Verletzung
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Prellung
Prellung (Kontusion) (contusion), Schädigung von Organen oder Körperteilen durch äußere Gewalt, wobei keine Verletzungen des Gewebes sichtbar sind. Durch einen unterschiedlich stark ausgeprägten Bluterguss und der damit verbundenen Anschwellung ist die Prellung sehr schmerzhaft. Erste Hilfe: 15 bis 20 Minuten lang kühlen, hoch lagern. Bei schwerwiegenden Fällen mit größerem Bluterguss kann eine Punktion vorteilhaft sein.…
Querschnittslähmung
Querschnittslähmung (paraplegic), Kombination von Syptomen, die bei Unterbrechung der spinalen Nervenleitung auftritt (→Nervensystem). Die Ursache können Verletzungen des Rückenmarks (z. B. bei Wirbelsäulenbrüchen), aber auch Tumore und andere spezielle Erkrankungen (z. B. multiple Sklerose) sein. Die Lähmung der aktiven Beweglichkeit von Gliedmaßen kann in Abhängigkeit vom Schädigungsausmaß des Rückenmarks von unterschiedlicher Ausprägung sein. Anhand der Schwere dieses…
Quetschung
Quetschung/Kontusion (compression), lat. isch: contusio – Prellung; Verletzung von unter der Haut liegendem Gewebe durch äußere Gewalt wie Schlag, Tritt oder Sturz. Besonders kritisch ist die Übertragung der Gewalteinwirkung auf innere Organe. Zu erkennen sind Quetschungen an Schmerzen, blau-roter Verfärbung und Schwellungen. Bei Bluterguss mit/oder Verdacht auf innere Verletzungen ist der Arzt zu konsultieren, ansonsten…
Resorption
Resorption (resorption), Aufnahme von Wasser und gelösten Stoffen durch lebende Zellen, z.B. im Blut, Lymphe. Dies kann passiv durch Osmose (Konzentrationsgefälle) und aktiv unter Aufwendung von Energie erfolgen. Beispiele aus dem Sport: Ein zusätzlicher Natriumzusatz von 0,5 –1,0 g/l begünstigt die Flüssigkeitsresorption und sollte insbesondere bei längeren Ausdauerbelastungen von über 4 h Dauer zur Vorbeugung…
Rotatorenmanschette
Rotatorenmanschette (rotator cuff), Muskelgruppe aus Unterschulterblattmuskel (m. subscapularis), Ober- und Untergrätenmuskel (m. supraspinatus et infraspinatus) und kleiner Rundmuskel (m. teres minor), die die Stabilität des nur instabil knöchern und bandgeführten Oberarmgelenks gewährleistet und den Oberarm nach oben, innen und außen drehen (rotieren) kann. →Schwimmerschulter, Die Häufigkeit behandlungsbedürftiger Probleme im Bereich der Schulter wird bei Überkopfdisziplinen,…
Rückenbeschwerden
Rückenbeschwerden (pain in the back), Beschwerden im Rücken mit vielfältigen Ursachen „Eine der möglichen Ursachen ist aufs engste mit unserer Stammesgeschichte verbunden. Der Weg von der stabilen Vierpunkt- zur instabilen Zweipunkt -Unterstützung mit ständiger Körperschwerpunkt-Verlagerung erfordert zur Aufrichtung und Balance von Rumpf und Kopf viel Haltearbeit, die eine gute Ausdauer-Leistungsfähigkeit voraussetzt. Sie ist jedoch –…
Ruptur
Ruptur (rupture), lat. rumpere „reißen“; Riss eines Gewebes oder Organs Im Sport kommt es häufiger zum Bänderriss mit resultierender Gelenkinstabilität (→Gelenk), wenn über 50% der Bandstruktur betroffen sind. Ursache ist ein Überschreiten des normalen Bewegungsausmaßes (z.B. Skilauf, Fußball). Am häufigsten ist das Sprunggelenk (Außenbänder, Achillessehne) betroffen. 22 Prozent der Sportverletzungen betreffen Sehnen, Bänder, Muskeln. Die…
Sehnenentzündung
Sehnenentzündung (tendinitis), anatom.: Tendinitis; geschwollene, gerötete und druckempfindliche Sehne in Folge eines Überlastungssyndroms. Gefährdet sind besonders Sehnen, die durch sich ständig wiederholende Belastungen wie in zyklischen Sportarten beansprucht sind. Wenn die Sehnenscheide angegriffen ist, spricht man von Sehnenscheidenentzündung. Da die Entzündung zumeist mit leichten Beschwerden beginnt, wird oft zu spät behandelt. Die Diagnose ist in…
Sehnenriss
