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Blutprobe

Blutprobe (blood sample), geringe für Untersuchungszwecke entnommene Blutmenge. →Blutabnahme

Blutserum

Blutserum (blood serum), flüssiger Anteil des Blutes ohne Gerinnungsfaktor Fibrinogen (wasserlösliches Protein) Blutserum = →Blutplasma minus Fibrinogen   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Blutserum

Blutstatus

Blutstatus (complete blood count), Aufstellung aller erhobenen Blutbefunde und der Referenzbereiche, Bestandteil der Sportmedizinischen Grunduntersuchung. →Blutbild, →Laborbefunde  obligatorisch werden erhoben: - Hämoglobin, - Hämatokrit, - Erythrozytenzählung, - Leukozytenzählung, - Thrombozytenzählung, - Mechanisierte Zählung der Neutrophilen, Eosinophilen, Basophilen, Lymphozyten und Monozyten Fakultativ kommt hinzu: - Mechanisierte Zählung der Retikulozyten, - Bestimmung weiterer hämatologischer Kenngrössen   Mehr…

Blutvolumen

Blutvolumen (blood volume), Gesamtblutmenge im Organismus, die beim Menschen etwa 75-80 cm3 pro kg Körpergewicht beträgt. Durch Training kann das Blutvolumen um 25% zunehmen kann, wodurch sich auch die Sauerstofftransportkapazität erhöht (→Sauerstoffaufnahme). Ausdauersportler haben durchschnittlich ein um 40% höheres Blutvolumen (Schmidt, 1999). Die horizontale Lage des Körpers im Wasser führt zu einer Verschiebung des Blutvolumens,…

Blutzucker

Blutzucker (blood sugar), Gehalt an Glucose im Blut, dessen Pegel („Blutzuckerspiegel“) hormonell geregelt wird. Wird dabei die Grenze von 40 mg/dl (2,2 mol/l) unterschritten, sind verminderte Leistungsfähigkeit, Fehlreaktionen, Desorientierung bis zum Schock die Folge. Lange Ausdauerbelastungen können zur Unterzuckerung („Hungerast“) führen, die durch Aufnahme von Glucose behoben werden kann. Deshalb ist besonders bei Dauertraining oder…

Bodenkontaktzeit

  Bodenkontaktzeit (ground contact time), Stützzeit beim Nieder-Hochsprung (→drop-jump), die als Ausdruck elementarer azyklischer Schnelligkeit mit Kontaktmatten gemessen wird. →Sprungkraft, →Leistungsdiagnostik

Bodenraktionskraft

Bodenreaktionskraft (ground reaction force),  während der Stützphase zwischen Gliedmasse und Boden wirkende Kraft, die mit Hilfe einer Kraftmessplatte "dreidimensionale Waage") gemessen wird. Sie steht in enger Verbindung mit dem dritten Newton’schen Axiom (Gegenwirkungsgesetz = actio-reactio).→Sprungkraft Während eine Vielzahl an Studien zur Bodenreaktionskraft in den verschiedensten Sportarten vorliegen, setzt das Medium Wasser immer noch Grenzen. Somit…

Body-mass-Index

Body-mass-Index (BMI), geht zurück auf den →KAUP-Index (Deutschland 1922) und bewertet das Körpergewicht im Verhältnis zur Körperhöhe: BMI = Körpergewicht (kg) : Körperhöhe2 (m)   Der BMI wird als „akzeptables Maß für die Gesamtkörperfettmasse“ beschrieben. „Er hat sich von den zahlreichen Indizes (s. oben), welche die Relation von Körpergewicht und Körperhöhe zueinander bestimmen, über alle…

Body-tupe

  Body-tupe (engl) elastisches Seil („Körperband“) aus der Physiotherapie, das für die verschiedensten Übungen zur Stärkung nahezu aller Muskelgruppen verwendet werden kann. Als preiswertes und zugleich ziemlich effektives (einfach zu transportierendes) Trainingsgerät kann es gut in Ermangelung geeigneter Kraftgeräte (z.B. bei Lehrgängen) genutzt werden. Übungen (Video): https://www.youtube.com/watch?v=x0t2kG65u2Y

Bodysuit

Bodysuit →Ganzkörperanzug, →Schwimmbekleidung

Bogenspannung

Bogenspannung (arc position; bow tension), (Biomechanik) „Kurzzeitige Einnahme einer bogenförmigen Körperhaltung mit Vordehnung einer Muskelschlinge an der Vorderseite des Rumpfes, die sich in der Regel nach unten in die Muskulatur eines oder beider Beine, nach oben in die Muskulatur eines oder beider Arme fortsetzt und der optimalen Vorbereitung großer Muskelgruppen für eine schnellkräftige Kontraktion dient“…

