Biochemie
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endokrin
endokrin (endocrine), griech. endokrin "nach innen abgebend"; Hormone in den Blutkreislauf abgebend (→endokrines System)
Endorphine
Endorphine (endorphins), zusammengesetzt aus endogen ("von innen") und Morphin (Alkaloid, Rauschgift); Neuropeptid, das als Neurotransmitter fungiert und ähnlich Morphium schmerzlindernd wirkt, weshalb es bei Stress und großen Schmerzen vermehrt ausgeschüttet wird. Die Endorphin-Hypothese postuliert eine verstärkte Freisetzung von Endorphinen während und nach sportlichen Aktivitäten. So war nach einem 25km-Schwimmwettkampf Beta-Endorphin (ßE) signifikant erhöht (Karamouzis et…
Energiebereitstellung
Energiebereitstellung (energy supply), (Physiologie): Nutzung energiereicher Stoffe (Stoffwechsel) und deren Rückgewinnung (Resynthese) für die Arbeit der Organsysteme, speziell der Muskulatur. Grundlage ist die Neubildung von Adenosintriphosphat (ATP) durch Spaltung energiereicher Substanzen, da ATP nur begrenzt (für 3-4 maximale Muskelkontraktionen) zur Verfügung steht. Die Energiebereitstellung verläuft im Wesentlichen auf drei Wegen: • anaerob - alaktazid (Spaltung…
Energiebereitstellung, anaerob-alaktazide
Energiebereitstellung, anaerob-alaktazide (energy supply,anaerob- alactacid), ATP→Resynthese aus zwei ADP-Molekülen oder der Spaltung von Kreatinphosphat als „Sofortreserve“. Die bislang bei Sprints (bis 10 sec) angenommene „rein alaktazide“ Energieverwertung konnte im Schwimmtraining nicht bestätigt werden, da bei Sprints im Kanal von 8 Sekunden Laktatwerte bis 6 mmol/l registriert wurden (Rudolph, 1997).→Belastungszonen, →Trainingsbereich, →Energiezonen, →Schnelligkeit
Energiebereitstellung, laktazide
Energiebereitstellung, laktazide (energy supply, lactacid ), Form der anaeroben →Glykolyse, bei der Adenosintriphosphat (ATP) durch Abbau von Glukose zu Pyruvat und dieses zu Laktat umgewandelt wird. Auf dieser Basis werden Belastungen von 2-3 min energetisch gesichert. Das Maximum liegt bei 45 Sekunden: Glucose (C6H1206) « 2 ATP + Laktat (CH3CH(OH)COOH). Die Laktatanhäufung führt zur Übersäuerung…
Enzyme
Enzyme (enzyme), griech. en „in“ + zymē „Gärungsmittel, Sauerteig“; fast ausnahmslos Eiweiße (früher Fermente), die als Biokatalysator intrazellulär Reaktionen beeinflussen ohne sich dabei selbst zu verändern (im Gegensatz zu Coenzymen, die sich bei der Reaktion verändern). In dieser Funktion sind Enzyme für den Stoffwechsel unentbehrlich. Die Diagnose der Enzyme informiert über normale oder gestörte Stoffwechselvorgänge…
Fettsäuren
Fettsäuren (fatty acid) Bestandteil der Triglyzeride, die in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren unterteilt werden. Fettsäuren, die der Organismus benötigt, aber nicht selbst herstellen kann, bezeichnet man als essentielle Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren). →Fette Durch Ausdauertraining wird die Fettsäureoxydationsrate zwar erhöht. Ernährungsmaßnahmen, mit denen die Ausdauerleistung durch Erhöhung der Konzentration freier Fettsäuren im Blut verbessert werden…
Geschlechtshormon
Geschlechtshormone (sex hormones), Sexualhormone, die die Geschlechtsmerkmale und die Geschlechtsfunktionen auslösen bzw. prägen, wie die in den Eierstöcken gebildeten weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron oder das in en Hoden gebildete Testosteron. Besonders Testosteron beeinflusst die sportliche Leistung stark. Der Leistungsunterschied zwischen den Geschlechtern erklärt sich zum Teil daraus, dass der Testosteronspiegel der Frau etwa 10…
Glucagon
Glucagon (glucagon), Hormon der Bauchspeicheldrüse, das den Glykogenabbau in der Leber und die Gluconeogenese fördert; damit Gegenspieler des Insulin. Glucagon unterliegt der regulatorischen Anpassung durch Training und aktiviert die Fettverbrennung (→Lipolyse). Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Glucagon - Zugriff 2.06.2019
