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Schlaf

Schlaf (sleep), „Erholungsvorgang des Gesamtorganismus, insbesondere des Zentralnervensystems“ (MEYERS LEXIKON).  Schlaf ist ein elementarer Bestandteil der Regeneration des Organismus und unverzichtbar, weshalb Schlafentzug als Folter zählt. So nimmt man an, dass in der ersten Nachthälfte durch Ausschüttung von Hormonen, die Zellen unseres Körpers repariert werden und damit der Alterung entgegengewirkt wird. Defizite an Schlaf können…

Schlagamplitude

Schlagamplitude (kicking width) →Bewegungsamplitude

Schlagfrequenz

Schlagfrequenz (straight shot; straight throw) →Zugfrequenz

Schlagschwimmarten

Schlagschwimmarten (stroke swimming techniques), Sammelbegriff für Schwimmarten mit vertikaler Beinbewegung (→Kraul-, →Rücken- und →Delfinschwimmen).  →Wechselzugschwimmtechniken

Schlagvolumen

Schlagvolumen (SV) (stroke volume), das von der linken Herzkammer in die Aorta ausgeworfene Blutvolumen pro Herzschlag (→Systole) mit einer Menge von 70-100 ml bei Untrainierten, bei Ausdauersportlern bis zu 200 ml. Das Schlagvolumen korreliert mit der Körpergröße, der Körperhaltung und der körperlichen Belastung. Die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems wird maßgeblich vom Verhalten des Herzminuten- und Schlagvolumen…

Schleimbeutel

Schleimbeutel (synovial bursa), mit Gelenkflüssigkeit gefüllter Gewebesack zur Verhinderung von Druck- und Reibungsschäden. Durch Überbelastung kann es zur Entzündung des Schleimbeutels (bursitis) kommen. Die Gefahr einer Schleimbeutelentzündung besteht im Schwimmen besonders beim Schleimbeutel zwischen Oberarmkopf und Schulterdach (bursa subacromialis), der als „Stoßdämpfer“ unzählige Armbewegungen abzufangen hat. →Schwimmerschulter   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Bursa_synovialis und bei Entzündung:…

Schleppen der Puppe

Schleppen der Puppe (manikin carry), Rettungssportliche Wettkampfdisziplin ab AK 50 über 25 m und Ausführungsbestimmung für rettungssportliche Wettkampfdisziplinen: der Kopf der Puppe muss mit mindestens einer Hand geschleppt werden, die Puppe darf nicht geschoben, d. h. der Kopf des Sportlers muss sich immer vor dem Kopf der Puppe befinden, oder geworfen werden, der Rettungssportler muss…

Schleppversuch

Schleppversuch (towing test; model test), im Schiffbau übliches Verfahren zur Widerstandsbestimmung von Schiffskörpern. Zur Leistungsbestimmung im Schwimmen wurden in der Forschung drei passive Verfahren (Schleppversuche) angewendet: im Schwimmbecken, im Schwimmkanal und im Schlepptank (Havriluk, 2007). Neuere Untersuchungen stützen sich auf computergestützte, numerische Strömungssimulationen. Ein Vergleich von passiven (Schleppen) und aktiven Methoden zeigte keine signifikanten Unterschiede…

Schlingentraining

Schlingentraining (sling training), Trainingsmethode, bei der mit einem Seil- und Schlingensystem und dem eigenen Körpergewicht trainiert und der ganze Körper beansprucht wird. Ziel ist, des Zusammenspiels der Muskulatur durch das Training kompletter und komplexer Bewegungsabläufe zu verbessern anstelle des sonst üblichen isolierten Muskeltrainings. Die ursprünglich für die US-Army entwickelte Trainingsmethode, um bei Auslandseinsätzen auch ohne…

Schlucken (Wasser schlucken)

Schlucken (Wasser schlucken) (swallow), unbewusste und nicht gewollte Aufnahme von Wasser während des Schwimmens, das je nach Wasserqualität gesundheitsschädlich sein kann. Amerikanische Untersuchungen bei Breitensportlern ergaben aber nur geringe Mengen zwischen Null und 154 ml pro 45 Minuten, die im Bereich der von der WHO (2003) mitgeteilten Zahlenwerte (20 bis 50 ml) liegen (Gmünder, 2007).…

Schlupf

Schlupf (slipping), entsteht, wenn Kräfte durch Reibung übertragen werden und die Oberflächen aufeinander gleiten, z.B. beim Keilriemen. Man spricht von Schlupf, wenn beim Autorad die tatsächlich zurück gelegte Strecke pro Radumdrehung vom tatsächlichen Radumfang abweicht. Der Schlupf, der entsteht wenn Räder durchdrehen oder blockieren erhöht den Reifenverschleiß. Bei der Kraftübertragung im Wasser ist Schlupf der…

