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Physiologie

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Fertilität

Fertilität (fertility), Fruchtbarkeit, Fähigkeit zur Fortpflanzung, die beim männlichen Geschlecht als Zeugungsfähigkeit von der Pubertät bis ins hohe Alter, bei der Frau als Empfängnisfähigkeit von der Menarche bis zur Menopause besteht. Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und Fruchtbarkeit ist immer noch unbeantwortet, die wissenschaftliche Datenlage ist recht unklar und bedarf weiterer Überprüfungen.…

Fette

Fette (fa; lipidt), organische Stoffe aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff, bestehend aus Glycerin und Triclyceriden.  Fette sind Hauptnahrungsmittel (→Ernährung) und größter Energiespeicher des menschlichen Organismus. Der Fettanteil beträgt bei untrainierten, normalgewichtigen Männern 10-20% der Körpermasse, bei Frauen 20-35%. Bei Hochleistungssportlern ist er erheblich niedriger (5-10%). Im Vergleich zu anderen Sportarten weisen Schwimmer nahezu die geringsten Körperfettanteil-Werte…

Fettsäuren

Fettsäuren (fatty acid) Bestandteil der Triglyzeride, die in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren unterteilt werden. Fettsäuren, die der Organismus benötigt, aber nicht selbst herstellen kann, bezeichnet man als essentielle Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren). →Fette Durch Ausdauertraining wird die Fettsäureoxydationsrate zwar erhöht. Ernährungsmaßnahmen, mit denen die Ausdauerleistung durch Erhöhung der Konzentration freier Fettsäuren im Blut verbessert werden…

Fettstoffwechsel

Fettstoffwechsel (lipometabolism), Abbau der Fette unter Sauerstoffbeteiligung zur Energiegewinnung (→aerober Energiestoffwechsel). Im Ausdauertraining ist dabei die →Intensität das entscheidende Kriterium, weil bei einem Blutlaktatspiegel über 7 mmol/l die Fettsäuremobilisation blockiert wird. Somit werden vor allem bei längeren →GAI - Belastungen (→Dauertraining) Fette abgebaut. Die Frage, was den Fettstoffwechsel bei körperlicher →Belastung limitiert, ist noch nicht…

Fettstoffwechseltraining

Fettstoffwechseltraining, „Fettverbrennung“ (fat metabolism training) →Fatburner

Fieber

Fieber (fever), lat. febris, eigentlich „Hitze“; erhöhte Körperkerntemperatur über den Normalwert von 37°C, zumeist als Folge von Infekten, seltener durch emotionale Erregung. Bei einer fiebrigen Erkältung arbeitet das Abwehrsystem auf Hochtouren. Training wäre dann ein zusätzlicher Stressfaktor, der keinesfalls unterschätzt werden darf.  Denn dadurch wird eine effektive Virusabwehr beschränkt, die Viren breiten sich aus und…

Fit

Fit (fit), gesund, in guter körperlicher Verfassung, „in Form“, durchtrainiert →Fitness  

Fitness

Fitness (engl.)  körperliche Leistungsfähigkeit im umfassenden Sinne („Lebenstauglichkeit“ bis zur Übereinstimmung mit „Gesundheit“) Im Sport, besonders im Schulsport, wird die allgemeine Fitness bestimmt (Münchner-Fitness-Test, Deutscher-Motorik-Test, "Klug & Fit in Österreich usw.), während im Leistungssport zusätzlich die spezifische Fitness (Leistungsdiagnostik) ermittelt wird. Gemessen wird das individuelle Fitnessniveau an statistisch ermittelten Normwerten (→Landesvielseitigkeitstest). Dabei ist im Sinne…

Fließgleichgewicht

Fließgleichgewicht (steady state), offenes System, in dem die Konzentration der einzelnen Stoffe im Gleichgewicht (→Homöostase) gehalten wird. Das System ist bemüht, nach jeder Störung (z.B. Übersäuerung nach intensiven Belastungen) zur Ausgangssituation (status quo) zurückzukehren. Ein typisches Beispiel aus der Sportmedizin ist das Gleichgewicht von Laktatbildung und Laktatabbau (→steady-state), das während sportlicher Belastung zeitlich begrenzt auftritt…

