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Zyklisierung

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Menstruation

Menstruation (menstruation),lat. menstruus „monatlich“ zu lat. mensis, „Monat“; Periodisch (etwa 400 mal im Leben einer Frau) erfolgende Abstoßung der Uterusschleimhaut, die mit mehrtägigen Blutungen einhergeht. Der Menstruationszyklus beträgt durchschnittlich 28±4 Tage und wird in die Follikelphase (10-16 Tage nach der ersten Blutung), den Eisprung (Ovulation) und die Gelbkörperphase (Lutealphase, 10-15 Tage nach dem Eisprung) unterteilt.…

Mesozyklus (MEZ)

Mesozyklus (MEZ) (meso-cycle), mittelfristiger Trainingsabschnitt, der einem Makrozyklus zugeordnet ist, aus mehreren Mikrozyklen besteht und sich im Laufe eines Trainingsjahres wiederholt. Die Typen der Mesozyklen sind in der Literatur recht unterschiedlich benannt. Nach ihrer Einordnung in den Makrozyklus kann man von einer Rangfolge ausgehen, wonach auf einen MEZ grundlegender Leistungsvoraussetzungen, ein MEZ der Ausprägung und…

Mikrozyklus

Mikrozyklus (micro-cycle), kleinste in sich abgeschlossene, einem bestimmten Inhalt zugeordnete Einheit in der Hierarchie der Zyklisierung des Trainings. Der Mikrozyklus besteht aus mehreren Trainingseinheiten und umfasst im Schwimmen zumeist eine Woche oder 3-4 Tage, je nach Belastungsrhythmus (jeden 2./3. oder 4. Tag ein Halbtag Ruhe, wobei der durch die Kalenderwoche bestimmte Rhythmus außer Kraft gesetzt…

Nebenwettkampf

Nebenwettkampf (secondary match), Wettkampf, der im Sinne von Überprüfung des aktuellen Leistungsstandes oder bestimmter schwimmtechnischer Fertigkeiten bzw. der Wettkampfstabilität, taktischer Varianten (Taktik) usw. genutzt, aber nicht spezifisch im Sinne des Erreichens der Topform vorbereitet wird. Nebenwettkämpfe überprüfen die Umsetzung der Inhalte des jeweiligen Mesozyklus („Abrechnung auf der Strecke“) und unterscheiden sich vom Hauptwettkampf.  

Nominierungswettkampf

Nominierungswettkampf (trial; qualifying competition), Wettkampf, dessen Ergebnisse auf der Grundlage von Nominierungsprinzipien zur Nominierung von Sportlern und Trainern (zumeist) für den Hauptwettkampf eines Makrozyklus (z.B. Kurzbahn-EM) oder eines Jahres (EM, WM, OS) herangezogen werden. Mehr zum Thema: http://www.dsv.de/schwimmen/nationalmannschaft/nominierungs-richtlinien/- Zugriff 24.01.21

Olympiade

Olympiade (olympiad), griech. Olympiás; Zeitraum von vier Jahren zwischen zwei Olympischen Spielen. Der Begriff Olympiade wird fälschlicherweise oft für die Olympischen Spiele gebraucht.

Östrogene

Östrogene/Estrogene (estrogens), lat. oestrus „Stachel“, „Leidenschaft“; Follikelhormone, zur Gruppe der Steroidhormone gehörend, die bei der Frau die sekundären Geschlechtsmerkmale ausprägen und die Uterusschleimhaut wieder aufbauen (→Follikelphase). Östrogen kann einen signifikanten Einfluss auf die Stabilität der Muskelmembran und möglicherweise auf die Verminderung von trainingsinduzierten Muskelschäden haben (Tidus 2003).  Leistungssportliche Belastungen können den normalen Zyklusablauf stören. Besonders…

Periodisierung

Periodisierung (periodisation), griech. períodos „das Herumgehen“; allgemein ein Zeitintervall, z.B. Zeitalter in der Geschichte. Im Sport bezieht sich Periodisierung speziell auf die Ausrichtung des sportlichen Trainings auf Wettkampfhöhepunkte. Häufig werden Periodisierung und Zyklisierung synonym gebraucht. Im Begriff der Zyklisierung findet man aber eine „tiefer gehende Betrachtung des Trainingsaufbaus in fast allen Realisierungsbereichen des sportlichen Trainings"…

Prinzip der Akzentuierung und Kontinuität

Prinzip der Akzentuierung und Kontinuität (principle of the accentuation and continuity), Trainingsprinzip, wonach die Ausbildung von Fertigkeiten und Fähigkeiten nach Schwerpunkten (Akzenten) erfolgt, andererseits aber eine gleichmäßige Schulung aller Fähigkeiten (Kontinuität) nicht vernachlässigt werden darf.  Grundlage des Prinzips der Zyklisierung des Trainings, wobei ein extrem betriebenes Blocktraining mit diesem Prinzip kollidieren kann. Das Prinzip der…

Prinzip der Grenzbelastung

Prinzip der Grenzbelastung (principle of maximum load), Trainingsprinzip, →Grenzbelastung