Sehnenriss (tendon rupture), anat.: ruptur, „Teil- oder Ganzdurchtrennung einer Sehne bei großer Gewalteinwirkung (Unfall) oder durch Überbeanspruchung vorgeschädigten Sehnengewebes“ (Neumann in Schnabel & Thieß, 1993, S.720). Da gesunde Sehnen sehr hohe Belastungen tolerieren, besteht die Gefahr eines Risses besonders bei „unnatürlichen“ (außerhalb der anatomischen Grenzen liegenden) Bewegungen, wie sie bei Schwimmern im Landtraining (Ballspiele, Skilauf…
Seitenbandverletzung
Seitenbandverletzung (medial/lateral collateral ligament injury), ganz oder teilweise gerissenes Seitenband eines Gelenks durch Verdrehung oder Wegknicken (→Distorsion) zumeist am Knie (Fußball, Skilauf). Sie kann am Knie isoliert oder kombiniert mit Verletzung der Kreuzbänder auftreten. Symptome: Schmerz am Bandansatz, Schwellung, Funktionsminderung einerseits, abnorme Beweglichkeit andererseits. Therapie: Ruhigstellung, Orthopäden konsultieren. →Sehnenentzündung, →Sehnenriss Exkurs: Schwimmen wird immer wieder…
Sit-ups
Sit-ups (engl), – „Bauchaufzüge“, Übungen der klassischen Art des Bauchmuskeltraining von denen man sich den viel gepriesenen „Waschbrettbauch“ verspricht. Sie sind allerdings nicht so effektiv und nicht korrekt ausgeführt kann die Wirbelsäule (LWS) geschädigt werden („Klappmesser“). Schonender sind Crunches (s. Video). Es gibt allerdings keine Studien, die Wirbelsäulenschäden durch klassische Bauchmuskelübungen bestätigen. Sit-ups können niemals…
Sportschaden
Sportschaden (sport lesion), „physikalisch verursachte akute Verletzung oder chronischer Überlastungsschaden“ (Kent & Rost, 1996, S. 393), teilweise als spezifische Verletzungsformen wie „Läuferknie“ oder „Tennisellenbogen“.
Sportunfall
Sportunfall (sport accident), Ereignis, das beim Sporttreiben durch plötzlich von außen einwirkende Gewalt zu Verletzungen führt. Neben dem klassischen Sportunfall gibt es zusätzlich noch den erweiterten Unfallbegriff. Das sind einem Unfall gleichgestellte Ereignisse, die aus einer eigenen erhöhten Kraftanstrengung heraus resultieren, wie beispielsweise: Verrenkungen an Wirbelsäule und anderen Gelenken durch hektische Bewegungen oder gezerrte oder…
Sportverletzung
Sportverletzungen (sport injury), „akute oder chronische Schädigung des menschlichen Körpers durch die physikalische Belastung im Sport“ (KENT 1994). →Sportschaden, →Sportunfall Eine retrospektive Studie (7809 Leistungs- und Freizeitsportler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich) zeigte: Die Verletzungsprävalenz war in Mannschaftssportarten am höchsten (75%), gefolgt von Kampfsportarten (64%), Schlägersportarten (54%) und Leichtathletik (51%). Knie (28%) und Schulter…
Sprunggelenk
Sprunggelenk (ankle joint), Gelenkpaar (oberes und unteres Sprunggelenk), das die Hauptbewegungen des Fußes ermöglicht. Das obere Sprunggelenk („Knöchelgelenk“) wird von Schienbein, Wadenbein, der Gelenkrolle des Sprungbeines und einem starken Bandapparat gebildet. Es ermöglicht Fußstreckung und –beugung. Neben Kniegelenkverletzungen gehören Verletzungen des oberen Sprunggelenks zu den häufigsten Sportverletzungen, drei Viertel davon Distorsionen, besonders bei Sprüngen, Landungen…
Stoßwellentherapie
Stoßwellentherapie (shokwave therapiy), orthopädisches Behandlungsverfahren, das sich im Sport bewährt hat. Unter der Stoßwellentherapie sind mechanische Druckimpulse zu verstehen, die sich in einem Medium wellenförmig ausbreiten. Diese physikalischen Eigenschaften erlauben, „in die Tiefe des Körpers einzudringen, um dort Heilungsprozesse zu aktivieren, ohne die darüberliegenden Gewebeschichten zu verletzen, was einen wesentlichen Vorteil gegenüber operativen Eingriffen gebietet“…
Syndrom
Syndrom (syndrome), griech. sýndromos ‚begleitend, zusammentreffend‘; durch Symptome oder einen Symptomenkomplex gekennzeichnetes Krankheitsbild mit unklarer Ursachenbenennung. In der sportmedizinischen Praxis ist zum Beispiel das Schienbeinkantensyndrom ein häufig anzutreffendes Krankheitsbild; beim Schwimmer das Impigement Syndrom der Schulter (→Schwimmerschulter). Bei besonders verletzungsanfälligen Sportlern spricht man auch scherzhaft vom „Pechvogel-Syndrom“. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Syndrom