Schlüsselreiz

Schlüsselreiz (key stimulus), eine instinktive Reaktion auslösender signalartiger Reiz im Sozialverhalten auch als Auslöser bezeichnet. Den Begriff „Schlüsselreiz“ verbindet man mit der Vorstellung, dass die auslösenden Reize einem Schlüssel gleichen, dessen Bart passgenau ein Schloss (Auslösemechanismus) öffnet und damit die nachfolgende Instinktbewegung des Individuums in Gang setzt. Beispiele: Wird ein Hühnerküken unter eine schalldichte Glasglocke…

Schlussweitsprung

Schlussweitsprung (standing long jump) →Standweitsprung

Schmerz

Schmerz (pain), komplexe Sinnesempfindung, die von verschiedenen Reizen mit so hoher Intensität ausgelöst werden kann, dass z.B. betroffenes Gewebe zumindest vorübergehend geschädigt wird. Es ist ein sehr komplexes Geschehen, so können Schmerzen in bestimmten Situationen (unter Schockzustand) nicht wahrgenommen werden, in anderen Situationen eingebildet (Phantomschmerz) sein. Schmerz ist demnach das, was der Mensch als solches…

Schmerzmittel

Schmerzmittel (Analgetika) (analgesics), Mittel zur Linderung von Schmerzen, von denen etwa 250 in deutschen Apotheken rezeptfrei angeboten werden. Das täuscht darüber hinweg, dass es nur wenige schmerzdämpfende Wirkstoffe zur Selbstbehandlung gibt, wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol sowie Naproxen. Besonders problematisch ist offensichtlich die Einnahme von Schmerzmitteln bereits vor Beginn des Wettkampfes, obwohl besonders unter…

Schmetterlingsschwimmen

Schmetterlingsschwimmen (butterfly), Sportschwimmart in Brustlage mit synchroner Armführung und Brustbeinbewegung, die sich im Wettkampfschwimmen aus dem Brustschwimmen entwickelt hat und 1953 durch die FINA als eigenständige Wettkampfdisziplin anerkannt wurde. In den Folgejahren setzte sich aber immer mehr die Delfintechnik durch, so dass gegenwärtig, ausgenommen Masters, die 50/100m und 200m Schmetterling sowie die Teilstrecken im Lagenschwimmen…

Schmetterlingswende

Schmetterlingswende (open turn for butterfly), auch Seitfall- oder Kippwende. Wende im Delfinschwimmen, deren Ablauf durch die Wettkampfbestimmungen geregelt ist, indem der Schwimmer in Brustlage gleichzeitig mit beiden Händen anschlagen muss und nach jeder Wende einen oder mehrere Beinschläge und einen Armzug ausführen kann, wobei Beinschläge unter Wasser in Seitenlage gestattet sind. Es ist dem Schwimmer…

Schnelligkeit

Schnelligkeit (speed caoacity), koordinativ - konditionell determinierte Fähigkeit, um Bewegungshandlungen in kürzester Zeit zu vollziehen und/oder schnellstens zu reagieren. In der Sportwissenschaft gibt es verschiedene Sichtweisen zur Einordnung der Schnelligkeit in das System der sportlichen Leistungsfähigkeit. Ungeachtet dessen bleibt die Schnelligkeit eine „elementare →Leistungsvoraussetzung, die aus physiologischer Sicht an besondere Leistungen des neuromuskulären Systems gebunden…

Schnelligkeit, azyklische

Schnelligkeit, azyklische (speed capacity, acyclic), →azyklische Bewegungsschnelligkeit, Form der Komplexschnelligkeit bei azyklischen Bewegungen. →Schnelligkeit  Beispiel: Start und Wende beim Schwimmen = Aktionsschnelligkeit

Schnelligkeit, elementare

Schnelligkeit, elementare (speed caoacity,elementary), Schnelligkeit im engeren Sinne als „anatomisch-physiologisch annähernd eindimensional begründbarer Fähigkeitskomplex“ (Hohmann et al. 2002), auch: „reine“ Schnelligkeit oder „Grundschnelligkeit“ (Hauptmann in Schnabel et al. 2008, S.169). Die elementare Schnelligkeit ist stark anlagebedingt und gliedert sich in Reaktionschnelligkeit und Koordinationsschnelligkeit. Sie spielt besonder bei der Spezialisierung (Sprint) eine Rolle. →Talentauswahl