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Biorhythmus
Biorhythmus (biorhythm), „Lebensrhythmus“, in Zyklen oder Phasen sich wiederholende physiologische Abläufe, wovon der Schlaf-Wach-Rhythmus wohl das typischste Beispiel ist („innere Uhr“). Wikipedia Die vom Biorhythmus hervorgerufenen Formschwankungen im Tagesablauf sollten zumindest im Hochleistungstraining bei der Lage der Trainingseinheiten und Wettkampfabschnitte beachtet werden. Andererseits kann dieser Biorhythmus auch trainiert werden. So sollte sich der Schwimmer in…
Blackbox
Blackbox („Schwarzer Kasten“), (Kybernetik) System, dessen Struktur nicht oder nur zum Teil bekannt ist. Aus der Differenz zwischen Eingang in das System (Input) und Ausgang (Output) kann aber auf dessen Verhalten geschlossen werden. Der Begriff Blackbox bildet die Grundlage der Blackbox-Methode als Erkenntnisverfahren für die Untersuchung von Eigenschaften von Systemen. Das sportliche Training läuft oft…
Blindenschrift
Blindenschrift (braille) Schrift, die von Blinden gelesen werden kann. Das Lesen erfolgt dabei mit dem Tastsinn der Finger. Es existieren verschiedene Schriftsysteme, z. B. das Moonalphabet. Die heute am weitesten verbreitete Blindenschrift ist die Brailleschrift. Zur Abgrenzung von Blindenschriften verwendet man häufig für die Schrift der Sehenden den Begriff Schwarzschrift. Immer mehr Dokumente vor allem für…
Blockade, psychische
Blockade, psychische (blockade, mental), Hemmung oder Sperrung psychischer Prozesse und psychomotorischer Aktivitäten besonders unter Stress und Erschöpfung. Blockade ist typisch in Situationen höchster Trainings- oder Wettkampfbelastungen und kann sich im Abweichen von der taktischen Linie oder Störungen in der Schwimmtechnik äußern. Beispiel: Der Sportler tritt entsprechend der Trainingsergebnisse optimal vorbereitet zum Wettkampf an, aber im…
Blockierung
Blockierung/Blockade (block), Funktionseinschränkung eines Gelenks (reversible segmentale Dysfunktion) vor allem bei Wirbelgelenken und der Verbindung Kreuzbein mit Hüftbein (Iliosakralgelenk/ISG-Blockade). Die Blockierung äußert sich in schmerzhafter Bewegungseinschränkung oder Zwangshaltung und einer Verspannung der beteiligten Muskulatur (z.B. „Hexenschuss“ oder "Schiefhals"). Bei eindeutiger Diagnose kann manuelle Therapie hilfreich sein. Es sollte nicht gegen eine schmerzende Barriere behandelt werden.…
Blockperiodisierung
Blockperiodisierung (strength/power-periodization), Periodisierungskonzept für Schnellkraftsportarten, besonders für Sportler mit Krafteinsatz des Oberkörpers wie z.B. Speer- oder Diskuswerfer (Bartolomei et al. 2014). Hierbei wird im ersten Block über einen Zeitraum von 6-12 Wochen ein Muskelaufbautraining zur Erhöhung der Muskelmasse und Erweiterung des Kraftpotentials und im zweiten Block über 4-6 Wochen ein Training nach der „Methode der…
Blocktraining
Blocktraining (block training), Training in zeitlich und inhaltlich definierten Trainingsphasen mit einer dominanten Zielstellung nach dem „Prinzip der verknüpften Reihenfolge“ (Verchoshanskij, 1985). Danach werden drei Typen so genannter Blöcke unterschieden, der anreichende-, der umsetzende- und der ausnutzende Block. (später bei Issurin: "accumulation, transmutation and realization cycles" - 2019). Der Begriff Blocktraining wird vorwiegend im Freizeit-…
Blockzeit
Blockzeit (block time), Zeit beim Start im Schwimmen zwischen dem (elektronischen) Startsignal und dem Lösen der Füße vom (elektronischen) Startblock, die ein Ausdruck der Reaktionsschnelligkeit/fähigkeit des Schwimmers ist. Sehr gute Blockzeiten liegen unter 0,7 (Rücken 0,6) Sekunden und fallen mit zunehmender Streckenlänge etwas ab. Signifikante Unterschiede in der Blockzeit zwischen Greif – und Schrittstart lassen…
Blood Flow Restriction Training
Blood Flow Restriction Training →Blutflussrestriktions-Training
Blut
