Schwimmen
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Kurzbahn
Kurzbahn (short course), Wettkampfanlage für Schwimmer mit einer Bahnlänge von 25m, auf der im Winterhalbjahr Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Die FINA wie auch der DSV führen getrennte Rekord- und Bestenlisten nach Kurz- und Langbahn. Wegen der häufigeren Wenden sind die Zeiten auf der Kurzbahn in der Regel besser. Berücksichtigt man, dass Topschwimmer inzwischen…
Laborbefunde
Laborbefunde (laboratory findings), Klinisch-chemische Analyse, die für die meisten ärztlichen Diagnosen unverzichtbar und kombiniert mit klinischer Untersuchung und Anamnese eine gesicherte Diagnose erlaubt. Jeder Laborwert wird dazu mit seiner entsprechenden Referenz (Empfehlung für Grenzbereiche) angegeben. Blut- und Harnanalysen nutzt auch die Sportmedizin, um wichtige Hinweise auf die Belastungsverträglichkeit und Trainingsanpassung zu erhalten (→Trainingssteuerung). "Nichtsdestotrotz müssen…
Lage
Lage (position; medley), vielseitig verwendeter Begriff (z.B. Wohnlage, bestimmte Situation), hier Schwimmlage als von der Wasserlage des Schwimmers abgeleitete und übergeordnete Bezeichnung für die Schwimmarten: Kraul, Brust, Schmett, Rücken und Lagen. Korrekter wäre Bauch-, Rücken- oder Seitenlage, aber es hat sich nun einmal „Lage“ durchgesetzt und so wird beim Schwimmen in allen vier „Lagen“ offiziell…
Länderkampf
Länderkampf (national dual competition), Wettkampf der Nationalmannschaften von zwei oder mehreren (je nach Anzahl der Bahnen zumeist bis acht) Ländern als Freundschaftswettkampf. Durch die Flut an international offenen Wettkämpfen werden kaum noch Länderkämpfe zwischen Nationen durchgeführt, sondern mehr in den Nachwuchsbereich und die Bundesländer unter Teilnahme benachbarter Länder delegiert, wie z.B. Länderkampf der Bundesländer Berlin,…
Landesschwimmverband
Landesschwimmverband (LSV) (state association swimming federation), Zusammenschluss der organisierten Schwimmer eines Bundeslandes mit ehrenamtlichem Vorstand oder Präsidium und einer hauptamtlichen Geschäftsstelle. Der LSV fördert den Leistungs,- Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport, die Jugendarbeit sowie die sportliche und außersportliche Bildungsarbeit in den angeschlossenen Fachsparten. Für den Leistungssport ergeben sich folgende Aufgaben: Sichtung und Entwicklung von Talenten (u.a. Nominierung der…
Landesvielseitigkeitstest
Landesvielseitigkeitstest (Land-Versatility-Test), Test des DSV zur Überprüfung von Leistungsvoraussetzungen im Nachwuchsbereich, im Einzelnen zur - körperlichen Eignung (Körperhöhe, Körpergewicht und BROCA-Index), (Achtung! Eignung ist nicht gleich Talent) Schwimmleistung (je nach AK 25-100m-Strecken in allen Lagen und 400-800m Kraul), Beinbewegung (25m) sowie Delfinkicks (15m) und Gleittest (7,5m), Technik (visuell durch Trainer), Grundschnelligkeit (15m) zu allgemeinen Kraftfähigkeiten…
Langbahn
Langbahn (long course), Bezeichnung für Schwimmbahnen in einem 50m-Becken. Die Hauptwettkämpfe werden inzwischen auf Lang- und Kurzbahnen ausgetragen, ausgenommen die olympischen Schwimmwettkämpfe (50m). Die Langbahn hat aber den höheren Stellenwert. Deshalb wird das Trainingsjahr oder ein Olympiazyklus mit einem Wettkampf auf der Langbahn beendet. Zumeist finden hochrangige Kurzbahnwettkämpfe im Winterhalbjahr statt, die entscheidenden Meisterschaften auf…
Langbahnsaison
Langbahnsaison (long course season), Zeitabschnitt im Trainingsjahr, der durch Vorbereitung und Teilnahme an Wettkämpfen auf der Langbahn bestimmt wird. Deshalb sollte auch vorrangig auf Langbahnen trainiert werden. Die Langbahnsaison erstreckt sich in der Regel über ein bis zwei Makrozyklen und beendet mit dem Hauptwettkampf das Trainingsjahr. →Kurzbahnsaison Beispiel aus dem Training von Penny Heyns, Olympiasiegerin…
Langstreckenschwimmer
