Belastung
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Entspannung, konzentrative
Entspannung, konzentrative (relaxation, konzentrative), auch „Reise durch den Körper“ (Wottke, 2004, S. 195), Relaxationstechnik, die auf der Konzentration auf den eigenen Körper und seiner Teile beruht, begünstigt durch beruhigende Hintergrundmusik. →Entspannung, →Muskelentspannung, progressive Unter Anleitung einer qualifizierten Physiotherpeuten wurden im DSSV bei Trainingslehrgängen (3x Woche) Einheiten für konzentrative Entspannung (KE) durchgeführt. Gegenüber dem autogenen Training…
Entspannungsbad
Entspannungsbad (relaxational bath), Bad in der Wanne bei 36-38°C Wassertemperatur, das zur psycho-physischen Entspannung beiträgt und nach harten Trainingsbelastungen empfohlen wird. Ätherische Öle können den Entspannungseffekt noch verstärken. das Ganze nicht zu kurz (< 5min) oder zu lang (> 20 min). Der ideale Zeitpunkt ist etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen und nicht vor dem…
Entspannungsbecken
Entspannungsbecken (relaxation pooln, relaxation bath), auch Entmüdungsbecken oder Entspannungsbad, im Sprachschatz der Schwimmer „Suhle“. Kleines Wasserbecken mit erwärmtem Wasser zur Regeneration nach dem Training, das in für den Leistungssport geeigneten Schwimmhallen nicht fehlen darf. Das Becken sollte so groß sein, dass sich eine Trainingsgruppe darin aufhalten kann. Das temperierte Wasser (32°-34°C) kann mit Badezusätzen mit…
Epiphysenschluss
Epiphysenschluss (closure of the growth plate), Abschluss der knöchernen Verbindung der Epiphyse (Synostose) als Kriterium für abgeschlossenes Längenwachstum, das bei Mädchen zwischen 16-18 (20) Jahren und bei Jungen zwischen 18-21 (23) angegeben wird. Während man früher durch frühzeitiges Krafttraining eine Störung des Epiphysenschlusses propagierte, hat sich die Auffassung dazu geändert. Danach schädigt ein fachgerecht durchgeführtes…
Erbrechen
Erbrechen (vomiting), „rückläufige Entleerung von Mageninhalt als komplexes, vom Brechzentrum gesteuertes Reflexgeschehen“ (ROCHE-LEXIKON, 1987, S.517) mit vielfältigen Ursachen. Im Leistungssport können psychische (Über-)Erregung, Reisekrankheit und totale Verausgabung die Ursache sein (→Grenzbelastung). Besonders Ausdauersportler werden oft von Magen-Darm-Problemen geplagt. Da es sich in der Regel um eine kurzzeitige und vorübergehende Erscheinung handelt, ist ein Arztbesuch…
Erholungs-Belastungs-Fragebogen
Erholungs-Belastungs-Fragebogen (RESTQ) (Recovery-Stress Questionnaire for Athletes), Methode der Sportpsychologie zur Bestimmung des Erholungs-Belastungszustandes (→Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung). 76 Fragen sind auf einer siebenstufigen Skala (0 = nie bis 6 = immerzu) zu beantworten. Es wird nach Belastungs- und Erholungszuständen der letzten drei Nächte und Tage gefragt, womit der aktuelle und differenzierte Beanspruchungszustand…
Ermüdung
Ermüdung (fatigue), (Physiologie): vorübergehender Abfall der Leistungsfähigkeit, der akut nach geistigen oder körperlichen Belastungen oder chronisch bei Übertraining (chronisches Müdigkeitssyndrom) auftreten kann. Erstmals wurde eine Arbeitsdefinition von Ermüdung von Edwards (1981) vorgeschlagen: "Ermüdung ist ein Versagen, die erforderliche oder erwartete Arbeitsleistung aufrechtzuerhalten". Man unterscheidet zentrale (vom ZNS gesteuerte) von peripherer (die Muskulatur betreffende) Ermüdung. Auslöser…
Ermüdung, mentale
Ermüdung, mentale (mental fatigue), auch zentrale Ermüdung: durch lang andauernde geistige Beanspruchung verursachter Zustand, der mit verlangsamten Reaktionszeiten und ungenauen Bewegungsausführungen einhergeht. Experimentell wurde bewiesen, dass mentale Müdigkeit die Belastungstoleranz beim Menschen durch eine höhere Wahrnehmung der Anstrengung und nicht durch kardiorespiratorische und muskuloenergetische Mechanismen begrenzt (Martin et al. 2018; Marcora et al. 2009). Mentale…
Ermüdungsbruch
Ermüdungsbruch (Stressfraktur) (stress fracture), durch sich ständig wiederholende Belastungen nur mikroskopisch nachweisbare Risse in der Knochensubstanz zumeist des Fußskeletts sowie der Ober- und Unterschenkelknochen. Die Schmerzen sind unspezifisch, weshalb der Ermüdungsbruch längere Zeit nicht als Bruch wahrgenommen wird. Symptome: zumeist „klinisch stumm“, Druckschmerz, Schwellung, bis zu verhinderter Belastungsfähigkeit „Zur Vermeidung von Stressfrakturen ist es für…
Erschöpfung (Rettungsschwimmen)
Erschöpfung (prostration), Körperlicher Zustand des Nachlassens motorischer Fähigkeiten aufgrund von Belastung, der dann im Wasser, schwerpunktmäßig an offenen Gewässern, zu Gefahrensituationen führen kann, wenn nicht rechtzeitig das Ufer erreichbar ist. (Text von Harald Rehn)
exzessiv
