Nachwuchstraining
34 Einträge
Sampling
Sampling (sample), Stichprobe, Auswahl, in der angloamerikanischen Sportwissenschaft wird darunter die Ausübung mehrerer Sportarten verstanden, aus denen Kinder später frei und selbstständig auswählen können (→deliberate play). Als Gegensatz zur frühzeitigen Entscheidung für eine Sportart (→deliberate practice). →Spezialisierung, frühzeitige Eine Metaanalyse (53 von 9257 Artikeln ausgesucht) schien das Sampling zwischen den Sportarten die Verbesserung der sportlichen…
Spiel
Spiel (game), zweckfreie und zwanglose Tätigkeit des Einzelnen oder in der Gruppe, elementarste Ausdrucksform des Kindes, über die sich Lebensbewältigung und Selbstbildung vollzieht. Durch Spielen nimmt das Kind Kontakt mit der Umwelt auf und erhält durch die Reaktionen der Spielpartner Wissen über eigene Fähigkeiten, Schwächen, Gefühle und Wünsche. Es sind Selbsterfahrungen, in denen sich das…
Springen
Springen (diving), Bewegungsform, die sich beim Menschen bereits vom 1.-3. Lebensjahr ausbildet. Durch Üben können 8-9jährige selbst relativ schwierige Bewegungsformen wie Dreierhop, Dreisprung, Stützsprünge und gemischte Sprünge erlernen und – was wichtig ist – mit Begeisterung! (Kliche, 1970). Für den Schwimmer ist das Springen in das Wasser eine der schwimmerischen Grundfertigkeiten, die wesentlich zur Erhöhung…
Standweitsprung
Standweitsprung (standing long jump), allgemeiner motorischer Test zur Überprüfung der Sprungkraft, von 1900 bis 1912 olympische Disziplin. In Deutschland haben sich Kinder und Jugendliche von 1976 bis 2006 um 14% verschlechtert. Erwachsene Schwimmer sollten 2,45 m (weiblich) bzw. 2,85 m (männlich) überbieten. →Fähigkeit, motorische Video: https://www.youtube.com/watch?v=3TFsuSKMOhk
SwimStars
„SwimStars“ (engl. „Schwimmsterne“), von Niels Bouws und Jürgen Greve initiiertes und von Reischle et al. 2008 erarbeitetes Lehrprogramm zur Schwimmausbildung und zum Technik- und disziplinspezifischen Koordinationstraining. Dazu werden 11 Bausteine angeboten und pro Baustein jeweils fünf Zielstellungen formuliert. Ein Vorteil gegenüber bisherigen Programmen besteht in der klaren Strukturierung vom Einfachen zum Schwierigen und der hohen…
Talentauswahl
Talentauswahl (talent selection), Entscheidung am Ende einer Sichtung (Talentsuche) über das weitere Training im Rahmen bestimmter Fördermaßnahmen (Leistungsgruppe, Kaderstatus, Lehrgang, Sportschule usw.). Talentauswahl ist kein einmaliger Vorgang und kann in jedem Ausbildungsabschnitt neu erfolgen. Grundlage sind die Vorstellungen vom „Talent im Schwimmen“ (Talent, Leitbild), die allerdings in praxi nur an motorischen Tests und anthropometrischen Daten…
Talentförderung
Talentförderung (talent promotion), Maßnahmen der beruflichen und/oder schulischen Förderung talentierter Kinder und Jugendlicher in speziellen Branchen (z.B. Musik, Mathematik, Sport) und damit eine Voraussetzung zur Sicherung der wissenschaftlichen, musischen oder sportlichen Leistungsfähigkeit eines Landes. Die Förderung junger Leistungssportler umfasst ein ganzes Bündel von Maßnahmen, das mit zunehmender Leistungsstärke (→Kaderstruktur) mehr Kosten verursacht. Zunächst sind allerdings…
Technikabfall
Technikabfall (technique, deterioration of), Verschlechterung des technischen Niveaus mit zunehmender Streckenlänge. Besonders im Nachwuchstraining sollte die Streckenlänge nach der Stabilität der Technik gewählt werden. In der Leistungsdiagnostik ergibt die Gegenüberstellung von Technikparametern zu Beginn und am Ende einer definierten Strecke/Zeit (Kanal) eine Aussage über die Stabilität der Technik unter Belastungsbedingungen. Beispiele: der aussetzende Zweier-Beinschlag beim…
Trainierbarkeit
Trainierbarkeit (trainability), das Vermögen des Sportlers, auf Training mit einer Anpassung der Funktionssysteme zu reagieren und somit zu einem höheren Leistungsniveau zu gelangen. Die Trainierbarkeit dieser Systeme ist von Trainings- und Lebensalter, Geschlecht, Körperbautyp, Muskelfaserstruktur u.a. beeinflusst. Neuere Studien (Erskine et al. 2013) zeigen, dass die Trainierbarkeit eine wesentliche genetische Komponente hat Die Trainierbarkeit wird…
Übertraining
Übertraining (overtraining), „mittel bis länger andauender Leistungsabfall ohne organisch krankhaften Befund und mit zum Teil nur diskreten Beschwerden“ (Rost u.a. 2002), der im Sport zumeist auf ein Missverhältnis zwischen Belastungsumfang und Regeneration zurückzuführen ist, wobei zunehmend die Gesamtbelastung (→Doppelbelastung Schule/Ausbildung und Sport/→Lebensweise) eine Rolle spielt. Typisch ist ein Gefühl des „Ausgebranntseins“ (→“Burnout“, →Fehlbeanspruchung). Objektive Merkmale…
Vielseitigkeit
Vielseitigkeit (versatility), „komplexe Eigenschaft eines Menschen im Sinne von disponiblen Verhaltens- und Leistungsvoraussetzungen“ (Schnabel, 2008, S. 591) Vielseitigkeit ist zugleich ein trainingsmethodisches Prinzip, das im langfristigen Leistungsaufbau auf breite und vielfältige Leistungsvoraussetzungen bei Anwendung vielfältiger Mittel und Methoden orientiert. Dabei werden allgemeine Vielseitigkeit (deliberate play) und spezielle Vielseitigkeit (deliberate practice) unterschieden. Aus der umfangreichen Diskussion…
Voraussetzungstraining
Voraussetzungstraining (pre-suppositions, training of), Training zur Entwicklung vielseitiger Leistungsvoraussetzungen für perspektivische Spitzenleistungen (Martin et al. 1999) als wesentlicher Inhalt des Nachwuchstrainings. →Vielseitigkeit, →Disponibilität, →Leistungsaufbau, langfristiger
Wettkampf, kindgerechter
Wettkampf, kindgerechter (competition, suitable for children), der Belastungsverträglichkeit und dem Ausbildungsstand angepasste Wettkampfform im Wasser und/oder an Land im ersten Abschnitt der Schwimmausbildung, die laut WB (Teil A, §2) nach den Richtlinien der jeweiligen DSV-Fachausschüsse für Kinder unter acht Jahren ausgerichtet werden. Neben den DMS sind „Kindgerechte Wettkämpfe“ Dauerbrenner zu den Tagungen der Fachsparte Schwimmen…