Physiologie
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Alkohol
Alkohol (alcohol), Kohlenwasserstoffe, deren H-Atome durch Hydroxylgruppen (-OH) ersetzt sind. Wegen seiner anregenden und stimmungssteigernden Wirkung unterschätzen etwa 70% der Deutschen das Zellgift Ethanol. Alkohol zählt als Suchtmittel und darf zu Wettkämpfen bei einigen Sportarten wie z.B. Bogenschießen, Gymnastik, Motorsport, Skilauf usw. nicht eingenommen werden. Alkohol steht zwar nicht auf der Dopingliste („legale Droge“), aber…
Alveole
Alveole (pulmonary alveoli), lat. alveolus „kleine bauchartige Vertiefung“; Lungenbläschen, in dem zu Ende der äußeren Atmung der Gasaustausch zwischen Atemluft (Alveolarluft) und Blut durch Diffusion stattfindet. Ein Lungenbläschen mit einer Größe von 50 bis 250 μm (je nach Ein-oder Ausatmung) kann den enormen Sauerstoffbedarf des Schwimmers nicht decken. Das gelingt nur in Mannschaftsstärke von 200-300…
Amenorrhö
Amenorrhö (amenorrhea), griech. von a-men-rhoe = "ohne-Monat-Fluss"; Ausbleiben der Regelblutung durch Entwicklungs- oder Funktionsstörungen, aber auch durch Stress. Besonders bei hoch belasteten Sportlerinnen ist der Symptomkomplex "Athletinnen-Triade" (Essstörung, Amenorrhöe, Osteoporose) anzutreffen (Weimann 2008, Hoffmann 2009). Sportlerinnen mit funktioneller Hypothalamus Amenorrhoe (athletic amenorrhoea) reagieren auf intensives Training mit einer reduzierten adrenergen (durch Adrenalin wirkende) Reaktion, was sich…
Aminosäuren
Aminosäuren (amino acids), aus einer Carbonsäuregruppe und einer an Kohlenstoff angebundenen stickstoffhaltigen Aminogruppe bestehende Bausteine der Proteine. Von den über 400 Aminosäuren mit biologischer Funktion spielen etwa 20 im menschlichen Organismus eine Rolle (proteinogene Aminosäuren). Davon können 11 vom Organismus selbst hergestellt werden (nichtessentielle Aminosäuren), 7 müssen mit der Nahrung zugeführt werden (essentielle Aminosäuren). Als…
Amphetamine
Amphetamine (amphetamine), auch als „Wachmacher“ bezeichnete illegale Suchtmittel (Stimulanzien) wie z.B. Speed, Crystal, Glass, Ecstasy, die das Zentralnervensystem zumeist auf Kosten eines verringerten Selbsteinschätzungsvermögens stimulieren. Sie führen dem Körper zwar keine Energie zu, wirken aber „wie eine Peitsche auf ein müdes Pferd, indem sie die Energiereserven des Körpers ausbeuten“ und somit kurzfristige Leistungssteigerungen ermöglichen (http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-a/amphetamin/).…
anabol
anabol (anabolic), griech. anabolé „Vertagung, Aufschiebung“; aufbauend, bezogen auf den →Anabolismus. Im Rahmen der Stoffwechselprozesse werden körpereigene Substanzen oder Gewebe aufgebaut (anabole Phase) oder abgebaut (katabole Phase).
Anabolika
Anabolika (anabolics), griech. anabolé „Vertagung, Aufschiebung“; auch anabole Steroide, synthetische Wirkstoffe, die strukturell Testosteron nachempfunden sind und proteinaufbauend (→anabol) wirken. Damit fördern sie das Muskelwachstum, allerdings mit sehr ernstzunehmenden Nebenwirkungen: vorzeitiger Epiphysenschluss bei Kindern, Störungen der Leberfunktion, törungen des Hormon- und Fettstoffwechsels, „Vermännlichung“ bei Frauen, erhöhte Mortalität und Suizidrate (Lindqist et al. 2014) ). Exkurs:…
anaerob
anaerob (anaerobic), griech. aer „Luft“, hier „ohne Luft“; Energiestoffwechsel ohne Sauerstoffbeteiligung. Mit zunehmender Belastungsintensität (→Schwimmgeschwindigkeit) wird anaerob gearbeitet, aber weitgehend in Kooperation mit dem "Partner Aerob“. Bei der kürzesten Wettkampfstrecke (50m) geht man von einem Verhältnis 80% anaerober zu 20% aerober Stoffwechsellage aus. Das Ausdauertraining fußt zwar auf Schwellenkonzepten, wonach die dominant anaerobe Phase ab…
Analysator
Analysator (analyser), griech. analysis „Auflösung“; für die Wahrnehmungsprozesse zuständige Funktionseinheit zur Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung eines Sinnesreizes. Der Analysator besteht aus Rezeptor (zur Aufnahme von Informationen), afferenter Nervenbahn bis hin zu spezifischen Arealen in der Hirnrinde. Für die motorische Koordination sind fünf Analysatoren bedeutsam: kinästhetischer, taktiler, statico-dynamischer oder vestibularer, optischer und akustischer Analysator. Diese wirken…
Androgene
