Ansprüche von Schule und Sport, die zu Wochenbelastungen führen, die weit über dem zeitlichen Rahmen normaler Arbeitnehmer liegen. Deshalb sind Organisationsformen zu schaffen, die Zeiten für Wegstrecken sowie zusätzliche schulische Belastungen minimieren ohne den Bildungsauftrag zu gefährden (→Sportschulen) und…

Doppelperiodisierung

Doppelperiodisierung (double periodisation), Die zyklische Gestaltung eines Trainingsjahres wird maßgeblich von den wichtigsten Wettkämpfen bestimmt. Bei einer Einfachperiodisierung bereiten sich die Athleten nur auf den Hauptwettkampf vor, bei einer Doppelperiodisierung auf zwei wichtige Wettkämpfe, die zeitlich einige Monate (z.B. Frühling und Herbst) auseinanderliegen. In Verbindung mit der Zunahme hochrangiger Wettkämpfe ("Wettkampf-Wildwuchs") gehen immer mehr Trainer/Sportler…

dorsal

dorsal (dorsal), lat. dorsum „Rücken“; nach hinten, zum Rücken (auch Hand- oder Fußrücken) zu gelegen, z.B. Dorsalflexion im Fußgelenk beim Brustschwimmen; →posterior, Gegenteil: →ventral  

Dorsalflexion

Dorsalflexion (dorsiflexion), Beugung von Hand oder Fuß zum Hand-/Fußrücken. Viele Erkrankungen der unteren Extremitäten stehen im Zusammenhang mit der Straffheit der Wadenmuskulatur und der verminderten Dorsalflexion des Knöchels. Um solche Störungen zu behandeln, werden häufig Dehnungen der Wadenmuskulatur verschrieben, um die verfügbare Dorsalflexion des Sprunggelenks zu erhöhen (Radford et al. 2006). Besonders die Dorsalflexion des…

Drehbewegung

Drehbewegung (rotational movement), Physik: Drehung/ Rotation als Bewegung eines Punktes oder Körpers um eine Achse. In der Biomechanik ist die Rotation eine Bewegung bei der alle Punkte des betrachteten Körpers um eine gemeinsame Achse drehen (Göhner, 2001, S.6). Im Sport können das sein, Rotation des Körpers um feste Achsen (z.B. Riesenfelge am Reck), freie Achsen…

Drehimpuls

Drehimpuls (angular momentum), physikalische Größe der Drehbewegung; mechanischer Zusammenhang von Ursache und Wirkung bei Drehbewegungen, der als Produkt aus Drehmoment (M) und der Zeit (t) als Ursache oder als Produkt aus Massenträgheitsmoment (J) und Winkelgeschwindigkeit (α) beschrieben wird. →Drehimpulserhaltungssatz Greift eine Kraft an den Körperschwerpunkt (KSP) an, wird eine Translation (Linearbewegung) erzeugt, greift sie abseits…

Drehimpulserhaltungssatz

Drehimpulserhaltungssatz (law of conservation of angular momentum), (Physik), für Drehbewegungen und fortschreitende Bewegungen gültiges Grundgesetz, wonach der Gesamtimpuls der Drehung in einem geschlossenen Körpersystem nach Richtung und Größe konstant ist. Daraus ergibt sich, dass Drehbewegungen über die Veränderung der Massenträgheitsmomente. (Körperform oder Lage der Teilkörper zur Drehachse) gesteuert werden. →Drehimpuls Beispiel: schnellere Drehung bei der…

Drehmoment

Drehmoment (angular momentum), Physik: Kraft, die eine Drehbewegung eines Körpers um eine Drehachse bewirkt.→Drehimpuls, →Drehimpulserhaltungssatz Biomechanik: „Wirkt eine Kraft auf einen Hebel außerhalb (aber nicht in Richtung) der Drehachse, dann bewirkt sie eine Drehung des Hebels. Die Ursache für das In – Drehung - Versetzen wird Drehmoment genannt“ (Göhler, 2001, S.13). Beispiel: Da beim Schwimmer…

