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Beziehung, soziale

Beziehung, soziale (relationsship, social), Verhältnis zwischen Menschen, oft für dauerhafte Bindung zwischen zwei Menschen gebraucht. Maßgeblich für die Bindungsstärke sind gemeinsam akzeptierte Ziele. Soziale Beziehungen können mit soziometrischen Verfahren, Befragungsmethoden, Verhaltensbeobachtungen und Experimenten erfasst werden. Im Rahmen von Training und Wettkampf sind es vor allem die Beziehungen: Sportler zu Sportler/Trainingsgruppe (Gruppenkohäsion) Sportler zu Trainer/Verein Sportler zu…

Bezugsperson

Bezugsperson (reference person), Person, zu der eine besondere Gefühlsbindung („Urvertrauen“) besteht. „Die Bindung an eine Bezugsperson ist der erste tiefgreifende emotionale Prozess, der das Gehirn eines Neugeborenen beeinflusst, und diese Erfahrung ist grundlegend, da Emotionen auch an allen späteren Lernprozessen beteiligt sind. Die emotionale Bindung eines Kleinkinds zu seinen Eltern hat also eine hohe Bedeutung…

Bicarbonat (Natron)

Bicarbonat (bicarbonate), Hydrogencarbonat, das als Puffersubstanz eine wichtige Rolle bei der Neutralisierung des Laktats spielt (→Alkalose). →Soda-loading Durch Zuführung von Bicarbonat („soda loading“) konnte ein positiver Effekt auf die Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden. (Rupp et al. 1983, Sutton et al. 1981, Wilkes et al. 1983). So zeigte sich, dass bei einer Dosis von 300-500 mg HCO3-/kg…

Biegsamkeit

Biegsamkeit (flexibility) →Gelenkigkeit, →Beweglichkeit

Bildmischung

Bildmischung (image mixing), Zusammenführen unterschiedlicher bildlich erfasster Bewegungsausführungen in einem Bild, um Unterschiede in der Bewegungsausführung (Vergleich im Quer- oder Längsschnitt) zu verdeutlichen, verstärkt durch Kopplung der Kamera an einen Computer. →Bewegungsbeobachtung, →Computergrafik, →Technikanalyse Schwimmbewegungen finden in zwei verschiedenen Medien statt. Die Armbewegung setzt sich z.B. aus einer Überwasser- und einer Unterwasserphase zusammen. Beide sind aber…

Bildreihe

Bildreihe (picture series), Folge inhaltlich abgestimmter Abbildungen einer Bewegungshandlung, zumeist in zeitlicher Reihenfolge wie z.B. die einzelnen Phasen eines Schwimmzyklus. Mit Bildreihen lassen sich sehr gut wesentliche Merkmale einer Bewegung darstellen. Sie sind deshalb von Nutzen beim Erlernen der Schwimmtechniken im Nachwuchstraining. Allerdings entsprechen sie selten den Anforderungen moderner Schwimmtechniken, wozu qualifiziertere digitale Verfahren erforderlich…

Bildung

Bildung (education), einer der wichtigsten und zugleich umstrittensten Grundbegriffe des erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Denkens. Im weitesten Sinne bedeutet Bildung Bewusstseinsformung durch geistige Erschließung der Welt. Sie hat eine Doppelfunktion, einmal zielt sie als allgemeine Bildung auf die mündige und selbstbestimmte Teilhabe an der Organisierung der gesellschaftlichen Lebensbedingungen (Subjektbildung), zum anderen im Sinne von Ausbildung auf…

Bindegewebe

Bindegewebe (connective tissue), Grundgewebe des Körpers in verschiedenster Ausprägung und Funktion, spezielle und für die sportliche Belastung wichtige Formen sind Knochen, Sehnen und Bänder als passiver Bewegungsapparat, der in allen Ausbildungsetappen aufgrund seines unterschiedlichen Reifezustandes (→Reifung) zu beachten ist. Die Empfindlichkeit des Bindegewebes verhält sich proportional zur Wachstumsgeschwindigkeit (Berthold & Thierbach, 1981). Deshalb ist die…

Bindehautentzündung

Bindehautentzündung (conjunctivitis): lat.: Konjunktivitis, Reizerscheinung der Schleimhäute durch Wirkung des gechlorten Wassers (→Chlor), der am besten durch „Chlor- oder Schwimmbrille“ entgegnet wird. Lindernd wirken Augentropfen. Weitaus kritischer sind die infektiöse Bindehautentzündung („Schwimmbadkonjunktivitis“) und die epidemische Bindehauentzündung zu sehen, die durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden und Abbruch des Trainings sowie Konsultation des Augenarztes erfordern (Ansteckungsgefahr!).…

Bindung

Bindung (attachment), in der Entwicklungspsychologie eine langanhaltende, konstante und emotionale Beziehung zu einem anderen Menschen. Nach der Bindungstheorie handelt es sich um ein menschliches Grundbedürfnis, das besonders in den ersten Jahren durch die Mutter-Kind-Beziehung geprägt ist. Kleinkinder brauchen Eltern und andere enge Bezugspersonen, um mit Spannungen wie Angst oder Schmerzen umgehen zu können. Emotionale Entwicklung…