Flimmerverschmelzungsfrquenz

Flimmerverschmelzungsfrequenz (FVF) (flicker fusion point), kritische Frequenz (20-60 Hz), bei der ein Flimmern vom Auge nur noch zu einem einheitlichen Bild verschmolzen wahrgenommen wird. Die Ursache für die Flimmerfusion liegt darin, dass oberhalb dieser Frequenz das Rezeptorpotential zwischen den Wechseln nicht mehr abklingen kann; die Potentialwellen vereinigen sich zu einem gleichbleibenden Depolarisationsniveau, was das Zentralnervensystem…

Flüssigkeitsbedarf

Flüssigkeitsbedarf (liquid need), Bedarf an Flüssigkeitszufuhr, der die ausreichende Versorgung mit Wasser und damit die elementaren Körperfunktionen sichert. →Hydration Da der Körper täglich etwa 2,5 l Wasser verliert und über keine Wasserreserven verfügt, muss er etwa die gleiche Menge wiederaufnehmen. Etwa 1 l wird mit der Nahrung aufgenommen, die restlichen 1-1,5 l als Getränke. Empfohlen…

Flüssigkeitshaushalt

Flüssigkeitshaushalt (liquid household), 50 – 80 Prozent des menschlichen Körpers sind Wasser, differierend nach Alter, Geschlecht, Anteil an Körperfett und Muskelmasse. Bei einem Neugeborenen beträgt der Wasseranteil 75-80%, bei Senioren etwa 50%. Ausdauersportler haben ungefähr 70%. Durch ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (→Flüssigkeitsbedarf) ist eine ausgewogene Wasserbilanz zu sichern, da Mangel an Flüssigkeit (→Dehydration) die Leistungsfähigkeit mindert. Problematisch…

Follikelphase

Follikelphase (proliferative stage; estrin stage), erste, etwa 14tägige Phase des 21±4tägigen Menstruationszyklus, in der im Eierstock bei zunehmender Östrogenbildung die Eizellen bis zu ihrem Ausstoß (→Ovulation) heranreifen. Da Hormone die Leistungsfähigkeit (illegal wie legal) beeinflussen, liefern die Auswirkungen der durch Östrogen verursachten anabolen Lage auf die sportliche Training wichtige Erkenntnisse zum Training von Athletinnen. Bereits…

Follikelsprung

Follikelsprung→Ovulation

Förderung, propriozeptive neuromuskuläre

Förderung, propriozeptive neuromuskuläre →Fazilitation, propriozeptive neuromuskuläre

Frequenzierung

Frequenzierung (neural frequency), Abstufung der Impulsfrequenz bei der finalen Erregung der Muskelzelle (ST Fasern mit kleinen Motoneuronen und niedriger Erregungsschwelle, schwächere FT Fasern und schnelle FT-b Fasern mit starken Motoneuronen und hoher Erregungsschwelle →Muskelfasertypen). Die Frequenzierung ist zusammen mit der Rekrutierung die Grundlage der intramuskulären Koordination. Bei Dauerkontraktionen beträgt die Frequenz 10-30, bei schnellkräftigen Bewegungen…

Fruchtbarkeit

Fruchtbarkeit (fertility) →Fertilität

Fructose

Fructose (fructosis), lat. fructus „Frucht“; Fruchtzucker, der im Kohlehydratstoffwechsel zu Glucose abgebaut wird. Fructose ist der wichtigste natürlich vorkommende Zucker (Honig und Obst) und ist ebenfalls im Haushaltszucker an Glucose (Saccharose) gebunden. Die hochkonzentrierte industriell hergestellte Fructose in vielen Fertigprodukten ist (besonders in Verbindung mit Bewegungsarmut) ausgesprochen gesundheitsgefährdend (in USA „Dickmacher Nr.1“). Der Kalorienanteil ist…

Funktion

Funktion (function), lat. functio „Tätigkeit, Verrichtung“; ein Begriff mit vielfältigen Gebrauch (von Mathematik bis Musik); hier einmal ein „abgegrenzter Aufgaben- und Verantwortungsbereich innerhalb einer Organisationsstruktur“ (Funktionär); in der Biologie der Ablauf eines einem Organ oder einer anatomischen Struktur zugeordneten Geschehens (ROCHE-Lexikon, 1987). →Anatomie, funktionelle, →Funktionsgymnastik, →Funktionsdiagnostik, →Funktionskreis,

Funktionsgymnastik

Funktionsgymnastik (functional gymnastics) → Gymnastik, funktionelle