Blut (blood), Flüssigkeit, die aus Plasma (54%) und Blutkörperchen (46% Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) besteht und als Transportmittel fast alle Körperfunktionen verknüpft. Zugleich hat Blut wichtige Puffer- und Abwehrfunktionen (Immunsystem). Da über Blutbilder Funktionsstörungen des Organismus ermittelt, zugleich über Interjektionen Medikamente zugeführt werden können, spielt das Blut in der Sportmedizin ebenfalls eine große Rolle. Durch sportliches…
Blutabnahme
Blutabnahme (blood sampling), Gewinnung von Blut mittels Saugpipette an Fingerbeere, Ohrläppchen oder bei größeren Mengen aus oberflächlichen Venen des Unterhautgewebes, am besten eignen sich die Venen des Unterarms. In der Leistungsdiagnostik Abnahme von Kapillarblut aus dem stark durchbluteten (hyperämisierten) Ohrläppchen zur differenzierten Untersuchung (z.B. Laktatmessung). Da inzwischen selbst im Breiten- und Freizeitsport mit Laktatanalysern gearbeitet…
Blutbild
Blutbild (blood count; hemogram), Befunde des peripheren Blutes bezüglich seiner Bestandteile (→Erythro-, Leuko-, Thrompo-, Retikulozyten). Am kleinen Blutbild erkennt der Arzt, ob es erste Hinweise auf eine Erkrankung gibt (Infektion, Blutarmut, Entzündung). Mit der sportmedizinischen Grunduntersuchung werden neben dem kleinen Blutbild (Kassenleistung) weitere Parameter erfasst, die für die Belastbarkeit des Sportlers aussagekräftig sind: Kleines Blutbild:…
Blutdoping
Blutdoping (blood doping), "intravenöse Verabreichung von roten Blutzellen oder Blutpräparaten, die rote Blutzellen enthalten. Diese Produkte können aus Blut hergestellt worden sein, das von der gleichen oder von einer anderen Person stammt (autologe bzw. homologe Bluttransfusion)...Diese Maßnahmen stehen nicht im Einklang mit der medizinischen Ethik und der Ethik des Sports. Sie beinhalten, insbesondere bei einer…
Blutdruck
Blutdruck (blood pressure), Kraft, die durch die Pumpleistung des Herzens das Blut gegen den Gefäß- und Viskositätswiderstand zirkulieren lässt. Der Blutdruck ist sehr unterschiedlich und geht vom arteriellen Blutdruck in den Arterien des Kreislaufs (120 mm Hg) bis zu 25 mmHg in Venen und Kapillaren (Niederdrucksystem). Der arterielle Blutdruck schwankt zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck…
Blutfluss
Blutfluss (blood flow), Fortbewegung des Blutes im Blutkreislauf (Hämodynamik, kardiovaskuläres System), das im wesentlichen vom Blutdruck, vom Gefäßwiderstand und von der Zähigkeit des Blutes (Viskosität) abhängt. →Blutflussrestriktion (BFR) Submaximales Training mit BFR führte zu einem systemischen Anstieg der Druckschmerschwelle (PPT), hatte aber keinen Einfluss auf die ischämische Schmerzempfindlichkeit. Dieser Effekt ist wahrscheinlich nur bei BFR…
Blutflussrestriktion -Training
Blutflussrestriktion -Training (BFR) (blood flow restriction training), auch "Abbindetraining", Kaatsu-Training, Okklusionstraining. Variante des Krafttrainings, bei der ein Venenstauer (Stauschlauch aus der Medizin) an geeigneter Stelle des Oberarms oder Oberschenkels angelegt und dadurch die Blutzirkulation gedrosselt wird. So "abgebunden" wird die Zielmuskulatur bei weitaus geringeren Widerständen als sonst üblich trainiert. Nach dem Training wird die Durchblutung…
Blutpass
Blutpass (blood Passport), oder Biologischer Pass, 2009 durch die WADA vorgenommene Erweiterung des Anti-Doping Codes um durch Verlaufskontrollen von Blutwerten auch Doping nachweisen zu können. Dieses indirekte Nachweisverfahren ist 2010 mit Vorgaben für die Probenabnahme, Transport, Analyse im Labor und Datenauswertung ("Athlete Biological Passport" oder "biologischer Pass") geregelt worden (Auszug Institut für Biochemie, DSHS Köln):…
Blutplasma
Blutplasma (blood plasma), flüssiger Anteil des Blutes, der nach Entfernen der Blutkörperchen (durch Zentrifugieren) verbleibt und etwa 55% des Blutes ausmacht. Blutplasma besteht zu 90% aus Wasser und 10% aus gelösten Substanzen. Von den gelösten Substanzen machen die Proteine 70% aus, niedermolekulare Stoffe 20% und Elektrolyte ca. 10%. Durch Zentrifugieren von geronnenem Blut wird Blutserum gewonnen, in…