Regeneration
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Hydration
Hydra(ta)tion (engl. Hydration) = Wasseranlagerung, übertragen →Flüssigkeitsbedarf/-zufuhr
Immunmodulatoren
Immunmodulatoren (immunomodulators), Pharmakologische Substanzen, die das angeschlagene Immunsystem unterstützen und damit die Abwehrkraft stärken. Einige Heilpflanzen und auch Cannabis wirken ebenfalls immunmodulierend. Immunmodulatoren werden im Hochleistungssport zunehmend eingesetzt. Durch die Medikation mit einem pflanzlichen Immunmodulator konnte bei Leistungssportlern der Frühjahrsinfekt vermieden werden (Pelzl & Wendlandt, 1993). Der Immunmodulator AM3 wird wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung als…
Kältekammer
Kältekammer (cold chamber), von Japan übernommene und zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen entwickelte Ganzkörperkältetherapie. Über zwei Vorstufen (-10° und -60° C) nähert man sich der Minimaltemperatur von -110 Grad, wobei schnelle Bewegungen vermieden werden sollten. Die Haut kühlt sich bis auf 5 Grad Celsius ab. Durch Gegenregulation bleibt aber die Körpertemperatur stabil. Durch die Kälte sollen…
Kältetherapie
Kältetherapie (cryotherapie), Verfahren der physikalischen Medizin, indem kalte Stoffe (Wasser, Eis) durch ihre schmerzlindernde Wirkung und Einschränkung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Heilung genutzt werden. Bekanntes Beispiel sind die KNEIPPschen Anwendungen. →Kältekammer Sportler nutzen die Kältekur zur Leistungsverbesserung und Regeneration (Joch et al. 2002), ohne dass sie zu unerlaubten Mitteln greifen müssten. Neben der Kältekammer (→Ganzkörperkältetherapie) werden…
Klima
Klima (climate), griech. klima eigentlich „Neigung (der Erde gegen die Pole hin)“, danach „Himmelsgegend, Gegend, geografische Lage“; Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen der Atmosphäre an einem Ort über einen längeren Zeitraum. Es unterscheidet sich damit vom Wetter hinsichtlich seiner zeitlichen Gültigkeit. In der Arbeitsphysiologie werden Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Temperatur der umgebenden Flächen zu Klima-Summen-Maßen zusammengefasst.…
Klimalager
„Klimalager“ (climate camp), umgangssprachlich im Sport Trainingslager, vorrangig im Hochleistungstraining in Mesozyklen mit Aufbau- oder Regenerationscharakter, verbunden mit der Sehnsucht nach wärmender Sonne, aber auch für bestimmte Allergiker (→Allergie) im Frühjahr und Sommer mit der „Flucht vor Pollen“. Eine klare trainingsmethodische Zielstellung sollte aber den Unterschied zu einer Urlaubsreise deutlich machen.
Kompensation
Kompensation (compensation), lat. compensare „ausgleichen“, „ersetzen“; Ersatz oder Ausgleich von real vorhandenen oder vermeintlichen Mängeln (Psychologie), der verminderten Leistung eines Organs (Medizin), von Störeinflüssen (Technik) usw. →Superkompensation, →Homöostase In der Trainingswissenschaft spricht man von Kompensation als Ausgleich nach Belastungsphasen durch Trainingsübungen mit niedriger Intensität. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine aktive Nachbelastungsphase die Wiederherstellung…
Konzentrative Entspannung
Konzentrative Entspannung (concentrated relaxation), →Psychoregulatives Verfahren der Entspannung der Muskeln durch vorherige Anspannung, wobei der Sportler (zunächst unter Anleitung) befähigt werden soll, selbständig neuromuskuläre Spannungszustände zu fühlen und zu beeinflussen. Einfach gesagt: durch das Hineindenken und Erspüren (Konzentrieren) einzelner Körperteile wird versucht, ein angenehmes Gefühl der Muskelentspannung, Wärme und Schwere hervorzurufen. Das bedarf Zeit (mindestens…
Krafttraining, desmodromisches
Krafttraining, desmodromisches (strength training, desmodromic), griech. desmos „Band, Fessel“ und dromos „Weg“, sinngemäß also „kontrollierte Bewegung“; Variante des dynamischen Krafttrainings mit stetem Wechsel von konzentrischer und exzentrischer Muskelkontraktion, wobei die Bewegungsausführung apparativ vorgegeben und damit an Spezialgeräte gebunden ist. Empfohlen wird desmodromisches Krafttraining vor allem in der Rehabilitation zum Wiederaufbau atrophierter Muskeln. Für den Schwimmer…
Kühlung
