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Abmahnung
Abmahnung (dissuasion), formale Aufforderung einer Person an eine andere Person, ein bestimmtes Verhalten künftig zu unterlassen. Die Abmahnung ist in Deutschland ausdrücklich als Voraussetzung für die Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund in § 314 Abs. 2 BGB vorgesehen (www.wikipedia.de). Sie ist als Vorstufe der Kündigung quasi die „Gelbe Karte“, setzt aber ein festes Arbeitsverhältnis…
Abschlagschwimmen
Abschlagschwimmen (hand over hand), Variante des Wechselarmzuges, wobei der vorgeschwungene Arm gestreckt verharrt bis der andere Arm ihn einholt und abschlägt (auch: „Hand über Hand-Schwimmen“, „Strecklage“ und abgewandelt →“Front – quadrant - swimming“). Abschlagschwimmen ist sehr gut für das GA-Training geeignet, da es trotz einer relativ langen Gleitphase auf einen kraftvollen Armzug orientiert (→Abdruck) und…
Abschwimmgeschwindigkeit
Abschwimmgeschwindigkeit →Anfangsgeschwindigkeit, →Abstoßgeschwindigkeit
Absolutkraft
Absolutkraft (absolute strength), Spezialform der Kraft, bei der zur willkürlich entwickelten Maximalkraft noch die autonom geschützte Kraftreserve mobilisiert wird. Bei einer willkürlichen maximalen Kontraktion werden nur etwa 70-95% der Muskelfasern rekrutiert, die Reserve wird nur durch zusätzliche (psychische, pharmazeutische, elektrostimulative) Faktoren aktiviert. Somit ist die Absolutkraft die Summe aus Maximalkraft + (willkürlich nicht erschließbarer) Kraftreserve…
Absprung
Absprung (dive on, takeoff), Sprungvorgang in Sportarten, im Schwimmen die Startphase nach der →Auftaktbewegung mit dem Ziel, eine hohe →Absprunggeschwindigkeit zu erreichen. Der Absprung beginnt mit dem Lösen der Hände und endet mit dem Lösen der Füße vom Startblock bzw. beim Rückenstart von der Beckenwand. Dazu werden die Arme nach vorn (Rückenstart nach hinten) geführt,…
Absprunggeschwindigkeit
Absprunggeschwindigkeit (takeoff velocity), Geschwindigkeit des →Körperschwerpunktes beim →Start im Moment des Lösens der Füße vom Startblock/Beckenwand, die mit 4-5 m/s wesentlich höher als die Schwimmgeschwindigkeit ist. Sie besteht aus einer horizontalen und einer vertikalen Komponente. Da die horizontale Komponente die Schwimmrichtung repräsentiert, ist sie ein höchst relevanter Parameter, der in zahlreichen Untersuchungen zur Starteffektivität ermittelt…
Absprungwinkel
Absprungwinkel (jump-off angle), Winkel beim →Startsprung zwischen der horizontalen Verlängerung der Startblockvorderkante und der Verbindungslinie zwischen dem KSP und der Startblockvorderkante im Moment des Lösens der Füße vom Block (s.Abb.). Er sollte nach Erkenntnissen aus der KLD des DSV im Bereich von 20-25 Grad liegen. Andere Autoren empfehlen -5 bis 10 Grad (Holthe et al.…
Abstieg
Abstieg (relegation), ein abwärtsführender Weg oder Gang bzw. beruflicher oder sozialer Niedergang. Im Sport der Wechsel von einer höheren in eine niedrigere Leistungsgruppe bei Mannschaftswettkämpfen, z.B. bei der DMS von der 1. in die 2. Bundesliga, wobei die absteigende Mannschaft durch eine aufsteigende Mannschaft (→Aufstieg) ersetzt wird.
