Trainer
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Reflexionskompetenz
Reflexionskompetenz (reflection authority), Komponente der prozessbezogenen Kompetenzen, intellektuelle Fähigkeit, über geistige Probleme und kulturelle Fragen systematisch fundierte Überlegungen anstellen zu können, sich mit unterschiedlichen Perspektiven und Sichtweisen auseinanderzusetzen und auf dieser Grundlage eigene Ansichten zu überdenken/zu überprüfen. Einfach gesagt "das eigene Handeln zu hinterfragen". Inzwischen haben die Pädagogen den Begriff weitgehend vereinnahmt. Sie verstehen die…
Rettungsfähigkeit
Präventions- und Rettungsfähigkeit (ability to prevent and rescue), Geistige und körperliche Fähigkeit Unfällen im und am Wasser vorzubeugen und aus diesem retten zu können, für das Schulschwimmen definiert als Handlungssicherheit einer Lehrkraft bei Wassersportangeboten und sonstigen Schulveranstaltungen am, auf und im Wasser; die DLRG konkretisiert sie auch für die Schwimmausbildung im Verein auf der Basis…
Rhetorik
Rhetorik (rhetorik), griech. rhētorikḗ „Redekunst“; Fähigkeit, durch Rede einen Standpunkt wirkungsvoll zu vertreten und somit andere zu überzeugen. Rhetorik ist sowohl Begabung als auch erlernbar. Dazu folgende Faustregeln: Vermeide sprachliche Unarten, rede nicht zu viel, betreibe Sprachpflege, akzentuiere deutlich, spreche richtig, erzähle möglichst wirkungsvoll, lese gut vor, erkläre Begriffe und achte auf die Körpersprache (Kruse,…
Rigidität
Rigidität (rigidity), lat. rigiditas, „Starre, Härte“; kompromissloses, striktes (rigides) Verhalten. In der Medizin Starrheit und Unbeweglichkeit von Körperstrukturen. So ist Rigidität der quergestreiften Muskeln durch einen erhöhten Tonus (Rigor) charakterisiert, der bis zur Muskelstarre führen kann. In der Psychologie die relative Unfähigkeit, Verhaltensmuster, Einstellungen oder Körperhaltungen zu ändern (Kent & Rost, 1996), die Kernsymptome der…
Rollenlernen
Rollenlernen (role-learn), Begriff der Sozialwissenschaften und nicht zu verwechseln mit dem Erlernen eines "Purzelbaums". Menschliches Handeln ist sozial determiniert. Handlungskoordination in Interaktionen ergibt sich aus den sozial normierten Rollen wie Pflichten, Rechte, Erwartungen (Schwinger 2007). Sportler versuchen in dem komplizierten Sozialgeflecht von Leistungssport, Schule und Elternhaus ihre Rolle in der Trainingsgruppe zu finden. Rollenlernen beruht…
Schweigepflicht
Schweigepflicht (professional secrecy), Pflicht des Arbeitnehmers, die im engeren Sinn unmittelbar den persönlichen Lebens- und Geheimnisbereich von Personen schützt, die sich bestimmten Berufsgruppen oder bestimmten staatlichen oder privaten Institutionen anvertrauen. Auf Grundlage des § 203 StGB kann die Schweigepflicht auch auf Lehrer und Erzieher ausgedehnt werden. Inwiefern Trainer zur Verschwiegenheit verpflichtet werden, ist Sache der…
Selbstkongruenz
Selbstkongruenz (self congruence), lat. congruentia „Übereinstimmung“; auch „Selbstaufrichtigkeit“, „Stimmigkeit“. In der Psychologie die Übereinstimmung zwischen Gefühlen und Anschauungen mit dem Handeln und Verhalten als wichtige Voraussetzung einer vertrauensvollen Kommunikation. Der Begriff wurde in der Pädagogik/Sozialpsychologie populär durch den Psychotherapeuten Carl Rogers. Danach sollte sich der Pädagoge nicht hinter Fassaden, Rollen und Floskeln verstecken, sondern sich…
Shortlist
Shortlist (engl. aus short = kurz und list = Liste), durch Namensstreichungen aus der Longlist reduzierte Auswahlliste für einen Wettbewerb, einen Arbeitsplatz, eine Auszeichnung usw. Die Bezeichnung wurde 2016 bei der Auswahl der Schwimmer für die Olympischen Spiele übernommen. Die Namen der Sportler waren noch deutsch.
