Lernen
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Erstschwimmart
Erstschwimmart (first swimming technique) →Anfängerschwimmtechnik, →Schwimmart, erste
Fasslichkeit
Fasslichkeit (understandability; comprehensibility), didaktisches Prinzip aus dem Unterricht, wonach die Unterweisung durch korrekte Auswahl des Wortschatzes und verständliche Erläuterungen erfolgen soll, damit der Schüler den zu erlernenden Stoff besser „(er)fasst“. Dabei sind sind Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, das Umfeld sowie Lernschwierigkeiten des Schülers/Sportlers zu berücksichtigen. →Gespräch, →Kommunikation Die Trainingswissenschaft hat diese Forderung mit dem Prinzip…
Feedback
Feedback (feedback), engl. für „Rückmeldung“; in der Kybernetik die Rückkopplung oder Rückmeldung von Informationen, der Vergleich von IST zu SOLL. Im Sport die „Rückmeldung von Handlungs- und Lernresultaten, die neben der Übung selbst als die bedeutendste Einflussgröße motorischen Lernens betrachtet wird“ (Marschall & Daugs, 2003), wobei Feedback als „ergänzende Rückinformation“ (augmented feedback) grundsätzlich vom sensorischen…
Feedbacktraining
Feedbacktraining (feedback training) (Kybernetik = Rückkopplung). Die Methode des Feedback hat sich in der beruflichen Fort- und Weiterbildung als auch in unterschiedlichen Arbeitsrealitäten etabliert und wird entsprechend im Internet von seriösen und weniger seriösen Experten zuhauf angeboten. →Spiegelschwimmen Im Sport verstehen wir unter Feedbacktraining „Trainingsverfahren, in denen Informations-Technologien für zusätzliche Rückkopplung an den Sportler oder…
Fehler
Fehler (fault; error), „Abweichung von einem optimalen oder normierten Zustand oder Verfahren in einem bezüglich seiner Funktionen determinierten System“ (WIKIPEDIA) oder einfach gesagt, etwas was falsch ist. Aus der vielfältigen Struktur von Fehlern sind für die Praxis des Trainers vor allem Denk-, Planungs- und Handlungsfehler zutreffend. Da das menschliche Gehirn fähig ist, Fehler aufzuspüren und…
Fehleranalyse
Fehleranalyse (fault, analysis of), Verfahren, Fehler oder Messwertabweichungen von einem zu messenden Objekt zu berechnen (Wikipedia) Im Sport die Untersuchung einer Bewegungshandlung (z.B. Schwimmen) im Vergleich zur optimalen Bewegungsausführung (→Zieltechnik), um Abweichungen zu erkennen, deren Ursachen zu ermitteln um letztlich die Fehler zu korrigieren (→Fehlerkorrektur). Die Fehleranalyse ist im Schwimmen zumeist auf Unterwasseraufnahmen (→Unterwasserkameras, -fenster,…
Fehlerkorrektur
Fehlerkorrektur (faults, correction of), Beseitigung von Fehlern, im Sport vorrangig „Maßnahme zur Beseitigung von Bewegungsfehlern“ (Krüger in Schnabel & Thieß, 1993, S.294). Dem geht die Fehleranalyse voraus. Das Beherrschen der Fehlerkorrektur gehört zum A-B-C des Trainers. Ihr Ausmaß sollte an die Phasen des motorischen Lernprozesses (→Lernen, motorisches) angepasst sein, d.h. entsprechend des Aufnahmevermögens und der konditionellen…
Fehlerkorrektur, direkte
Fehlerkorrektur, direkte (faults correction, direct), unmittelbare Konzentration auf den zu korrigierenden Fehler durch folgende Maßnahmen: Fehler einschließlich theoretischem Hintergrund erläutern, falsche und richtige Bewegungsausführung gegenüberstellen, Anweisung gezielt auf den Fehler und Konzentration auf anforderungsgerechte Koordination (Schramm, 1987). →Fehlerkorrektur, indirekte
Figurzeit, Gesetz der konstanten
Figurzeit, Gesetz der konstanten (law of constant figure time: isochrony), Kognitionspsychologie/Psychomotorik: Phänomen bei geführten Bewegungenbeim Erlernen und der Ausführung komplexer Bewegungsfolgen, wonach die zeitliche Struktur von Bewegungen weniger von den zu überbrückenden Entfernungen als vielmehr von der Komplexität des Bewegungsverlaufs und seinen Zielkriterien bestimmt wird. So dauert das Umfahren eines großen Kreises zum Beispiel nicht…
