Krafttraining
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Mark-Jansen-Gesetz
Mark-Jansen Gesetz (Mark-Jansen‘s law), das M.J.G. besagt, dass sich die Empfindlichkeit des Gewebes (Binde-, Knochen-, Muskelgewebe) proportional zur Wachstumsgeschwindigkeit verhält (→Wachstum). Nach diesem Gesetz sind Belastungen, besonders im Krafttraining, bei Kindern und Jugendlichen zu dosieren. Dabei ist die unterschiedliche Belastungsverträglichkeit des Bewegungsapparates nach dem biologischen Alter zu berücksichtigen. Dieser Ungleichheit im körperlichen Wachstum widerspricht eine…
Maximalkraft
Maximalkraft (MK) (maximum strength), konditionelle Fähigkeit; die größtmögliche Kraft bei einer willkürlichen Muskelkontraktion (→„Einer-Wiederholungs-Maximum“). Die MK kann nur durch Pharmaka, Elektromyostimulation oder psychische Beeinflussung übertroffen werden (Absolutkraft). Eine indirekte Bestimmung der MK über die erreichte Wiederholungszahl bei verschiedenen definierten submaximalen Lasten ist kritisch zu werten, da das Ergebnis durch die Kraftausdauer beeinflusst wird (Wick 2005).…
Maximalkraft, dynamische
Maximalkraft, dynamische (dynMK) (maximal strength, dynamic), konditionelle Fähigkeit und zugleich Parameter der Kraftdiagnostik (→dynamisches Krafttraining) an der Biobank = die maximale Arbeit bei einem Zug mit größter Widerstandsstufe (Stufe „0“). Die höchsten Werte erreichen männliche Sprinter (> 40 kpm). Die dynMK wird stark durch Armlänge (r = 0,70) und Zuglänge bestimmt, da die Arbeit das…
Maximalkraft, exzentrische
Maximalkraft, exzentrische (excentric maximal strength), nachgebender Anteil der dynamischen Maximalkraft (z.B. Absenken der Hantel, Beinpresse, Wechsel im Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus), Formen exzentrischen Krafttrainings sind Niedersprünge, reaktive Sprünge (drop jump oder horizontale Mehrfachsprünge), langsames Absenken mit normalem Widerstand (z.B. Körpergewicht) oder supramaximaler Lasten (<100%, Unterstützung durch Trainingspartner). Die damit erreichten Kraftmaxima können um 25-40% höher sein als bei…
Maximalkraft, isometrische
Maximalkraft, isometrische (maximal strength, isometric); maximale Kraft, die bei isometrischer Kontraktion willkürlich erreicht wird, auch statische Maximalkraft. Die von Bührle & Schmidtbleicher (1981) vorgenommene Gleichsetzung von konzentrischer und isometrischer Maximalkraft sei aus molekularmechanischer Sicht nicht sinnvoll, da beim Halten einer Kraft kein Gleitvorgang zwischen dicken und dünnen Myofilamenten erfolge, was die Kraftbildung und den Energieumsatz…
Maximalkraft, statische
Maximalkraft, statische (maximal strengh, static), konditionelle Fähigkeit, größtmögliche Kraft bei statischer Arbeitsweise der Muskulatur (auch: muskuläre Leistung). In der Trainingspraxis der allgemeinen Kraft die Grenzlast bei einer Wiederholung (Repetition Maximum). →Maximalkraft, isometrische,
Maximalkrafttraining
Beitrag ansehen Maximalkrafttraining (maximal strengh training), Training zur Steigerung der Maximalkraft bei Widerständen von 60% (Anfänger) bis 90% der individuellen Maximallast (Fortgeschrittene), da sonst kein Zuwachs (Muskelhypertrophie) erreicht wird. Je nach Zielstellung werden Muskelquerschnittsmethoden von neuronalen Aktivierungsmethoden (IK-Training) unterschieden, dabei sollte in jeder Trainingseinheit bis zur muskulären Erschöpfung gearbeitet werden. Die Lasten können konstant oder…
Mehrsatztraining
Mehrsatztraining (MST) (multi-set training), Trainingsform des Krafttrainings, bei der pro Übung zwei oder mehrere Sätze in einem zeitlichen Abstand von minimal 30 Sekunden angewandt werden. Pro Muskelgruppe können mehrere Übungen durchgeführt werden (Preuss et al. 2006). Der Streit zwischenüber die Effektivität von Mehrsatz- oder Einsatztraining mutiert inzwischen zum Dauerbrenner und wird weniger wissenschaftlich belegt (Alt…
Muskelaufbau
Muskelaufbau (muscle building), Vergrößerung der Muskulatur durch →Krafttraining und/oder Muskelaufbauprodukte →Muskelhypertrophie, →Muskelaufbautraining, →Anabolika, →Doping
Muskelaufbautraining
Muskelaufbautraining (training of structure of muscle), stützt sich auf den sehr allgemein gehaltenen Begriff Muskelaufbau, der vor allem der Bodybuilderszene entlehnt und identisch mit Hypertrophietraining ist, das die Zunahme von Muskelmasse und/oder Muskelquerschnitt zum Ziel hat. Auch in der Kraftkonzeption des DSV wird nicht von Muskelaufbau-, sondern von Volumentraining gesprochen (Fuhrmann et al. 2017). Muskelaufbautraining…
Muskelhypertrophie
Muskelhypertrophie (hypertrophy of muscle), lat. hypertrophia "Überernährung"; Größenzunahme des Muskels, konkret der Muskelfasern (vornehmlich der FTF IIb). Die Jüngste Fortschritte in der Molekularbiologie haben bestätigt, dass durch körperliche Betätigung anabole Hormone freigesetzt werden (Anabolismus). Zugleich scheinen intrinsische Faktoren der Muskelkontraktion eine wichtige Rolle bei der durch körperliche Betätigung ausgelösten Proteinsynthese und Hypertrophie zu spielen (Arantes…
Muskelleistungsmethode
Muskelleistungsmethode (muscle performance method), auch: Methode der maximalen Kraftleistung, Methode des Schnellkrafttrainings zur Verbesserung der Muskelleistung, charakterisiert durch konzentrische Arbeitsweise bei 55-60% der maximalen Last und explosiv-schnellen Bewegungen, geringer Wiederholungszahl (4-8) und langen Serienpausen von 3-5 min (Grosser et al. 2004). Der Begriff wurde in den folgenden trainingswissenschaftlichen Standardwerken nicht übernommen.
