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Trainingssteuerung

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Gleichmaß

Gleichmaß (regularity, even pace), ausgewogenes Verhältnis in Geschwindigkeit, Kraftverlauf, Rhythmus (Ausgeglichenheit) einer Bewegung. Auf das Schwimmen übertragen gleiche Schwimmgeschwindigkeit und/oder Frequenz über die gesamte Wettkampfstrecke oder eine Trainingsserie. Wenn das auch physiologisch-ökonomisch die erstrebenswerteste Variante ist, so ist ein vollkommenes Gleichmaß im Wettkampf wegen der hohen Anfangsgeschwindigkeit durch den Start, die Unterbrechung durch Wenden, dem…

Grenzbelastung

Grenzbelastung (maximum load), Im Steuersystem die Gesamtheit der auf ein Einkommen, einen Gewinn erhobenen Abgaben, im Sport vielleicht interessant für Fußballprofis. Ansonsten die äußerste Belastung eines Materials oder einer Konstruktion (Duden). Im Sport verstehen wir darunter die Belastung an der Grenze der individuellen psycho-physischen Leistungsfähigkeit, die einer „motivationalen Basis“ (→Motivation) bedarf und deshalb nur bei…

Grundkonzeption, trainingsmethodische

Grundkonzeption, trainingsmethodische (TGK) (basic concept, training-methodical), Konzeption zum langfristigen Leistungsaufbau in einer Sportart/einem Verband vom Grundlagentraining bis zum Hochleistungstraining. Als Widerspiegelung des aktuellen Erkenntnisstandes ist die TGK das Ergebnis der Teamarbeit von Sportwissenschaftlern, Leistungsdiagnostikern und den erfolgreichsten Trainern unter Führung des Dachverbandes. Sie geht von der am Weltniveau in der Spezialsportart orientierten Leistungsstruktur aus und…

Handlungsorientierung

Handlungsorientierung (actional orientation), im weiten Sinne praxisbezogenes und praktisches Lernen, weil alles Lernen Handeln ist. Indem Handeln zum Unterrichtsprinzip erhoben wird, erwächst daraus der Anspruch, dass die Schüler selbsttätig werden und den Wert der Unterrichtsinhalte für Leben und Handeln erfahren. Für das sportliche Training sind besonders Handlungsorientierungen mit höherem Verallgemeinerungsgrad von Bedeutung (→Trainingsprinzipien). Psychische Komponenten…

Harnstoff

Harnstoff (urea), Molekül, Endprodukt des Eiweißstoffwechsels (→Eiweiße), das als Urin ausgeschieden wird (→Urinstatus). Ansteigende Serumkonzentration für Harnstoff verweist auf zu hohe Trainingsbelastung mit ungünstiger Stoffwechsellage. Deshalb wird Harnstoff als Messgröße zur Beurteilung des Niveaus der Aktivierung des Proteinstoffwechsels in mittleren Höhen genutzt. Ruhewerte über 9 mmol/l treten besonders dann auf, wenn die Kohlenhydratvorräte aufgezehrt sind…

Hyperoxie

Hyperoxie (hyperoxia), griech. hyper "über, mehr" und oxygenium für "Sauerstoff"; erhöhter Sauerstoffpartialdruck der Atemluft (im arteriellen Blut >300 mmHg), im Gegensatz zu Hypoxie. In der Medizin umgesetzt durch künstlicher Beatmung oder in Überdruckkammern (→hyperbare Oxygenation). Akute Sauerstoffatmung erlaubt höhere Belastungsintensitäten im Vergleich zu Training bei normalen Sauerstoff-Partialdruck (Normoxie). Sauerstoffatmung während körperlicher Arbeit verbessert u. a.…

Informationsverarbeitung

Informationsverarbeitung (information processing), Allgemein das "organisierte Erfassen, Speichern, Bearbeiten und Ausgeben von Informationen nach vorgegebenen Verfahren", wobei oft Daten und Informationen synonym gebraucht werden (Kemper in Gabler Lexikon). In der Psychologie die Aufnahme von Reizen (Informationen) und die weitere Verarbeitung im Gedächtnis durch Schemabildung, Speichern, Erinnern und Vergessen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Chemie…

Innovation

Innovation (innovation), (lat.Verb innovare „erneuern“), Erneuerung, Einführung von etwas Neuem. Der aus den Wirtschaftswissenschaften übernommene Begriff wird im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen für deren (wirtschaftliche) Umsetzung verwendet. →Sportökonomik Für die konzeptionelle Arbeit im Sport sind durchaus die drei Phasen des Innovations - Management übertragbar: 1. Impulsphase (Wahrnehmen von Trends in Training und Wettkampf),…

Ist-Zustandsanalyse

Ist-Zustandsanalyse/Ist-Analyse/Ist-Aufnahme (actual condition analysis), Begriff aus dem Projektmanagement (Wikipedia) Im Leistungssport verstehen wir unter der Ist-Analyse den Teil der Trainingsanalyse, der die Leistungsstruktur und das Niveau der Leistungsvoraussetzungen des Sportlers zu einem konkreten Zeitpunkt beschreibt, der zumeist an die zyklische Gestaltung des Trainings (→Zyklisierung) gebunden ist. Die Ist-Analyse erfolgt hauptsächlich am Ende eines Trainingsjahres und…