Ganzlernmethode
Ganzlernmethode (whole-learning method), Vorgehensweise vom Ganzen zu den Teilen (Gegensatz: Teillernmethode, Zergliederungsmethode), z.B. beim Lesen wird erst das Wort als Ganzes im Bild erfasst und nicht Buchstabe für Buchstabe, wobei die meisten Studien mit der Ganzheitsmethode keine besseren Resultate nachweisen als synthetische Verfahren. Die Meinungen unter den Pädagogen sind kontrovers. Beim Erlernen der Schwimmarten verkürzt…
Gedächtnis
Gedächtnis (memory), Fähigkeit des Gehirns, Informationen zu speichern und abzurufen. Dazu zählen auch Bewegungsmuster. Es werden drei Gedächtnisbereiche unterschieden: Ultrakurzzeit (sensorisches) - Gedächtnis mit großer Speicherkapazität und sehr geringer Speicherdauer (max. 2 Sekunden), Kurzzeit – Gedächtnis (Arbeitsgedächtnis) mit begrenzter Speicherkapazität und Speicherdauer bis zu einer halben Minute, Langzeit - Gedächtnis mit großer Speicherkapazität und Speicherdauer…
Gedächtnis, deklaratives
Gedächtnis, deklaratives (declarative memory), lat. declaratio „Kundmachung, Offenbarung“; auch „Wissensgedächtnis“ oder explizites Gedächtnis, das Tatsachen und Ereignisse speichert, die bewusst wiedergegeben werden können. Dazu zählen von der Person unabhängige, allgemeine Fakten (= semantisches Gedächtnis, Allgemeinwissen) und eigene Erlebnisse (= episodisches Gedächtnis).
Gedankenstopp
Gedankenstopp (stop thinking), Technik in der Verhaltenstherapie zur Unterdrückung unerwünschter, störender oder ablenkender Gedanken durch ein Kommando („Stopp!“) oder eine vereinbarte →Bewegung. Da man sich in negativen Gedankenschleifen leicht verlieren und damit die Stimmung vermiesen kann, ist deren Stopp angeraten. Durch Gedankenstopp soll das „Abschalten“ vor hohen psychischen →Belastungen, wie →Wettkämpfen unterstützt werden. Man löst…
Generalisierung
Generalisierung/Generalisation (generalization), lat. genero „erzeugen, erschaffen“ (Generator); übertragen Verallgemeinerung mit Anwendung in den verschiedensten Fachgebieten. So z.B. in der Medizin, wenn eine Erkrankung oder ein Medikament auf den ganzen Körper ausstrahlt, in der Soziologie für die Ausweitung von Konflikten durch Einbezug von mehr und mehr Themen (typisches Beispiel „Jamaika“-Verhandlungen 2017); in Physiologie für die Übertragung…
Grobfehler
Grobfehler (gross fault), als "grober Fehler" (blunder) in der Messtechnik ein Messwertder versehentlich oder durch äüßere Einflüsse deutlich von der üblichen Streuung abweicht. In der Statistik Fº-Schätzungen, die um eine oder mehrere Oktaven vom Nominalwert abweichen (Oktavfehler). →Messfehler Im Schwimmen ist ein Grobfehler eine starke Abweichung von der richtigen Schwimmtechnik (→Zieltechnik), überwiegend im Grundlagentraining bei…
Grobkoordination
Grobkoordination (gross coordination), erste Phase des motorischen Lernens (Aneignungsphase), „die bereits alle wesentlichen Merkmale (Grundzüge) der angestrebten Bewegungshandlung aufweist, wobei jedoch noch Mängel und Unvollkommenheiten auftreten. (Schnabel & Thieß, 1993, S. 355). Das Erlernen der Grobkoordination der Schwimmarten sowie von Start und Wende setzt das Beherrschen der Grundfertigkeiten (Kernelemente) voraus. Der Lernende kann die Elemente…
Grundausbildung, schwimmerische
Grundausbildung, schwimmerische (general basic training in swimming), erste Ausbildungsstufe („Anfängerunterricht“), die dem langfristigen Leistungsaufbau vorgeschaltet ist. Die Grundausbildung hat im Schwimmen bereits einen starken Bezug zur Sportart, im Vordergrund steht aber die Wassergewöhnung und das Erlernen des Schwimmens und nicht das Training. Erst am Ende der Grundausbildung wird entschieden, ob mit dem Übergang in das…