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Langfristiger Leistungsaufbau

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Klimmzug

Klimmzug (chin-up; pull-up), (von klimmen, ein syn.für „klettern“); Basisübung des Krafttrainings: Beugen der Arme aus dem Streckhang an einer Stange (Reck, Sprossenwand…) mit Ristgriff bis das Kinn auf Höhe der Hände ist ohne unterstützende Körper-/Beinbewegungen und Bodenberührung. Beteiligt sind vor allem der breite Rückenmuskel (m. latissimus dorsi), der große und kleine Rundmuskel (mm. teres major et…

Körpererfahrung

Körpererfahrung (body experience), Komplex aller mit dem eigenen Körper im Zusammenhang stehenden Wahrnehmungen,  als unmittelbar körperbezogene Kompetenz ein Schlüsselbegriff der Psychomotorik. Die Vermittlung von Körpererfahrung setzt eine Konzentration auf viele Sinnesebenen voraus, was am besten durch ein vielseitiges Bewegungsangebot gesichert wird, aber auch indem die Aufmerksamkeit auf wichtige Sachverhalte gelenkt wird (Werten, Verarbeiten, Einordnen von…

Krafttraining bei Kindern

Krafttraining bei Kindern (strengh training with children), Da Krafttraining Rumpf und Gelenke stabilisiert, ist es bereits im Nachwuchstraining mit altersgerechten Übungen unerlässlich (65% der Kinder sind haltungsschwach). Im Hochleistungstraining ist es ein fester Bestandteil der athletischen Ausbildung; während es im Nachwuchstraining über Jahrzehnte umstritten war. Kraftfähigkeiten sind aber elementarer Bestandteil der Bewegungsleistung und haben somit…

Krafttraining im langfristigen Trainingsaufbau

Krafttraining im langfristigen Trainingsaufbau (strength training in the long-term structure), An Wachstum und Entwicklungsphasen angepasste Ausformung der Kraftfähigkeiten im Sinne einer linearen Belastungsprogression vom allgemeinen-, über das vielseitig zielgerichtete zum spezifischen Krafttraining. Mit dem neuen Kraftkonzept (Fuhrmann et al. 2017) orientiert der DSV auf eine zeitige Ausprägung der Maximalkraftfähigkeit bereits ab Aufbautraining (s. Vergleich der…

Leistung

Leistung (performance), physikalisch power (Physik) Quotient aus Arbeit und Zeit (P = W : t), z.B. wird an der Zugbank in o,8 Sekunden eine Arbeit von 350 Nm bewältigt, dann entspricht das einer Leistung von 437,5 Nm/sec. „Grad einer körperlichen oder geistigen Beanspruchung sowie deren Ergebnis“ (MEYERS LEXIKON). Im Leistungssport nimmt die Darstellung der Leistung…

Leistungsaufbau, langfristiger

Leistungsaufbau, langfristiger (performance- planning, long-term), zielgerichtete und systematische Ausbildung vom Nachwuchstraining bis zum Erreichen der sportlichen Höchstleistung. Dieser Prozess verläuft im Schwimmen über 10 – 25 Jahre und ist in die Etappen Grundlagentraining, Aufbautraining, Anschlusstraining und Hochleistungstraining untergliedert. Für die inhaltliche Gestaltung ist wesentlich, dass jede Ausbildungsetappe vielseitige Leistungsvoraussetzungen (→Vielseitigkeit) für die folgende schafft und…

Leistungsaufbau, langfristiger (Freiwasserschwimmen)

Leistungsaufbau des Freiwasserschwimmers, langfristiger, während das Freiwasserschwimmen in der Vergangenheit vorwiegend von ehemaligen „Beckenschwimmern“ repräsentiert wurde, versucht man mit zunehmender Profilierung (besonders durch die Aufnahme der 10 km in das Olympische Programm) über einen langfristigen trainingsmethodischen Aufbau Sportler an die Spitze zu führen. Nachfolgend sind Trainingsumfänge im Aufbau-, Anschluss- und Hochleistungstraining dargestellt. Bemerkenswert ist die…

Leistungsbereitschaft

Leistungsbereitschaft (performance readiness), „Grundhaltung gegenüber leistungsbezogenen Anforderungen als wesentliche (innere) Leistungsvoraussetzung“ (Schnabel, 2003). Die Leistungsbereitschaft beruht als komplexe Verhaltensdisposition (→Verhalten) auf der Gerichtetheit des Sportlers, d.h. seiner Einstellung, dem Anspruchsniveau und ist stark von den äußeren Leistungsvoraussetzungen geprägt (Würdigung der Leistung = Belohnung, Vorbildrolle der Erzieher). So gelingt es dem amerikanischen Sportsystem wesentlich besser, das…

Leistungsgrenze

Leistungsgrenze (performance limit), häufig gebrauchter Begriff in der Gesellschaft (z.B. Obergrenze bei Aufnahme von Flüchtlingen), speziell in der Wirtschaft (Grenzen von Kapazitäten und Ressourcen) und vor allem beim einzelnen Individuum. Körperliche Leistungen werden besonders durch die Bereitstellung der für die Muskelarbeit anfallenden Energie begrenzt Die Leistungsgrenze des Sportlers ist durch die genetisch festgelegte Adaptationskapazität und…

Leistungsziel

Leistungsziel (performance target), „ein abgestecktes Ziel einer Leistung, auf welches hingearbeitet wird.“ (WIKIPEDIA). Zusammen mit Lernziel eine Komponente der Leistungsmotivation. Mit dem Lernziel möchte man seine Fähigkeiten erhalten oder erweitern; mit dem Leistungsziel will man seine Fähigkeiten zeigen (z.B. im Wettkampf) oder Schwächen und unzureichende Fähigkeiten verhehlen. Nach dem Leistungsziel-Modell von Elliot (1999) werden Lern-…

