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Verhaltensauffälligkeit

Verhaltensauffälligkeit, Verhaltensstörung (behavior disturbance), abweichendes Verhalten von der Norm, wobei nicht jede Abweichung als Verhaltensauffälligkeit einzustufen ist, sondern erst Auffälligkeiten über einen längeren Zeitraum (mindestens 3, juristisch 6 Monate) bei Beachtung der Faktoren, die zur Verhaltensauffälligkeit führen. Das können vorübergehende Entwicklungsphasen bei Kindern (→Trotzverhalten), Hirnorganstörungen, Traumata, Fehler in der Erziehung oder soziale Verwahrlosung sein. Der…

Verhaltensbeobachtung

Verhaltensbeobachtung (behaviour observation) →Beobachtung

Verifizierung

Verifizierung/Verifikation (formal verification), lat. veritas ‚Wahrheit‘ und facere ‚machen‘; Nachweis der Richtigkeit eines Sachverhaltes, einer Hypothese. Gegenteil: →Falsifikation

Verinnerlichung

Verinnerlichung (internalisation) → Internalisierung  

Verkürzung

Verkürzung (shortening) umgangssprachlich für →Muskelverkürzung  

Verletzung

Verletzung (injury), unter moralisch-juristischem Aspekt das Übertreten von Gesetzen, Normen, Grenzen (→Sportethik, →Dopingkontrolle, →sexueller Missbrauch) und aus medizinischer Sicht die Beschädigung von Gewebe, bis zu psychologischen Traumata Bezogen auf den Sport: →Sportunfall, →Bagatellverletzung, →Verletzungsmanagement, psychologisches Eine Studie anlässlich der WM 2009 ergab die häufigsten Verletzungen:im Bereich der Schulter (14.6%) und des Kopfes (12.3%), wobei alle…

Verletzungsmanagement, psychologisches

Verletzungsmanagement, psychologisches (injury management, psychological), psychische Bewältigung von Verletzungen, die als selbstverständlicher Bestandteil beinahe jeder Leistungssportkarriere verstanden werden soll. Anwendung von Verfahren und Methoden, um den Aktivierungs- und Stresszustand zu beeinflussen, die Motivation zu regulieren sowie Bewegungs- und Handlungsabläufe zu optimieren (Kleinert & Hermann, 2007).   Exkurs: „Schmerzen und Verletzungen werden für Athleten und Trainer…

Verleugnung

Verleugnung (denial), innerpsychischer Abwehrmechanismus, bei dem äußere Realitäten nicht wahrgenommen werden, wenn sie traumatisierend wirken könnten. Er zeigt sich aus psychoanalytischer Sicht in Träumen, Witzen, in der Psychopathologie des Alltags, aber auch als Symptom einer neurotischen oder psychosomatischen Krankheit. Z.B. verleugnet die Magersüchtige die offensichtliche Auszehrung und verhüllt nach außen durch weite Kleidung ihren ausgemergelten…

Verlierer

Verlierer (loser), erfolglose oder im Wettbewerb unterlegene Person oder Insitution. Gegenteil: Gewinner Im Sport ein im Wettkampf unterlegener Athlet, umgangssprachlich abwertend für Wettkampfversager gebraucht. Die meisten „Verlierertypen“ haben ein besonders schwaches Selbstbewusstsein. Um das aufzuwerten empfehlen Psychologen: die Wahrnehmung auf die eigenen Stärken lenken, die eigene Situation kritisch zu analysieren, bevor man sich mit anderen…

Vermögen

Vermögen (ability) hier nicht im Sinne von Besitz oder geldwerter Rechte, sondern als →Fähigkeit

Verrenkung

Verrenkung (Luxation) (luxatio), Abweichung zueinander gehörender Gelenkflächen (→Gelenk) über das Normalmaß, zumeist im Schulter- oder Kniegelenk, da beide Gelenke wenig knöchern geführt sind. Es sind u.a. angeborene, habituelle und traumatische Verrenkungen zu unterscheiden. Am häufigsten im Sport treten die Schulter- und Fingerluxation auf, besonders bei Ballspielen, Skilaufen und Rugby. In der Regel ist das Ausmaß…

