Sch
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Schulform
Schulform (school, type of), Das bundesdeutsche Schulwesen bietet verschiedene Schulformen an: Grundschule, Ganztagsschule, Gesamtschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Förderschule. Ferner gibt es noch Spezialschulen (z.B. Eliteschule des Sports). Mit den unterschiedlichen Formen möchte man den verschiedenen Voraussetzungen der Schüler (→Differenzierung) und den Erwartungen der Schulträger gerecht werden. Die Schulen können sich in staatlicher (dem Bund…
Schulkindalter, frühes
Schulkindalter, frühes (sub-teenage, early) →Kindesalter, mittleres
Schulreife
Schulreife (school readiness), das Konzept „Schulreife“ gilt unter den meisten Experten als überholt und man spricht heute von Schulfähigkeit, obwohl auch dieser Begriff nicht allgemeingültig definiert ist.
Schulsport
Schulsport (school sports), Sport in der Institution Schule, einmal als obligatorischer Sportunterricht, zum anderen als freiwilliger außerunterrichtlicher Sport. Der Schulsport könnte im Sinne der Bewegungsvielfalt (→Vielseitigkeit) eine sinnvolle Ergänzung zum Training des Schwimmers sein, wenn er nicht durch Sparmaßnahmen ständig auf dem Prüfstand stehen würde, in deren Folge es an Lehrern mangelt, Stunden gekürzt und…
Schultergürtel
Schultergürtel (shoulder girdle), aus Schulterblatt, Schlüsselbein und Brustbein bestehende sehr bewegliche Verbindung des Rumpfes mit den oberen Extremitäten. Im Gegensatz zum relativ starren Becken ist beim Schultergürtel alles im Interesse der „Greiforgane“ auf vielseitige Beweglichkeit abgestimmt (Tittel, 2003, S. 128). Wichtige Muskeln sind der Kapuzenmuskel (m. trapezius), der Schulterblattheber (m. levator scapulae), der große Rautenmuskel…
Schulzeitstreckung
Schulzeitstreckung (School extension), Verlängerung der Schulzeit, um im dualen System der Ausbildung sowohl schulischen als auch anderen spezifischen (hier sportlichen) Aufgaben gerecht zu werden. dazu sind „flexible Regelungen der Verweildauer in den Bildungsgängen der Sekundarstufen I/II unter vollständiger Ausschöpfung der schulrechtlichen und -organisatorischen Möglichkeiten zur Entzerrung von zeitlichen Anforderungen anzustreben“ (Ständige Konferenz der Kultusminister, Berlin…
Schweben
Schweben (floating), nach Duden: im Gleichgewicht halten, ohne zu Boden zu sinken oder unentschlossen, noch nicht beendet sein („schwebendes Verfahren“). Im Wasser das Verharren des Schwimmers auf gleicher Höhe als wichtiger Lernschritt beim Erlernen des Schwimmens (Anfängerausbildung). Das Schweben vermittelt das Gefühl, dass man vom Wasser getragen wird. Deshalb sollte auf Auftriebsmittel verzichtet werden. Schweben…
Schweigepflicht
Schweigepflicht (professional secrecy), Pflicht des Arbeitnehmers, die im engeren Sinn unmittelbar den persönlichen Lebens- und Geheimnisbereich von Personen schützt, die sich bestimmten Berufsgruppen oder bestimmten staatlichen oder privaten Institutionen anvertrauen. Auf Grundlage des § 203 StGB kann die Schweigepflicht auch auf Lehrer und Erzieher ausgedehnt werden. Inwiefern Trainer zur Verschwiegenheit verpflichtet werden, ist Sache der…
Schweiß
Schweiß (sweat, transpiration), griech. hydros „Schwitzen“; Flüssigkeit der Schweißdrüsen, die zu 99% Wasser, dazu Kochsalz und Harnstoff enthält. Schwitzen ist als Kühlsystem des Körpers eine Folge körperlicher Belastungen. Bei mittlerer Belastung verliert der Körper etwa 0,5-1 Liter Schweiß pro Stunde. Beim Hawai Ironman haben Triathleten bis zu 27 Liter Schweiß ausgeschieden. Kinder und Jugendliche haben…
