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Belastung

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Belastungs-Beanspruchungs-Interaktion

Belastungs-Beanspruchungs-Interaktion (load stress interaction), Modell der Trainingssteuerung, das die Wechselbeziehung zwischen vorgegebener Belastung und der ausgelösten Beanspruchung des Sportlers durch Nichtlinearität und einen systemdynamischen Zusammenhang charakterisiert (Hottenrott & Neumann, 2010, S. 251). Was ist damit gemeint? Wir definieren im Schwimmen die Belastung mittels Belastungszonen und deren Belastungskomponenten wie Umfang, Intensität usw. ohne damit alle auf…

Belastungsabbruchkriterien

Belastungsabbruchkriterien (load abort criteria), festgelegte Werte, nach denen eine Belastung abgebrochen wird 1. im Krafttraining Kriterien, die den Abbruch eines Satzes erfordern. Es werden unterschieden: - submaximale Wiederholungszahl (nach subjektivem Empfinden), - Wiederholungsmaximum (die letztmögliche, vollständig ausgeführte und technisch korrekte Wiederholung), - Punkt des momentanen Muskelversagens (bei Beendigung der Belastung mit konzentrischem Muskelversagen) und - Punkt…

Belastungsanstieg

Belastungsanstieg (load increase) →Prinzip der ständigen Steigerung der Trainingsbelastung

Belastungsdosierung

Belastungsdosierung (load dosage), Maß der Belastung auf der Grundlage der Belastungskomponenten, in der Regel gestützt von physiologischen Parametern (→Intensität). Eine optimale Dosierung der Belastung ist von besonderer Bedeutung, wenn Anfänger an sportliche Belastungen herangeführt werden sollen. Das betrifft sowohl den Nachwuchs-Leistungssportler als auch besonders Ältere, die sich für ein regelmäßiges Sporttreiben entschieden haben. Im Hochleistungstraining…

Belastungsempfinden, subjektives

Belastungsempfinden, subjektives (subjectively perceived exertion), gefühlsmäßige Einschätzung des Grades der Belastung, die selbst bei Anwendung der BORG -Skala physiologische Parameter (z.B. Herzfrequenzvariabilität) nicht ersetzen kann. Eine Studie mit Biathleten ergab, dass sich das subjektive Belastungsempfinden nicht als alleiniger Steuerparameter im Ausdauertraining eignete (Sieber & Schulze 2014). Aber - und das zeigen auch die Erfahrungen im Schwimmen…

Belastungsgestaltung

Belastungsgestaltung (load organisation), Anwendung der Belastungsfaktoren und Trainingsprinzipien bei Beachtung des Alters, Geschlechts, der Leistungsvoraussetzungen und des Umfeldes auf der Grundlage von Trainingsplänen. →Periodisierung, →Zyklisierung Exkurs: Eines der heiß diskutierten Themen unter Sportwissenschaftlern und Trainern der letzten Jahrzehnte stand unter dem Motto "Weniger ist mehr" (HIT versus Volumentraining). Problematisch für das Training wird es, wenn…

Belastungsgipfel

„Belastungsgipfel“ (load peak) →Gipfelbelastung

Belastungsmaß

Belastungsmaß (load measure), Größe von Dauer und Intensität der Trainingsbelastung, als optimales Maß auf der Basis leistungsdiagnostischer Untersuchungen   ermittelt, vorrangig physiologischer Parameter wie Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahmevermögen, Laktat u.a., um Überlastungen vorzubeugen. Das trifft besonders für den Freizeit- und Gesundheitssport zu. Die motorische Belastung entspricht bei einem Großteil der Bevölkerung nicht mehr dem genetischen Programm, welches sich…

Belastungsmonitoring

Belastungsmonitoring (human-biomonitoring), von Monitoring = Beobachtung, Überwachung, erweitert Dauerbeobachtung eines bestimmten Systems. In der Medizin die systematische Messung der Konzentrationen von Stoffen oder deren Stoffwechselprodukten (→Metaboliten) in human-biologischen Materialien (→Blut, →Serum, Muttermilch, →Harn, Haare, Zähne, Ausatmungsluft, Sektionsmaterial etc.). Mit dem Umwelt-Monitoring wird z.B. die Schadstoffbelastung der Bevölkerung erfasst. Oder denken wir an die Monitore auf…

Belastungsreiz

Belastungsreiz (load stimulus), „eine physikalische oder chemische Größe der inneren Umgebung oder äußeren Umwelt“ (WIKIPEDIA), die bei Überschreitung einer Intensitätsschwelle zu Veränderungen im Organismus (→Adaptation) führt.  Danach bleiben unterschwellige Reize wirkungslos, erhalten überschwellige geringe Reize das Trainingsniveau, sind überschwellige mittlere bis starke Reize die optimale Reizintensität, während überschwellige zu starke Reize das System schädigen (→Überlastung,…

