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Trainer

160 Einträge

Coaching, biografisches

Coaching, biografisches (coaching, biographical), Beratungsmethode bei der dem persönlichen Coaching ein biografisches Interview und dessen umfangreiche Analyse vorgeschaltet werden. "Indem der Klient die komplette Biografieanalyse vorliest, reflektiert er seine eigene Biografie als Hintergrund für sein (Führungs-)Verhalten und erhält im Vorfeld des Coachings bereits wichtige Denkanstöße. Der Coach wiederum lernt die Lebensgeschichte seines Klienten kennen und…

Deutsche Schwimmtrainer-Vereinigung (DSTV)

Deutsche Schwimmtrainer-Vereinigung (DSTV) (German Swimming Coaches Association), 1971 gegründete Interessenvertretung der Schwimmtrainer Deutschlands mit Stimme im DSV (2 Stimmen zum Verbandstag, im DSV-Hauptausschuss, den FA-Schwimmen, Ausbildung und Wissenschaft) und in der WSCA. Mit einer jährlichen Tagung, einer Fachzeitschrift („Der Schwimmtrainer“), der Reihe „Lernen und Optimieren“ sowie weiteren Maßnahmen (u.a. Rechtsberatung) leistet die DSTV einen maßgeblichen…

Diplomtrainer

Diplomtrainer (diploma coach), berufsakademisches Studium an der Trainerakademie in Köln mit einem sehr hohen Spezialisierungsgrad, das auf die Einsatzperspektive der Studierenden als Trainer im Leistungssport hinzielt. Es wird ganz bewusst an den besonderen Vorkenntnissen und Erfahrungen der Studierenden sowie den Besonderheiten der Diplom-Trainer-Studenten hinsichtlich ihrer Berufs- und Studienmotivation angeknüpft. Die dreijährige Ausbildung ist ausgerichtet auf…

Disziplin

Disziplin (discipline; sport event; branch), von lat. Lehre, Zucht, Schule, beschränkt sich einmal auf das Verhalten von Regeln (Pädagogik), zum anderen auf ein Teilgebiet in der Wissenschaft (z.B. Trainingswissenschaft) oder im Sport (z.B. Ausdauersport) Pädagogik: freiwilliges Einhalten sozial determinierter Verhaltensregeln und Ordnungen. Durch die kritischen und emanzipatorischen Positionen als Gegenreflex der 68er zum Kadavergehorsam ihrer…

Disziplintrainer

Disziplintrainer (discipline coach), Trainer im Hochleistungsbereich mit Verantwortung für eine bestimmte Disziplingruppe, z.B.  „Sprint“ oder Langstrecke. Der Begriff steht also nicht für für einen "disziplinierten Trainer, obwohl das auch nicht schaden kann.  Die sehr effektive Form der Spezialisierung ist aber personell und finanziell, zumindest auf Vereinsebene, kaum durchzustehen und bleibt zumeist dem Dachverband vorbehalten. In…

Divergenztheorem

Divergenztheorem (divergenzy theorem), lat. divergere „auseinanderstreben, abweichen“; mathematischer Satz und Führungsmodell In Gruppen differenzieren sich nach einer gewissen Zeit die Rollen. Aus der sozialpsychologischen Forschung sind dabei zwei Tendenzen bekannt, wonach Gruppenmitglieder bewertet werden::  nach ihrer Leistung beim Erreichen des Gruppenziels (Leistungsziel)  nach ihrem Anteil am sozialen Zusammenhalt der Gruppe (Gruppenkohäsion) Das führt häufig zu…

Dominanz

Dominanz (dominance), lat. dominans „Gebieter“; Vorherrschaft, Durchsetzungsvermögen gegenüber Schwächeren. Ein Grundwesenszug der Persönlichkeitsdimensionen (Cattell et al. 1970). In der Genetik gibt es dominante Erbanlagen. →Dominanzstreben In der Sozialpsychologie die Überlegenheit von Einzelnen oder Gruppen über andere (Dominanzverhalten). Gegenteil: Subdominanz (Unterwürfigkeit). Manche Sportler sind „von Haus aus“ dominant (persönlichkeitsbedingte Rolle). Zumeist bildet sich aber die Dominanz…

Dominanzstreben

Dominanzstreben (desire/quest for dominance), Dimension der Persönlichkeitspsychologie, die sich im Streben einer Person nach einer Machtstellung innerhalb einer Gruppe äußert und durch Eigenschaften wie bestimmend und befehlsgebend gekennzeichnet ist. Untersuchungen an Tieren haben gezeigt, dass soziale Ränge (Alphatier) genetisch bedingt sein könnten (Zeibig, D. 2014). →Dominanz Der Drang nach Überlegenheit äußert sich im Großen (Politik)…

Ehrenkodex (der Trainer)

Ehrenkodex (der Trainer) (code of ethics), vom Deutschen Sportbund (DSB) 1997 verabschiedetes Standesethos der Trainer im deutschen Sport mit normen- und wertbegründeten Orientierungen für die Gesinnung und das Handeln im Bereich des Trainings und Wettkampfes. „Diese Orientierungen sind im Grundsatz an einem „humanen Leistungssport" sowie am Wohl von Kindern und Jugendlichen, an der „mündigen Athletin"…

