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Achse
Achse (axis), Erbwort aus dem Griechischen ἄξων, áxōn; vielverwendet in Mathematik, Physik, Technik, Botanik bis zur Politik („Achse des Bösen“) In der Biomechanik fiktive Gerade, die rechtwinklig zur Bewegungsebene durch den Drehmittelpunkt für Drehbewegungen (→Rotation) verläuft (Wick, 2005, S.171), In den →Gelenken sind je nach Beschaffenheit Drehbewegungen um eine oder mehrere Achsen möglich (→Freiheitsgrade), →Körperachse.…
Achselschleppgriff
Achselschleppgriff (shoulder tow), Aktuell gelehrter Rettungsgriff, bei dem durch Handfassung unter den Achseln ein sich bei Bewusstsein befindlicher Verunfallter, der allein nicht schwimmfähig ist, durch einen Rettungsschwimmer in Rückenlage mittels Brustbeinschlag oder Rückenkraulbeinschlag mit Flossen über eine bestimmte Strecke im Wasser in Sicherheit abgeschleppt wird. Mehr dazu: https://www.dlrg.de/fuer-mitglieder/ausbildung/downloads/ausbilderhandbuecher.html (Text von Harald Rehn)
Achtsamkeit
Achtsamkeit (attentiveness), augenblicklich Geschehenes bewusst wahrnehmen ohne es gleich zu bewerten. Achtsamkeit braucht einen “gereinigten Kopf”, frei von Gedanken über Gestern und Morgen, sondern mehr Körperwahrnehmung. Achtsamkeit hat ihre Quellen in der buddhistischen Meditation und wird heute mit zunehmender Tendenz in der Psychotherapie genutzt, um Symptome von Stress, Angst und Depression zu verringern (https://www.researchgate.net/profile/Darko-Jekauc-2/publication/286194277_Achtsamkeit_im_Leistungssport/links/5666bf4308ae15e74634db53/Achtsamkeit-im-Leistungssport.pdf- Zugriff…
Adaptation, biologische
Adaptation, biologische (adaptation, biological), lat. ‚adaptare‘, anpassen, verändern; Anpassung, Eigenschaft des Organismus, auf Reize durch homöostatische Regulation zu reagieren. Die größten Komponenten der allgemeinen Anpassung sind die Mobilisierung der Energiereserven des Körpers, die Aktivierung der Proteinressourcen und die Aktivierung der Abwehrkräfte. Sie führen nicht nur zu verbesserter homöostatischer Regulation (Homöostase), sondern erweitern auch den Spielraum…
Adaptation, soziale
Adaptation, soziale (adaptation, social), lat. ‚adaptare‘, anpassen, verändern; Prozess der Integration von Individuen oder Gruppen in die Gesellschaft (→Sozialisation). Im Sport die Eingliederung in die Trainingsgruppe, die →Nationalmannschaft, aber auch in eine →Schwimmabteilung, in den →Verein, →Sportinternat usw. Diese spezifischen Umweltbedingungen beeinflussen die Persönlichkeitsentwicklung sportlicher →Talente. So konnte z.B. bei Internatssportlern eine höhere Selbstregulierungsfertigkeit nachgewiesen…
Adaptationszeit
Adaptationszeit (adaptation time), lat. ‚adaptare‘, anpassen, verändern; Zeit für die Anpassung an eine neue Situation, z.B. Anpassung der Pupillen beim Wechsel vom Hellen ins Dunkle (Hell-Dunkel-Adaptation). In der →Wettkampfanalyse des Schwimmens das Zeitintervall bei der →Wende vom Kopfdurchgang bei 2,5m bis zum Beginn der →Drehbewegung.