Kühlung (refrigeration), in der Technik „Entwärmung“, „in der Medizin der lokale Wärmeentzug in einem Körperbezirk durch Kontakt mit einem Kälteträger, z.B. einem Umschlag, einem Wickel oder einer Packung“ (Quelle s.u.). So wird zur Behandlung und Beseitigung von Schulterschmerzen bei Schwimmern, die in den meisten Fällen von einer Überlastung der Rotatorenmanschette herrühren, Kühlung (Eis) empfohlen (https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/3029144…
Laktateliminierung
Laktateliminierung (lactate elimination) →Laktatabbau, →Laktateliminierungsrate
Laktateliminierungsrate
Laktateliminierungsrate (lactate elimination rate), Abbau von Laktat pro Zeiteinheit. Nach höherer Laktatkonzentration (> 5 mmol/l) liegt die Rate aus dem Blut bei 0,5 mmol/l/min. Sie ist abhängig von der Höhe des aeroben Umsatzes und der Laktatkonzentration; je höher beide sind, desto größer ist die Eliminationsrate (Heck, 1990, S.40. Diese kann durch aktive Bewegung mit niedriger…
Lockerheit
Lockerheit (relaxed state, flexibility), optimaler Entspannungszustand sowohl sich und anderen gegenüber (Psychologie) als auch der Muskulatur (Physiologie). Erfolgreiche Leistungssportler beherrschen den geistigen wie physischen Wechsel zwischen An- und Entspannung. Erst entspannte Muskeln und lockere Gelenke gewährleisten ökonomische Bewegungen. Ein ständig angespannter (kontrahierter) Muskel verkürzt sich auf die Dauer und verliert so an Elastizität und letztlich…
Magnesium
Magnesium (magnesium) (Mg), chem. Element, das als essentieller Faktor zahlreicher intrazellulärer Prozesse (z.B. Membranstabilisierung) für Muskel- und Nervenfunktionen bedeutungsvoll ist. Magnesium wirkt als physiologischer Kalzium-Kanal-Blocker. Es ist in Milch, Milchprodukten, Vollkornprodukten, Nüssen und Gemüse enthalten. Magnesiummangel durch Fehlernährung oder „Gewichtmachen“ kann zu reduzierter Leistungsfähigkeit und einem gestörten Energiestoffwechsel führen. Die Häufigkeit von Magnesiummangel wird bei…
Muskelentspannung, progressive (PMR)
Muskelentspannung, progressive (PMR) (muscle relaxation, progressive), Relaxationstechnik mit der versucht wird, die Muskelspannung zu spüren und folgend den Muskel zu „entspannen“. Man nutzt den Effekt, dass die Entspannung von Muskelgruppe zu Muskelgruppe übertragen wird und letztlich auf den gesamten Körper ausstrahlt. Die Übungen werden vorwiegend im Liegen ausgeführt, mit der rechten Hand beginnend und weiter…
Open window-Effekt
„Open window“ („offenes Fenster“), Phänomen, das die größere Störanfälligkeit des Immunsystems nach hohen Belastungen umschreibt. Da einige Immunparameter (Granulozyten, Lymphozyten) bei Belastung zunächst zunehmen, danach aber erheblich abfallen, ist hier „das Fenster geöffnet“ für grippale Infekte. Besonders kritisch ist das, wenn Sportler ungenügend erholt an den Start gehen, z.B. nach Infekten. Hier sollte der Trainer…
Pause
Pause (break; interval), lat. pausa „Rast, Stillstand“; Unterbrechung einer Tätigkeit oder eines Vorganges. Element des Prinzips der Einheit von Belastung und Erholung in der Trainingswissenschaft und damit wichtige Komponente der Trainingsbelastung (→Belastungsdichte). Durch Pausen wird die notwendige Erholung gewährleistet. Ihre Dauer wird durch die physiologische determinierte Trainingsaufgabe bestimmt. So kann die Pause bereits vor der…
Pause, aktive
Pause, aktive (rest, active), aktive Pausengestaltung durch Körperübungen (Gymnastik, Entspannungsübungen) im Arbeitsprozess oder in der Schule. So kann relativ einfach mit kurzen aktiven Pausen muskulären Verspannungen oder Muskelschmerzen entgegengewirkt werden. Im Training von Schwimmern konnten wir im DSSV wie auch russische Kollegen (Gilev et al. 2023) nachweisen, dass bei längeren Pausen aktives Verhalten schneller zur…
Pause, lohnende
Pause, lohnende (rewarding rest interval), Pause im Intervalltraining ohne vollständige Erholung (→„vollständige Pause“), die beendet wird, wenn eine Herzfrequenz von 120 pro Minute unterschritten wird und man sich die nächste Belastung wieder zutraut. Es ist allerdings nicht möglich, einen universell gültigen Herzfrequenzwert festzulegen, denn das Herzfrequenzverhalten ist stark von individuellen Faktoren wie Alter, Veranlagung, und…