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Distanz
Distanz (distance), lat. distare „abstehen, entfernt sein“; Entfernung, Abstand im Raum oder zu Personen, Meinungen usw., Auf den Sport bezogen: eine Strecke im Wettkampf (50-1500m) oder im Training (z.B. Teilstrecke →Intervall), wobei "Distanz" oft als Gegenpol zu "Sprint" für Langsstrecke steht, wenn eine Disziplin zum olympischen Wettkampfprogramm zählt, dann spricht man bei "streckengebundenen" Disziplinen auch…
Distanz, kritische
Distanz, kritische (critical distance), allgemein Teil der "Kampf oder Flucht-Reaktion" vieler Tiere (Übergang von Drohgebärde zum Angriff oder zur Flucht). →Distanz Auf den Sport übertragen, wie nahe lasse ich den Gegner an mich heran (z.B. Boxen) - Angriff oder Ausweichen. In vielen Fällen im Sport ist die kritische Distanz vergleichbar mit einem Optimum: wird z.B.…
Distanzbereich
Distanzbereich (distance sector), Streckenlänge im Ausdauertraining, die mit der Wettkampfstrecke identisch ist (z.B. 10 x 100B als GA-Serie für einen 100m-Brustschwimmer). Die Bezeichnung mit Distanzbereich setzt eine Spezialisierung auf eine bestimmte Strecke (→Hauptschwimmart) voraus und ist damit dem Hochleistungstraining vorbehalten. →Überdistanzbereich; →Unterdistanzbereich
Disziplin
Disziplin (discipline; sport event; branch), von lat. Lehre, Zucht, Schule, beschränkt sich einmal auf das Verhalten von Regeln (Pädagogik), zum anderen auf ein Teilgebiet in der Wissenschaft (z.B. Trainingswissenschaft) oder im Sport (z.B. Ausdauersport) Pädagogik: freiwilliges Einhalten sozial determinierter Verhaltensregeln und Ordnungen. Durch die kritischen und emanzipatorischen Positionen als Gegenreflex der 68er zum Kadavergehorsam ihrer…
Disziplin, taktische
Disziplin, taktische (discipline, tactical), Bereitschaft und Vermögen des Sportlers, bewusst die taktische Wettkampfkonzeption auf der Basis der Wettkampfbestimmungen umzusetzen. Die taktische Disziplin gewinnt mit zunehmender Streckenlänge an Bedeutung und fußt vor allem auf dem Zeitplan und der zu dessen Umsetzung notwendigen Technik. →Disziplin, →Rennstruktur, →Taktik, →Taktiktraining
Disziplingruppe
Disziplingruppe (event-group), Zusammenfassung von mehreren Disziplinen mit gemeinsamen Merkmalen. Im Schwimmen bieten sich zwei Ebenen an, einmal nach Schwimmart (z.B. Brustschwimmer von 50 m bis 200 m-Strecken), zum anderen nach Streckenlänge (Gruppe der Sprinter oder Langstreckler bis Freiwasserschwimmer). Eine solche Differenzierung empfiehlt sich aber erst ab Anschlusstraining und ist ein Mittel zur Intensivierung des Trainings. →Disziplin,…
disziplinspezifisch
disziplinspezifisch (discipline-specific), im Sport auf eine bestimmte Wettkampfart bezogen, vom Allgemeinen zum Besonderen gehend. Beispiel Sportart Schwimmen: bezogen auf die Schwimmart (z.B. Brustschwimmen) oder die Disziplin (z.B. nur 200 m Brust) oder die Distanz (z.B. Kurz-, Mittel- und Langstreckler). Die disziplinspezifische Ausbildung beginnt mit dem Anschlusstraining und erfährt ihre höchste Spezialisierung im Hochleistungstraining. →Leistungsaufbau, langfristiger, →Disziplingruppe,…
Disziplintrainer
Disziplintrainer (discipline coach), Trainer im Hochleistungsbereich mit Verantwortung für eine bestimmte Disziplingruppe, z.B. „Sprint“ oder Langstrecke. Der Begriff steht also nicht für für einen "disziplinierten Trainer, obwohl das auch nicht schaden kann. Die sehr effektive Form der Spezialisierung ist aber personell und finanziell, zumindest auf Vereinsebene, kaum durchzustehen und bleibt zumeist dem Dachverband vorbehalten. In…
Diuretika
Diuretika (diuretics), griech. di-uretikós „den Urin befördernd"; harntreibendes Arzneimittel, das klinisch angewendet wird, um extrazelluläre Flüssigkeiten bei Ödemen auszuschwemmen. Diuretika werden im Sport verbotenerweise als Maskierungsmittel ("Verhüllung") eingesetzt, um „Gewicht zu machen“ oder die Konzentration von Dopingsubstanzen im Urin zu verringern („Verdünnungseffekt“). Es sind also keine Dopingsubstanzen, aber sie verschleiern den Dopingnachweis. Diuretika wurden weltweit…
