Verletzung
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Chiropraktiker
Chiropraktiker (chiropractic), Spezialist (Heilpraktiker, manueller Therapeut, seit 1976 in BRD auch Chirotherapeut oder als Zusatzbezeichnung für Ärzte), der sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates sowie den Auswirkungen von Gelenkblockaden auf das Nervensystem befasst. →Chiropraktik "Die einen machen sich beim Geldverdienen den Rücken kaputt und die anderen verdienen Geld am kaputten…
Crossfit
CrossFit (Eigenbegriff, im übertragenen Sinne "kreuz und quer-Training", d.h. Mix aus verschiedenen Methoden und Übungen), Trainingsmethode aus der Fitnessbewegung, die zugleich wettkampfmäßig betrieben wird. Sie verbindet Elemente aus dem Gewichtheben, dem Sprint sowie dem Turnen, um besonders Ausdauer und Kraft als auch koordinative Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Gleichgewichtsfähigkeit usw. zu entwickeln. Charakteristisch sind “high intensity, constantly…
Dämpfung
Dämpfung (damping), (Physik) die Verringerung der Amplitude, der Intensität oder der Auslenkung einer Schwingung oder Welle (Wikepedia), unter biomechanischem Aspekt die Absorption von Kraftstößen Dämpfung ist von besonderer Bedeutung bei Sprüngen ("weiche Landung") oder Dauerbelastungen der Gelenke wie beim Laufen (s. Exkurs) bzw. übertragen auf Geräte wie Mointainbike, Bobschlitten, Speer (Dämpfung der Vibration), Tennisschläger bis…
Ermüdungsbruch
Ermüdungsbruch (Stressfraktur) (stress fracture), durch sich ständig wiederholende Belastungen nur mikroskopisch nachweisbare Risse in der Knochensubstanz zumeist des Fußskeletts sowie der Ober- und Unterschenkelknochen. Die Schmerzen sind unspezifisch, weshalb der Ermüdungsbruch längere Zeit nicht als Bruch wahrgenommen wird. Symptome: zumeist „klinisch stumm“, Druckschmerz, Schwellung, bis zu verhinderter Belastungsfähigkeit „Zur Vermeidung von Stressfrakturen ist es für…
Erste Hilfe
Erste Hilfe (first aid), leistbare Maßnahmen (durch Laien) zur möglichen Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen nach erfolgten Unfällen und damit zur Minderung von Unfallfolgen. (Text von Harald Rehn) Mit einem Urteil vom 4.04.2019 (Az. III ZR 35/18) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Sportlehrer/innen im Notfall Erste Hilfe im Unterricht leisten müssen (können). Das lässt sich m.E. auch…
Fehlbeanspruchung
Fehlbeanspruchung/Fehlbelastung (faulty loadingfaulty loading), Fehlbelastungen können auf psychischer als auch auf physischer Ebene vorkommen. →Überbelastung Physisch ist es zumeist ein „Missverhältnis zwischen der individuell möglichen Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der tatsächlich erfolgten Belastung durch Training und Wettkampf (Franke, 1986), die als Muskelschmerz, Sehnenansatzreizung oder Gelenkschmerz wahrgenommen werden. Die Funktionsbehinderung kann zumeist mittels physiotherapeutischer…
Funktionssyndrom
Funktionssyndrom (function syndrome), gemeinsames Auftreten von Krankheitszeichen (Symptomen), die die Funktionalität behindern und zumeist auf Belastbarkeitsstörungen zurückzuführen sind. Bei Schwimmern sind vor allem folgende Syndrome anzutreffen (Fröhner, 2002): Schultergürteldysbalance mit Schultervorstand und Begrenzung des Arm-Rumpf-Winkel-Öffnens; verlängerte Krümmung der Brustwirbelsäule bei weicher Rückenmuskulatur mit steilem Kreuzbein; hohlrunder Rücken mit deutlich muskulären Dysbalancen; legere Ruhehaltung und Haltungsschwäche…
Gelenkschaden
Gelenkschaden (joint-damage), Beschädigung der Gelenkstrukturen durch Unfall (→Sportunfall) oder Überbelastung wie z.B. Verstauchung, Verrenkung, Versteifung, Prellung oder Verletzung des Gelenkknorpels bzw. der Disken und Menisken. Gelenkschäden zählen zu den häufigsten Sportverletzungen, wobei zu zwei Drittel die unteren Extremitäten betroffen sind. Sportverletzungen sind neben degenerativen Gelenkschäden aufgrund angeborener oder erworbener Fehlbildungen wesentliche Initiatoren eines beschleunigten Gelenkverschleißes.…
Haltungsstörung
