Wettkampfanalyse
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Rennstruktur
Rennstruktur (race structured), Struktur eines Wettkampfverlaufes (→Wettkampf) auf der Grundlage von Wettkampfanalysen. Der individuelle und interindividuelle Vergleich der Rennstruktur gibt wichtige Hinweise für die Wettkampfgestaltung (→Taktik) und ist damit eine wesentliche Basis der Trainingsplanung. →Rennstrukturmodell Im Schwimmen fußt die Analyse der Rennstruktur auf den Daten der Wettkampfanalyse mit den Phasen: Start, Zwischenzeit (Split), Wende, Anschlag…
Rennstrukturmodell
Rennstrukturmodell (race structured model), auf der Grundlage von Wettkampfanalysen erarbeitetes Modell der Wettkampfgestaltung. Nach den Zielzeiten der Sportler wird der Rennverlauf modelliert und davon die Leistungsstruktur bestimmt. Rennstruktur -Verfahren wurden unabhängig voneinander durch den OSP - Hamburg (Rudolph, 1997) und von australischen Sportwissenschaftlern entwickelt (Da Silva 2002). Die Aktualisierung des Programms leidet unter der Tatsache,…
Rückenwende
Rückenwende (backstroke turn), Wende im Rückenschwimmen, die im Sportschwimmen zumeist als Rollwende (rollover backstroke turn) durchgeführt wird. Die Wettkampfbestimmungen erlauben dabei relativ viele Freiheiten in der Bewegungsausführung, da der Schwimmer seit 1991 die Wand nur noch mit einem beliebigen Teil seines Körpers berühren muss. Nach einigen Unklarheiten über das Anschwimmen bei der Rückenwende hat die…
Stroke-Index
Stroke-Index(SI) (stroke-index), Variante der Bestimmung des Vortriebs im Einzelzyklus über die Erfassung der räumlich-dynamischen Struktur der Antriebsgestaltung in der Annahme einer proportionalen Beziehung zwischen der Kraft und dem Quadrat der Bewegungsgeschwindigkeit. Modifiziert nach Costill et al. 1985 ist der SI das Produkt aus dem Quadrat der Schwimmgeschwindigkeit und dem Zyklusweg. Ein hoher SI ist ein…
Teilstrecke
Teilstrecke (section of line; race distances, repeats), zumeist entsprechend der Bahnlänge (25/33,3/50m) bestimmter Teil einer Wettkampfdistanz, wobei bestimmte Teilstrecken laut Wettkampfbestimmungen mit Zwischenzeiten erfasst werden. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Unterdistanztrainings. Im Rennverlauf stehen die Teilstrecken in einem bestimmten Verhältnis zueinander (s. Tab.), das durch die sportliche Form, die Länge der Wettkampfstrecke, die Schwimmart…
Wettkampfanalyse
Wettkampfanalyse (competition analysis), Erhebung von Wettkampfparametern mittels verschiedener Untersuchungsmethoden. Im Schwimmen wird bevorzugt die Videozeitmessung beim Wettkampf eingesetzt. Mit mehreren Kameras werden die für die Analyse relevanten Bereiche während des Wettkampfes erfasst und mittels Computerprogrammen folgende Parameter ermittelt: Zeiten und Geschwindigkeiten für den Start, Zwischenzeiten (Splits), Wende Zielabschnitt (finish) Frequenzen, woraus der Zyklusweg berechnet wird.…
Wettkampfbeobachtung
Wettkampfbeobachtung (observation of competition), nomen est omen. Mit der zunehmenden Digitalisierung wurde die Wettkampfanalyse das tragende Element der Wettkampfbeobachtung. Im Fußball wird inzwischen jeder Spielzug registriert und es würde nicht verwundern, wenn sogar das unbeabsichtigte Öffnen eines Schnürsenkels erfasst wird. Aber alles lässt sich (noch nicht) digitalisieren und so sind für bestimmte Bereiche des Wettkampfes…
Wettkampfgeschwindigkeit
Wettkampfgeschwindigkeit (competition velocity), mittlere Geschwindigkeit aus dem unterschiedlichen Geschwindigkeitsverlauf eines Rennens bei Abzug der Bereiche für Start- und Wende, also auf einer 50m-Bahn in der Regel 10m nach bis 5m vor der Wand = 35m. In der Wettkampfanalyse als „reine Schwimmgeschwindigkeit“ (clean speed) bezeichnet. →Schwimmgeschwindigkeit, →wettkampfspezifische Ausdauer, →race pace
Zeitenumrechnung
Zeit/enumrechnung (conversion of times), in der Mathematik die Umrechnung von Tagen in Stunden bis in die kleineren Einheiten (Minuten, Sekunden) oder umgekehrt (s. https://www.topster.de/kalender/zeitrechner.php) . Im Schwimmen die Umrechnung von Zeiten gleicher Disziplinen und Streckenlängen von Kurz (25m) - zu Langbahn (50m) und umgekehrt. Dabei ist von starken individuellen Unterschieden auszugehen, die maßgeblich durch das…
Zugfrequenz
Zugfrequenz (stroke frequence), Anzahl der Bewegungszyklen pro Minute. Im Wasserfahrsport spricht man von Schlagfrequenz. Früher hatten die Trainer noch die Zugzahl (Anzahl der Züge pro Bahn oder Strecke) registriert. Heute kann die Zugfrequenz mittels moderner Frequenzuhren leicht ermittelt werden. Beim Zählen orientiert man sich auf eine typische Phase, z.B. Eintauchen eines Armes und zählt bei…
Zugzahl
Zugzahl (number of strokes), Anzahl der Züge pro Strecke; wird kaum noch gebraucht, da durch die modernen Frequenzuhren mit Anzahl der Züge pro Minute (→Zugfrequenzen) gearbeitet wird.
Zwischenzeit
Zwischenzeit (split), Zeit für Teilstrecken („zwischen Start und Anschlag“), die über die Rennstruktur aussagt und somit Hinweise zur Renngestaltung gibt. Obwohl aufgrund unterschiedlicher Leistungsvoraussetzungen auch die Renngestaltung individuell geprägt ist, gibt es trotzdem international ähnliche Rennverläufe, deren statistische Bearbeitung hilft, die eigene Renngestaltung einzuordnen. Wenn die Endzeit einer Distanz mit 100% angesetzt wird, dann können…
Zyklusrate
Zyklusrate (cycle rate), Zeit für einen Bewegungszyklus, z.B. bei einer Frequenz von 45 sind das 1,33 sec/Zyklus (60:45=1,33)
Zyklusweg (sz)
Zyklusweg (sz) (cyclic distance), Strecke, die der Schwimmer (exakt der Körperschwerpunkt) mit einem Bewegungszyklus in horizontaler Richtung zurücklegt. Rechnerisch lässt sich der Zyklusweg aus der Schwimmgeschwindigkeit (v) und der Zugfrequenz (f) ermitteln, wobei sz = (v * 60):f Die Zykluswege im Schwimmen gehen von 1.50m (Brust/Damen) bis gegen 2,50m (Freistil/Herren). Der Zyklusweg ist ein Ausdruck…