Lernalter, bestes

Lernalter, bestes (prime learning age), nach Meinel & Schnabel (2007) ist das späte Kindesalter das beste motorische Lernalter der Kindheit (nicht der gesamten Lebenszeit!). Die Autoren begründen diese These mit den beträchtlichen Steigerungsraten fast sämtlicher koordinativer Fähigkeiten als „Hauptpfeiler der motorischen Lernfähigkeit“ von der frühen bis in die späte Kindheit. Wesentliche Ursachen sind die günstige…

Lernfähigkeit, motorische

Lernfähigkeit, motorische (motor educability; motor learning capacity), “ Komplexe koordinative Fähigkeit; relativ verfestigte und generalisierte  Leistungsvoraussetzung zur schnellen, genauen und effektiven Aneignung und Stabilisierung neuer Bewegungsfertigkeiten.“ (Hirtz, in Schnabel & Thieß, 1993, S.549), gemessen an der Lernschnelligkeit, dem Übungsaufwand und der Qualität der Ausführung (→Bewegungsgüte). Die motorische Lernfähigkeit wird beeinflusst durch Motivation, Bewegungserfahrung und genetische…

Mark-Jansen-Gesetz

Mark-Jansen Gesetz (Mark-Jansen‘s law), das M.J.G. besagt, dass sich die Empfindlichkeit des Gewebes (Binde-, Knochen-, Muskelgewebe) proportional zur Wachstumsgeschwindigkeit verhält (→Wachstum). Nach diesem Gesetz sind Belastungen, besonders im Krafttraining, bei Kindern und Jugendlichen zu dosieren. Dabei ist die unterschiedliche Belastungsverträglichkeit des Bewegungsapparates nach dem biologischen Alter zu berücksichtigen. Dieser Ungleichheit im körperlichen Wachstum widerspricht eine…

Maturität

Maturität (maturity), lat. maturitas „Reife, Vollendung“; syn. Hochschulreife (Matura), veraltet allgemein für Reife. Eine Entwicklungsphase mit der die zweite puberale Phase (→Pubertät) abgeschlossen und die Vollreife erreicht ist. Dieses frühe Erwachsenenalter erreichen die Mädchen etwa mit 17. Jahren, die Jungen zwei bis drei Jahre später. In dieser Phase des Anschlusstrainings und beginnenden Hochleistungstrainings sind die…

Minderjährigkeit

Minderjährigkeit (nonage), Rechtszustand einer Person bis zum Eintritt der Volljährigkeit (in Deutschland mit 18 Jahren). Der Minderjährige steht unter besonderem Schutz und hat eingeschränkte Rechte und Pflichten. So haftet er bis zur Erreichung der Volljährigkeit nur, soweit er sein Unrecht einsehen kann. Im Sport können Minderjährige ab 16 Jahre als Übungsleiter tätig sein, wenn sie…

Muskelkraft

Muskelkraft (muscular strength), Kraft, die der Muskel durch Kontraktion entwickeln kann und damit eine Grundlage sportlicher Bewegungen. Entsprechend biomechanischer Modellierung ist die Muskelkraft durch mindestens vier Parameter erfassbar: isometrische Kraft, maximale mögliche Kontraktionsgeschwindigkeit, maximale mögliche Leistungsabgabe der einzelnen Muskelfasern und Anzahl der kontrahierenden Fasern sowie der Funktion der Kontraktionsgeschwindigkeit (Sust in Schnabel & Thieß, 1993,…

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit (sustainability), ein Prinzip „nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“ (Duden); ursprünglich in der Bedeutung „längere Zeit andauern oder bleiben“. Nachhaltigkeit ist unverzichtbar für die Regenerationsfähigkeit vieler Systeme. In dem Sinne wird Nachhaltigkeit im Sport vor allem auf den Erhalt der Umwelt beschränkt. Sie…

Nachwuchskader

Nachwuchskader (NK) (Junior squad), Gruppe von besonders qualifizierten Personen, die in einer Organisation für weitere (höhere) Aufgaben berufen werden. Im Sport (DOSB) werden Athleten, die sich aus dem bisherig vom Spitzenverband benannten C-Kader rekrutiert haben, dem Nachwuchskader 1 (NK 1) zugeordnet; Athleten, die sich aus dem bisherig vom Spitzenverband benannten DC-Kader rekrutiert haben, dem Nachwuchskader…

Nachwuchskonzeption

Nachwuchskonzeption (age group conception), übergeordnetes Planmaterial, das Einheitlichkeit und Systematik des Trainings in den Ausbildungsetappen Grundlagentraining, Aufbautraining und Anschlusstraining im Sinne des langfristigen Leistungsaufbaus zum Ziel hat. Die Nachwuchskonzeption ist die Grundkonzeption für die Rahmentrainingspläne der einzelnen Ausbildungsetappen. Exkurs: Indem einige Trainer Praktikabilität der Nachwuchskonzeption vermissen, wird deren Unverständnis für das Verhältnis von Nachwuchskonzeption und…

Nachwuchsleistungssport-Konzept

Nachwuchsleistungssport-Konzept (new generation achievement sport concept), Konzeption des DOSB zur Entwicklung des Nachwuchsleistungssports, das die inhaltlichen und strukturellen Leitlinien und die Formen der Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung im Kooperationsverbund des deutschen Sports kennzeichnet. „Es beschreibt den sportlichen und persönlichen Karriereverlauf eines/einer Nachwuchssportlers/in. Dies schließt wesentliche Etappen der sportlichen Ausbildung wie die Abschnitte der schulisch-beruflichen Ausbildung und…