Eignung

Eignung (aptitude), besondere Tauglichkeit für eine bestimmte Tätigkeit Unter Eignung verstehen wir im Leistungssport „einen sportartspezifisch strukturierten Komplex von Fähigkeiten und Voraussetzungen, den ein Sportler für das Erreichen von hohen Leistungen in der ausgewählten Sportart benötigt“ (Kupper, 1976). (→Veranlagung, →Talent, -Talenterkennung, -Talentsichtung, - Talentsuche, -Talentprognose) Das betrifft übrigens im Sport Aktive wie Trainer und Funktionäre.…

Einfühlungsvermögen

Einfühlungsvermögen (empathy) →Empathie

Empathie

Empathie (empathy), griech. Wurzel path „leiden, fühlen“; Einfühlungsvermögen, bedeutende Fähigkeit sozialer Kompetenz, das Vermögen, sich in andere Menschen und deren Situationen  hineinzuversetzen (emotionale Intelligenz). Junge Sportler führen heißt, auf sie zuzugehen, Verständnis für ihre Probleme und Sorgen zu zeigen. Die Sportler wissen das zu schätzen. Das stärkt die Akzeptanz des Trainers, seine Führungsrolle und damit…

Erfahrung

Erfahrung (experience), durch Wahrnehmung und Lernen erworbene Erkenntnisse und Verhaltensweisen; das im Verlaufe des Lebens erworbene und erprobte Wissen (Lebenserfahrung). Darauf baut das erfahrungsbasierte Lernen auf, das auf der Annahme beruht, erst die unmittelbare, praktische Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand ermögliche ein effektives Lernen. →Erfahrungslernen, →Lernen, reflexifes Der Sportler erfährt den eigenen Körper, die eigene Bewegung, den…

Erwartungsdruck

Erwartungsdruck (weight of expectation), Diskrepanz zwischen zumeist von außen auferlegten Zielen und Ansprüchen und den persönlichen Erwartungen, die zu Verkrampfungen, Übersteuerungen bis Denkblockaden führen kann. "Die Zahl der zeitlich (nahezu) parallel gestellten und unter Zeit- und inhaltlichem Erwartungsdruck zu lösenden Probleme hat in den letzten Jahrzehnten spürbar zugenommen und erfasst immer mehr Altersgruppen und Gesellschaftsbereiche"…

Erwartungshaltung

Erwartungshaltung (expectation attitude), Haltung einer Person, die sich aus seiner Vorwegnahm bzw. Vergegenwärtigung eines kommenden Ereignisses (Erwartung) ergibt. Die Erwartungshaltung spielt eine große Rolle im Verhältnis von Trainer und Sportler zu Medien und Zuschauern. →Erwartungsdruck "Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen". Ernst Ferstl (*1955) österreichischer Schriftsteller

Erziehung

Erziehung (education), Maßnahmen, um Menschen in ihrer Entwicklung umfassend zu fördern. Der Schwerpunkt liegt dabei in der „Herausbildung von Einstellungen, Charakter und Verhalten bei der Aneignung von Normen und Werten, Verhaltensregeln und –mustern“ (Roehr, in: Schnabel & Thieß, 1993, S.275). Eine Einengung der Erziehung auf den Heranwachsenden ist nicht angebracht, da dies voraussetzen würde, dass…

Erziehungskompetenz

Erziehungskompetenz/Erziehungsfähigkeit (educational competence), über das Erziehungswissen hinausgehende Fähigkeit, dieses Wissen auch erzieherisch umsetzen zu können. Eigentlich werden Kompetenz und Fähigkeit synonym gebraucht, als Wortpaar mit dem Erziehungsbegriff gehen sie hier getrennte Wege. Der Begriff Erziehungsfähigkeit wird von Sozialpsychologen definiert als die Fähigkeit „an den Bedürfnissen und Fähigkeiten eines Kindes orientierte Erziehungsziele und Erziehungs­ein­stellungen auf der…

Experte

Experte (expert), lat. expertus „erfahren, kundig, erprobt“; qualifizierter Fachmann, sowohl in der Theorie (Wissenschaft) als auch in der Praxis (Handlungswissen). Im weiteren Sinne auch jeder, der in einem Problembereich, z. B. als Beteiligter oder Betroffener, sich besonders gut auskennt.→Fachkompetenz Im gewissen Sinne ist der Trainer durch seinen hohen Spezialisierungsgrad „Experte“. Inwiefern das stimmt, möge jeder Kollege…

Fachkompetenz

Fachkompetenz (specialized authority), lat. competentia „Eignung“; auch Sachkompetenz, fachlische Kenntnisse, Fertigkeiten und Engagement für erfolgreiches Handeln. Im Sport das (sportfachliche) Wissen und Können des Trainers, das zur qualifizierten Führung von Sportlern zu sportlichen Höchstleistungen (→Handlungskompetenz) erforderlich ist. Zu vergleichen mit MARTINs (1991) „Gebrauchstheorie“, in die subjektive Erfahrung, allgemein anerkannte Erfahrungen, Trainingstheorie und spezielle Bedingungen der…

Fachmann

Fachmann (expert) →Experte