Prinzip der Zyklisierung

Prinzip der Zyklisierung (principle of the zyklisierung), allgemeines Trainingsprinzip, wonach das Training nicht als gleichförmiger Prozess, sondern als „hierarchisch geordnetes System von längeren und kürzeren Abschnitten, die sich in bestimmtem Maße auf einem erreichten höheren Niveau wiederholen“ zu verstehen ist (Schnabel et al. 2003). →Zyklisierung, →Periodisierung Beispiel: Unterteilung eines Trainingsjahres in Makro- und Mesozyklen. Exkurs:…

Regeneration

Regeneration (regeneration, recovery), lat. regeneratio „Neuentstehung“; bildungssprachlich Erneuerung, Belebung, Wiederherstellung von verletztem Gewebe (Biologie) bis zur Rückgewinnung chemischer Stoffe (Technik). →Regenerationsmaßnahmen, →Regenerationstraining, Auf den Leistungssport bezogen kann Regeneration pragmatisch als Umkehrung der trainingsinduzierten Ermüdung verstanden werden (Faude & Meyer, 2012). Darunter fallen Maßnahmen zur Erholung nach hohen Trainingsbelastungen im psychologischen Bereich (psychoregulative Verfahren), durch Regenerationstraining, physiotherapeutische…

Rekreation

Rekreation (recreation), lat. recreatio „Erholung, Wiederherstellung“; Erholung, Erfrischung, Rückgewinnung verbrauchter Kräfte und Wiederherstellen der Leistungsfähigkeit (Brockhaus), besser: aktive Freizeit. Sehr weit gefasst, so för­de­rt "Rekreationstherapie kör­per­liche und see­li­sche Lei­stungs­fähig­keit, Selbst­wert­ge­fühl, Kontakt­fähig­keit, soziale Reintegrati­on usw. durch Maß­nahmen zur autono­men Ge­staltung der Freizeit, z. B. Sport und Bewegung, Wandern, Töp­fern, Sei­den­ma­len, Sau­na, kulturelle Ver­an­staltun­gen" (https://www.pschyrembel.de/Rekreationstherapie/S0222 - Zugriff…

Reversibilität

Reversibilität (reversibility), lat. reversus ‚umgekehrt‘; Umkehrbarkeit von Prozessen, in der Physik eine umkehrbare thermodynamische Zustandsänderung. Eine reversible Krankheit ist heilbar, nicht heilbar ist dementsprechend "irresversibel". In der Psychologie das Umschalten von Gedankengängen, die Dinge aus einer Perspektive zu sehen oder auch aus dem entgegengesetzten Blickwinkel zu betrachten. Beispiel:  Ein Kind, das beispielsweise die Frage, „hast…

Schulferien

Schulferien (school holidays), Zeitraum für Schüler ohne Unterricht oder andere schulische Veranstaltungen („frei von Schule“). In der Regel gibt es an deutschen Schulen zu jeder Jahreszeit Ferien von einer bis zu sechs Wochen: Sommer-, Herbst-, Weihnachts-, Winter-, Ostern- und Pfingstferien. Schulferien werden von Vereinen und Verbänden bevorzugt für Trainingslehrgänge genutzt. Dabei ist darauf zu achten,…

Tapering

Tapering (tapering), engl. „zuspitzen“, übertragen „Formzuspitzung“, zwei bis dreiwöchige Trainingsphase vor wichtigen Wettkämpfen, vergleichbar mit dem Mesozyklus „Leistungsausprägung“ (→Unmittelbare Wettkampfvorbereitung). Die Dauer des Tapering hängt von Umfang und Intensität des absolvierten Trainings, der Anzahl und Verteilung der Starts sowie dem Alter und der Spezialisierung ab, wobei besonders zwischen Sprinter und Langstreckler zu differenzieren ist. Allgemein…

Taperphase

Taperphase (taper period) →Tapering  

Timing

Timing (timing), engl. „zeitliche Abstimmung“; inzwischen als Anglizismus im Deutschen für eine (optimale) zeitliche Abstimmung zweier Aktionen oder Ereignisse. Im Sport zeitlich abgestimmtes und damit effektives Zusammenspiel von Teil- oder Ganzkörperbewegungen. In Sportspielen wichtig für ein koordiniertes Zusammenspiel (Teamwork), im Schwimmen vor allem auf Zeit- und Rhythmusgefühl gestützt. "Erfolgreiches Timing kann als optimaler zeitlicher Abstimmungsvorgang…

Topform

Topform (englisch für „Hochform“), Anglizismus, allgemein eine hochwertige äußere Struktur eines Produktes. Im Sport ein optimaler konditioneller und mentaler Zustand nach einem erfolgreichen Trainingsaufbau mit dem Ziel, eine gute Wettkampfleistung zu erzielen. Trainingsmethodische Grundlage ist die Zyklisierung des Trainings mit einem spezifischen Zuschnitt (UWV, Tapern), damit der Sportler zum Hauptwettkampf in Topform ist. →Leistungsausprägung

Trainingsabschnitt

Trainingsabschnitt (training period) →Trainingszyklus