Istwert-Bestimmung

Istwert-Bestimmung (determination of the actual value) →Ist-Zustandsanalyse

Jahrestrainingsplan

Jahrestrainingsplan (annual training plan), mittelfristige Planung eines Trainings- und Wettkampfjahres auf der Grundlage der trainingsmethodischen Grundkonzeption (TGK) oder von Mehrjahresplänen. Der Jahresplan beschreibt ab Aufbautraining die zielgerichtete Vorbereitung auf den Hauptwettkampf und wird im Nachwuchsbereich als Gruppenplan und ab Anschlusstraining als individueller Trainingsplan (ITP) angelegt. Im Nachwuchsbereich ist die zeitliche Struktur noch maßgeblich vom Schulverlauf…

Kompetenz, strategische

Kompetenz, strategische (competency, strategic), Bestandteil der Handlungskompetenz: „Denken in Netzwerken, das Wissen um die Bedeutung der strategischen Positionierung sportlicher Angebote, die Weiterentwicklung von Sportorganisationen und die Reflexion, wie diese den internen und externen Rahmenbedingungen angepasst werden können.“ (RRL DSB, 2005). Kurzum "Die Kunst, den richtigen Weg zu finden". →Reflexionskompetenz Eine besondere Rolle im Rahmen der…

Kompetenzteam

Kompetenzteam - steht in der Trainingssteuerung für →Steueraktiv  

Kybernetik

Kybernetik (cybernetics), griech. kybernetes „Steuermann“; interdisziplinäre Wissenschaft, deren Gegenstand Kommunikations- und Steuerungssystemen in lebenden Organismen, Maschinen und zwischen Menschen sind. Sie wurde erstmals 1948 von Wiener auf die Theorie von Steuermechanismen angewendet. Kybernetische Modelle sind in der Sportwissenschaft bedeutsam für Prozesse der Kommunikation, physiologischen Steuerung, Theorien des motorischen Lernens usw. So wird die Trainingssteuerung durch…

Laktat

Laktat (lactate), lat. lactis „Milch“; fälschlich als Milchsäure bezeichnetes Dissoziationsprodukt (Dissoziation = Aufspaltung einer chemischen Verbindung) derselben im Blut. Im Ergebnis der Glykolyse entsteht als Endprodukt des anaeroben Stoffwechsels Laktat: ADP + Glukose (Glykogen) → ATP + Laktat Laktat kann bei Belastung über die Glukoneogenese wieder zu Glykogen resynthetisiert werden, die Glykolyse wird quasi rückwärts…

Laktat-Steady-State, maximales (maxLass)

Laktat-Steady-State, maximales (maxLass), (lactat steady-state, maximal), Fließgleichgewicht; „Die höchste Belastungsintensität, bei der Laktatbildung und Laktatelimination über einen Belastungszeitraum von wenigstens 25 min gerade noch im Gleichgewicht stehen (oder das Laktat im Blut nur gering ansteigt: 1 mmol//l in den letzten 20 min der Belastung)“ (De Marees 1992, S. 419). Das maxLass liegt im Mittel bei…

Laktatabbau

Laktatabbau (lactate breakdown), Entfernung der Milchsäure (→Laktat) nach anaeroben Belastungen (→Glykolyse, →Azidose) aus dem Blut und Verstoffwechslung in Leber (50%), nicht belasteter Muskulatur (30%) und Herz, Niere (je 10%). Die Geschwindigkeit des Laktatabbaus liegt bei 0,3 - 0,5 mmol/l pro Minute. Die Halbwertszeit von Laktatwerten um 10 mmol/l liegt bei 15 Minuten, wobei die Höhe…

Laktatakkumulation

Laktatakkumulation (lactate accumulation), Anhäufung von Laktat, wenn sich bei körperlicher →Belastung Laktatbildung und Laktatelimination nicht mehr die Waage (→Laktat steady state, maximales) halten. Bei falscher Belastungsgestaltung im Stufentest (zu intensive Stufen, zu geringe Pausen) entstehen Laktatwerte, die das Ergebnis im Hinblick auf die wirklichen Verhältnisse in Training und Wettkampf verfälschen und zu falschen Folgerungen für…

Laktatbildung

Laktatbildung (lactat build-up), Ergebnis anaeroben Energiestoffwechsels (→Glykolyse), d.h. wenn der Energieumsatz größer ist als durch oxydativen Abbau (→aerob) bereitgestellt werden kann. Das betrifft aber nur größere Mengen an Laktat, denn Laktat – wenn auch in kleineren Mengen – wird immer gebildet (Heck, 1990, S. 39). Eine maßgebliche Rolle spielt hierbei die Muskelfaserstruktur und damit die…

Laktateliminierung

Laktateliminierung (lactate elimination) →Laktatabbau, →Laktateliminierungsrate