Versagen, menschliches

Versagen, menschliches (human failure), häufig synonym für menschliche Fehler. Da aber in den meisten Fällen nicht der Mensch versagt hat, sondern unfähig war ein zumeist technisches Problem zu lösen, beinhaltet der Begriff „Versagen“ eine Vorverurteilung. In der Regel sind alle technischen Defekte letztendlich menschlichen Fehlern (von Konstruktion über Wartung bis Bedienung) geschuldet. Er beinhaltet jedoch…

Versagensangst

Versagensangst (fear of failure), „subjektiv wahrgenommene Angst, Leistungsanforderungen und Erwartungen nicht gerecht zu werden oder an persönlichen Entwicklungsaufgaben zu scheitern“. (Wörterbuch Psychologie 2004). Versagensangst kann in allen Lebensbereichen wie Beruf oder Sexualität und auch Sport hinsichtlich der Bewältigung von Trainings- oder Wettkampfanforderungen vorkommen (→Lampenfieber, →Nervosität).  Eine große Rolle spielen hierbei Gedanken, die den Erfolg in…

Verschleißtatbestand

Verschleißtatbestand Spezieller Sachgrund für die Befristung des Arbeitsverhältnisses von Sporttrainern. Dabei wird davon ausgegangen, die meisten Sporttrainer wären nach Ablauf eines unterschiedlich langen Zeitraums nicht mehr fähig, die von ihnen betreuten Sportler zu besonderen oder gar zu Höchstleistungen zu motivieren. Trotz unverminderter eigener Anstrengung und größtem Pflichtbewusstsein könne das von beiden Parteien des Trainervertrags verfolgte…

Versicherung

Versicherung (insurance), Nach Definition des BVG liegt ein Versicherungsgeschäft vor, wenn gegen Entgelt für den Fall eines ungewissen Ereignisses bestimmte Leistungen versprochen werden, wobei das übernommene Risiko auf eine Vielzahl durch die gleiche Gefahr bedrohter Personen verteilt wird und der Risikoübernahme eine auf dem Gesetz der großen Zahl beruhende Kalkulation zugrunde liegt (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/versicherung.html). Im Sport…

Verspannung

Verspannung (hardening), hier →Muskelverhärtung

Verstand

Verstand (mind; reason; intellect), Fähigkeit des Menschen, die objektive Realität begrifflich zu erfassen. Umgangssprachlich auch Denkvermögen, Grips. Unter Verstand wird die eigentliche geistige Tätigkeit (syn. mit Intellekt) im Unterschied zur Sinnlichkeit verstanden. →Intelligenz, →Denken „Es reicht nicht aus, einen gut funktionierenden Verstand zu haben; das Wichtigste ist, ihn auch gut zu nutzen“. René Descartes (1596-1650)…

Verstärkung

Verstärkung (reinforcement), allgemein die Vergrößerung oder Erhöhung von Signalen, Erscheinungen usw. In der Verhaltenspsychologie die Bekräftigung eines bestimmten Verhaltens. Der Begriff wurde aus der Verhaltensbiologie in die Psychologie übernommen. „Positive Verstärker sind somit nur formal definiert, nicht inhaltlich. Man kann streng genommen nicht im Voraus sagen, ob ein bestimmtes Ereignis ein positiver Verstärker, ein negativer…

Verstauchung

Verstauchung (Distorsion) (distortion; sprain), geschlossenen Gelenkverletzung, die durch Verdrehung (lat. distorstio) hervorgerufen wird.   Verstauchungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen, zumeist im Hand- und Fußgelenk. Dabei werden die Gelenkkapsel und die sie umgebenden Bänder überdehnt und gezerrt. Symptome sind: Schwellung, Druckschmerz, Gelenkerguss, abnorme Beweglichkeit bis zum Schlottergelenk. Als Sofortmaßnahme sind Kühlung und Kompression mit Eis…

Versuch und Irrtum

Versuch und Irrtum (trial and error), Lernen durch Ausprobieren; Methode zur Lösung von Problemen, indem solange Lösungsmöglichkeiten probiert werden, bis die Lösung gefunden wird. Versuch und Irrtum ist eine typische Vorgehensweise beim nicht angeleiteten selbstständigen Lernen (→Spiel der Kinder, Selbstständigkeit, →Lernen, differentielles). Im übertragenen Sinn unterliegt die Suche nach neuen trainingsmethodischen Wegen oder Schwimmtechniken dieser…