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Toter Punkt
Toter Punkt (low point), Moment bei einer Tätigkeit, bei der ohne besondere Anstrengungen und Bemühungen die Leistung nicht gesteigert werden kann oder eine Entwicklung stagniert, z.B. in der Wirtschaft, der Forschung bis zum Müdigkeitsgipfel im Tagesverlauf (→Biorhythmus) Bei Ausdauerbelastungen tritt der „Tote Punkt“ zumeist bei Anfängern in den ersten Minuten starker körperlicher Belastung auf und…
Totraum
Totraum (dead space), der am Gasaustausch nur unwesentlich beteiligte Raum des Atemweges (Nase/Mundraum, Rachen, Luftröhre, Bronchien) bzw. des entsprechenden Luftvolumens. Der physiologische Totraum betrifft den Anteil der eingeatmeten Luft, der nicht am Gasaustausch beteiligt ist. Beim gesunden Menschen sind anatomischer und physiologischer Totraum identisch. Im Totraum wird die Atemluft erwärmt, mit Wasser gesättigt und so…
Tradition
Tradition (tradition), Überlieferung und Weitergabe von Werten und Normen. Das Bewahren von Traditionen ist ein wichtiges Element des Vereins- und Verbandslebens. →Mannschaftsatmosphäre, →Gruppennorm „Die Pflege von Traditionen ist nicht einfach ein stures Festhalten an Altem – es ist nicht das Aufbewahren von Asche, sondern das Aufrechterhalten einer Flamme.“ (Unbekannt)
Träger
Träger (institution; supporting organization), hier als juristischer Begriff eine Organisation, die gemeinnützige soziale Einrichtungen führt. Nach der Rechtsform unterscheidet man freie Träger (z.B. Verein, Stiftung) von öffentlichen Trägern (z.B. Kommune). Beispiel: Die Sportschule Kienbaum wird durch den “Trägerverein Bundesleistungszentrum Kienbaum e.V.“ betrieben. Der Verein wurde am 15. Juni 1991 in Bonn gegründet. Mitglieder sind Vertreter…
Trägheitsgesetz
Trägheitsgesetz (law of inertia), Bewegungsgesetz nach NEWTON, wonach jeder Körper im Zustand der Ruhe oder der gleichförmig geradlinigen Bewegung verharrt (Beharrungsvermögen), solange er nicht durch äußere Kräfte gezwungen wird, seinen Zustand zu ändern. Die Wirkung des Trägheitsgesetzes kann man bei der Fahrt in der Straßenbahn feststellen. Wenn man sich nicht festhält fällt, man beim Anfahren…
Trägheitskraft
Trägheitskraft/-widerstand (Fictitious force, inertial force), physikalische Kraft, die bei Veränderungen des Bewegungszustandes eines Körpers wirkt und der Beschleunigung Widerstand entgegensetzt. Bei Kreisbewegungen wirken sie als Zentrifugalkraft. Das Maß für die Trägheitskraft ist die Masse. Je größer die Masse, desto schwieriger ist es, sie in Bewegung zu setzen bzw. ihre Bewegungsgeschwindigkeit oder -richtung zu verändern. →Massenträgheitsmoment,…
Trainager
Trainager (engl. für Ausbilder), übertragen auf Geräte (Simulatoren), mit deren Hilfe unter Laborbedingungen psychische Leistungsvoraussetzungen wie z.B. Reaktionsschnelligkeit und -genauigkeit, Konzentration, Bewegungswahrnehmung, Bewegungsgefühl, Koordinationsfähigkeit u.ä. mit entwickelt werden können. Simulatoren kommen insbesondere in den technischen und Schnellkraftsportarten sowie in den Kampfsportarten (→Sportartengruppe) zum Einsatz und sind auch außerhalb des Sports z.B. bei der Pilotenausbildung unverzichtbar…
Trainer
Trainer (coach), engl. to train „ausbilden“; im Amerikanischen bezieht sich der Begriff auf den Physiotherapeuten (Betreuer), der Trainer wird als Coach bezeichnet. Inzwischen geht es mit den Begriffen kunterbunt durcheinander. Im Rahmen von Weiterbildungen werden Trainings durchgeführt und es wird gecoacht, die Ausbilder nennen sich dementsprechend Trainer, Speaker oder Coach. Im deutschen Sport ist der…
Trainer im Behindertenschwimmen
Trainer im Behindertenschwimmen (coach of swimming with disabled). Eine spezielle Ausbildung für deutsche Schwimmtrainer im Leistungsbereich des Behindertenschwimmens gibt es derzeit noch nicht. Im Leistungsbereich sollte ein Trainer mindestens eine Lizenzausbildung des DSV absolviert haben. Eine Zusatzausbildung im Behindertenbereich (z.B. Fachübungsleiter Rehabilitationssport) ist vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig. Allerdings sollte sich jeder gute Trainer im Behindertenbereich…
