Öffnet in einem neuen Tab

Recht

92 Einträge

Ehrenkodex (der Trainer)

Ehrenkodex (der Trainer) (code of ethics), vom Deutschen Sportbund (DSB) 1997 verabschiedetes Standesethos der Trainer im deutschen Sport mit normen- und wertbegründeten Orientierungen für die Gesinnung und das Handeln im Bereich des Trainings und Wettkampfes. „Diese Orientierungen sind im Grundsatz an einem „humanen Leistungssport" sowie am Wohl von Kindern und Jugendlichen, an der „mündigen Athletin"…

Einspruch

Einspruch (objection; protest), Widerspruch gegen Urteil oder Beschluss eines Gerichts/einer Behörde, ebenso Bestandteil des Sportrechts.. Im Schwimmen ist ein Einspruch nach Maßgabe der Fachteile der Wettkampfbestimmung zulässig gegen Maßnahmen von Entscheidungen der Schiedsrichter, Turnierleiter, Rundenleiter oder anderen Entscheidungsberechtigten sowie wegen unterlassener Entscheidung oder wegen eines besonderen Vorkommnisses, das den Ablauf eines Wettkampfes beeinflusst hat. Der…

Einstartregel

Einstartregel (one starting rule), Festlegung, dass bei einem Wettkampf nur ein Start ausgeführt wird. Diese Regelung hat der Veranstalter in die Ausschreibung aufzunehmen (§ 125 (6) WB Schwimmen des DSV). Durch die Einstartregel wird ein zügigerer Ablauf von Wettkämpfen gesichert. Fehlstarts werden in dem Fall erst nach dem Rennen geahndet.

Eltern

Eltern (parents), Mutter und Vater (auch gleichgeschlechtlich möglich) als Verwandte ersten Grades. Im Sinne von Elternschaft biologisch die Erzeuger (Blutsverwandtschaft), rechtlich (Mutterschaft/Vaterschaft/ auch Adoptiveltern) von Gesetzgebung bestimmt, sozial als Elternrolle bei Pflege, Ausbildung und Förderung des Kindes. Eine vertrauensvolle Eltern – Kind -Beziehung prägt die Entwicklung des Kindes grundsätzlich, unabhängig ob es sich um die…

Fahrlässigkeit

Fahrlässigkeit (negligence), im Zivilrecht das Außer-Acht-Lassen "der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt" (§ 276 Abs. 2 BGB). Dabei unterscheidet man leicht fahrlässiges Verhalten im Sinne von Außerachtlassen der erforderlichen Sorgfalt im Verkehr mit dem Mitmenschen und grobe Fahrlässigkeit als Außerachtlassen der einfachsten und selbstverständlich erscheinenden Sorgfaltspflicht. Konsequenzen ergeben sich für den Trainer zumeist aus Verletzung der…

Fluktuation

Fluktuation (fluctuation), Wechsel, Schwankung; vielseitig verwendeter Begriff, von Geschwindigkeitsänderung (Biomechanik) bis Flüssigkeitsbewegung unter der Haut (Medizin); am meisten gebraucht in der Soziologie als Summe der Zu- und Abgänge von Personen aus einer sozialen Gesamtheit (im Sport Verband, Verein, Trainingsgruppe, Nationalmannschaft bis zu Zuschauern usw..). Die Fluktuation hemmt eine langfristige und systematische Entwicklung, so kann ein…

Freibetrag

Freibetrag (tax allowance) →Übungsleiterpauschale

Garantenpflicht

Garantenpflicht (guarantor obligation), Begriff aus dem Strafrecht, auch Garantenstellung. Dazu heißt es im Strafgesetzbuch §13; Wer es unterlässt, einen Erfolg abzuwenden, der zum Tatbestand eines Strafgesetzes gehört, ist nach diesem Gesetz nur dann strafbar, wenn er rechtlich dafür einzustehen hat, dass der Erfolg nicht eintritt, und wenn das Unterlassen der Verwirklichung des gesetzlichen Tatbestandes durch…

Gemeinnützigkeit

Gemeinnützigkeit (charitable), nicht auf Gewinn ausgerichtet, wohltätige oder mildtätige Zwecke verfolgend. Gemeinnützige Institutionen erhalten dadurch steuerliche Vergünstigungen und sind von der Körperschaftssteuer befreit (§52 der Abgabenordnung). Daraus ergibt sich für den Sport die Verpflichtung, nicht die Vorteile, Spaß und Freude des einzelnen, sondern die Interessen der Gesellschaft zu vertreten. So ist einfache Freizeitgestaltung noch nicht…

Geschlechtsidentität

Geschlechtsidentität (sex identity), Geschlecht, dem sich ein Mensch zugehörig fühlt und das zumeist mit den körperlichen Geschlechtsmerkmalen übereinstimmt (Wikipedia). Abweichungen = Transgender, bei vollständiger Rollenwechslung = transsexuell. Am 17. Juni 2011 fasste der UN-Menschenrechtsrat erstmals einen Beschluss zur Beendigung der staatlichen Diskriminierung sexueller Minderheiten. Nach den Empfehlungen des Deutschen Ethikrates soll für Menschen mit uneindeutigem…

