Langfristiger Leistungsaufbau
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Nachwuchstraining
Nachwuchstraining (age-group Training), systematischer und langfristiger Leistungsaufbau vom Grundlagentraining bis zum Anschlusstraining als Übergang zum Hochleistungstraining mit dem Ziel, ein stabiles Interesse am Leistungssport und umfassende Leistungsvoraussetzungen für sportliche Höchstleistungen zu schaffen. Das Nachwuchstraining ist auf die Zukunft und nicht vordergründig auf sportliche Höchstleitungen im Kindes- und Jugendalter ausgerichtet. „Nachwuchstraining ist vielseitig und hat Voraussetzungsfunktion…
Nebenfehler
Nebenfehler (side-fault, minor defect), im Qualitätsmanagement ein Fehler, der die Brauchbarkeit nicht wesentlich mindert (z.B. "Schönheitsfehler"). In der Aneignung sportlicher Techniken ein auf Details einer Bewegung beschränkter Fehler, der die Bewegungshandlung nicht grundsätzlich stört. Im Erlernen sportlicher Bewegungshandlungen (Lerntheorie) wird zwischen Haupt- und Nebenfehlern unterschieden (auch Grob- und Feinfehler). Es ist immer zuerst der Hauptfehler…
Ontogenese, motorische
Ontogenese, motorische (ontogenesis,motor), Entwicklung der motorischen Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten des Individuums. Kinder entwickeln sich durch Bewegung. Die damit verbundene Sinneswahrnehmung und Motorik sind die Basis für die Entwicklung des Denkens und der Sprache. Die motorische Ontogenese. verläuft sehr individuell und ist von Wachstumsschüben, Stagnation und Rückbildung begleitet (Normal-, Früh- oder Spätentwickler). Trotz dieser individuellen und…
Präpubertät
Präpubertät (prepuberty), lat. pubertas „Geschlechtsreife“ und prae „voraus, vor“; Entwicklungsetappe, die mit dem ersten Reifungsstadium der äußeren Genitale beginnt und durch einen Längenwachstumsschub gekennzeichnet ist, der in der angloamerikanischen Literatur als „adolescent growth spurt“ bezeichnet wird, eigentlich aber während der Präpubertät beginnt und seinen Gipfel in der Pubertät erreicht. Nach einer Studie an 8675 deutschen…
Prinzip der rechtzeitigen und zunehmenden Spezialisierung
Prinzip der rechtzeitigen und zunehmenden Spezialisierung (Principle of the punctual and increasing specialization), allgemeines Trainingsprinzip, wonach bei Wahrung allgemeiner Leistungsgrundlagen rechtzeitig und zunehmend das Training auf die angestrebte Disziplin ausgerichtet wird. Besonders im Aufbautraining der Ausdauersportarten sichern stabile aerobe Leistungsgrundlagen und die Beherrschung der grundlegenden sportlichen Techniken eine zunehmende sportartspezifische Spezialisierung. Im Übergang zum Anschlusstraining…
Prinzip der Steigerung der Trainingsbelastung
Prinzip der Steigerung der Trainingsbelastung (principle of increasing demands), allgemeines Trainingsprinzip, wonach der Zusammenhang zwischen Belastungsumfang und Leistungssteigerung das trainingsmethodische Vorgehen bestimmt. So trägt eine stete Zunahme des Trainingsumfanges neben der biologischen Entwicklung der Schwimmer maßgeblich zur Leistungsentwicklung im Nachwuchstraining bei. Mit zunehmendem Trainingsalter wird die Trainingsbelastung über die Intensivierung des Trainings gesteigert. Da eine…
Prinzip der zunehmenden Individualisierung
Prinzip der zunehmenden Individualisierung (principle of increasing individualizing), Trainingsprinzip, →Individualisierung
Pubeszenz
Pubeszenz (pubescence), lat. pubesco, -ere „zum Manne heranwachsen“; erste Etappe des puberalen Entwicklungsabschnitts, von der beginnenden Geschlechtsreifung bis zur Menarche bzw. Spermarche, die mit 10 bis 12/13 Jahren bei den Mädchen und 12-14/15 Jahren bei den Jungen angesetzt wird, aber individuell mit einer Spanne bis zu vier Jahren unterschiedlich verläuft. Diese Phase wird auch als…
