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Adrenalin-Kick

Adrenalin-Kick (adrenaline-kick), lat. ad ‚an‘ und ren ‚Niere‘,engl. kick „Stoß, Schuss“; Rauschzustand durch übermäßigem Ausstoß an Adrenalin. Ursprünglich war die erhöhte Freisetzung des Stresshormons lebenswichtig, um schnell fliehen oder kämpfen zu können. Heute ist der Adrenalin-Kick „Geburtshelfer“ vieler Extremsportarten. Auch hier macht die Dosis das Gift. Übertreibung (Extremsport als Suchtmittel), unter Umständen noch medikamentös unterstützt…

Adynamie

Adynamie (adynamia), griech., adynamia "Kraftlosigkeit", allgemeine Erschöpfung, Müdigkeit bis zur krankhaften Muskelschwäche, die sowohl seelisch als auch physisch verursacht sein können. Gegenteil von "dynamisch". Durch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, viel Bewegung, Verzicht auf Rauchen und wenig negativen Stress kann die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Adynamie verringert, aber nicht ausgeschlossen werden.   Mehr zum…

aerob

aerob (aerobic), griech. aer „Luft“; sauerstoffabhängig, biochemisch bezogen auf Energiestoffwechsel (→Energiebereitstellung), der maßgeblich an Sauerstoff gebunden ist. Beim aeroben Energieumsatz werden Kohlehydrate und Fette unter Mitwirkung von Sauerstoff verstoffwechselt. Im Schwimmen wird der Anteil aeroben Energieumsatzes mit zunehmender Streckenlänge größer und bei 1500m mit 90% angegeben (s. Tabelle). Dabei verbietet sich jeglicher Schematismus, da auch…

Aerobic

Aerobic (aerobics), griech. „aer „Luft“; ausdauerbetonte, zumeist mit Musik verbundene, intensive und freudbetonte Mischung aus Gymnastik und Tanz. Ehemals nur als dynamisches Ausdauertraining gedacht, wird Aerobic inzwischen im Freizeitsport als komplexes Trainingsmittel eingesetzt. Das klassische Aerobic beginnt mit einer Aufwärmphase (Pre-Stretches), worauf der ausdauerbetonte Hauptteil (Cardio- Teil) mit verschiedenen Abkühlphasen (Cooldown) folgt. Ausgehend von dieser…

Aerobier

„Aerobier“ (aerobes), griech. aer „Luft“; eigentlich Mikroorganismen, die ihren Energiebedarf unter Verwendung von Sauerstoff decken. In der Trainingsmethodik scherzhafte Bezeichnung für Athleten mit einer großen aeroben Leistungsfähigkeit. Moskhina et al. (2019) haben das Niveau des Funktionszustandes und die Reservekapazitäten des Organismus der Schwimmer in Abhängigkeit von ihrem bioenergetischen Typ untersucht. Danach unterschieden sie drei Typen:…

Affekt

Affekt (affect), lat. affectus „Zustand, vor allem: Leidenschaft, Gemütserregung, Begierde“; extremer Erregungszustand, in dem das Handeln außer Kontrolle gerät (Baumann, 1993, S.220), meist kurzzeitiges starkes Gefühl wie Jubel, Zorn, Wut, Schreck, Entsetzen, Kummer, Trauer in Verbindung mit körperlichen Begleiterscheinungen wie Rötung oder Blässe, Schweiß und Tränen. Die Diskrepanz zwischen dem Ergebnis der Selbstwahrnehmung und den…

Affekthandlung

Affekthandlung (emotional act), lat. affectus „Zustand, vor allem: Leidenschaft, Gemütserregung, Begierde“; durch psychische Belastung verursachte unkontrollierte Verhaltensweise („Kurzschlusshandlung“), die das Ergebnis von Handlungen in Frage stellen kann. Sie wird durch Ermüdung, Minderwertigkeitsgefühle, psychische Übersättigung, Angst, Erwartungsdruck oder Enttäuschung gefördert. Physiologisch betrachtet erregt der Sympathikus vom Hypothalamus ausgehend die Nebennieren und bewirkt eine verstärkte Ausschüttung der…

Affektkontrolle

Affektkontrolle (affective control), lat. affectus „Zustand, vor allem: Leidenschaft, Gemütserregung, Begierde“; Fähigkeit, sich eine unmittelbare Belohnung zu versagen, um später eine größere Belohnung zu erhalten als Basis erfolgreichen Handelns. →Affekt Exkurs: Der amerikanische Psychologe Mischel hat bei einem Test Kindern im Vorschulalter einen Marshmallow (Schaumzucker) angeboten. Dabei konnten sie wählen: sofort essen oder warten bis…

afferent

afferent (afferent), lat. affere „Hintragen“; „hinführend“, neurophysiologisch: Erregungen, die aus der Peripherie dem Zentralnervensystem zugeleitet werden („Inputs“). Gegenteil ist →efferent. →Afferenz