Biobank

Biobank (biobench, biokineticbench), Sammlung von Biomaterialen und damit verknüpfter medizinischer und persönlicher Daten. Im Sport ein biokinetisches Trainingsgerät zum spezifischen Krafttraining der Schwimmer mit 10 Widerstandsstufen, bei dem der Armzug der Schwimmtechnik nicht nur simuliert wird, sondern mit dem im Wasser hochgradig übereinstimmt (Stichert, 1991; Hermsdorf, 2000). Die Ergebnisse der Biobank haben eine starke Beziehung…

Biochemie

Biochemie (biochemistry), (griech. bio-chēmeia „die Chemie des Lebens“); Wissenschaft von chemischen Vorgängen in lebenden Organismen, vereinfacht vom →Stoffwechsel. Schon ihre ehemalige Bezeichnung als „Physiologische Chemie“ verdeutlich die enge Beziehung zur Physiologie (Leistungsphysiologie →Sportphysiologie →Sportmedizin). Die Biochemie untersucht „Im Zuge dessen konzentrieren sich die Betrachtungen auf die Stoffgruppen der Nukleinsäuren, Proteine, Lipide und Kohlenhydrate sowie deren…

Biofeedback

Biofeedback – Training (BFT) (biofeedback training), „biologische Rückmeldung“, Verfahren, kaum bewusste Körperfunktionen (Blutdruck, Herzschlag, Gehirnaktivität) optisch darzustellen und so die Auswirkungen psychotherapeutischer Verfahren (→Entspannungsverfahren) sichtbar zu machen, um eine wünschenswerte Verhaltensänderung des Patienten zu unterstützen (Psychologisches Wörterbuch 2004). Der Sportler erhält eine objektive (weil sichtbare oder hörbare) Rückmeldung über seinen Entspannungszustand und kann somit bestimmte…

Biokatalysator

Biokatalysator (bio-catalyser), Molekül (meistens Enzym), das biologische Vorgänge beschleunigt, nach dem Vorgang aber wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückgeht. →Enzyme Beispiel: Jugendlichen Schwimmern wurde über zwei Wochen bei täglich zwei Trainingseinheiten a 5 km das Coenzym Q10 supplementiert. Dieser Biokatalysator ist essentiell für die Resynthese von Adenosintriphosphat und verhindert damit nachteilige Änderungen von antioxidativen Enzymen…

Biomarker

Biomarker - messbare biologische (genetische, anatomische, physiologische oder biochemische) Merkmale, die als Referenz für Prozesse und Krankheitszustände im Körper verwendet werden können. S In der Trainings- und Wettkampfbelastung sind Speichelbiomarker vielversprechend, da sie physiologische Veränderungen aufgrund von Stress widerspiegeln. Am häufigsten wurden hormonelle Biomarker herangezogen. Die Rangfolge der untersuchten akuten Stressoren führen Muskelschäden und -ermüdung…

Biomechanik

Biomechanik (biomechanics), Wissenschaftsdiszplin, die als Sportbiomechanik mit Methoden und Gesetzmäßigkeiten der Mechanik sportliche Bewegungsabläufe, aber auch Sportgeräte untersucht. Ziel im Sport ist, durch Optimierung der Bewegungstechniken die sportlichen Leistungen zu verbessern (→Leistungsdiagnostik)  Im Vordergrund steht hierbei die  „Technikanalyse“, die sich auf biokinematische, biodynamische und zeitliche Parameter (→Merkmale, biomechanische) stützt, die durch elektronische, mechanische und optische…

Biometer

Biometer (biometer) aktuell in Deutschland angebotene Weiterentwicklung der amerikanischen Biobank mit folgenden Funktionen: Eine elektronisch geregelte Widerstandseinheit erzeugt den isokinetischen Kraftverlauf und ein integrierter Kraftsensor ermittelt die Basisdaten für eine genaue Auswertung. Das Display zeigt wahlweise folgende Parameter an: →Kraft, Arbeit, Leistung, Frequenz oder Auszugslänge. Der integrierte Speicher kann nach dem Training über einen Drucker…

Biometrie

Biometrie (biometry), griech. bíos „Leben“ und métron „Maß; Lehre von der Anwendung mathematisch-statistischer Methoden auf die Mess- und Zahlenverhältnisse der Lebewesen und ihrer Einzelteile. Biometrie wird vor allem im Zusammenhang mit mathematischer Vermessung und Statistik in der Medizin und Biologie und somit auch in der Sportwissenschaft, z.B. in der Talentforschung verwendet (→Talent). Von besonderer Bedeutung…

Bionik

Bionik (bionics), zusammengesetztes Wort aus Biologie und Technik. Die Bionik untersucht Funktion und Struktur von Lebewesen unter dem Aspekt ihrer Umsetzung für die Technik. Wir können auch im Schwimmen von den Fischen lernen: So versuchen Delfine die Luft-Wassergrenzschicht zu meiden, da Wellen Energieverschwendung bedeuten. Schwimmer sollten deshalb in den Unterwasserphasen so tief (> 1,20 m)…

Biopsie

Biopsie (biopsie), mikroskopische Untersuchung einer dem lebenden Organismus entnommenen Gewebeprobe. →Muskelbiopsie