Krafttraining
93 Einträge
Core
Core (engl.) (Kern, hier Körperkern), anatomischer „Kernbereich“, der die unteren mit den oberen Extremitäten verbindet, also Lende, Hüfte und Becken („Muskeln der Körpermitte“). Oftmals auch als „Powerbereich“ bezeichnet. Core-Training optimiert die Übertragung und Gesamtkontrolle von Bewegung und Kraft auf das Endsegment bei sportlichen Aktionen. Gleichzeitig erhöht es Stabilität und Steifigkeit der Wirbelsäule, um ungewollte "Energieverluste"…
Core Board
Core-Board (engl). in 2002 von Reebock entwickeltes ellipsenförmiges Brett, das in drei Achsen beweglich und mit individuell einstellbaren Stabilitätsgraden ausgerüstet ist. Mit dem Core-Board werden die Koordination, der Gleichgewichtssinn sowie sämtliche Muskelgruppen geschult. Der Körper soll dazu gebracht werden, Bewegungen zu kontrollieren, Bewegungsmuster zu lernen und zu verinnerlichen und dadurch die Bewegungsqualität und Leistungsfähigkeit insgesamt…
Cross-Training
Cross-Training (cross-training) engl. cross „Kreuz“; hier nicht nur Lauftraining bei wechselndem Geländeprofil, sondern erweitert auf wechselnde Trainingsmittel mit einem weitgehenden Bezug zur spezifischen Sportart unter Berücksichtigung von biomechanischen und physiologischen Bewegungverwandtschaften (z.B. Wasserfahrsport, Skilanglauf). Es handelt sich um ein intensives Training mit hohen Belastungsreizen. Wenn man sich anschaut, was da im Extremfall durch die Gegend…
Crossing-Effekt
Crossing-Effekt (crossing effect), Übertragung eines einseitigen Trainings einer Muskelgruppe auf die entsprechende Muskelgruppe der Gegenseite, die aus einer unbewussten Mitinnervation (→Innervation) erklärt wird (Harre in Schnabel & Thieß,1993, S198), auch kontralateraler Mitübungseffekt. Kraftzuwächse auf „der anderen Seite“ erklären sich aber weniger über Muskelhypertrophie, sondern über koordinative Lerneffekte (→intermuskuläre Koordination) Mehr zum Thema: https://www.trainingsworld.com/training/koordinationstraining/seitigkeit-kontralaterale-transfer-seitentypologien-spitzensport-2632340 (Zugriff am…
Dysbalance, muskuläre
Dysbalance, muskuläre (muscular imbalance), Missverhältnis zwischen Synergisten und Antagonisten als Folge einseitigen, spezifischen Trainings. Zu starke muskuläre Dysbalancen können auf ganze Muskelschlingen und die beteiligten Gelenke übergreifen und somit zu arthromuskulären Dysbalancen führen (Störung des arthromuskulären Gleichgewichts), die ganze Bewegungsmuster beeinträchtigen können und die Verletzungsanfälligkeit erhöhen. →Funktionssyndrom, →Dehnung, →Krafttraining Durch die hohen Trainingsumfänge von bis…
Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM)
Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM) (one-repitition maximum), die Last, die gerade noch einmal mit maximalem Kraftaufwand und vollem Bewegungsumfang bewältigt werden kann (→Maximalkraft, dynamische). Es wird über die Versuch-und-Irrtum-Methode ermittelt und etwa nach drei bis fünf Versuchen erreicht (Braith et al. 1993). Das EWM wird als Ausgangsgröße zur Berechnung der Belastungsintensität z.B. im Kraftausdauer-Training herangezogen. Während auf der…
Einsatztraining
Einsatztraining (EST) (one-set training, single-set-training), Krafttraining, bei dem pro Übung ein Satz ausgeführt wird, wobei mehrere Übungen pro Muskelgruppe möglich sind. (Preuss et al. 2006). →Mehrsatztraining (multiple-set-training) Ob für eine oder mehrere Muskelgruppen, letztlich ob Einsatz- oder Mehrsatztraining besser ist, das wird seit Jahren in der Theorie und Praxis des Krafttrainings kontrovers diskutiert. Eine Überlegenheit…
Fitnesstraining
Fitnesstraining (fitness training), Training zur Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit, in Einheit von konditionellen und koordinativen Fähigkeiten. In der Sportpraxis zumeist allgemeines Kraft- oder/und Ausdauertraining (→Athletik). Da ein großer Teil unserer Schwimmer das allgemeine Krafttraining in Fitnesscentern durchführt und dort die englische Bezeichnung der meisten Übungsformen üblich ist, werden diese in einer Tabelle aufgeführt (s. Fitnessübungen).…
Funktionskreis