Afferenz

Afferenz (afference), lat. affere „Hintragen“; Informationsaufnahme durch die Sinnesorgane, konkret die Übertragung von Nervenerregungen durch Rezeptoren an das Zentralnervensystem. Afferenz ist in Einheit mit Efferenz die Grundlage der Bewegungssteuerung und -regelung umnd steht synonym für die gesamte Sensorik (Loosch 1999). Dabei wird der Organismus als selbstregulierendes System betrachtet, in dem die Bewegungstätigkeit die wesentlichste Form…

Afferenzsynthese

Afferenzsynthese (afferencsynthese), im "funktionellen System" von Anochin (1967) neben Aktionsakzeptor, Aktionsprogrammbildung und Rückmeldungsverarbeitung die Ebene bzw. das Glied, das den Handlungsentwurf in Abhängigkeit vom Handlungsspielraum und dem Funktionswert alternativer Ziele oder Wege bewerten hilft. Die Afferenzsynthese bringt alle Reize, die in einem bestimmten Zeitraum in das Nervensystem gelangt sind und physiologische und psychologische Reaktionen ausgelöst…

Affirmation

Affirmation (affiermation), lat. affirmatiō „Versicherung, Beteuerung“; Zustimmung, Bejahung; in der Autosuggestion das Ersetzen negativer Bilder, Vorstellungen, Gedanken durch positive. Auf den Sport übertragen „ein bekräftigender Satz, der autosuggestiv das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten steigern soll“. Damit wird noch nicht das aktuelle Handeln verändert, aber die „innere Situation des Augenblicks“ (aus „Ich habe Angst!“ wird…

age – functional – relationships

age – functional – relationships →Phasen, sensible  

Age-group-program

Age-group-program (engl. für Altersgruppenprogramm), Nachwuchskonzeption des amerikanischen Schwimmverbandes vom 7. – 14. Lebensjahr mit inhaltlichen Empfehlungen (s. Tab.) und einem ausgeklügelten Wettkampfsystem zur Motivierung der Schwimmer. Alter Wa/Wo Technik Training Beine 7-9 3 80% 20% 50% 10/11 6 70% 30% 40% 11/12 8,5 50% 50% 33% 13/14 11 30% 70% 25%   Tab.: Inhaltliche Empfehlungen…

Aggression

Aggression/Aggresivität (aggression), lat aggressio „heranschreiten; sich nähern; angreifen“; Verhalten, das darauf ausgerichtet, andere Personen oder Sachen zu schädigen. Aggression kann sich physisch durch Schlagen, Töten, körperliches Bedrohen, verbal durch Beleidigen, Spotten oder nonverbal durch Gesten, Mimik, verdeckt in der Phantasie, indirekt durch Sachbeschädigung, Nachrede, Mobbing, Schikane und emotional durch Stress, Ärger, Wut, Hass äußern (www.wikipedia.de).…

Aggressivität

Aggressivität (aggressiveness), lat aggressio „heranschreiten; sich nähern; angreifen“; länger andauernde Bereitschaft zu aggressivem Verhalten. →Aggression

Agonist

Agonist (agonistic muscle; prime mover), griech, agonistís „der Tätige, Handelnde, Führende“; Muskel, der durch Kontraktion, eine Bewegung bewirkt, zumeist im Zusammenspiel mit anderen Muskeln (→Synergisten). Erst durch das gemeinsame Wirken von Agonist und Antagonist ist ein gut koordinierter Bewegungsablauf gewährleistet. Dieses Wechselspiel im Rahmen von Muskelschlingen ist die Grundlage zum Verstehen tieferer Zusammenhänge sportlicher Bewegungen…

Akklimatisation

Akklimatisation (acclimatization), Anpassung des Organismus an veränderte Umgebungsfaktoren wie Höhe (→Höhentraining), unterschiedliche Temperaturen (→Hitze, →Kälte) oder Zeitzonen (→Jet-Lag). Bei Fernreisen kann von einer Akklimatisation nach ein bis zwei Wochen ausgegangen werden. Probleme der Akklimatisation sind durch die zunehmende Wettkampftätigkeit ab Anschlusstraining in der Jahresplanung (Reisezeiten) zu berücksichtigen. Neben Säuglingen und Kleinkindern sowie Schwangeren zählen Ältere…

Akkommodation

Akkommodation (accommodation), lat. accommodare „anpassen“, „adaptieren“, „anlegen“, „festmachen“; Anpassung. In der Lernpsychologie spricht man von kognitiver Akkommodation und meint damit: Anpassung im Denken und Handeln an die Bedingungen der Umwelt. →Assimilation   Beispiel:   Ein Kleinkind hat am Smartphone begriffen, wie man Bilder mit Fingerbewegungen vergrößern kann. Es macht die gleichen Bewegungen an der Glaswand…

Akkomodation, kognitive

Akkomodation, kognitive (lat. accomodare "anpassen"), aus der Biologie/Lernpsychologie übernommener Ausdruck (Piaget) für die Veränderung von sensomotorischen und kognitiven Schemata ("Schubladen") durch äußere Inhalte (Dorsch 2004). Während  Assimilation neues Wissen in das bereits vorhandene Denkschema einordnet, führt Akkommodation zu neuen Erkenntnissen, neuem Denken und neuem Verhaltensmuster. Beispiel (aus WIKIPEDIA): Ein Kleinkind verfügt über ein WauWau-Schema, das…