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Doping

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Hypertrophie

Hypertrophie (hypertrophie), lat. hypertrophia „Überernährung"; Größenzunahme eines Gewebes oder Organs durch Zellvergrößerung bei gleicher Zahl an Zellen nach dem Prinzip „Mehr vom Gleichen“ im Gegensatz zur →Hyperplasie. (ROCHE Lexikon, S. 833). Gegenteil: →Hypotrophie Hypertrophie wird erreicht durch funktionelle Trainingsbelastung oder hormonelle Beeinflussung (→Anabolika). Beim Krafttraining scheint die bei der Muskelarbeit entstehende Spannung die Hypertrophie auszulösen. Sie…

Identitätskrise

Identitätskrise (identity crisis), psychischer Zustand, der durch den Verlust identitätsstiftender Faktoren (→Beziehungen, Arbeitsplatz, Anerkennung) oder Krankheiten wie Schizophrenie als Verunsicherung erlebt wird und zu Zweifel am „Ich“ führt. →Identität, →Identitätssuche Wenn sich Identität wie im Spitzensport über Leistung definiert und der zweite immer der erste Loser ist (Ausspruch Sven Hannawald), droht letztlich der leistungsorientierte Glaubenssatz…

Indoktrination

Indoktrination (indoctrination), lat. doctrina „Belehrung“, Einflussnahme auf eine Person oder Gruppe, um dieser bei eingeschränktem Recht freier Meinungsbildung eine bestimmte Meinung aufzuzwingen (Manipulation, Unmündigkeit, Propaganda).  Indoktrination ist ein Merkmal von Diktaturen, zeigt sich aber auch bei unkontrollierter Monopolisierung der Massenmedien sowie autoritären oder religiös motivierten Erziehungsformen. →autoritärer Führungsstil. Besonders im Zeitalter der Fake Newshaben die…

Infusion

Infusion (infusion), lat. infusio „Aufguss“ und infundere „eingießen, eindringen“; über eine Vene in den Blutkreislauf (intravenös) eingeführte Flüssigkeit (z.B. Salzlösung); bei Blutbestandteilen →Transfusion. Intravenöse Infusionen, wie sie häufig bei Kreislaufversagen, großen Flüssigkeitsverlusten des Körpers und Operationen verabreicht werden, bestehen in vielen Fällen aus isotonischer Kochsalzlösung oder aus der „Ringer-Lösung“, ohne sonstige Wirkstoffe. Da sie das…

Kaffee

Kaffee (coffee), aus der Kaffeebohne hergestelltes anregendes Getränk mit dem Wirkstoff Koffein. Pro Tasse (150 ml) kann je nach Stärke des Kaffees mit 90 – 150 mg Koffein gerechnet werden. Da die Halbwertszeit von Koffein bei etwa 4-6 Stunden liegt, kann es im Laufe des Tages bei kontinuierlichem Genuss von koffeinhaltigen Getränken zur Akkumulation der…

Koffein

Koffein (caffeine), Stickstoffverbindung auf Pflanzenbasis mit stimulierender (gegen Müdigkeit) und leicht diuretischer Wirkung; Hauptwirkstoff in Kaffee, Tee, Cola und Energy-Drinks (→"Sportgetränke"). Koffein (einschließlich der Methylxanthine, Theophyllin und Theobromin) blockiert die Adenosin-Rezeptoren (Adenosin = komplexe organische Moleküle im ATP), hemmt in hoher Konzentration den Abbau des für die Hormonwirkungen bedeutsamen cyclo-Adenosinmonophosphat (AMP) und setzt Kalzium-Ionen aus…

Kölner Liste

Kölner Liste (Cologne List), Liste von Nahrungsergänzungsmitteln mit minimiertem Dopingrisiko, die 2017 von der NADA in Kooperation mit der Athletenkommission des DOSB aktualisiert wurde.  Neu ist dabei die Integration weitergehender Sicherheits-Features.  Sie reduziert die Gefahr für Sportler, in eine Dopingfalle zu geraten. Die Liste ist aber nicht als Empfehlung zum Konsumieren von Nahrungsergänzungsmitteln zu verstehen.…

Kortikosteroide

Kortikosteroide (corticosteroides), Hormone der Nebennierenrinde, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden, die Glukokortikoide (verantwortlich für Stoffwechsel, Stressreaktion) und Mineralocortikoide (Regelung Wasser-Salz-Haushalt). Glukokortikoide werden als entzündungshemmendes Medikament bei Schädigungen am aktiven Bewegungsapparat genutzt. Ihr Einsatz ist aber fraglich, da sie bei längerer Anwendung das Immunsystem erheblich schwächen. Die Kortikosteroide stehen auf der Dopingliste, sind zwar als…