Belastungsverträglichkeit

Belastungsverträglichkeit (exercise tolerance) →Belastbarkeit

Belastungsvorgabe

Belastungsvorgabe (load guideline) →Vorgabe, →Belastungskomponente, →Belastungszone

BORG-Skala

BORG-Skala, numerische Skala von 1-20 (bzw. 1-10) zur Erfassung des →Anstrengungsempfindens. Der Sportler nennt während der Test-/Wettkampfbelastung eine Zahl, die das Ausmaß der Anstrengung beschreibt. Die Bandbreite geht von „sehr, sehr leicht“ bis „sehr, sehr anstrengend, geht nicht mehr“. Das einfache, aber effektive Verfahren wird zur Trainingsberatung empfohlen (Löllgen 2004, S. 299), ersetzt aber nicht…

Burnout

Burnout (dt.:ausgebrannt), aus dem Engl. übernommene Beschreibung für einen chronischen Erschöpfungszustand mit Krankheitsgefühl, der über Monate andauern kann und bis jetzt noch nicht eindeutig wissenschaftlich definiert ist. Die deutschen Psychologen definierten Burn-out als „Risikozustand für psychische und somatische (körperliche) Erkrankungen durch Arbeitsüberlastung“ und grenzten diesen Zustand von psychischen Erkrankungen, z.B. einer Depression ab, wobei die…

Burst, oxidativer

Burst, oxidativer (respiratory burst), Freisetzung (burst = Entladung/Explosion) von aggressiv-lytischen1 Sauerstoffradikalen durch neutrophile Granulozyten 2 und Makrophagen3 (http://flexikon.doccheck.com/de/Oxidativer_Burst). Die neutrophilen Granulozyten können Fremdelemente aufnehmen (Phagozytose). Diese Aktivität ist mit der Produktion reaktiver Sauerstoffmetabolite (freie Radikale) verbunden und wird auch als "repiratorischer Burst" (oxidativer Stress) bezeichnet. Bei der Phagozytose werden die Fremdkörper "vereinnahmt", während beim respiratorischen…

Doppelbelastung Schule und Sport

Doppelbelastung Schule und Sport (double load school and sport), zeitliche Belastung (→Gesamtbelastung) jugendlicher Leistungssportler durch die Ansprüche von Schule und Sport, die zu Wochenbelastungen führen, die weit über dem zeitlichen Rahmen normaler Arbeitnehmer liegen. Deshalb sind Organisationsformen zu schaffen, die Zeiten für Wegstrecken sowie zusätzliche schulische Belastungen minimieren ohne den Bildungsauftrag zu gefährden (→Sportschulen) und…

Entlastung

Entlastung (unloading), vielseitig verwendeter Begriff für Verringerung oder Befreiung von Last, Stress, Verantwortung (Funktion) usw. Im Sport die Reduzierung von Belastungen (z.B. Lasten) oder die Entlastung bestimmter Körperteile/Geräte durch Gewichtsverlagerung (z.B. Talski), aber auch von Verantwortung bei Einsatz in Mannschaften. Grundlage ist im Training das Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung, mit dem Erholungs-…

Entlastungssyndrom, akutes

Entlastungssyndrom, akutes (discharge syndrome), Syndrom = Krankheitsbild; auch „Sportentzugssyndrom“, verringertes Leistungsvermögen mit vegetativer Fehlregulation durch plötzlichen Trainingsabbruch bei hoch trainierten Leistungssportlern. Das akute Entlastungssyndrom beginnt ein bis vier Wochen nach Trainingsabbruch und kann bis mehrere Wochen dauern, verläuft aber individuell sehr unterschiedlich (Urhausen & Kindermann, 1999). Symptome: Herzschmerzen, Extrasystolen, Schwindelgefühle, Kopfschmerz, Völleempfinden im Oberbauch, Verdauungsstörungen,…

Entmüdungsbecken

Entmüdungsbecken →Entspannungsbecken

Entspannung

Entspannung (relaxation), „psychophysiologischer Zustand, der durch eine positive Gefühlslage und abnehmende bzw. geringe Energie gekennzeichnet ist…Entspannung stellt als Gegenpol zur Spannung eines der wichtigsten Lebensprinzipien dar“ (Müller in Schnabel & Thieß, 1993, S. 258). Merkmale: (psychologisch) Wohlbefinden, positive Grundstimmung, innere Gelassenheit und Zufriedenheit, (physiologisch) abklingender Muskeltonus, absinkende Herz- und Atemfrequenz, Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts Da…