Haftung

Haftung (liability), „Schuld (d.h. Verbindlichkeit), insbesondere die Verpflichtung zum Einstehen für fremde Schuld oder Verantwortlichkeit für den Schaden eines anderen mit der Folge, dass dem Geschädigten Ersatz zu leisten ist“ (MEYERS LEXIKON). Im Sport lässt sich Haftung aufteilen in die des Trainers für eigenes Handeln und die des Vereins/Verbandes für fremdes Handeln. Dabei kann es…

Hilfeleistungspflicht

Hilfeleistungspflicht (duty of assistance; duty to help s.o.), Bürgerpflicht des zumutbaren Zu- Hilfe- Kommens bei einem Unfall (wird von der Justiz durch die Ahndung der unterlassenen Hilfeleistung strafrechtlich (entsprechend des Paragraphen 323 c StGB) verfolgt). →Hilfestellung (Text Harald Rehn)

Hilfestellung

Hilfestellung (assistance), im Sport Sicherheitsmaßnahme des Lehrers/Trainers zur Verhinderung von Unfällen und Verletzungen bei bei der Ausübung sportlicher Handlungen der ihnen anvertrauten Schüler/Sportler. „Einbezogen ist dabei auch eine langfristige Erziehung der Sportler zu einer selbstständigen Hilfeleistung im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die aktive Bewegungshilfe ist durch das direkte Eingreifen des Helfers in den Bewegungsvollzug gekennzeichnet. Diese…

Jugendschutzbestimmungen

Jugendschutzbestimmungen (Provisions of Young Persons Act), Die Jugendschutzbestimmungen fußen auf dem Jugendschutzgesetz (https://www.gesetze-im-internet.de/juschg/BJNR273000002.html - Zugriff 26.10.2019) Im Sport sind die Schutzbestimmungen für Jugendliche in den Statuten und Regeln der Fachverbände (→Satzung) verankert. So steht in den Wettkampfbestimmungen des DSV, dass Teilnehmer an amtlichen Wettkampfveranstaltungen des DSV mindestens zehn Jahre alt sein müssen, Teilnehmer an amtlichen…

Jugendschutzgesetz

Jugendschutzgesetz (Protection of Young Persons Act), Gesetz zum Schutz der Jugend (14-18jährige) in der Öffentlichkeit. Mit dem neuen Jugendschutzgesetz des Bundes wurden das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit und das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte zu einem einheitlichen Gesetz zusammengeführt. Das Gesetz regelt den Aufenthalt an öffentlichen Orten wie Gaststätten,…

Jury

Jury (jury), lat. iurare = schwören, Kollegium von sachverständigen als Preisgericht bei Wettbewerben (Filmpreis usw.) oder Schiedsgericht (→Kampfgericht) bei sportlichen Veranstaltungen. Einmal kann z.B. eine Jury über den „Trainer oder Sportler des Jahres“ entscheiden, zum anderen bei Wettkämpfen über Proteste oder Einsprüche auf der Grundlage der jeweiligen Wettkampfbestimmungen.

Kampfgericht

Kampfgericht (referees board; jury), Aus selbstständigen und voneinander unabhängig agierenden Kampfrichtern zusammengesetztes Gremium, das Wettkämpfe auf der Grundlage der Wettkampfbestimmungen (Kampfrichterordnung) leitet und das Ergebnis feststellt. Das Kampfgericht bei Schwimmwettkämpfen muss mindestens aus den folgenden Kampfrichtern bestehen: 1 Schiedsrichter, 1 Starter (gleichzeitig Schwimmrichter), 3 Zielrichter (davon ein Zielrichterobmann), 1 Zeitnehmerobmann, 1 Zeitnehmer je Bahn, 1…

Kampfrichter

Kampfrichter (referee; judge), qualifizierter (lizenzierter) Unparteiischer, der beim Wettkampf als Angehöriger eines Kampfgerichts auf der Grundlage der Wettkampfbestimmungen in seinem Verantwortungsbereich (→Start, →Wende, Zieleinlauf usw.) selbstständig und unabhängig entscheidet. Kampfrichter werden durch die Kampfrichter- Obmänner auf der Grundlage ihrer Qualifikation lt. DSV-Kampfrichterordnung eingesetzt. Kampfrichter ist nach dieser Ordnung derjenige, der nach Ablegung einer Prüfung eine…

Kinderrechte

Kinderrechte (child rights), laut Grundgesetz haben Kinder ab der Geburt (§1 BGB) das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Achtung der Menschenwürde, der Unverletzlichkeit der Person und der Freiheit sowie auf die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen (→Koedukation), weiter ein Namensrecht, Recht auf Staatsangehörigkeit, Eigentums- und Erbrecht. Lt. UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder ein Recht auf…

Kindesmisshandlung

Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch (child abuse), „nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht. (Bast, 1975, nach: Senatsverwaltung Berlin, 2002, S. 6). →Pädophilie Formen der…