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Biomechanik

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Bewegung

Bewegung (movement), als Daseinsweise der Materie in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen im allgemeinen Sinne von Veränderung präsent. Prohl et al. (2011) betrachten die sportliche Bewegung unter drei Perspektiven: Sportliche Bewegung kann mehrheitlich als Ortsveränderung eines Körpers (des eigenen oder eines Gerätes) gesehen werden kann. Sie unterstehen damit den Gesetzen der klassischen Mechanik, derer sich die Biomechanik bedient.…

Bewegung, azyklische

Bewegung, azyklische (movement, acyclical), einzelner in sich abgeschlossener Bewegungsablauf, wie z.B. Start und Wende beim Schwimmen. →Bewegung  

Bewegung, drehende

Bewegung, drehende (rotary motion) →Drehbewegung  

Bewegung, zyklische

Bewegung, zyklische (cyclic movement), sich wiederholender Bewegungsablauf gleichartiger Bewegungen, wobei die jeweiligen Endphase und Vorbereitungsphase direkt ineinander übergehen.Ein Drittel der Wettkampfdisziplinen im Hochleistungssport liegen zyklische Antriebsbewegungen zugrunde (Witt 2008). Bei der Kraul- Armbewegung als alternierend zyklische Bewegung fällt zum Beispiel die Hauptphase des rechten Armes mit der Zwischenphase des linken Armes zusammen und umgekehrt. Die…

Bewegungsablauf

Bewegungsablauf (motor progress), koordinierte, willkürliche Abfolgen von Einzelbewegungen (WIKIPEDIA). Im Sport verstehen wir darunter den sichtbareren Teil einer Bewegungshandlung, der mittels biomechanischer Methoden objektiviert werden kann. Der Bewegungsablauf ist eine auf ein Ziel (z.B. Wende) ausgerichtete Folge von Teilbewegungen (Anschwimmen, Drehung, Abstoß, Übergang) und unterliegt qualitativen Merkmalen. →Bewegung, →Bewegungskoordination, →Bewegungsfluss, →Bewegungsgüte, →Schwimmtechnik

Bewegungsamplitude

Bewegungsamplitude (range of motion), Bereich des Winkels, in dem die Bewegung eines Körperteils erfolgen kann; sinngemäß die räumliche Weite einer Bewegung (Sport ABC). Die Bewegungsamplitude ist begrenzt durch die Anatomie des jeweiligen Gelenks sowie die Dehnbarkeit und Kraft der angrenzenden Muskeln. Durch passives Dehnen wird z.B. eine größere Bewegungsamplitude erreicht als durch aktives Dehnen; das…

Bewegungsanalyse

Bewegungsanalyse (movement analysis), „Sammelbegriff für Verfahren zur Erfassung, Zergliederung und Erklärung von (sportlichen) Bewegungen unter bestimmten Interessen oder nach bestimmten Methoden (Aufgabenanalysen, Ordnungsanalysen, Strukturanalysen, Leistungs- und Optimierungsanalysen, →funktionale Bewegungsanalyse usw). (Göhner, in Röthig & Prohl, 2003, S.84). →Bewegungsanalyse, funktionale, →Technikanalyse Vereinfacht ausgedrückt –wird im Schwimmen die  Antriebsleistung hauptsächlich durch physische Komponenten erhöht (z. B. Training…

Bewegungsarten

Bewegungsart (movement, type of), (Biomech.): Differenzierung von Bewegungen nach ihrer zeitlichen Struktur, wobei die Geschwindigkeit und die Beschleunigung die maßgeblichen Größen darstellen. Durch die physiologischen Grenzen sind die Bewegungen im Schwimmen über die (längere) Strecke ungleichförmig bei nachlassender Beschleunigung.    

Bewegungsbahn

Bewegungsbahn (movement path), Weg eines Körpers auf einer fixierten Bahn (z.B. krummlinige Bahn der Himmelskörper durch Eigenrotation). Bei sportlichen Bewegungen auf den Weg des Körperschwerpunktes oder definierter Körperpunkte bezogen. Da Bewegungen im Raum nur selten geradlinig verlaufen, handelt es sich zumeist um gekrümmte Bewegungsbahnen. „Bei diesen findet einerseits eine Beschleunigung in Bewegungsrichtung (in Richtung der…

Bewegungsebene

Bewegungsebene (movement level) →Körperachsen  

Bewegungsform

Bewegungsform (movement form), Gestalt, Art und Weise einer Bewegung, z.B. gehem, laufen, schwimmen, klettern usw. Mit dem "Schlängeln" (Delfinbewegung) hat eine neue Bewegungsform das Schwimmen revolutioniert. In der Biomechanik versteht man unter Bewegungsform den geometrischen Verlauf von Bewegungen, die durch Ortsveränderungen (→Translation), wie z.B. der Bewältigung einer Strecke, oder durch Drehbewegungen (→Rotation) gekennzeichnet sind. Die…