Sichtungstrainer
Sichtungstrainer (talentcoach), Trainer mit dem spezifischen Aufgabengebiet sportliche Talente zu finden, zu fördern und zu bewahren. Während dazu in der ersten Förderstufe des DDR-Sports Spezialisten mit akademischer Qualifikation (Diplomsportlehrer) eingesetzt wurden, sind solche Experten in der Bundesrepublik Mangelware. In Verbindung mit der notwendigen Reform des Leistungssports soll die Funktion des Sichtungstrainers (neudeutsch "Talentscout") entscheidend ausgebaut…
Sozialkompetenz
Sozialkompetenz, soziale Kompetenz (sozial skills), Fähigkeit zu sozialen Kontakten und zur Kommunikation. Soziale Kompetenz wird traditionell in der Familie erlernt. In der Schule wird durch offenes Lernen und kommunikativen Unterricht dieser Prozess gefördert. Sozialkompetenz ist eine wichtige Komponente der Handlungskompetenz des Trainers, da die Ausbildung der Sportler in der Regel in Trainingsgruppen erfolgt und sportliche…
Sportdirektor
Sportdirektor (Director of sport), Funktionär, der für die administrativen Aufgaben eines Vereins oder Verbandes zuständig ist. Dazu zählt: Wahrnehmung der sportfachlichen Interessen des Verbandes im Präsidium Bestimmung der Förderkader auf der Grundlage der Berufungskriterien für Bundeskader Abstimmung von Terminplänen und Veranstaltungen mit den Fachsparten Mit der Leistungssportreform des DOSB von 2016 wird die Funktion des…
Sportkompetenz
Sportkompetenz (sport authority), lat. competentia = Eignung; Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur Ausübung sportlicher Aktivitäten erforderlich sind und über Erziehung zum Sport und Bildung als physisch-motorische Dimension ausgebildet werden, deren Bildungsinhalt sich an den Sportarten festmacht. „Der Aufbau von Sportkompetenz wird ausdrücklich nicht als Kulturtradierung um des Sports willen unternommen, sondern soll den Menschen zu…
Status, sozialer
Status, sozialer (social status), lat.status für „Zustand“, „Stellung“ oder „Lage“; Position einer Person in einem sozialen System, die mit Rechten und Pflichten, Ansehen, Symbolen (Titel) verbunden sein kann. Der Sozialstatus kann zugeschrieben (Adelstitel), übertragen (durch Heirat) oder durch eigene Leistung (Qualifikation) erworben worden sein (Meister, Dr.). Der Sozialstatus berücksichtigt Bildungsgrad und wirtschaftliche Verhältnisse (Einkommen). Der…
Stützpunkttrainer
Stützpunkttrainer (base coach), a. Trainer, der in einer Sportart im Auftrag des Dachverbandes (Bundesstützpunkt) oder des Landes (Landesleistungszentrum) folgende Aufgaben realisiert: Ausbildung (u.a. →Talentsuche) und Betreuung der Leistungskader in Training und Wettkampf, Planung und Auswertung des Trainings, Zusammenarbeit mit Vereinen und Fördereinrichtungen (Sportschule, Olympiastützpunkt), Mitarbeit am Regionalkonzept. b. ein variabel einsetzbares und platzsparendes Multifunktionsgerät, dass…
Sündenbocktheorie
Sündenbocktheorie (Scapegoat theory), Modell aus der Psychologie, wonach Frust abgebaut wird, indem man den „Schwarzen Peter“ weitergibt. Man sucht die Schuld nicht bei sich selbst, sondern macht andere zum Sündenbock, in der Gesellschaft Fremdgruppen (z.B. Migranten, Juden im Faschismus) oder soziale Randgruppen. Ein gängiges Modell rechter Gruppen, zumal man sich der Mühe unterzieht, die…
Synchroninformation
Synchroninformation (synchronizing information), übernommen aus der Funk-und Fernsehtechnik. In der Trainings- und Wettkampfpraxis parallel zum Bewegungsablauf an den Sportler gerichtete verbale, akustische oder optische Signale. So kann bei zyklischen Sportarten wie Schwimmen durch Zurufe oder Hubsignale die Zugfrequenz (und damit der Zyklusweg) beeinflusst werden. Oder ein System der „Datenverklanglichung“ hilft den Schwimmer, seine Bewegungen an den Fluss…
Tätigkeit, selbstständige
Tätigkeit, selbstständige (self-employment), in eigenem Namen und auf eigene Rechnung ausgeübte Tätigkeit bei Vorhandensein einer eigenen Betriebsstätte, der Verfügungsmöglichkeit über die eigene Arbeitskraft, bei Tragen des Unternehmensrisikos und der Befugnis, die Tätigkeit und die Arbeitszeit im Wesentlichen frei zu gestalten. Eine selbstständige Tätigkeit (freiberufliche Tätigkeit) liegt ferner vor, wenn die Arbeit nicht weisungsgebunden ausgeübt wird…
Toleranz
Toleranz (tolerance), lat. tolerare „erdulden“, „ertragen“; Akzeptanz von Einstellungen, Meinungen und Weltanschauungen anderer, die von den eigenen Ansichten abweichen. Toleranz. ist eine wichtige Grundlage des Olympischen Gedankens und damit des internationalen Sports. →Wertorientierung. Gegenteil = Intoleranz, Der DOSB erachtet eine Erziehung zu tolerantem und fairem Verhalten gegenüber Andersdenkenden, Ausländern, Aussiedlern, sozialen Randgruppen etc. als sehr…