Schwimmen
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Körperoberfläche (BSA)
Körperoberfläche (BSA) (body surface area), die von der Haut bedeckte äußere Oberfläche des gesamten Körpers als wichtige Bezugsgröße für den Energieumsatz. Berechnet nach Nomogrammen aus Körperhöhe und Körpermasse. Sie liegt im Mittel der Erwachsenen bei 1,73m2, bei Säuglingen sind es 0,3 m2. Die Körperoberfläche wird nach der Dubois-Formel berechnet (s. https://flexikon.doccheck.com/de/Dubois-Formel Zugriff am 14.01.2020). Die…
Körperschwerpunkt (KSP)
Körperschwerpunkt (KSP) (body’s centre of gravity, centre of mass), angenommener Punkt, in dem theoretisch die gesamte Körpermasse vereinigt ist (Massemittelpunkt) und an dem die Schwerkraftresultierende wirkt. Bei einem unregelmäßig geformten Körper ist der KSP schwer zu definieren und ändert sich mit der Körperstellung, d.h. er kann auch außerhalb des Körpers liegen. Greift die Kraft am…
Körpertemperatur
Körpertemperatur (body temperature), Temperatur des Körperinneren (Körperkerntemperatur), der die Messung mit dem Fieberthermometer im Mastdarm am nächsten kommt. Das Mittel liegt zwischen 36,3° und 37,4°C und schwankt im Tagesrhythmus mit einem Minimum um 6 Uhr und einem Maximum um 18 Uhr. Bei Temperaturen um 35°C spricht man von Untertemperatur, 33°C Unterkühlung, 20°C und weniger überlebt…
Körperübungen
Körperübungen (physical exercise), vielfältige Bewegungshandlungen und Formen zur körperlichen oder sportlichen Vervollkommnung des Menschen. Bei im sportlichen Training angewandten Körperübungen spricht man auch von Trainingsübungen. Sie sind in der Trainingswissenschaft „auf der Grundlage bestimmter, künstlich geschaffener Kriterien“ (Berger in Schnabel et al. 2008, S.214) in folgende Klassen eingeteilt: Nach der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sportart…
Kraft-Weg-Kurve
Kraft-Weg-Kurve (force-way-curve), Verfahren der biomechanischen Kraftdiagnostik, indem die Beziehung zwischen der aufgewendeten Kraft (F) und dem Zugweg (s1 –s2) grafisch dargestellt und damit der Verlauf der Kraft über den Weg registriert wird. Das Verhältnis wird im Schwimmen an der FES-Zugbank ermittelt und für die Kraftdiagnostik im Rahmen der KLD des DSV genutzt. Damit können typische…
Kraft, äußere
Kraft, äußere (force, external), abgeleitet von physikalischen Systemen kann zwischen inneren Kräften und äußeren Kräften unterschieden werden. Danach wirken Innere Kräfte innerhalb eines Systems, während äußere Kräfte „von außen“ am System angreifen. In dem Sinne zählt zu den äußeren Kräften im Sport der Widerstand des Mediums in dem sich der Sportler bewegt (Luft, Wasser, Schnee)…
Kraft, reaktive
Kraft, reaktive (force, reactive), auch Reaktivkraft (Gegenkraft), die auf dem NEWTONschen Prinzip „actio et reactio“ beruht. Als eine Form der Kraftfähigkeit ist sie als Schnellkraft bekannt, wobei eine exzentrische Muskelaktion zur Verstärkung einer folgenden konzentrischen Aktion genutzt wird (→Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus). Die Reaktivkraft spielt eine Rolle bei Schnellkraftleistungen mit typischen Brems-Streck-Bewegungen wozu auch die Wende im Schwimmen…
Kraft, spezifische
Kraft, spezifische (strength, specific), Kraft der an einer bestimmten sportlichen Bewegung beteiligten Muskelgruppen, deren zielgerichtete Ausbildung meist dem Hochleistungstraining vorbehalten bleibt. Im Schwimmen betrifft das vor allem die Muskelgruppen, die den Armzug und den Beinschlag/-stoß realisieren (auch: schwimmspezifische Kraft). Zwischen spezifischer Kraft und Schwimmgeschwindigkeit besteht ein gesicherter Zusammenhang (u.a.Johnson, Sharp & Hedrick, 1993; Bradshaw &…
Kraft, vorwärtstreibende
Kraft, vorwärtstreibende (forward-driving strengh),“ Teilkomponente der schwimmspezifischen Kraft, die angibt, welcher Anteil der Gesamtkraft für den Vortrieb aufgewendet wird. Sie ist identisch mit dem Maß an Kraftfähigkeit, das der Sportler beim kurzzeitigen Schwimmen am Ort auf ein Messgerät übertragen kann“ (Baldermann & Stichert, 1981). Wegen Ungenauigkeiten und Verletzungen beim Halten des Messbügels hat sich die…
Kraftarm
Kraftarm (force arm). Komponente des Hebelgesetzes, das als „goldene Regel der Mechanik“ auch am menschlichen Skelett wirkt. Diese Hebel setzen sich zusammen aus Lastarm (wo sich die zu bewegende Last befindet), dem Angelpunkt (Drehpunkt/Gelenk) und dem Kraftarm (Ansatz der Muskelsehne bis zum Gelenkdrehpunkt). Der Kraftarm ist der senkrechte Abstand der Wirkungsrichtung der Muskelkraft von der…
Kraftausdauer
Kraftausdauer (KA) (strength endurance), konditionelle Fähigkeit, mit wiederholten Krafteinsätzen einen Bewegungswiderstand zu bewältigen, der mit mindestens 30% der Maximalkraft (nach Schmidtbleicher (2003) mehr als 50% der Maximalkraft über zwei Minuten) definiert ist, darunter spricht man von aerober Ausdauer. Die Trainingswissenschaft hat noch keine einheitliche Definition gefunden, deshalb hat man sich sehr an der Trainingspraxis orientiert…
Kraftausdauer, dynamische
Kraftausdauer (KA), dynamische (strength endurance, dynamic), Form der Kraftausdauer gegenüber Ermüdung bei wiederholten Krafteinsätzen bei zyklischen oder azyklischen Bewegungen (Harre in Schnabel & Thieß, 1993, S.486). Die dynamische Kraftausdauer wird für Schwimmer allgemein (z.B. Kreistraining) oder mit spezifischen Übungen und Trainingsmitteln unter erschwerten Bedingungen (z.B. →Paddles, →Widerstandshose, →Schwimmbank) trainiert.
