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Wiederholungsmaximum
Wiederholungsmaximum (repetitional maximum), Anzahl der maximal möglichen Wiederholungen einer Serie (Satz) als Belastungsgröße im Maximalkrafttraining, besonders bei Übungen, die sich schlecht dosieren (quantifizieren) lassen wie z.B. →Liegestütz. →POLIQUIN-Tabelle Beispiel: Kann ein Liegestütz maximal 20mal ausgeführt werden (der Widerstand beträgt etwa 65% MK) und wird die Intensität mit 10 Wiederholungen. (entspricht etwa 80% MK) festgelegt, so…
Wiederholungsmethode
Wiederhol(ungs)methode (repetition method; repeat sets), Trainingsmethode zur Ausbildung von spezieller Ausdauer, Kraft oder Schnelligkeit, die durch die Wiederholung von Serien mit hoher bis maximaler Intensität gekennzeichnet ist und deshalb relativ lange („vollständige“) Pausen erfordert. Diese sollten aktiv gestaltet werden (z.B. 6 x 25m S + 75m Ko, ab 3 min; 3 x 100 dazwischen 400…
Wille
Wille, lat. velle, ‚wollen‘; voluntas, ‚Wille‘; volitio, ‚Willensakt‘; In der Psychologie durch Bewusstsein gesteuerte Überwindung von inneren und äußeren Widerständen in zwei Phasen: Entschlussfassung und Ausführung (Willenshandlung). Wille wird in engem Kontext mit Motivation betrachtet und von der Allgemeinen Psychologie/Volitionspsychologie untersucht (Wörterbuch Psychologie, 2004). Was im Allgemeinen als Willen bezeichnet wird, stellt nichts anderes dar…
Willensbildung
Willensbildung (volitional training), Prozess zur Findung des eigenen Willens oder eigener Ziele. Der Trainer kann die Willensbildung insoweit beeinflussen, indem er versucht Tendenzen und Interessen des Sportlers zu erkennen und diese vertrauensvoll fördert. Besonders bei Kindern können so Strebungen geweckt und die Entscheidung gelenkt werden. Wir sollten uns bei jeder Trainingsaufgabe die Frage stellen, ob…
Willenshandlung
Willenshandlung (will action; discretionary action; despotic act) →Wollen
Willenskraft, allgemeine
Willenskraft, allgemeine/Willensspannkraft/ (general will power), Willenskraft für Beständigkeit und Dauerhaftigkeit von Handlungen. Willensspannkraft ist eine wesentliche Antriebseigenschaft der Ausdauersportler, also auch der Schwimmer. Das kommt auch in der Definition der Ausdauer als „Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung“ zum Ausdruck. Damit ist nicht nur die Spannkraft gemeint, einen Wettkampf durchzustehen, sondern die tagtäglichen Trainingsumfänge. Exkurs: „Was hilft dir…
Willenskraft, situative
Willenskraft, situative/Willensstoßkraft (will power, situation-caused), Mut, Konzentration oder Entschlusskraft zur Überwindung aktueller Widerstände. Mit dem Begriff verbindet Weinert (1987), die „Punktualität eines Ziels, die gleichzeitige Bündelung der Energien auf dieses Ziel hin und die Plötzlichkeit, Ruckartigkeit und Kurzzeitigkeit der Anstrengung…Die Metapher von der Willensstoßkraft fokussiert also auf das Ereignis des Ent-Schlusses (!) und seiner entschlossenen…
Willkürbewegungen
Willkürbewegungen (voluntary mevements), auch Willkürmotorik, Bewegungen der dritten Stufe in der Hierarchie der Motorik, die räumlich-zeitlichen Innervationsmustern des phylogenetisch jüngeren Teils des Kleinhirns (Neocerebellum) entspringen und sich durch den höchsten Grad an Komplexität und bewusster Kontrolle auszeichnen. Durch ihre Kopplung an die Wahrnehmung ermöglichen sie die Anpassung der Bewegung an die Umgebung. Willkürbewegungen können erlernt…
Willkürmotorik
Willkürmotorik (voluntary motor function) →Willkürbewegungen, →Willkürmuskulatur
Willkürmuskulatur
Willkürmuskulatur (voluntary muscle), Muskeln, die bewusst gesteuert kontrahieren, wozu die Skelettmuskulatur zählt. Auf die fühlbare Spannung/Entspannung der Willkürmuskulatur stützt sich die progressive Muskelentspannung nach Jacobson.
Windschattenschwimmen
Windschattenschwimmen (drafting) Schwimmen in Training oder Wettkampf (Freiwasser), indem der Sog des vorausschwimmenden Schwimmers ausgenutzt wird, da im Bereich bis 50 cm der Wasserwiderstand um 20% reduziert ist. Auf 1500m im offenen Gewässer werden so etwa 75m gewonnen. Seitlich versetzt liegt der günstigste Abstand des Kopfes zwischen Schultern und Hüften des führenden Schwimmers, der Vorteil…
Winkelbeschleunigung
Winkelbeschleunigung (angular acceleration), die Bewegung eines rotierenden starren Körpers kann mit den Größen Drehwinkel, Winkelgeschwindigkeit und Winkelbeschleunigung beschrieben werden. Dabei ist die Winkelbeschleunigung die zeitliche Änderung der Winkelgeschwindigkeit. Mathematisch: Delta Winkelgeschwindigkeit dividiert durch Delta Zeit. Beispiel: Bei der Riesenfelge am Reck erteilt ein Drehmoment (M) dem Körper eine Winkelbeschleunigung (ά), indem der Trägheitswiderstand (Trägheitsmoment) der…
Winkelgeschwindigkeit
Winkelgeschwindigkeit (angular velocity), Maß für die Geschwindigkeit der veränderten Winkelposition eines um eine Achse rotierenden Körpers, also wie schnell sich etwas unabhängig vom Radius dreht. Mathematisch: Delta Winkel dividiert durch Delta Zeit. →Rotation, →Drehmoment Beispiel: Bei der Riesenfelge wird die Winkelgeschwindigkeit vergrößert durch die Verkleinerung des Trägheitsmoments (infolge der Annäherung der Masseteile an die…
Winkelmessung
Winkelmessung (angular measurement), In der Biomechanik die Messung von Winkeln in den einzelnen Bewegungsphasen auf der Grundlage von Videoaufnahmen oder entsprechenden (3-D) Computerprogrammen; in der Anthropometrie die Messung von Gelenkwinkeln mittels Goniometer. Obwohl die manuelle Messung mit dem Goniometer eine allgemein akzeptierte Methode zur Erfassung von Gelenkpositionen ist, waren die Ergebnisse sehr von der Durchführung…
Winter(trainings)lager
Winter(trainings)lager (winter camp), allgemein Trainingslehrgang im Winter, z.B. von den Fußballern als Klimawechsel genutzt. Im Schwimmen Trainingslehrgang (→Lehrgang) im Rahmen der allgemeinen athletischen Ausbildung bei besonderer Nutzung des Skilaufens (Langlauf) zur Schulung der allgemeinen Ausdauer. Weitere Vorteile sind der Orts- und Klimawechsel, wobei den Schwimmern als „Treibhauspflanzen“ besonders der längere Aufenthalt an der frischen Luft…