Abstoß
Abstoß (push-off), im Schwimmen als Abstoß von der Beckenwand bei Wende, Rückenstart oder als „Abgang von unten“ zu Beginn von Trainingsserien oder Sprints. Der Abstoßwiderstand wird maßgeblich durch die Fläche bestimmt, mit der sich der Schwimmer vom Wasser abdrückt, aber auch von Dauer, Richtung und Länge der Abstoßbewegung. Die EMG -Muster verschiedener Abstoßsituationen im Wasser…
Abstoßgeschwindigkeit
Abstoßgeschwindigkeit (kick-speed, push-off velocity), Geschwindigkeit eines Sportlers bzw. Sportgeräts, die als alleiniges Ergebnis der Abstoßbewegung des Sportlers durch einen Kraftstoß ohne Berücksichtigung bereits vorhandener Geschwindigkeiten (Anlaufen, Anfahren u. a.) erzielt wird (Sport A-Z). Im Schwimmen verstehen wir darunter die Geschwindigkeit des KSP, die am Ende des Abstoßes erreicht wird, wenn die Füße die Wand verlassen.…
Abstoßhöhe
Abstoßhöhe (push-off hight). Abstand vom Setzen der Füße an die Wand bis zur Wasseroberfläche bei der →Wende, die in der Literatur unterschiedlich angegeben wird, zumeist 80-90 cm. Küchler (2015, S.60) dazu: „Der Praktiker kann sich am Wellenbild in der Umgebung des Schwimmers orientieren: keine Welle an der Wasseroberfläche sind ein Hinweis für eine ausreichende →Tauchtiefe…
Abtauchen
Abtauchen (descent), Von der Wasseroberfläche aus in eine bestimmte Tiefe hinabtauchen, in der Regel erfolgt das Abtauchen aus der Schwimmlage kopfwärts durch aktives Abknicken der Hüfte und Strecken der Beine möglichst senkrecht in die Luft, dabei drückt das Gewicht der aus dem Wasser gestreckten Beine den Körper in die Tiefe, im Rettungssport erfolgt das Abtauchen…
Abteilung (Schwimmabteilung)
Abteilung Schwimmen (department of swimming), Unterstruktur innerhalb des DOSB für die Sportart Schwimmen. Da es im Behindertensport keine Fachverbände für die einzelnen Sportarten gibt, übernehmen die Abteilungen die Verantwortung für die jeweilige Sportart. Die Abteilung wird von einem ehrenamtlichen Abteilungsleiter gemeinsam mit einem gewählten Vorstand geführt. Die sportliche Verantwortlichkeit liegt beim Bundestrainer Schwimmen, der gemeinsam…
Abtraining
Abtraining (detraining), Reduzierung der Trainingsbelastung nach Beendigung eines umfangreichen Trainings (meistens nach Hochleistungstraining), um den Organismus ohne Funktionsstörungen wieder auf „Normal Null“ herunter fahren zu können. Im Vordergrund steht hierbei der Kreislauf und somit GAI - Training, das mit einem Minimum von 4h/Woche angegeben wird. Das Abtraining muss nicht im Wasser, sondern kann auch an…
Abtrainingsplan
Abtrainingsplan (detraining program), Konzeption, die Inhalt, zeitliche Abfolge und Verantwortlichkeiten des Abtrainings regelt. Der Abtrainingsplan ist besonders erforderlich, wenn plötzlich aus einer hohen Trainingsbelastung heraus die sportliche Karriere abgebrochen wird (→Dropout). Nach Israel (1993, S.19) reicht eine Reduzierung auf 30% des gewohnten Belastungspensums. Der Abtrainingsplan sollte nicht nach etwa einem Jahr abrupt enden, sondern in…
Abwärmen (cool down)
Abwärmen (cool down), "Herunterfahren" der Körperfunktionen nach einer Belastung, abhängig von der Belastungsdauer und -intensität, sowie der beanspruchten Muskelgruppen, im Schwimmtraining Ausschwimmen. So wird nach intensivem anaeroben Training ein lockeres Austraben/Ausschwimmen empfohlen (Belastungszone 1-2), während nach Krafttraining Dehnung und Lockerung angesagt ist. Nach starker neuromuskulärer Beanspruchung im Techniktraining sollten Übungen mit andersgearteter Bewegungsstruktur durchgeführt werden.…
Abwärtsschlag
Abwärtsschlag (downwards kick), Im Schwimmen eine abwechselnde (Kraul, Rücken) oder beidseitige (Delfin) Vertikalbewegung der Beine nach unten als „aktiver Kick bei lockerem Fußgelenk“ (Reischle, 2015), dessen Wirkung von den Oberschenkeln eingeleitet und besonders von der der leicht innenrotierten Fußstellung zur Bewegungsrichtung (→Abdruckfläche) beeinfluss wird. Dabei kann die Antriebswirkung bei den Schlagaktionen mit verschiedenen Antriebskonzeptionen erklärt…
Acetylcholin
Acetylcholin (ACH) (acetylcholine), („Vaguswirkstoff“), erster exakt definierter →Neurotransmitter, der in den →Synapsen des Nervensystems wirkt (ZNS, parasympathische Nerven, →motorische Endplatte) und →Aktionspotentiale von Nerven- und Muskelfasern auslöst. Mehr zum Thema: http://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/acetylcholin/69
Achillessehne
Achillessehne (achilles tendon), 5-6 cm breite Endsehne des Zwillingswadenmuskels, die am Fersenbeinhöcker ansetzt. Durch Lauf- oder Sprungbelastungen kann das Gleitgewebe der Achillessehne gereizt werden, was zur Schwellung und/oder Druckschmerz führt (Achillodynie). Symptome: Schmerzen, Schwellung und Überwärmung, häufig Verdickung zu ertasten. Bei vorgeschädigter Achillessehne kann diese selbst bei Bagatellereignissen reißen (Achillessehnenruptur). Bei hohen dynamischen Trainingsbelastungen ist…
Achillodynie
Achillodynie (achillodynia), Beschwerden der →Achillessehne, die sich als „Fersenschmerz“ äußern Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Achillodynie