Drehseitigkeit

Drehseitigkeit (rotational laterality), Form der Seitigkeit, die sich in der Bevorzugung einer bestimmten Drehrichtung (z.B. bei Schraube) äußert. Einige Autoren differenzieren noch in Wendigkeit (Bevorzugung einer Drehrichtung um die Längsachse) und Seitwendigkeit (Bevorzugung einer Drehrichtung um die Tiefenachse). →Drehbewegung Durch eine Vielzahl von Einzeluntersuchungen konnte die Dominanz der Linksbevorzugungen beiKörperdrehungen bestätigt werden. So bevorzugen zum…

Drehwiderstand

Drehwiderstand (rotational resistance) →Massenträgheitsmoment  

Dreieratmung

„Dreieratmung/ Dreierzug-Atmung“ (triple-breathing), Variante des Atemrhythmus im Schwimmen (vorrangig →Kraul), wobei auf jeden dritten Armzug eingeatmet wird. Das Verhältnis von Atmung zu Zugzahl kann weiter variiert, Ein- und Ausatmung an bestimmte Armzüge gekoppelt werden. Durch die Dreieratmung behält der Schwimmer die Übersicht nach beiden Seiten, nutzt die Hebelwirkung der Arme maximal aus und stabilisiert die…

Dreierhop

Dreierhop (triple hop), Sprungserie zur Kontrolle des horizontalen Sprungvermögens. Der Dreierhop ist ein valider Test, um die Stärke und Leistung der unteren Extremitäten eines Athleten vorherzusagen (Hamilton et al. 2008). Während der Dreierhop in der Regel (z.B. bei „Jugend trainiert für Olympia“) einbeinig oder wechselbeinig mit beidbeiniger Landung durchgeführt wird, hat sich der DSV wegen…

Dreifachperiodisierung

Dreifachperiodisierung (three-season yearly plan), Unterteilung des Trainingsjahres in drei Perioden (→Makrozyklen), die durch die Lage der Hauptwettkämpfe bestimmt sind. Da sich die Wettkampfstruktur in den letzten Jahren beträchtlich geändert hat, stößt die konservative Theorie der Periodisierung nach Matweev zunehmend an ihre Grenzen (Verchoshansky 1998). Im Hochleistungstraining des DSV wurde in den letzten Jahren das Trainingsjahr…

Drillmethode

Drillmethode (drill method), (Pädagogik): durch äußeren Zwang und Auswendiglernen gekennzeichneter Unterrichts- oder Erziehungsstil, Im Sport eine Lehrmethode, die auf der ständigen Wiederholung einer Übung zur Erreichung eines Lernziels basiert und typisch ist für lehrerzentrierten Unterrichts, der durch „Pauken und Bimsen“ (Frontalunterricht) gekennzeichnet war und durch den schülerorientierten Unterricht abgelöst wurde. Im Leistungssport ist aber das…

Drogen

Drogen (drugs), pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe, die als Heilmittel, Stimulanzien (→Amphetamine) oder Gewürze Verwendung finden. Dazu zählen auch Rauschdrogen und Alkohol, die zur Drogenabhängigkeit führen können. Es wird angenommen, dass allein in Deutschland 1,9 Mio. Menschen medikamentensüchtig sind, pro Kopf 10 l Alkohol verkonsumiert wird und fast jeder Dritte über 15 Jahre raucht. Verstörend…

Drop-Jump

Drop-Jump (DJ), Niederhochsprung aus verschiedenen Höhen (20-80 cm, Kinder nicht über 40 cm), wobei es auf die Kontaktzeiten ankommt. Zeiten unter 170 ms zeugen von einem guten reaktiven Kraftniveau. Dabei sind Vorinnervation, Hemmungsphase und muskuläre Reflexaktivität von Interesse. →Sprunghöhe, →Bodenkontaktzeit, → Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ)  Ausführung: Die Niedersprungbewegung soll von der Unterlage so ausgeführt werden, dass der…

Dropout

Dropout (dropout), (engl) Ausbruch aus einer sozialen Gruppe, in die man integriert war. Gegenteil: →Retirement Im Sport abrupter Karrierebruch, bevor der Leistungshöhepunkt erreicht wurde. Gruppe & Mieth (2001) stufen Dropout „als kritisches, krisenhaftes Lebensereignis“ ein. Dropout ist zumeist auf verloren gegangenem Glaube an die sportliche Perspektive oder unzureichende Bedingungen im sozialen Umfeld zurückzuführen. Haupthindernisse auf…