Adduktion
Adduktion (adduction), lat. adducere – heranführen; seitliches Heranführen eines Körperteils an die Körperlängsachse. Verb: adduzieren. Beispiel: Unterschenkelschlag und Einwärtsanteil der Arme im →Brustschwimmen. →Körperachse Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Adduktion
Adduktor
Adduktor (adductor), lat. adducere – heranführen; „Heranzieher“, Muskel der →Adduktorengruppe Mehr zum Thema (Video): https://www.youtube.com/watch?v=jdJWxuEZllk
Adduktorengruppe
Adduktorengruppe (des Beines) (group adductorius), lat. adducere – heranführen; Muskelgruppe an der inneren Seite des proximalen (näher zur Körpermitte liegenden) Oberschenkelbeins, die das Bein zur Mittellinie des Körpers bewegen und den Oberschenkel adduzieren: Kammuskel, langer, kurzer und großer Schenkelanzieher, Schlankmuskel usw. Die Adduktorengruppe bewirkt das Vor- und Rückschwingen des Beines und stabilisiert das →Becken (Gleichgewicht!).…
Adduktorenmaschine
Adduktorenmaschine (adductor machine), Kraftgerät zur Kräftigung der →Adduktorengruppe. Adduktorenmaschine (www.schnell-online.de) Video: https://www.youtube.com/watch?v=pT5605ovVC4
Adduktorensyndrom
Adduktorensyndrom (adductorial syndrome), zumeist sportbedingte chronische Reizung der Adduktorensehnen (→Adduktor), die sich durch Schmerzen in der Schambeinregion, oft auch im betroffenen Muskel (beim Abspreizen) äußert. Fußballspielende junge Männer sind besonders betroffen. Therapie: Ausgleich muskulärer Dysbalancen (Beinlängendifferenzen, Beckenschiefstand), physiotherapeutische und medikamentöse Behandlung. Häufig wird das Problem wegen Bagatellisierung verschleppt (Maibaum et al. 2001). Eine präzise Diagnose…
Adenosindiphosphat
Adenosindiphosphat (ADP) (adenosinediphosphate), „chemische Substanz (Nucleotid), die durch hydrolytische Abspaltung eines Phosphorsäuremoleküls aus →Adenosintriphosphat (ATP) unter Einwirkung des Ferments Adenosintrasphosphase entsteht, wobei Energie frei wird. ADP bildet gemeinsam mit ATP die Schlüsselsubstanz für die chemische Energieübertragung“ (Röthig & Prohl, 2003, S.18). →Citratzyklus ATP + Enzym + Substrat → Enzym + Produkt + ADP Mehr…
Adenosintriphosphat (ATP)
Adenosintriphosphat (ATP) (adenosinetriphosphate,) „Energiereiche Verbindung, die durch das Enzym Myosin-ATPase in die energieärmere Verbindung →ADP und anorganisches Phosphat gespalten wird. ATP ist der entscheidende Energielieferant bei der Muskelkontraktion. Da die ATP-Speicher sehr begrenzt sind, wird auf verschiedenen energetischen Wegen das bei der Muskel- und Organtätigkeit verbrauchte ATP ständig resynthetisiert“ (Neumann in Schnabel & Thieß, 1993,…
ADHS
ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) (attention-deficit hyperactivity disorder - ADHD, deutsch ADHS), auch „Zappelphilipp-Syndrom“. Eine schon im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich primär durch leichte Ablenkbarkeit und geringes Durchhaltevermögen sowie ein leicht aufbrausendes Wesen mit der Neigung zum unüberlegten Handeln, häufig auch in Kombination mit Hyperaktivität, auszeichnet (ohne Hyperaktivität ADS). Etwa 3-10 % aller Kinder zeigen Symptome im…
Adipositas
Adipositas (obesity, adiposity), lat. adeps „Fett“; „Fettsucht“, extreme Form des → Übergewichts, die mit einem → Body Mass Index über 30 kg/m2 angegeben wird. Wobei besonders athletische Sportler einen BMI > 30 haben können (→ Muskelmasse) ohne im → Körperfettanteil die kritische Grenze zu überschreiten. Adipositas zählt als Risikofaktor für etliche Erkrankungen. Bedenklich ist die…
Adoleszenz
Adoleszenz (adolescence), lat. adolescere „heranwachsen“; Lebensabschnitt zwischen →Pubertätsbeginn und Erwachsenenalter (Jugendalter): ♂ 14./15. – 18./19., ♀ 13./14.-17./18. Lebensjahr, auch als zweite puberale Phase bezeichnet. Da die zweite puberale Phase am Ende durch eine Abnahme wesentlicher Wachstums- und Entwicklungsparameter gekennzeichnet ist, beginnen für den Trainer im Anschlusstraining die „Mühen der Ebene“. Der fehlende Wachstumsschub und die…
Adrenalin
Adrenalin (adrenaline), lat. ad ‚an‘ und ren ‚Niere‘, auch als Medikament Epinephrin; Hormon des Nebennierenmarks, als „Stresshormon“ der Gruppe der Catecholamine zugehörig. Adrenalin aktiviert zahlreiche Körperfunktionen bei Belastungsbeginn („Starterhormon“, „Fluchthormon“), steigert den Energieumsatz, reguliert Wärmeproduktion, Glykogenabbau, Fettabbau usw. Damit hat es einen maßgeblichen Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Funktion und die Energieversorgung der belasteten Muskulatur (Neumann in…