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Trainer

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Lizenz

Lizenz (license), lat. licet, „es ist erlaubt“; dazu: licentia, „Freiheit“, „Erlaubnis“); „eine Erlaubnis, Dinge zu tun, die ohne diese Erlaubnis verboten sind“ (WIKIPEDIA). In der Gesellschaft in vielfältigster Form angewendet, wie Lizenz zum Jagen, Flugzeug führen bis zu Nutzungsrechten in Industrie und Wirtschaft. Im DOSB ist das Lizenzsystem die Grundlage der Qualifizierung von Trainern und…

Mehrarbeit

Mehrarbeit (additional work), Arbeit, die der Arbeitnehmer über die gesetzlich, tariflich oder vertraglich geregelte Arbeitszeit hinaus leistet (Überstunden). Vorauszusetzen ist eine klare Regelung, was beim Trainer unter Arbeitszeit fällt, z.B. die Betreuung der Sportler in Training und Wettkampf, sowie sonstige mit der Trainertätigkeit verbundenen Aufgaben, z. B. die Teilnahme an Mannschafts- /Vorstandsbesprechungen, Trainingsplanung und –…

Methoden- und Vermittlungskompetenz

Methoden- und Vermittlungskompetenz (method and switching authority), Fähigkeit, Wissen so weiterzugeben, dass es vom Adressaten (Schüler, Kind, Lehrling usw.) nicht nur verstanden, sondern auch umgesetzt (angewendet) wird. →Überzeugung, →Lehren Im Leistungssport verstehen wir darunter Kenntnisse und Fähigkeiten des Trainers in Bezug auf Methoden und Verfahren zur Vermittlung von Trainingsinhalten, zur Planung, Durchführung und Auswertung von…

Minijob

Mini-Job (minijob),geringfügige Beschäftigungen mit höchstens 450 Euro monatlichem Arbeitsentgelt oder einem Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr. Durch fehlende Beiträge zu den Sozialversicherungen sichern Minijobs sozial nicht ab. Aber nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz gelten Minijobber als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben damit im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte (https://www.arbeitsagentur.de/lexikon/minijob - Zugriff 30.07.20). Auch:…

Mischfinanzierung

Mischfinanzierung (mixing financing), Übernahme der Kosten von mehreren Aufgabenträgern, z.B. ein Mix aus öffentlichen und privaten Geldern. In Deutschland sind die Durchführung, Organisation und Finanzierung des Sports grundsätzlich eine Angelegenheit seiner autonomen Organisationen (Position der Bundesregierung). Diese können aber die zunehmenden Kosten nicht mehr allein schultern. Das führt zu kaum noch überschaubaren Finanzierungsmodellen bei Trainern…

Missbrauch, sexueller

Missbrauch, sexueller (sexual abuse), sexuelle Handlungen vor, an oder mit einem Kind (§ 176 StGB) oder Jugendlichen, die gegen Entgelt stattfanden oder wenn die Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung des Jugendlichen fehlt und der Erwachsene dies ausnutzt (§ 182 StGB). Beim Trainer-Sportler-Verhältnis würde eine sexuelle Handlung mit jugendlichen Sportlern nach § 174 StGB als  sexueller Missbrauch…

Mobilität, soziale

Mobilität, soziale (mobility), Wechsel in eine andere soziale Position, der horizontal (Wechsel in eine andere Sportart), vertikal (Auf- oder Abstieg) oder territorial (Ortswechsel) erfolgen kann. Mobilität ist besonders im Trainerjob eine wichtige Voraussetzung, da langfristige Anstellungsverhältnisse Mangelware sind. Aber auch der Leistungsschwimmer muss bestehende Interaktionssysteme aufgeben, wenn im Interesse seiner sportlichen Karriere ein Wechsel zu…

Motivation

Motivation (motivation), lat. movere „bewegen, antreiben“; „Hauptdimension der Antriebsregulation, strukturelles Gefüge einzelner Beweggründe, das dem individuellen und kooperativen Handeln subjektiven Wert und Sinn verleiht…. Die Motivation erklärt das Warum des Handelns und Leistungsstrebens“ (Müller in Schnabel & Thieß, 1993, S.587). →Motiv, →Dropout Maßgebliche Beweggründe im Sport sind Bewegungsbedürfnis, Erlebnis- und Geltungsstreben, Streben nach sozialem Kontakt und…

Nachwuchstrainer

Nachwuchstrainer (age-group coach), im Bereich des Nachwuchstrainings tätiger Trainer, der mindestens über die C-Lizenz verfügen sollte. „Die erfolgreiche Nachwuchsförderung steht und fällt mit qualifizierten und engagierten TrainerInnen vor Ort (→Kompetenz). Sie sind für die Talente die vordersten affektiven Bindungspersonen im Sport und der Garant für die fachlich versierte sportliche Entwicklung. Ihre langfristige Bindungskraft geht vorrangig…

Natürlichkeit

Natürlichkeit (naturalness), im Sinne der Sportanthropologie die Entfaltung der natürlichen Kräfte und Abwehr der zivilisatorischen Einflüsse oder deren Herausbildung in Einklang mit der Umwelt. Im Sport kann der Mensch seinen Bedürfnissen, sich in der freien Natur zu bewegen, nachkommen, so auch im Bewegungsraum Wasser. In dem Sinne ist das Schwimmen bedeutsam bei der Wiederherstellung des…