Langstreckenschwimmer/Langstreckler (distance swimmer), Schwimmer, dessen Hauptstrecken die 800/1500m sind. Längere Distanzen, im Freiwasser werden unter Freiwasserschwimmen geführt. →Langzeitausdauer, →Langstreckentraining
Langstreckentraining
Langstreckentraining (long distance training),Training im Bereich der Langzeitausdauer (LZA), das durch eine mittlere Belastungsintensität bei enormer Bandbreite (10min bis mehrere Stunden) und damit unterschiedlicher energetischer und motorischer Beanspruchung charakterisiert ist. Deshalb wird in Langzeitausdauer I bis IV differenziert. Die radikalen Verbesserungen im Langstreckenlauf sind neben den Fortschritten in den Bereichen Schuhwerk, Laufbahnen und Nahrungsergänzungsmittel auch…
Leistungsstruktur
Leistungsstruktur (performance structure), hier als Begriff aus der Sportwissenschaft, der „innere Aufbau der sportlichen Leistung aus bestimmten Elementen und ihren Wechselbeziehungen“ (Schnabel et al. 2008, S.45). Mit dieser Definition soll das Verständnis des Trainers geweckt werden, dass es im Training nicht um ein schematisches Ausbilden einzelner isolierter Fähigkeiten geht, sondern dass diese in ihrer gegenseitigen…
leptomorph
leptosom, leptomorph (leptosome), griech. morphe "Gestalt", lepto "dünn, schmächtig"); schmalwüchsig (asthenisch), leptomorphe Wuchstendenz nach Conrad (1963), dessen Modell sich gut auf die Belange im Sport übertragen lässt (→Konstitutionstyp). Sportlerpopulationen zeichnen sich durchschnittlich durch einen metromorph – leptomorphen Körperbau („sporttypischer Körperbau“, Fröhner & Wagner, 2002) aus. Sheldon unterteilt die Körperbautypen nach der Entwicklung des dreiteiligen Keimblattgewebes…
Lernschritt
Lernschritt (learning Stepp), Zwischenetappe zum Lernziel. Im Sport „durch lehrmethodische Gesichtspunkte bestimmter Abschnitt im motorischen Lernprozess“ (Krüger & Schmidt in Schnabel & Thieß, 1993, S. 550), der vom Lernenden informell erfasst, verarbeitet und gesteuert werden kann. Beim Erlernen der Schwimmarten verdeutlichen die einzelnen Lernschritte das zweckmäßige Vorgehen durch die Reihung Beinbewegung- Armbewegung- Gesamtbewegung ohne und…
Lichtspuraufnahme
Lichtspuraufnahme (stroboscopic photo), Abbildung des Verlaufs ausgewählter Körperpunkte während eines Bewegungsablaufs in Form von Lichtspuren. Dabei werden an den für die Bewegungsanalyse maßgeblichen Körperstellen (z.B. Hand, Fuß) kleine Lichtquellen befestigt. Durch Langzeitbelichtung erhält man dann bei abgedunkelter Schwimmhalle Lichtspuren, die den Bewegungsablauf wiedergeben. Das etwas antiquierte Verfahren wurde inzwischen von der Hochfrequenzvideometrie abgelöst (Wollny, 2010,…
Ligue Européenne de Natation (LEN)
Ligue Européenne de Natation (LEN) (European Swimming Leagu), 1927 gegründeter Dachverband der 51 nationalen Schwimmverbände Europas mit Sitz in Luxemburg. Die LEN veranstaltet die folgenden Wettbewerbe: Ebenso werden seitens der LEN Veranstaltungen wie Titelkämpfe im Tauchen und Wasserspringen oder Wettkämpfe für Jugendliche ausgetragen (Stand 2017). Ab September 2023 fungiert der europäische Dachverband als European Aquatics…
Lungenödem
Lungenödem (pulmonary edema), griech. oidema "Schwellung, Wassersucht"; Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, bei Schwimmern und Tauchern als schwimminduziertes pulmonales Ödem (SIPE) charakterisiert durch schwere Kurzatmigkeit und Husten, verbunden mit einem pulmonalen Ödem (pulmonal = die Lunge (pulna) betreffend). Unklar ist noch, ob es Langzeiteffekte gibt und welche Faktoren dazu führen. Die Notwendigkeit einer systematischen Diagnose von…
MAD-System
MAD-System (measure active drag), von Huub Toussaint entwickeltes System zur Messung der Armkraft beim Abdruck im Wasser. Das System besteht aus in Reihe (Abstände 1,35m, 80 cm unter Wasseroberfläche) geschalteten Kraftmessplatten („fixed pads“) über eine Strecke von 22 m. Exkurs: Die dynamischen Kräfte im Schwimmen zu messen ist nicht einfach, was schon aus den unterschiedlichen…