Haltungsstörung (postural abnormality), pathologische Körperhaltung als unökonomischer Zustand inadäquater Beanspruchung der Muskulatur (Haltungsschwäche) und passiver Strukturen (Haltungsschaden), was zu Schmerzen führen kann. →Haltungsfehler
Hämatom
Hämatom (hematoma), griech. haima "Blut" und témnein "schneiden ,verwunden‘" = Bluterguss. Ansammlung von geronnenem Blut im Gewebe nach unfallbedingten oder operativen Gefäßverletzungen, das zu einer Farbveränderung („blauer Fleck“) oder tiefer liegend zu einer Schwellung führt. Der Abbau kann bis zwei Wochen dauern. Bei den typischen Sportverletzungen entstehen Hämatome meist am betroffenen Gelenk (Sprung-, Handgelenk etc.)…
Hexenschuss
Hexenschuss (lumbago), akuter Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule, der auf Bandscheibenvorfall, Muskelzerrungen, Bänderdehnungen oder Gewebsentzündungen zurückgeführt werden kann. Der Hexenschuss ist nur eine Symptombeschreibung für eine verkrampfte Rückenmuskulatur in der Lendenwirbelsäule also keine richtige Krankheit oder Verletzung. Werden die Nervenfasern gereizt, verkrampfen sich die Rückenmuskeln der Lendenwirbelsäule so stark, dass man sich nicht mehr aufrichten…
Hyperextension
Hyperextension (hyperextension), pathologische Überstreckung eines Gelenks Wettkampfschwimmer haben gegenüber Nichtsportlern oder Sportlern anderer Disziplinen eine größere Bewegungsfreiheit im Schultergürtel und im Knöchel sowie eher eine Hyperextension im Kniegelenk. Unterschiede im Bewegungsumfang zwischen Schwimmern verschiedener Schwimmarten wurden nicht festgestellt (Radlinska & Berwecki, 2015). Eine wettkampfgerechte Technik im Schmetterling- und Brustschwimmen (Colman et al. 2000) fördert eine…
Kniegelenk
Kniegelenk (knee-joint), als „Vermittler zwischen Hüftgelenk und Sprunggelenken“ (Tittel, 2003, S.192) das größte, komplizierteste und empfindlichste Gelenk des Menschen. Es kann im Gegensatz zu anderen Gelenken gegensätzliche Funktionen verrichten, von der Stabilisierung (Stand) bis zur Beugung des Beines und der Innen- wie Außenrotation des Unterschenkels dank der Freiheitsgrade durch drei Knochen und sechs Gelenkflächen. Der…
Knochenbruch
Knochenbruch (fracture), „Zusammenhangstrennung des Knochens“ (Rost, 2001) durch direkte Gewalteinwirkung oder Ermüdung (Ermüdungsbruch). Während etwa 15% aller Sportverletzungen Frakturen sind, treten diese bei Schwimmern selten und höchstens im Landtraining auf. Lediglich durch die intensive Nutzung großer Schwimmflossen kam es zu einem Ermüdungsbruch (Van Caspel & Heere, 1983). Besondere Vorsicht ist bei Masters geboten, da durch die…
Knorpel
Knorpel (cartilage), feste, aber trotzdem biegsame Bindegewebsform, deren Anteil am Skelett mit zunehmendem Alter durch Umwandlung in Knochengewebe abnimmt. Da Knorpel weder durch Blut noch Nerven versorgt ist, ist er ein limitierendes Gewebe bei Anpassungen des muskulo-skelettalen Bewegungssystems an vermehrte körperliche Aktivität (Brüggemann & Niehoff, 2010). Es werden hyaliner-, Faser- und weißer Faser-Knorpel unterschieden. Jede…
Kompression
Kompression (compression), lat. compressus "Umarmung, Umschließung, Zusammendrücken", in der Medizin →Quetschung. →Kompressibilität Im Ausdauersport wird Kompressionsbekleidung eine positive Wirkung nachgesagt: Verletzungsprophylaxe, Leistungssteigerung, Regeneration, Thermoregulation (Müller, S. 2018). Hierunter fallen auch die zahlreichen Weltrekorde mit Hightech-Schwimmanzügen, die u.a. auf deren Kompressionswirkung zurückzuführen sind (Witt et al. 2010). →Kompressionshose
Kopfverletzung
Kopfverletzungen (head injury), Wunde oder andere Schädigung am Kopf durch Stoß, Sturz, Aufprall oder Schlag bei Unfällen. Bei Hirnbeteiligung spricht man vom Schädel-Hirn-Trauma, in Form einer Erschütterung, Prellung oder Quetschung. Unter den vielfältigen Krankheitszeichen treten besonders neurologische Symptome auf (Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Erinnerungslücken und/oder Bewusstlosigkeit). Bei Kopfverletzung sollte der Verletzte in Rückenlage flach auf dem…