Muskelquerschnitt
Muskelquerschnitt (muscle cross-sectional area - CSA), Schnitt im rechten Winkel zur Muskellängsachse als anatomischer Muskelquerschnitt, senkrecht zu den Faserbündeln als physiologischer Muskelquerschnitt, der maßgeblich die Kraft des Muskels bestimmt (u.a. Ikai & Fukunaga, 1968 bis Wirth et al. 2018). Als Mittelwert werden für Männer 7 ± 1 kp/cm2 und bei Frauen 6 ± 1 kp/cm2…
Muskelversagen
Muskelversagen (muscle failure), hier als Trainingsvariante, die sich besonders im Bodybuilding und Kraftsport (→Maximalkrafttraining) etabliert hat und selbst dort erfahrenen Sportlern vorbehalten bleibt. Unter Muskelversagen wird die Situation verstanden, in der der Athlet die Übung nicht mehr ausführen kann („mit der Kraft am Ende“ ist), eigentlich „Training bis zum Maximum“ (worüber intensiv gestritten wird). Problematisch…
Ossifikation
Ossifikation (ossification), lat. os „Knochen“; „Verknöcherung“, Umwandlung von Binde- in Knochengewebe. Alle menschlichen Skelettknochen entwickeln sich aus dem embryonalen Bindegewebe (Mesenchym) auf zwei unterschiedlichen Wegen: unmittelbar direkt (desmal) oder für die meisten Knochen zutreffend mittelbar indirekt (chondral). Dies kann einmal von innen heraus (echondral) als auch von „außen“, d.h. der Knorpelhaut (Perichondrium) erfolgen. Der knorplige…
Paradigma
Paradigma (paradigm), griech. Parádeigma „begreiflich machen“ bis „Weltsicht“; grundlegender Orientierungsrahmen für den Erkenntnisgewinn und Problemlösungen in der Wissenschaft. So geben Erkenntnisse aus Naturwissenschaften (Biomechanik, Sportmedizin, Bewegungslehre) und Gesellschaftswissenschaften (Sportpsychologie, Sportpädagogik, Sportsoziologie) den Rahmen für die Sportwissenschaft als Querschnittswissenschaft, die somit als „multiparadigmatisches Gebilde“ (Drexel 1995) aufgefasst werden kann. Grundlegende neue Erkenntnisse der Basiswissenschaften können so…
POLIQUIN-Tabelle
POLIQUIN-Tabelle (POLIQUIN-table), Verhältnis zwischen Maximalkraft und Widerstandsreduzierung nach Anzahl der Wiederholungen, benannt nach dem bekannten kanadischen Autor in der Bodybuilder-Szene Charles POLIQUIN (1987). Poliquin, der einen Master in Sportphysiologie vorweisen konnte, machte beispielsweise die 10-Satz-Methode (German Volume Training) populär und betonte stets die athletischen Vorzüge von Hypertrophie. Beispiel für Poliquin Tabelle: Ein Sportler schafft bei…
Potenzierung
Potenzierung (potentiation), lat. potentia ‚Macht, Kraft, Vermögen, Fähigkeit‘, übertragen „erhöhen, vergrößern“; in der Physiologie eine verstärkte Funktion, so können im Krafttraining tetanische (krampfartige) Reize den synaptischen Übertragungsprozess stärken („posttetanische Potenzierung“). Auf das Training übertragen würde die beanspruchte Muskulatur durch maximale Bewegungswiderstände, isometrischer Kontraktion oder durch Elektromyostimulation „vorgereizt“, z.B. wenn vor Hockstrecksprüngen 3-4 maximale Kniebeugen durchgeführt…
Powerhouse
Powerhouse („Kraftwerk“), als "Kraftpaket" oft auch allgemein für Krafttraining gebraucht, exakt ein Begriff aus dem Pilates-Training, der von der Einheit von Bauch-, Kreuzbein- und Gesäßmuskulatur ausgeht und als DAS Kraftzentrum in der Körpermitte angesehen wird. Mit dem Powerhouse soll die übrige Körpermuskulatur einen möglichst freien Bewegungsfluss erreichen. Insbesondere die tiefliegende Bauchmuskulatur stützt die Wirbelsäule und…