exzessiv (excessive), lat.excedere „herausgehen, überschreiten“; das Maß überschreitend; außerordentlich; ausschweifend. Exzessives Training führt ständig an die Grenzen der Belastbarkeit und ist nicht mit extensivem Training zu verwechseln. →Überlastung, →Grenzbelastung Exzessiver Sport wird oft mit Sportsucht verglichen; Training wird insbesondere bei Ausdauersportlern zur Droge. Es ist kritisch zu sehen, da es zu sozialer Isolation und wegen…
Fehlbeanspruchung
Fehlbeanspruchung/Fehlbelastung (faulty loadingfaulty loading), Fehlbelastungen können auf psychischer als auch auf physischer Ebene vorkommen. →Überbelastung Physisch ist es zumeist ein „Missverhältnis zwischen der individuell möglichen Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der tatsächlich erfolgten Belastung durch Training und Wettkampf (Franke, 1986), die als Muskelschmerz, Sehnenansatzreizung oder Gelenkschmerz wahrgenommen werden. Die Funktionsbehinderung kann zumeist mittels physiotherapeutischer…
Flimmerverschmelzungsfrquenz
Flimmerverschmelzungsfrequenz (FVF) (flicker fusion point), kritische Frequenz (20-60 Hz), bei der ein Flimmern vom Auge nur noch zu einem einheitlichen Bild verschmolzen wahrgenommen wird. Die Ursache für die Flimmerfusion liegt darin, dass oberhalb dieser Frequenz das Rezeptorpotential zwischen den Wechseln nicht mehr abklingen kann; die Potentialwellen vereinigen sich zu einem gleichbleibenden Depolarisationsniveau, was das Zentralnervensystem…
Follikelphase
Follikelphase (proliferative stage; estrin stage), erste, etwa 14tägige Phase des 21±4tägigen Menstruationszyklus, in der im Eierstock bei zunehmender Östrogenbildung die Eizellen bis zu ihrem Ausstoß (→Ovulation) heranreifen. Da Hormone die Leistungsfähigkeit (illegal wie legal) beeinflussen, liefern die Auswirkungen der durch Östrogen verursachten anabolen Lage auf die sportliche Training wichtige Erkenntnisse zum Training von Athletinnen. Bereits…
Funktionsreserve
Funktionsreserve (function reserve), bei optischen Geräten "ein Maß für die überschüssige Strahlungsleistung, die auf die Lichteintrittsfläche fällt und die vom Lichtempfänger bewertet wird" (https://www.pulsotronic.de/index.php?option=com_content&view=article&id=424&catid=318&Itemid=100582&lang=de -Zugriff 29.04.2019). In der Sportphysiologie ist Funktionsreserve die Differenz zwischen maximal möglicher und tatsächlicher Belastung, die nur bei hohen bis sehr hohen Belastungen (maximale Zellfunktion) beansprucht wird. Leistungssteigerung ist möglich durch…
Gesamtbelastung
Gesamtbelastung (total load), Summe aller für den Menschen belastenden Faktoren (Klima, Stress, Feinstaub, Fehlernährung, Infekte, Arbeit usw.), die in aufgaben- und situationsspezifische Teilbereiche untergliedert werden können. Im Leistungssport wird darunter der zeitliche Aufwand nicht nur für Training und Wettkampf, sondern auch für Schule/Studium incl. Wegezeiten verstanden. Allein die Summe von Training und Schule überschreitet bereits…
Geschwindigkeitsbereiche
Geschwindigkeitsbereiche (velocity ranges), in der Technik optimaler Bereich der Geschwindigkeit unter dem Aspekt der Effizienz (z.B. Verschleiß) oder der Gefahrenbegrenzung (z.B. Autoreifen). Mit der Technologie des Global Positioning System (GPS) konnten Geschwindigkeit, Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Zeit-Bewegungsanalyse von Feldsportlern verbessert und Empfehlungen für sportartspezifische Geschwindigkeitsbereiche abgeleitet werden (Dwyer & Gabbett, 2012). Im Schwimmen beschränken wir…
Gipfelbelastung
Gipfelbelastungen (maximum cargo load, Peaking) Belastungsspitze, zumeist als „Umfangsgipfel“ im Ausdauertraining. Im Schwimmen werden als Belastungsgipfel die höchsten Wochenumfänge (je nach Disziplin 80-120 km) im Abstand von 5-6 Wochen vor dem Hauptwettkampf absolviert. Dem folgt dann ein zweiter „Gipfel“ mit den höchsten Anteilen an GAII/SA-Training, ebenso gibt es Belastungsgipfel im Krafttraining usw. Die Vorgehensweise kombiniert…
Grenzbelastung
Grenzbelastung (maximum load), Im Steuersystem die Gesamtheit der auf ein Einkommen, einen Gewinn erhobenen Abgaben, im Sport vielleicht interessant für Fußballprofis. Ansonsten die äußerste Belastung eines Materials oder einer Konstruktion (Duden). Im Sport verstehen wir darunter die Belastung an der Grenze der individuellen psycho-physischen Leistungsfähigkeit, die einer „motivationalen Basis“ (→Motivation) bedarf und deshalb nur bei…
Grenzerfahrung
Grenzerfahrung (border experience), Das Erleben extrem hoher psychischer und/oder körperlicher Belastungen. Bei der Grenzerfahrung im Sport steht die Einheit von kognitiven und emotionalen Prozessen im Sinne des optimalen Funktionierens im Vordergrund, ohne dass dabei Glück und Zufriedenheit erlebt wird, relativ unabhängig vom Könnensniveau. (Gabler, 2000). Es handelt sich um einen Bewusstseinszustand, der der Hypnose nahe…