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Fructose
Fructose (fructosis), lat. fructus „Frucht“; Fruchtzucker, der im Kohlehydratstoffwechsel zu Glucose abgebaut wird. Fructose ist der wichtigste natürlich vorkommende Zucker (Honig und Obst) und ist ebenfalls im Haushaltszucker an Glucose (Saccharose) gebunden. Die hochkonzentrierte industriell hergestellte Fructose in vielen Fertigprodukten ist (besonders in Verbindung mit Bewegungsarmut) ausgesprochen gesundheitsgefährdend (in USA „Dickmacher Nr.1“). Der Kalorienanteil ist…
Frühentwicklung
Frühentwicklung (prematurity), biologischer Entwicklungsvorsprung gegenüber den Entwicklungsnormen der entsprechenden Altersklasse, auch als individuelle Akzeleration bezeichnet (im Gegensatz zur säkularen Akzeleration). Die Beziehung zwischen Frühentwicklung und Sport muss von zwei Seiten gesehen werden, einmal beeinflusst Frühentwicklung das physische Leistungsvermögen und kann deshalb bei der Talentauswahl zu Fehleinschätzungen führen, zum anderen wirkt sich regelmäßiges Sporttreiben günstig auf…
Frühform
Frühform (early shape), eine frühzeitig erreichte sportliche Form, die nur schwerlich bis zum (Haupt-)Wettkampf zu halten ist. Die Ursachen liegen zumeist in einem zu zeitigen Abbruch der Erarbeitung der Leistungsgrundlagen (→Leistungsvoraussetzungen) und damit einer zu langen Taperphase. Deshalb ist der Zeitraum der Leistungsausprägung je nach vorausgegangenem Training (z.B. Höhentraining), der Zielstrecke im Wettkampf und den…
Frühstart
Frühstart (false start), allgemein der Beginn einer Wettkampfhandlung vor dem Startsignal. Im Schwimmen die ehemalige Bezeichnung für einen Fehlstart (Lösen der Füße vom Startblock) des ablösenden Schwimmers einer Staffel, bevor der ankommende Schwimmer angeschlagen hat. Der Frühstart führt zur Disqualifikation der Staffel, es sei denn, der den Frühstart verursachende Schwimmer kehrt zurück und schlägt noch…
frühzeitige Spezialisierung
frühzeitige Spezialisierung (early specialization) →Spezialisierung, frühzeitige
Frustration
Frustration (frustration), lat. frustra „vergeblich“; Enttäuschung wegen nicht erfüllter Erwartung, aber auch das Gefühl, nicht beachtet, übergangen worden zu sein. Frustration kann zu Aggressionen (Frustrations-Aggressions-Hypothese) oder Depression führen. Der Leistungssport gibt wegen seiner hohen Zielgebundenheit einerseits (→Leistungsdruck) und der Trainingsmethodik und Gegnerschaft als teilweise unbekannte Variablen andererseits sowie der permanenten „Veröffentlichung“ („gläserner Sportler“) vielerlei Anlass…
Führung
Führung (leadership), in Sozialwissenschaft „planende, koordinierende und kontrollierende Tätigkeiten in Gruppen und Organisationen“ (Wikipedia). Im Sport mit seinen demokratischen Strukturen verbietet sich eine Führung nach einem hierarchischen Konzept mit Anordnungsbefugnissen und Ausführungspflichten. Im Training ist Führung auf Selbstständigkeit gerichtet, bezeichnet Inszenierung, Lenkung bzw. Steuerung durch den Trainer und umfasst Analyse, Planung, Gestaltung und Organisation des…
Führungskompetenz
Führungskompetenz (guidance authority), Vermögen, bewusst und zielstrebig Personen und Gruppen zu aktivieren, Zielgröße von Kompetenztraining, inzwischen Tummelplatz vieler selbsternannter „Gurus“. Zur Führungskompetenz des Trainers zählen fachliche und methodische Kompetenz (Fachkompetenz), strategisches Denken, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Gestaltung eines guten Gruppenklimas durch Offenheit und Einbeziehung aller (soziale Kompetenz). →Führung, →Führungsstil, →Trainerkompetenz Exkurs: Ausgehend von der zunehmenden Bedeutung von…
Führungsstil
Führungsstil (guidance, style of), langfristiges, relativ stabiles, von der Situation unabhängiges Verhaltensmuster einer Führungskraft, das zugleich die Grundeinstellung gegenüber den Mitarbeitern zum Ausdruck bringt (Staehle, 1999, S.334). Der Pionier der modernen Sozialpsychologie, Karl Lewin (1890-1947) beschrieb die inzwischen klassischen Führungsstile: autoritär, demokratisch und Laissez-faire. Der Weg vom autoritären zum demokratischen Führungsstil verläuft nach Tannenbaum &…