Neugier

Neugier (curiosity), relativ kurzzeitiges Streben nach Neuem oder Fremdartigem. Kinder erkunden bereits frühzeitig aus Neugier ihre Umwelt. Untersuchungen zeigten, dass hochängstliche Kinder (→Angst) mit hohem Neugierverhalten besser Probleme lösen können. Neugierverhalten hat eine motivationale und kognitive Komponente. Die sich rasant verändernde Welt erfordert Menschen in allen Bereichen, die nach neuen Wegen streben; Neugier ist eine…

Pflicht

Pflicht (obligation), was man aus moralischen oder rechtlichen Gründen tun muss. Sie unterscheidet sich vom Zwang, indem sie auf einem gesellschaftlichen, rationalen oder ethischen Diskurs einschließlich Findung eines Konsenses beruht (Wikipedia). Im Sport auch für Übungen, deren Ausführungen vorgeschrieben sind (im Unterschied zur Kür). Die haupt- oder nebenamtliche Mitarbeit in Einrichtungen oder Organisationen des Sports…

Praxisschock

“Praxisschock” (practice shock), Enttäuschungen und Zweifel beim Übergang vom Ausbildungsabschluss (→Theorie) in den Beruf (Praxis), der umso größer ist, je weiter die Anforderungen der Praxis mit dem Erlernten auseinanderklaffen. Das können einmal unzureichende Bedingungen sein, das Erlernte anzuwenden, aber auch unzureichende Kenntnisse und Fähigkeiten, um in der Praxis zu bestehen. Weitere Ursachen können ungenügende Einführung…

Professionalisierung

Professionalisierung (professionalization), „Konsolidierung von Berufen in feste Berufsbilder, d.h. die Entwicklung eindeutig festgelegter Zugangsvoraussetzungen und formalisierter Qualifikationsanforderungen, klar definierter Karrieremuster und Aufstiegschancen, die Entstehung einer Standes- und Berufsorganisation (Berufsverband) und schließlich die Orientierung an gemeinsam akzeptierten Verhaltens- und Wertstandards und einem Staatsbewusstsein (Berufsethos), die eine kollektive Reaktion auf gleichartige Situationen bewirken und damit sozial-strukturell begründete…

Professionalität

Professionalität (professionalism), professional heißt eigentlich „berufsmäßig“, Professionalität geht aber über fachliches Wissen und Können hinaus. und bedeutet anspruchsvollen Maßstäben zu genügen, die im Hochleistungssport mit „Streben nach Weltniveau“ zu definieren wären. Das betrifft besonders die Kompetenz, des Trainers,  Probleme zu lösen (→Problemlösen) und Sportler mit einzubeziehen (→Mündigkeit). Professionalität wird im Sport für sehr unterschiedliche Verhaltensweisen…

Psyche

Psyche (psyche), griech. ψυχή, „Hauch, Atem“; Als „Ort menschlichen Denkens und Fühlens“ (Wikipedia) Gegenstand der Psychologie und Medizin (Psychotherapie), im Gegensatz zum Leib, heute meist auf mentale Prozesse bezogen. Die moderne Wissenschaft erklärt die Psyche immer mehr aus dem „Zusammenspiel von Millionen Hirnzellen, Aminosäuren und anderen Molekülen“ (Holsboer in SPIEGEL 18/2009, S. 138). Obwohl Psyche…

Qualifikation

Qualifikation (qualification), lat. qualificare „näher bestimmen“; Befähigung für eine bestimmte Tätigkeit, die sowohl aus der Ausbildung als auch aus der Erfahrung (Theorie-Praxis-Verhältnis) resultiert. Unter Qualifikation wird auch eine nachzuweisende sportliche Leistung verstanden, die zur Teilnahme an bestimmten (Qualifikations-) Wettkampfen berechtigt, umgangssprachlich „Quali“. Ein optimaler Einsatz als Trainer setzt eigentlich wie beim Lehrer einen Hochschulabschluss voraus.…

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement (QM) (quality management), Optimierung von Arbeitsabläufen bei Berücksichtigung der materiellen und zeitlichen Ressourcen und der Qualität der Ausbildung (Dienstleistung). In vielen Bereichen der Wirtschaft ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. Folgende Qualitätsstandards dokumentieren das Qualitätsverständnis des organisierten Sports für den Bereich Qualifizierung: Strukturqualität, Qualifikation der Lehrkräfte, Qualität der Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse, Evaluierung und Rückmeldung…

Rahmenrichtlinie für Qualifizierung

Rahmenrichtlinien für Qualifizierung (RRL) (framework guidelines for qualification), Konzeption für alle Bildungs- und Qualifizierungsprozesse im Lizenzsystem des Sports (DOSB/Verband/DLRG) für einen bestimmten Zeitraum. Die RRL tragen zur Gleichwertigkeit und Vergleichbarkeit der einzelnen Ausbildungsabschlüsse zwischen den Sportverbänden im DOSB bei, lassen aber gleichzeitig dem Fachverband als Ausbildungsträger den notwendigen Freiraum zur verbandsspezifischen Ausgestaltung (RRL für die…

Reflexionsinstanz

Reflexionsinstanz (authority of reflexion), In Wissenschaftstheorie oder Management (→Coaching) die jeweils spezifische Sicht zu reflektieren, aus sich heraustreten können und eine Sache mit Abstand betrachten. Im modernen Hochleistungssport betreut und begleitet der Trainer nicht nur die Athleten, sondern ist immer auch Wissensexperte, der wissenschaftliches Wissen in praktisches Wissen transferiert. Das setzt seine Bereitschaft voraus, über…