Kraftausdauer, relative
Kraftausdauer (KA), relative (strength→ endurance, relative), Form der Kraftausdauer, die durch den Kraftabfall über die Belastungsdauer gekennzeichnet ist. In der Leistungsdiagnostik des DSV an der Schwimmbank charakterisiert durch einen „Stehvermögensfaktor“ = Verhältnis der Arbeit der letzten 10 Züge zur Arbeit der ersten 10 Züge in %. Auch der Vergleich der →Kraft-Zeit-Kurven beim KA-Training an der…
Kraftausdauertraining
Kraftausdauertraining (KA-Training) (strength endurance training), Training zur Aufrechterhaltung hoher muskulärer Antriebsleistungen über die Wettkampfdistanz mit allgemeinen (allgemeine Krafttrainingsgeräte) und spezifischen (Armzuggeräte) Mitteln. Das allgemeine KA-Training sollte möglichst viele Muskelgruppen betreffen. Es wird zumeist als Kreistraining (Circuittraining), auch in Kombination mit Wassertraining (Wilke & Madsen, 1997) durchgeführt und sollte im Makrozyklus dem spezifischen KA-Training vorgeschaltet werden.…
Krafttraining, allgemeines
Krafttraining, allgemeines (strength training, general), sportartunspezifisches Krafttraining als Basis des speziellen Krafttrainings. Mit dem allgemeinen Krafttraining sollen durch die Kräftigung der Hauptmuskelgruppen arthromuskuläre Dysbalancen verhindert, ein stabiles Muskelkorsett aufgebaut, damit die Verletzungsanfälligkeit vermindert und die Belastungsverträglichkeit erhöht werden. Im Rahmen einer vielseitigen Ausbildung sind Übungen ohne direkten Bezug zur Wettkampfbewegung anzuwenden, wie Übungen mit Partner…
Krafttraining, spezifisches
Krafttraining, spezfisches, spezielles (strength training, specific), Kräftigung der für die Wettkampfleistung bedeutsamen Muskelketten mittels Spezialübungen und-geräten, die weitgehend dem Anschluss- und Hochleistungstraining vorbehalten sind. Im Schwimmen betrifft es das Krafttraining mit einer der Schwimmbewegung adäquaten oder zumindest ähnlichen (semispezifischen) Bewegungsausführung und bei Widerständen, die über denen des Wettkampfes im Wasser liegen. So arbeitet der Sportler am…
Krafttrainingsgerät, isokinetisches
Krafttrainingsgerät, isokinetisches (strength training machine, isokinetic), Kraft- und Diagnosegerät, bei dem durch einen internen Regelmechanismus eine konstante Winkelgeschwindigkeit für die Gelenkbewegungen vorgegeben wird. Dadurch werden ein konstanter Widerstand und eine nahezu gleichmäßige Bewegungsgeschwindigkeit über die gesamte Bewegungsamplitude erreicht. Während des gesamten Bewegungsvollzuges kann mit vollem Krafteinsatz gearbeitet werden. Der gleichförmige Kraftverlauf entspricht weitgehend (semispezifisch) der…
Kriterienkatalog
Kriterienkatalog (checklist; list of criteria), von Experten erstellter Katalog von Fragen zur Beurteilung eines Systems (WIKIPEDIA). Für den Bereich Schwimmen theoriegeleitete Erarbeitung von Technikkriterien (→Zieltechnik) auf der Grundlage differenzierter Bewegungsphasen (→Phasenstruktur). Auf der Basis solcher „Beobachtungskriterien“ wurde ein Katalog von Start- und Wendentechnikkriterien erarbeitet (Dietze & Saborowski, 2004). Mehr zum Thema: Technikleitbild und Zieltechnik mit…