Boje

Boje (buoy), Körper, der durch seinen Auftrieb auf dem Wasser schwimmt und am Grund verankert ist, dient zur Orientierung oder Markierung auf dem Wasser. (Text von Harald Rehn)

BORG-Skala

BORG-Skala, numerische Skala von 1-20 (bzw. 1-10) zur Erfassung des →Anstrengungsempfindens. Der Sportler nennt während der Test-/Wettkampfbelastung eine Zahl, die das Ausmaß der Anstrengung beschreibt. Die Bandbreite geht von „sehr, sehr leicht“ bis „sehr, sehr anstrengend, geht nicht mehr“. Das einfache, aber effektive Verfahren wird zur Trainingsberatung empfohlen (Löllgen 2004, S. 299), ersetzt aber nicht…

Boykott

Boykott (boycott), „planmäßiges Fernhalten eines Gegners von geschäftlichen oder sozialen Beziehungen ohne Einsatz rechtlicher Mittel, mit dem Ziel, ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen“ (MEYERS Lexikon 1996). →Konflikt Auch in der Geschichte des weltweiten internationalen Sportvergleichs ist Boykott als Ausdrucksform politischen Protests keine Seltenheit. Während noch 1980 und 1984 mit Berufung auf Bruch des „olympischen Friedens“…

Bradykardie

Bradykardie (bradycardia), griech. bradykardía „Langsamherzigkeit“; Herzschlag unter 60 Schläge/min bei Erwachsenen. Gegenteil →Tachykardie Bei ausdauertrainierten Sportlern ist Bradykardie in Ruhe die Folge eines gesteigerten Vagotonus (→Vagotonie); bei körperlicher Belastung nicht mehr nachweisbar. Bradykardie ist eine Komponente des Sportherzens und von Herzerkrankungen abzugrenzen. Nach Beendigung des Ausdauertrainings bildet sich die Bradykardie in der Regel zurück. Problematisch…

Brainstorming

Brainstorming (Ideenfindung), beliebtes wie kritikwürdiges Verfahren zur Ideensammlung, bei der zunächst ohne Kritik frei geäußerte spontane Einfälle gesammelt werden, um darauf aufbauend effektive und kreative Lösungen eines Problems oder einer Aufgabe zu finden. Auch im Lehrbereich des DOSB beliebte Methode, die meistens Zeit und Personen bindet, aber wenig ergiebig ist. Mit einfach „lasst uns mal…

Brandungsschwimmen

Brandungsschwimmen (surf race), Rettungssportliche Wettkampfdisziplin mit einem Schwimmparcours über ca. 400 m (Senioren 120 m), Start und Ziel sind am Strand, es sind 7 Bojen zu umschwimmen. Brandungsschwimmen wird im offenen Gewässer auch als Staffelwettbewerb ausgetragen. (Text von Harald Rehn)

Breitenachse

Breitenachse (transversal axis), auch Querachse, Horizontalachse, gedachte Hilfslinie durch den Körper des Menschen in der Transversalebene (von der linken zur rechten Körperhälfte und umgekehrt), z.B. die Achse durch den Körperschwerpunkt beim Salto vorwärts. →Körperachsen Beim Schrittstart (mit einer anfänglichen Körpergewichtsbelastung auf dem hinteren Bein) ermöglicht der Drehimpuls um die Breitenachse ein flaches Eintauchen mit steilem…

Breitensport

Breitensport (sport for all), nicht einheitlich definiert und schwankt zwischen Massen-/Freizeitsport/Volkssport und Amateursport, in dem Sinne traditioneller Vereinssport, der im Gegensatz zum Leistungssport nicht nach Höchstleistungen strebt und im Gegensatz zum Freizeitsport wettkampfmäßig betrieben wird. Der Deutsche Schwimm-Verband hat (hatte bis 12/2018 ?) eine eigene Fachsparte „Breiten-Freizeit und Gesundheitssport“ (BFG), die zahlreiche Sportarten und Bewegungsformen…

Breitenwachstum

Breitenwachstum (width growth), auch appositionelles (über Anlagerung, Schichtung) Wachstum; das sich hauptsächlich auf die Knochen beschränkt, indem die Rindenschicht an den vorhandenen Knochen neue Knochensubstanz anlagert (perichondrale →Ossifikation). Folglich ist Breitenwachstum nicht identisch mit Adipositas. Das Breitenwachstum verläuft in der Ontogenese zeitlich versetzt zum Längenwachstum: die erste Phase liegt zumeist im Kleinkindalter (0-4 Jahre), die zweite…