Führungsstil, autoritärer
Führungsstil, autoritärer (autokratischer) (style of leadership, more authoritarianly), gekennzeichnet durch eine klare Trennung zwischen „Chef“, der entscheidet und kontrolliert und „Mitarbeitern“ als ausführende, was ein distanziertes Verhältnis begünstigt. →Führung, →Führungsstil, →Führungskompetenz Auf den Sport bezogen, die Führung der Gruppe durch einen Trainer, der in alleiniger Verantwortung die Trainingsgruppe dirigiert, viel mit Lob und Tadel arbeitet,…
Führungsstil, charismatischer
Führungsstil, charismatischer (style of leadership, charismatic), Führung durch die Ausstrahlungskraft, die ein Leiter hat. →Charisma Exkurs als Beispiel für den charismatischen Führungsstil: „Doc“ Counsilman war nicht nur einer der erfolgreichsten amerikanischen Schwimmtrainer, sondern auch der geborene Meister der Gruppendynamik; er verwendet positives Denken, Ritual, Zeremonie und pflegte Traditionen... Aber vor allem war Doc ein fein…
Führungsstil, demokratischer
Führungsstil, demokratischer (style of leadership, more democratically), auch „kooperativer“ Führungsstil, bei dem der Chef seine Mitarbeiter in den Arbeitsablauf mit einbezieht, Diskussionen erlaubt, aber auch sachliche Unterstützung erwartet. Bei Fehlern wird in der Regel nicht bestraft, sondern geholfen (WIKIPEDIA). →Führung Für den Trainer heißt das Führung bei Einbeziehung der Sportler. Der demokratische Führungsstil fußt weitgehend…
Führungsstil, kooperativ-integrativer
Führungsstil, kooperativ-integrativer (style of leadership, cooperative – integrative) →Führungsstil, demokratischer
Führungsstil, laissez-fair
Führungsstil, laissez-fair (style of leadership, laissez fair), Führungsstil “ohne Grenzen”, indem die Mitarbeiter keinen Regeln ausgesetzt sind und weitgehend selbst entscheiden können. Übertragen auf den Sport „Degradierung“ der Führung zur Aufsicht. Der den laissez-fair Stil verschriebene Trainer sitzt fast die ganze Trainingseinheit über auf dem Startblock, freut sich anschließend über das Honorar und dass keiner…
Fun
Fun (engl.), Gaudi; Spaß, übernommen in die Begriffe Fun (→Spaß-)gesellschaft und Funsportarten (→Trendsportarten). Die Spaßgesellschaft ist gekennzeichnet durch Überbetonung des Wertes von Spaß in der Gesellschaft, einem Hang zu einem Mehr an ständigem Amüsement, angestachelt von einer ausufernden Werbe- und Freizeitindustrie. Oft auf Kosten sozialer Bedürfnisse. Auch bei den Funsportarten stehen Vergnügen und gemeinsames Erleben…
Fundraising
Fundraising (“Kapital beschaffen“), Formen der Beschaffung von Geld, Sachwerten Zeit oder Wissen für eine gemeinnützige Einrichtung als so genannte einseitige Leistung, d.h. ein Vertrag wie beim Sponsoring ist nicht erforderlich. Im Rahmen der Statistik der Spendenverteilung in Deutschland wird der Sport am Rande unter "sonstige Organisationen" geführt, obwohl er die größte Personenvereinigung in Deutschland ist.…
Funktion
Funktion (function), lat. functio „Tätigkeit, Verrichtung“; ein Begriff mit vielfältigen Gebrauch (von Mathematik bis Musik); hier einmal ein „abgegrenzter Aufgaben- und Verantwortungsbereich innerhalb einer Organisationsstruktur“ (Funktionär); in der Biologie der Ablauf eines einem Organ oder einer anatomischen Struktur zugeordneten Geschehens (ROCHE-Lexikon, 1987). →Anatomie, funktionelle, →Funktionsgymnastik, →Funktionsdiagnostik, →Funktionskreis,
Funktionsdiagnostik
Funktionsdiagnostik (functional diagnosis), diagnostische Verfahren in verschiedenen medizinischen Fachgebieten, bei denen spezifische Leistungen (Funktionen) eines Organs oder Organsystems (kardial, pulmologisch, anthropometrisch, orthopädisch) unter möglichst standardisierten Bedingungen überprüft werden (http://flexikon.doccheck.com/de/Funktionsdiagnostik, Zugriff am 10.05.2016). →Leistungsdiagnostik