Gluconeogenese
Gluconeogenese (gluconeogenesis), körpereigene Synthese von Glucose oder umgekehrter Reaktionsablauf der Glycolyse; hormonell gesteuerte Neubildung von Glucose aus Nicht-Kohlehydraten (→Aminosäuren, →Laktat). Die Gluconeogenese kann auftreten, wenn bei hohen →Belastungen oder durch unzureichende Ernährung (Zufuhr von Kohlehydraten) die Glykogenspeicher erschöpft sind. So ist sie durch lange Ausdauerbelastungen (> 90 min) trainierbar. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Gluconeogenese
Glukokortikoide
Glucocorticoide (glucocorticoides), in der Nebennierenrinde gebildete Hormone (→Kortisol, →Kortikosteroide) mit Einfluss auf die Stressreaktion des Körpers. Sie bewirken einen Anstieg der Glucosekonzentration, der freien Fettsäuren und Aminosäuren im Blut sowie des Blutdrucks. Glucocorticoide wirken depressiv auf das Immunsystem und als Medikament entzündungshemmend. Wegen der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung werden sie zu Dopingzwecken missbraucht. Laut Anti-Doping-Code…
Glutamin
Glutamin (glutamin) nicht-essenzielle Aminosäure, die am Eiweiß- und Kohlehydratstoffwechsel der Muskelzelle und vor allem bei Zellen des Immunsystems beteiligt ist. Der Körper kann Glutamin in Leber, Niere, Gehirn und Lunge selbst bilden. Es hält die aufbauenden und abbauenden Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper im Gleichgewicht (Gumpert, s.u.). Eine Substitution im Rahmen von „Sportlertrinks“ (5-20 g G./Tag)…
Glykolyse
Glykolyse (glycolysis), Spaltung von Glukose oder Glykogen unter anaeroben Bedingungen zu Pyruvat und weiter Laktat, das damit als Gradmesser anaerober Belastung im Schwimmen genutzt wird. Die maximale Laktatbildungsrate stellt einen Index für die maximale glykolytische Leistungsfähigkeit dar (Bleicher et al. 1999). Bei aerober Belastung dient die Glykolyse als regulatorische Vorstufe und kann bei Intensitätserhöhung jederzeit…
Hämoglobin
Hämoglobin (hemoglobin), roter Blutfarbstoff in den Erythrozyten, an das eiweißartige Häm gebundenes Eisenmolekül, das in der Lage ist, Sauerstoff zu binden (Oxygenierung). Diesen nimmt er in der Lunge auf und transportiert ihn durch die Blutgefäße. Auf dem Rückweg sorgt er für den Abtransport des Kohlendioxids. →Eisen Als normal gelten folgende Hämoglobin-Werte: Frauen: 12 – 16…
Hormone
Hormone (hormones), griech. ὁρμᾶν hormān „antreiben, erregen“; In speziellen hormonproduzierenden Zellen gebildete Wirkstoffe (Peptidhormone, Aminhormone, Steroidhormone), die von den endokrinen Drüsen (z.B. Hypothalamus, Hypophyse, Zirbeldrüse, Schilddrüse, Nebenniere, Eierstöcke, Hoden) produziert und in die Blut- und Lymphbahn abgegeben werden. Ohne selbst verbraucht zu werden lösen sie selbst in kleinsten Mengen biochemische Reaktionen aus, denen physiologische Vorgänge folgen.…
Hydrierung
Hydrierung (hydrogenation), in der Chemie die Hinzufügung von Wasserstoff an andere Elemente oder Verbindungen. Gegenteil: →Dehydrierung
Hydrogencarbonat
Hydrogencarbonat (hydrogen carbonate), Substanz des Puffersystems, das den pH-Wert im Blut anhebt und dadurch einer Azidose entgegenwirkt. Für den Sportler hat sich die Zufuhr von Hydrogencarbonat (Mineralwasser) als Säure-Puffer zur besseren Regeneration bewährt, Nach intensiveren Belastungen kann so der Säure-Basen-Haushalt wieder ausgeglichen werden. Das Mineralwasser sollte dann mehr als 1.500 Milli-Gramm Hydrogencarbonat pro Liter aufweisen.…
Insulin
Insulin (insulin), in den LANGERHANSschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildetes „Inselhormon“, das den Blutzuckerspiegel senkt und auf alle Stoffwechselreaktionen wirkt. So wird der Muskulatur vermehrt Glucose bereitgestellt, die Bildung von Glycogen, Fettsäuren und Proteinen erhöht bzw. deren Abbau gehemmt. Durch Ausdauertraining wird der Insulinbedarf der Muskelzellen gesenkt. So nimmt bei Langzeitausdauer-Belastungen die Insulinkonzentration ab, womit…