Schwelle
Schwelle (threshold), v. althochdt.: suelli, suuella = tragender Balken; Balken, Erhebung, Grenzbereich, Beginn usw. In der Leistungsdiagnostik sind die Übergänge vom aeroben zum anaeroben Bereich von großem Interesse für die Steuerung des Ausdauertrainings. Diese Übergänge werden als Schwelle bezeichnet. Man wird aber den physiologischen Vorgängen gerechter, wenn man eher ein Zeitfenster annimmt als eine Schwelle,…
Schwelle, aerobe (AS)
Schwelle, aerobe (AS) (aerobic threshold), in der Leistungsphysiologie der erste Laktatanstieg bei progressiver Belastungsgestaltung, als fixe aerobe Schwelle durch Laktatwerte von 2 mmol/l repräsentiert. Es wird davon ausgegangen, dass das Laktat bei dieser Belastungsintensität wieder im Muskel abgebaut wird (→steady state, →Laktateliminierung). Damit handelt es sich um die untere Grenze des Grundlagenausdauertrainings (GAI). →Belastungszonen 1&2
Schwelle, anaerobe (ANS)
Schwelle, anaerobe (ANS) (anaerobic threshold), Übergangs zwischen rein aerober zu teilweise anaerob-laktazid gedeckter Energiestoffwechselleistung (Mader, 1976); Punkt des maximalen Laktat-steady-state (Maxlass). Der Bereich wird zumeist als fixe anaerobe Schwelle mit einem Laktatwert von 4 mmol/l angegeben, was verschiedentlich kritisch gesehen wird, da die ANS abhängig ist vom Basislaktat, von der Belastungsstufendauer, von der Masse der…
Schwelle, respiratorische
Schwelle, respiratorische (respiratory threshold), → Schwelle, ventilatorische
Schwelle, ventilatorische
Schwelle, ventilatorische (ventilatory threshold), Punkt des optimalen Wirkungsgrades der Atmung, der auf der Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme, dem Atemminutenvolumen (AMV) und dem Atemäquivalent beruht. Sie entspricht spiroergometrisch der aeroben Schwelle und wird aus dem Verhältnis der Zunahme der Kohlendioxid-Abgabe (VCO2) in Relation zur Sauerstoffaufnahme (VO2) bestimmt. Ab einem gewissen Punkt nehmen Atemfrequenz und Atemtiefe stärker…
Schwellentraining
Schwellentraining (threshold training), nach physiologischen Parametern (→Laktatschwelle oder →ventlatorische Schwelle) gesteuertes Training im Bereich der aeroben Schwelle (AS) oder anaeroben Schwelle (ANS). In der Praxis spricht man einfach von aerobem oder anaerobem Training, obwohl biologisch eine reine Trennung nicht erfolgt. In der Trainingssteuerung fußen die Belastungszonen auf den Schwimmgeschwindigkeiten bei fixen Laktatwerten (s. Tab.). Neuere…
Schwellung
Schwellung (tumescence), durch Entzündung hervorgerufene Zunahme der Masse eines Organs oder Gewebes zumeist als Ergebnis von Flüssigkeitseinlagerungen (Ödem). Das damit verbundene Spannungsgefühl kann starke Schmerzen verursachen. Erste Hilfe durch Kühlung, Quarkwickel. Da Ödeme auch einen sehr ernsthaften pathologischen (krankhaften) Hintergrund haben können, ist bei unklarer Lage der Arzt aufzusuchen. Mehr zum Thema: http://gesundpedia.de/Schwellungen_(%C3%96deme)
Schwerkraft
Schwerkraft (Gravitation) (gravity), lat. gravitas für „Schwere“; auch Erdanziehungskraft, Kraft, die auf der Anziehung von Masse beruht, d.h. zwei Massen ziehen sich an, wobei Größe und Entfernung eine Rolle spielen. Der Apfel fällt zu Boden (zur Erde) und nicht die Erde zum Apfel. Schwerkraft ist das Produkt von Masse und Erdbeschleunigung (9,81 m/s2) und die…
Schwerkraftresultierende
Schwerkraftresultierende (force of gravity-resulting), Kraft, die beim „ruhenden“ Schwimmer zusammen mit dem resultierenden statischen Auftrieb ein Kräftepaar mit entgegen gesetzter Zugrichtung bildet und am Körperschwerpunkt angreift. →Schwerkraft