Funktionskreis (feedback circuit; functional circle), allgemein in der Verhaltensbiologie der spezifische Zusammenhang zwischen Organismus und für das Individuum bedeutsamer Umwelt. In Anlehnung an die chinesische Medizin das harmonische Ineinandergreifen von Funktionen verschiedener Organe und Systeme. In der Physiotherapie funktionelle Einheiten des Bewegungsapparates, die aber von anderen Funktionskreisen nicht isoliert sind und sich gegenseitig überlappen. Es…
Gluteus
Gluteus (m. gluteus), griech. gloutos „Gesäß“; Kurzbezeichnung für Gesäßmuskel "Waden sind die halbe Miete und der Gluteus die Kaution" Doltschevita unter https://akademiefuergeiletexte.wordpress.com/eine-seite/ - Zugriff 4.06.2019 Mehr zum Thema (u.a. Übungen): http://de.myprotein.com/thezone/frauen/straffer-po-straffe-schenkel-7-besten-ubungen-gesasmuskulatur/- Zugriff 4.06.2019
Hantel
Hantel (barbell), Trainingsgerät für das konzentrische Krafttraining als Langhantel mit (Scheibenhantel) und ohne Scheiben oder als Kurzhantel. „Beim Krafttraining der Schwimmer gewinnt die Einbeziehung der ganzheitlichen Muskulatur an Bedeutung. Konditionell- energetische und koordinative Reize scheinen hier effektiver entwickelt werden zu können als bei Übungen an Kraftmaschinen. Insbesondere das Langhanteltraining sollte unter Einbeziehung komplexer Muskelfunktionsmechanismen hier…
Hyperextensionsgerät
Hyperextensionsgerät (hyperextensionsmachine), Gerät (meistens Schrägbank) zur Kräftigung der Rücken-, Gesäß- und hinteren Beinmuskulatur. Häufig genutzt beim Rumpfaufrichten mit fixiertem Becken (back hyperextension oder „hipextension“) als „wirbelsäulenschonende“ Kräftigung der Rückenmuskulatur. auch: Hip-extensionsgerät Video: https://www.muskelaufbau.de/uebungen/rueckentraining/hyperextensions/ - Zugriff 13.08.2019
Hypertrophiemethode
Hypertrophiemethode (hypertrophy method), lat. hypertrophia "Überernährung"; in der Medizin die Größenzunahme eines Organs oder Gewebes durch Zellvergrößerung (ROCHE Lexikon, S. 833).→Hypertrophie Im Sport eine Form des Maximalkrafttrainings, auch als „Methode der erschöpfenden submaximalen Krafteinsätze“ bezeichnet. Charakterisiert durch konzentrisch-gleichmäßige Arbeitsweise, mittlere bis submaximaler Intensität (→Last 60-90%), langsame bis zügige Bewegungen, bis zur zeitweiligen lokalen Muskelerschöpfung (20-30…
Intensitätskoeffizient
Intensitätskoeffizient (intensity, co-efficient of), in Zahlen ausgedrücktes Verhältnis der Belastungsintensität zur Belastungsdauer, z.B. im Schwimmen der Anteil an intensivem Trainingsbereich zu den Gesamtkilometern pro Trainingseinheit oder Trainingsabschnitt. Im Gewichtheben das Verhältnis der Gesamtsumme der Last zur Anzahl der Wiederholungen: Mittlere gehobene Hantelmasse (kg x 100) : Wettkampfleistung (Reißen + Stoßen) kg (Zatsyorski & Kraemer, 2006,…
isometrisch
isometrisch (isometric), griech. iso „gleich“ und métron „Maß“; bei gleicher Länge (statisch), d.h. Kontraktionsform der Muskulatur ohne veränderte Längenausdehnung. →Krafttraining, isometrisches
isotonisch
isotonisch (isotonic) griech.. iso = gleich und tonos = Spannung); isoton =Verhältnis zwischen zwei Flüssigkeiten, bei denen der osmotische Druck zwischen Außen- und Innenmedium praktisch identisch ist. Die Anzahl an gelösten Teilchen in der Flüssigkeit und dem Vergleichsmedium sind demnach gleich. In der Folge fließt exakt soviel Wasser in die Zelle hinein, wie auch hinausfließt…
Komplextraining
Komplextraining (complex training), primäre Richtung von Trainingsteilzielen, indem konditionelle mit technisch-taktischen Zielen bei Orientierung auf die Wettkampfhandlung verbunden werden. Ein typisches Beispiel ist das wettkampfspezifische Training, das konkrete Anforderungen an die konditionellen Fähigkeiten (→WA), die Technik (wettkampfnah, einschließlich Start und Wenden), die Taktik (Rennverlauf) und die Psyche (Stehvermögen) stellt. Beispiel: Ein Schwimmer entwickelt sich in…
Kontraktionsform
Kontraktionsform (contraction form), vom Verhältnis von Muskelansatz zu Muskelursprung bestimmte Form der Verkürzung der Muskelfasern. Bezogen auf die Muskellängenänderung werden drei Kontraktionsformen unterschieden: isometrisch: Muskelspannung, ohne die Muskellänge zu verändern (= statische Arbeitsweise) konzentrisch: Muskelspannung durch veränderte Muskellänge (= positiv dynamisch, überwindende Arbeitsweise) exzentrisch: Spannungsänderung mit Verlängerung/Dehnung des Muskels (negativ dynamisch) Bezogen auf die Spannungsänderung…