Bewegungsfrequenz

Bewegungsfrequenz (movement rate) →Zugfrequenz  

Bewegungsgesetze

Bewegungsgesetze (movement laws), Beschreibung der Wirkung von Kräften auf ruhende oder sich bewegende Körper, die NEWTON (1643-1727) erstmalig zu drei Gesetzen der Bewegung (Newtonschen Axiome) zusammengefasst hat: →Trägheitsgesetz (Inertialgesetz), →Beschleunigungsgesetz (Aktionsgesetz)und →Gegenwirkungsgesetz (Wechselwirkungs- oder Reaktionsprinzip) . →Massenpunkt   Mehr zum Thema: Küchler, J. (2015). Physikalische Grundlagen des Schwimmens. DSTV-Reihe, Bd.37, 7-20

Bewegungsimpuls

Bewegungsimpuls (movement impulse) →Impuls

Bewegungskonstanz

Bewegungskonstanz (movement constancy), Merkmal der Wiederholungsgenauigkeit, Übereinstimmung wiederholter zyklischer oder azyklischer Bewegung, die charakterisiert wird durch ein geringes Maß an Abweichungen im räumlich-zeitlichen oder dynamischen Verlauf (→Kinematik). Dabei entfällt für den Schwimmer als "Einzelkämpfer" die schwierige Anpassung an die Bewegung der Partner wie im Synchronschwimmen oder Rudern. Hinzu kommt der Vorteil annähernd konstanter äußerer Bedingungen…

Bewegungsökonomie

Bewegungsökonomie (economy of movement), (Biomechanik): Verhältnis von Aufwand an biochemischer Energie zur angestrebten sportlichen Bewegungshandlung (der Benzinverbrauch im Verhältnis zur Durchschnittsgeschwindigkeit beim Auto), auch Nutzeffekt, physiologisch →Wirkungsgrad. Die Bewegungsökonomie wird im Schwimmen beeinflusst durch Minimierung des Wasserwiderstandes (Schwimmtechnik, Wasserlage), optimalen Einsatz der Vortriebskräfte (spezifische Kraft), hohe Beweglichkeit und lockere Muskulatur (Entspannungsphasen), Bewegungskonstanz über die Strecke,…

Bewegungsradius (ROM)

Bewegungsradius (ROM) (Range of Motion), Bewegungsausmaß, mit sehr unterschiedlichem Gebrauch, in der Regel begrenzt, z.B. beim Elektroauto mit geringem Bewegungsradius von 250 km oder bei Behinderten, dem eingeschränkten Bewegungsradius des Wildes durch die Ausdehnung der Städte usw. In der Sportwissenschaft ist ROM hauptsächlich auf den Bewegungsspielraum der Gelenke mit den ansetzenden Bändern und Muskeln beschränkt.…

Bewegungsrhythmus

Bewegungsrhythmus (movement rhythm), davon ausgehend, dass Lebensvorgänge rhythmisch verlaufen (Atemrhythmus, Herzschlag, Schlafrhythmus usw.), unterliegt auch die  sportliche Bewegung einer zeitlichen Ordnung, z.B. als messbarer (objektiver) Kraft-Zeit-Verlauf. Anders ausgedrückt ist der Bewegungsrhythmus der "Regulator zwischen Anspannung und Entspannung" (Dankert et al. 1972). Sportliche Bewegungen unterliegen dabei einem spezifischen Rhythmus, der vom Sportler mehr oder weniger bewusst…

Bewegungsrichtung

Bewegungsrichtung (direction of movement), die Richtung der Schwimmbewegung wird unterteilt: in Schwimmrichtung = nach vorn, entgegengesetzt zur Schwimmrichtung = nach hinten, in Richtung der Schwerkraftwirkungslinie = nach unten, entgegengesetzt der Schwerkraftwirkungslinie = nach oben und rechts/links zur Schwimmrichtung = seitwärts (s. Abb.).  

Bewegungsstärke

Bewegungsstärke (movement strength), als Bewegungsmerkmal die „Maßbezeichnung des Krafteinsatzes“ (Meinel & Schnabel, 2004). Die Bewegungsstärke äußert sich in der Spanne von „zu gering und fehlerhaft“ (Grobkoordination) über „näherungsweise angepasst“ (Feinkoordination) bis zu „kontrolliert mit impulsgenauem Krafteinsatz“ (Stabilisierung), in der Sportpraxis in der Schärfe eines Wurfes oder der Härte eines Schlages. Dabei geht es in der…