Divergenztheorem
Divergenztheorem (divergenzy theorem), lat. divergere „auseinanderstreben, abweichen“; mathematischer Satz und Führungsmodell In Gruppen differenzieren sich nach einer gewissen Zeit die Rollen. Aus der sozialpsychologischen Forschung sind dabei zwei Tendenzen bekannt, wonach Gruppenmitglieder bewertet werden:: nach ihrer Leistung beim Erreichen des Gruppenziels (Leistungsziel) nach ihrem Anteil am sozialen Zusammenhalt der Gruppe (Gruppenkohäsion) Das führt häufig zu…
Diversity Management
„Diversity Management" (engl. „vielfältige, abwechslungsreiche Führung“), Konzept aus der Unternehmensführung, das die Verschiedenheit der Mitarbeiter nicht nur toleriert, sondern zu Nutzen macht. Ziele des diversity Management sind: eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen, Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern (www.wikipedia.de). Exkurs (auf den Sport übertragen): „Der Grundgedanke von Diversity beruht auf Verschiedenheit…
Dokumentation
Dokumentation (documentation), lat. documentum „beweisende Urkunde“; Systematische Zusammenstellung von Informationen (Dokumenten), so dass ein schnellerer Zugriff möglich ist (z.B. Bibliothekswesen). In der Pädagogik auch Erfassung und Ordnen von Beobachtungen oder Daten. Zu den wichtigsten Dokumenten des Trainers gehören: Richtlinien des DOSB, LSV, DSV und Vereins Rahmenpläne für Ausbildung (Qualifikation) und Training (Nachwuchskonzeption, RTP-HLT…) Fachliteratur (s.…
Dominanz
Dominanz (dominance), lat. dominans „Gebieter“; Vorherrschaft, Durchsetzungsvermögen gegenüber Schwächeren. Ein Grundwesenszug der Persönlichkeitsdimensionen (Cattell et al. 1970). In der Genetik gibt es dominante Erbanlagen. →Dominanzstreben In der Sozialpsychologie die Überlegenheit von Einzelnen oder Gruppen über andere (Dominanzverhalten). Gegenteil: Subdominanz (Unterwürfigkeit). Manche Sportler sind „von Haus aus“ dominant (persönlichkeitsbedingte Rolle). Zumeist bildet sich aber die Dominanz…
Dominanzstreben
Dominanzstreben (desire/quest for dominance), Dimension der Persönlichkeitspsychologie, die sich im Streben einer Person nach einer Machtstellung innerhalb einer Gruppe äußert und durch Eigenschaften wie bestimmend und befehlsgebend gekennzeichnet ist. Untersuchungen an Tieren haben gezeigt, dass soziale Ränge (Alphatier) genetisch bedingt sein könnten (Zeibig, D. 2014). →Dominanz Der Drang nach Überlegenheit äußert sich im Großen (Politik)…
Dopamin
Dopamin (dopamine) Neurotransmitter aus der Gruppe der Katecholamine, auch als „Glückshormon“ bekannt, da es überlebensdienliche Verhaltensweisen verstärkt und eine wichtige Rolle bei der Motivation spielt. In Verbindung damit beeinflusst es auch Entscheidungen, weil sich Menschen sehr stark von der Erwartung beeinflussen lassen, wie gut oder wie schlecht sie sich in Zukunft voraussichtlich fühlen werden (Sharot…
Doping
Doping (doping), engl. to dope „Drogen verabreichen“; allgemein die unerlaubte Einnahme leistungssteigernder Mittel (Dopingmittel). Im Sport der ein- oder mehrmalige Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln, wie sie in Artikel 2 der WADA ausgewiesen sind. Verstöße sind nach der Definition der Welt Anti-Doping Agentur ab 1.1.2015: 2.1 Vorhandensein einer Verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der…
Dopingkontrolle
Dopingkontrolle (doping test), Analyse von Urin/Blut nach Training oder Wettkampf. Die WADA hat die "TOP 25" in ihrem Testpool erfasst. Die NADA legt jährlich mit dem DSV den „nationalen Testpool“ fest, dem sämtliche Bundeskader sowie die Kader eines bestehenden International Registered Testin Pool angehören. Der Testpool wird regelmäßig aktualisiert, s. unter: http://www.dsv.de/der-dsv/anti-doping/hinweise-llgemein/lesen/?tx_ttnews[tt_news]=1405&cHash=a2ff17abe41f80c0a1c14c6783ef3562. Dort registrierte Athleten…