Trainer-Berater-System
„Trainer-Berater-System“ (coach advisor system), vom Institut für angewandte Trainingslehre (IAT) Leipzig entwickelte Konzeption, um an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis den Trainer wirksam zu beraten. Sie geht auf den Zusammenschluss von Cheftrainer, Heimtrainer, Sportarzt, Psychologe und Trainingswissenschaftler in einem Steueraktiv zurück (Reiß & Meinelt, 1985). Die Konzeption basiert auf drei Grundrichtungen: Erschließung des trainingswissenschaftlichen…
Trainerakademie
Trainerakademie (coache’s academy), Ausbildungsstätte des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit Sitz in Köln, die in Zusammenarbeit mit den Dachverbänden Trainer im Direkt- oder Kombinationsstudium zum Diplomtrainer führt und im Hochleistungssport tätige Trainer fortbildet. „Die Einzigartigkeit des berufsintegrierten Studienganges zeigt sich in der konsequenten Orientierung an den Erfordernissen und Möglichkeiten der Leistungssportpraxis sowie in der direkten…
Trainerassistent
Trainerassistent (coach assistant), Vorstufenqualifikation zur lizenzierten Trainerausbildung des DOSB, die „der Motivierung, Orientierung und Vorbereitung junger und erwachsener Menschen für die Übernahme von Verantwortung und Engagement“ in den Sportgruppen der Vereine dient (→Rahmenrichtlinien für Qualifizierung des DOSB). Der Trainerassistent ist vorwiegend unterstützend (assistierend) tätig, soll aber zunehmend selbstständig Aktivitäten entwickeln und durchführen. Der Einsatz als…
Trainerausbildung
Trainerausbildung (coache’s education), Qualifikation der Trainer in Deutschland auf der Grundlage der Rahmen-Richtlinien für Qualifizierung im DOSB, in denen Struktur, Ziele und Inhalte der Ausbildung festgelegt sind. Die Ausbildung erfolgt getrennt nach den Bereichen Leistungssport und Breitensport. Es können drei Lizenzstufen erworben werden (Trainer A, B, C). Die höchste Ausbildungsstufe ist der Diplomtrainer, den die…
Trainerkompetenz
Trainerkompetenz (coach authoridy), Sachverstand des Trainers, sein fachliches Vermögen, den Trainingsprozess zu gestalten und zu führen. Dabei werden im Sport folgende Kernkompetenzen unterschieden: Lern-, Fach-, Sozial-, Methoden-, Medien- und personale Kompetenz (Klöckner, 1999). Das schließt folgende Tätigkeiten ein: Wissen und sportliches Können vermitteln, motivieren und erziehen, ausstrahlen, organisieren und betreuen im Team bei hoher Einzelverantwortung.…
Trainerlizenz
Trainerlizenz (coach licence), lat. licentia „Erlaubnis“; rechtskräftige Genehmigung zur Ausübung eines Gewerbes, zur Nutzung eines Patents, zur Übersetzung oder Übernahme eines Werks (Duden) Im Sport von einem Fach- oder Landesverband ausgestellte Berechtigung des DOSB zur Tätigkeit als Trainer im Breiten- oder Leistungssport. Je nach Ausbildungsgang und Voraussetzungen des Bewerbers werden drei Lizenzstufen vergeben: Trainer-C-, Trainer-B…
Trainerlizenz A
Trainerlizenz-A (coach licence A), Qualifikationsstufe des DOSB, die seit 2006 sowohl im Leistungssport als auch im Breitensport vergeben wird. Der „A-Trainer/Leistungssport“ ist vorwiegend im Anschluss- und Hochleistungstraining in einer Sportart tätig und führt die Sportler auf der Grundlage einer systematischen Planung, Organisation, Durchführung und Steuerung des Trainings entsprechend des Rahmentrainingsplanes des Verbandes zu individuellen Höchstleistungen.…
Trainerlizenz B
Trainerlizenz-B (coach-licence B), Qualifikationsstufe des DOSB, die seit 2006 sowohl im Leistungssport als auch im Breitensport vergeben wird. Der „B-Trainer/Leistungssport“ ist vorwiegend im Aufbau- und Anschlusstraining in einer Sportart tätig und führt die Sportler auf der Grundlage einer vielseitigen Ausbildung von Leistungsvoraussetzungen entsprechend der Nachwuchskonzeption des Verbandes zum Anschluss an das Hochleistungstraining. Mehr zum…