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Psychologie

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Selbstbeobachtung

Selbstbeobachtung (self-observation), auch: Introspektion („Innenschau“), Beobachtung des eigenen Erlebens oder eigener Bewusstseinsprozesse. Als Verfahren der qualitativen Sozialforschung wird durch Selbstaufmerksamkeit ein kleiner Bereich des täglichen Lebens genau beobachtet, um Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu schärfen und Dinge auf eine neue Weise sehen zu lernen. Oder als kontrollierte Introspektion, indem systematische Berichte (lautes Denken) und sekundär auswertbare…

Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein (self-awareness), Fähigkeit, sich seiner bewusst zu sein, umgangssprachlich mehr im Sinne von hohem Selbstwertgefühl. Die Wahrnehmung der eigenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten tragen sehr zur Ausprägung des Selbstbewusstseins bei. Da Selbstbewusstsein eine Säule der „Ellbogengesellschaft“ ist, wimmelt es im Internet von Tips und Empfehlungen der Mental- und Ego-Coaches. Einer „Niete in Nadelstreifen“ helfen auf…

Selbstbild

Selbstbild (self image), in der Psychologie die bewusste Wahrnehmung von sich selbst, die nicht identisch sein muss mit der Wahrnehmung anderer von einem (→Fremdbild). Zum Beispiel hält sich jemand für großzügig, andere ihn aber für kleinlich und engstirnig. Da das Selbstbild bereits im Kindesalter durch Fehler, Erfolge und Niederlagen geformt wird, liegt auch beim Nachwuchstrainer…

Selbstbildung

Selbstbildung (self education), selbstorganisierender Charakter der Bildung und damit das Herz aller Bildung. Selbstbildung geht davon aus, dass der Mensch nicht gebildet wird, sondern sich selbst bildet. In dem Sinne sind Kinder grundsätzlich unbelehrbar. Kinder bemühen sich vom ersten Tag ihres Lebens, die Welt zu erschließen; sie bilden sich mit allen Sinnen. Bewegung und Körpererfahrung…

Selbsteinschätzung

Selbsteinschätzung (self-assessment) →Selbstbild, Selbsterkenntnis

Selbsterkenntnis

Selbsterkenntnis (self concept), Kennen lernen des eigenen Ich als wichtige Voraussetzung für die Entfaltung und Gestaltung der eigenen Persönlichkeit, wobei die Grenzen zwischen Erkennen und Verkennen sehr diffus sind (Selbsttäuschung). Die Psychotherapie ist bemüht Selbsttäuschungen zu korrigieren und die sich daraus ergebende Konflikte zu lösen. Die Selbsterkenntnis ist eine wichtige Grundlage für die individuelle Einschätzung…

Selbstführung

Selbstführung (selfmanagement), auch Selbstmanagement. Man versteht darunter die Kompetenz, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten ("Selbstregulationskompetenz"). Dazu gehören Teilkompetenzen wie zum Beispiel selbständige Motivation, Zielsetzung, Planung, Organisation, Lernfähigkeit und Erfols­kontrolle durch Feedback (Wikipedia). Große innere Klarheit und konsequente Selbstführung sind Voraussetzungen, um andere Menschen wirksam zu führen. So…

Selbstgesprächregulation

Selbstgesprächregulation (regularization by self discussion), Regulation sportlicher Handlungen durch Selbstgespräche mit denen man oft unbewusst (subvokales Sprechen) dieses Handeln steuert und kommentiert, da alles was wir tun, zuerst durch unseren Kopf muss. Je härter die eigene Belastung erlebt wird, umso intensiver wird das Selbstgespräch. Bevor man aufgibt zu schwimmen, hat „der Kopf“ schon aufgegeben. Eberspächer…

Selbstironie

Selbstironie (self-ionization), Humor, der an sich selbst gerichtet ist (über sich selbst lachen können). Eine Möglichkeit Pannen zu überbrücken, Ernst aus einer Sache zu nehmen und somit einen möglichen Eklat zu verhindern. Entscheidend dabei kann die Körpersprache sein, da Selbstironie auch missverstanden werden kann. →Ironie, →Kommunikation. Im Trainerjob ist Selbstironie ein wichtiges Element der Sozialkompetenz, denn…