Androgene (androgens), griech. anér, andrós „Mann“ und -gen „erzeugend“; männliche Keimdrüsenhormone (Sexualhormone), die in Hoden und Nebennierenrinde gebildet bzw. synthetisch hergestellt werden. Sie fördern die Geschlechtsdifferenzierung Ihre anabole Wirkung zeigt sich in der Förderung des Proteinaufbaus und der Erhöhung der Stickstoffretention (zurückhalten des Stickstoffes). Hauptvertreter der Androgene ist Testosteron. Die ursprünglich für therapeutische Zwecke und…
Angiogenese
Angiogenese (angiogenesis), griech. angeion - Gefäß; genesis – Entstehung; Wachstum kleiner Blutgefäße (→Kapillaren) durch Aussprossung oder Einstülpung im Gegensatz zu deren Neubildung (Vaskulogenese). Unter den verschiedenen Faktoren, die eine Angiogenese bewirken spielt auch Hypoxie und damit das Höhentraining eine Rolle. Ferner stimuliert das unter Dopingmittel fallende Epo die Angiogenese (Kertesz et al. 2016, Klimakova et…
Anpassungsphase
Anpassungsphase (adjustment phase), Im sportlichen Training der Zeitraum bis zur erfolgreichen Anpassung an eine neue Situation. Das kann z.B. beim Wetter recht schnell, bei historischen Veränderungen recht langwierig gehen, wie das Beispiel der Eingemeindung der Ostdeutschen in die Bundesrepublik zeigt. Dabei spielt der Zeitraum zuvor eine beachtliche Rolle. Je jünger die Leute waren, umso leichter…
Anpassungsreserve
Anpassungsreserve (adaptation reserve), nach Mader (1990) die individuell bedingte Grenze ausschöpfbarer Anpassungskapazität, die sich in dem Maße verringert, wie es gelingt im Training die aktuelle Funktionskapazität an die individuell maximale Funktionskapazität zu nähern. Grundlage dieser Theorie ist die Proteinbildungskapazität (→Proteinsynthese), die davon ausgeht, dass 20-30jährige davon ca. 60% mit zunehmendem Alter weniger aktivieren. Wir müssen…
Anpassungsstufen
Anpassungsstufen (adaptability steps), Phasen der Anpassung an regelmäßige Trainingsbelastung, wonach sich die Anpassung in vier zeitlich begrenzten Stufen mit einer Gesamtdauer von acht Wochen vollzieht: In den ersten 7-10 Tagen verändert sich hauptsächlich das Bewegungsprogramm, die Muskelfasern passen sich an die nervalen Anforderungen an. Die Schwimmtechnik wird flüssiger. Auf weitere Anpassungen, die bis tief in…
Ansteuerung, neuromuskuläre
Ansteuerung, neuromuskuläre (recruiting, neuro-muscular), Aktivierung der Muskelfasern (→Aktionspotential) durch nervale Impulse im Rahmen von Bewegungsprogrammen, deren Erregungsfrequenz über die Beteiligung schnell oder langsam kontrahierender Anteile entscheidet. →Einheit, motorische, →Elektromyografie, Mit dem „Neuromuskulären Differenzierungstraining“ sollen alle möglichen Teilbewegungsoptionen erspürt werden, um sie schließlich kinästhetisch hochdifferenziert wahrnehmen und ansteuern zu können. Auf dieser Grundlage können die Sportler die Teilkörperpositionen auf…
Antikörper
Antikörper (antibodies), zu den Gammaglobulinen (→Immunglobulin) gehörende Eiweißkörper, die gebildet werden, wenn Fremdstoffe (→Antigene) in den Körper eingedrungen sind. In der Sportimmunologie können mit der Durchflusszytometrie sportinduzierte Veränderungen von Leukozyten und Lymphozytensubpopulationen erkannt werden (Fehrenbach 2005). Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Antik%C3%B6rper
Apnoetraining
Apnoetraining (apnea training) von Apnoe = Atemstillstand. Hier willkürlich (nicht pathologisch) herbeigeführt, wie beim Tauchen. Ziel des Apnoe-Trainings ist vor allen Dingen eine verbesserte Toleranz für höhere Kohlendioxidwerte und für niedrigere Sauerstoffwerte. In dem Sinne wird die Atmung beeinflusst durch: Apnoetraining verbessert die Bradykardie und die Apnoe-Leistung bei Wettkämpfen und wurde als Trainingsmethode für andere…
Aquatrainer
Aquatrainer (aquatrainer), Unterwasser-Laufband, das sowohl zur Rehabilitation verletzter Pferde, sowie als Trainingsmöglichkeit zur Leistungssteigerung gesunder Pferde eingesetzt wird. Im Schwimmen als AquaTrainer® ein von der Firma COSMED entwickelter Schnorchel für Tests im Schwimmen. In Kombination mit dem mobilen Diagnosesystem K4b² sind Lungenfunktionstests unter den unterschiedlichsten Bedingungen möglich, in Verbindung mit AquaTrainer-Kit bis zur Ergospirometrie-→Analyse im Wasser.…
Äquivalent, kalorisches
Äquivalent, kalorisches (caloric equivalent), lat. aequus „gleich“ + valere „gelten, wert sein, bedeuten“; Die Menge an Energie, die bei der Verbrennung von einem Liter Sauerstoff im Organismus freigesetzt wird. Das sind im Durchschnitt ca. 4800 cal/l O2 (ca. 20 kJ/l O2). Im Rahmen einer indirekten Messung des Energieverbrauchs (Kalorimetrie) dient der Respiratorische Quotient der präzisen…