Reife
Reife (maturity), hier beschränkt auf den Menschen: Zustand des voll entwickelten Organismus („volljährig“), wobei zwischen körperlicher, geistiger, emotionaler und sozialer Reife unterschieden wird; juristisch versteht man unter Reife Verantwortlichkeit und Strafmündigkeit (Verantwortungsreife). Mit Reife kann auch direkt ein schulischer Abschluss (Reifezeugnis) gemeint sein: Schulreife, Mittlere Reife, Reifezeugnis. Ungeachtet dessen ist aber Reife nicht primär im…
Reifung
Reifung (maturing), Weg zur Reife; vorwiegend autonomer Prozess der somatischen und psychischen Entwicklung bis zur vollen Funktionsfähigkeit (→Maturität), die normal, beschleunigt (→Akzeleration), verzögert (→Retardation) oder disharmonisch (zwischen körperlicher und geistiger Entwicklung) vor sich gehen kann. Dabei bilden die genetisch bedingten Reifungsvorgänge und die durch die Umwelt bedingten Einwirkungen eine dialektische Einheit. →Wachstum, →biologisches Alter Die…
Reifungsalter
Reifungsalter (maturing age), Lebensabschnitt der Reifung, der nach messbaren Kriterien in die Phasen Präpubertät, Pubertät und Adoleszenz eingeteilt wird. Die Präpubertät beginnt mit dem Reifungsstadium 1 der äußeren Genitale (Gen_RS1) und ist durch einen Längenwachstumsschub gekennzeichnet, der eigentlich während der Präpubertät beginnt und seinen Gipfel in der Pubertät erreicht. Als Grenze zwischen Präpubertät und Pubertät…
Relativer Alterseffekt (RAE)
Relativer Alterseffekt (RAE) (relative age effect), auch Geburtsdateneffekt. Phänomen, dass früher Geborene eines Jahrgangs körperlich reifer als die Jüngeren sind und so als talentierter wahrgenommen werden. Das trifft besonders dann zu, wenn eine Leistungsauswahl nach kalendarischem Alter oder Jahrgängen vorgenommen wird (Wettkampfsystem). Der im Leistungssport tätige Trainer ist stets auf der Suche nach Talenten und…
Retardation
Retardation,-dierung (retardation), lat. retardare „verzögern“; in der Medizin die Verzögerung des körperlichen und/oder geistigen Wachstums, im Gegensatz zur Akzeleration. →relativer Alterseffekt Retardation wie Akzeleration beeinflussen die sportliche Leistungsfähigkeit. Retardierte Kinder sind bei der Leistungsauswahl oft benachteiligt, deshalb sollte das biologische Alter berücksichtigt werden. So korrelieren Ausdauer und Kraft hochgradig mit dem biologischen Alter, aber nicht…
Sampling
Sampling (sample), Stichprobe, Auswahl, in der angloamerikanischen Sportwissenschaft wird darunter die Ausübung mehrerer Sportarten verstanden, aus denen Kinder später frei und selbstständig auswählen können (→deliberate play). Als Gegensatz zur frühzeitigen Entscheidung für eine Sportart (→deliberate practice). →Spezialisierung, frühzeitige Eine Metaanalyse (53 von 9257 Artikeln ausgesucht) schien das Sampling zwischen den Sportarten die Verbesserung der sportlichen…
Schulfähigkeit
Schulfähigkeit (school ability), Voraussetzungen eines Kindes, den Bildungsgang der Schule zu bewältigen. Dazu zählen Sozialverhalten, körperliche, psychische, emotionale, sprachliche und geistige Entwicklung (→Leistungsvoraussetzungen), die Bereitschaft des Kindes zum Schulbesuch, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen, Bereitschaft und Fähigkeit zur Übernahme von Aufgaben. Eine allgemein gültige Definition von „Schulfähigkeit“ gibt es nicht. Es gibt auch keine für alle Schulen allgemeingültigen…
Schulkindalter, frühes
Schulkindalter, frühes (sub-teenage, early) →Kindesalter, mittleres
Schulreife
Schulreife (school readiness), das Konzept „Schulreife“ gilt unter den meisten Experten als überholt und man spricht heute von Schulfähigkeit, obwohl auch dieser Begriff nicht allgemeingültig definiert ist.