Selbstkongruenz

Selbstkongruenz (self congruence), lat. congruentia „Übereinstimmung“; auch „Selbstaufrichtigkeit“, „Stimmigkeit“. In der Psychologie die Übereinstimmung zwischen Gefühlen und Anschauungen mit dem Handeln und Verhalten als wichtige Voraussetzung einer vertrauensvollen Kommunikation. Der Begriff wurde in der Pädagogik/Sozialpsychologie populär durch den Psychotherapeuten Carl Rogers. Danach sollte sich der Pädagoge nicht hinter Fassaden, Rollen und Floskeln verstecken, sondern sich…

Selbstkontrolle

Selbstkontrolle (self-control) →Selbstbeherrschung, →Selbstorganisation

Selbstmotivierung

Selbstmotivierung (motivationsbezogene Selbstbeeinflussung) (self motivation), Selbstmotivation, inzwischen zum Schlagwort vieler „Psycho-Gurus“ in der Wirtschaft avanciert, ist auch für das Vollbringen hoher sportlicher Leistungen bedeutsam. Eine hohe Selbstmotivation bedeutet, mit Spaß und Freude die Dinge anzugehen und einen Sinn in der Tätigkeit zu sehen oder in Anlehnung an Albert Schweitzer, wenn Du die Arbeit liebst, dann…

Selbststeuerung

Selbststeuerung (self-guidance), in der Psychologie →Selbstregulation

Selbstüberzeugung

Selbstüberzeugung →Überzeugung

Selbstvertrauen

Selbstvertrauen (self-confidence), Einstellung zu sich und der eigenen Leistungsfähigkeit, die je nach Erfahrung und Wissen sowie zu realisierender Aufgabe positiv (Selbstachtung), übersteigert (Selbstüberschätzung) oder auch zu gering (Minderwertigkeitsgefühl) sein kann. Dabei spielen in der frühkindlichen Entwicklung erfahrene soziale Beziehungen eine große Rolle. →Selbstbild, →Selbstwertstreben Die Sportpraxis zeigt, dass stabiles Selbstvertrauen vorrangig aus erlebter Leistungsstärke in…

Selbstverwirklichung

Selbstverwirklichung (self implementation), Verwirklichung der eigenen Lebensvorstellungen bei Ausschöpfung des eigenen Potentials an Fähigkeiten. Die Selbstverwirklichung wird in der Psychologie als „grundlegende Kraft“ des Menschen betrachtet. Maslow setzte sie in seiner Bedürfnispyramide an oberste Stelle. Sie ist aber nicht mit Egoismus zu verwechseln, sondern stützt sich eher auf Individualität, Eigenverantwortung und Selbstwertstreben, denn sich selbst…

Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung (self-perseption) →Selbstbild

Selbstwertgefühl

Selbstwert(-gefühl) (self esteem) → Selbstvertrauen

Selfie (im Sport)

Selfie (selfie), fotografisches Selbstporträt, zumeist mit dem Handy zum weiteren Gebrauch in sozialen Netzwerken. Wir tun das aus einem elementaren Motiv: weil wir auf der Suche nach Umweltresonanz sind und weil die Befriedigung von Resonanzbedürfnissen identitätsstiftend wirkt – von Geburt an, ein Leben lang nach der Identitätsformel der digitalen Moderne: Ich werde gesehen, also bin…

Sensitivierung

Sensitivierung (sensitization), lat. sentire „fühlen“; Lernprozess bei dem sich ein Reiz mehrfach als wichtig (schmerzhaft bis schädlich) erweist, worauf das Nervensystem künftig intensiver auf diesen (selbst unterschwelligen) Reiz reagiert. Bei einer Abnahme der Reaktionsstärke als gegenteiliger Prozess, spricht man von Habituation. Mit Hilfe der Sensitivierung lernen Tier wie Mensch ihre Schutzreflexe in Vorbereitung auf Rückzug…