Kortisol

Kortisol/Cortisol (Hydrokortison) (cortisol), lebensnotwendiges Hormon der Nebennierenrinde, das katabol wirkt, Entzündungen hemmt, Glukoneogenese und Fettstoffwechsel fördert. Kortisol steigt bei Stress an und ist somit ein Indikator hoher (auch psychischer) Belastungen („Stresshormon“). Ein dauerhaft hoher Stresspegel führt in die „katabole Falle“. Es werden die Eiweißvorräte der Muskeln und in der Folge das Immunsystem angegriffen. Unter Stress…

Kreatin

Kreatin (creatine),griech.kreas „Fleisch“; Aminosäure, die der Körper selbst herstellt. Kreatin wird bei der Phosphorilierung im Muskel mit Phosphor zu Kreatinphosphat aufgebaut. Die Menge an verfügbarem Kreatinphosphat limitiert die Arbeitszeit des Muskels bei maximalen Belastungen. Durch künstliche Zufuhr (mit 2-20g/Tag sehr unterschiedliche Angaben) kann das muskuläre Gesamtkreatin bis zu 20% erhöht werden, wodurch die Widerstandsfähigkeit gegenüber…

Medikament

Medikament (medicine), lat. medicamentum „Heilmittel, Arznei“; Arzneimittel bei bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Diagnose einer Krankheit (doccheck). Viele Sportler meinen noch, mit zum Teil rezeptfreien Medikamenten ihre Leistung und ihr Befinden beim Sport verbessern zu können. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention verweist darauf, dass das wissenschaftlich nicht gesichert und deshalb zu unterlassen…

Medikamentenmissbrauch

Medikamentenmissbrauch (drug abuse), Einnahme von ein dem deutschen Arzneimittelgesetz unterliegendem Medikament zum Zwecke der Leistungssteigerung ohne medizinische Indikation oder in Überdosen; vorwiegend Schlaf- und Beruhigungsmittel, Appetitzügler und Abführmittel. Im Sport werden missbräuchlich Medikamente zum „Gewicht machen“ und zur Leistungssteigerung (→Doping) verwendet. Dabei verweisen Untersuchungen vorwiegend auf leistungssteigernden Medikamentenmissbrauch größeren Ausmaßes im ambitionierten Breitensport, insbesondere im…

Meldonium

Meldonium (Meldonium), Herz- und Kreislaufmedikament, das einer Minderdurchblutung entgegenwirken soll. Meldonium ist als Arzneimittel in Deutschland nicht zugelassen. In Russland ist es in jeder Apotheke rezeptfrei zu bekommen (Mildronate®). →Doping „Aufgrund eines Monitoring-Programms der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) für den Wirkstoff Meldonium konnte 2014 ein hoher Missbrauch der Substanz in verschiedenen Sportarten festgestellt werden. Es ist zu…

Methyltrienolon

Methyltrienolon (methyltrinolone), orale (über den Mund aufgenommene) Variante des anabolen Steroids Trenbolon, das 1963 erstmals synthetisiert und wegen seiner hohen toxischen Nebenwirkungen nicht für die Humanmedizin zugelassen wurde. Ungeachtet dessen wurde 2008 erstmals bei Sportlern die Einnahme von Methyltrienolon. nachgewiesen, u.a. bei dem griechischen Schwimmer Drymonakis, der mit 1:54,16 min über 200m Schmetterling Europarekord schwamm.…

MGF

MGF (mechano growth factor), Eiweißsubstanz aus der Gruppe der Wachstumsfaktoren (GF), die bei intensiver Dehnung in den Muskelzellen entsteht und zu Muskelwachstum führt. So hat auch der trainierte Muskel mehr MGF als der untrainierte. MGF ist im Blutserum nachweisbar und verändert sich bei Genmanipulation beträchtlich. Im Sport wird es zu den Dopingmitteln gezählt, in der…

Moschus

Moschus (musk), gr. moschos für "Hoden", Sekret aus dem Moschusbeutel des männlichen Moschustieres oder als "falscher Moschus" von weiteren Tierarten (Moschusochse, Bisamratte usw.). Als Duftstoff bei der Herstellung von Parfümen eingesetzt. Wegen seiner allgemein belebenden, nervenstärkenden und krampflösenden Wirkung in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet Die Drüsen der Moschustiere (die inzwischen in Asien gezüchtet werden)…

Muskelaufbau

Muskelaufbau (muscle building), Vergrößerung der Muskulatur durch →Krafttraining und/oder Muskelaufbauprodukte →Muskelhypertrophie, →Muskelaufbautraining, →Anabolika, →Doping

NADA

NADA (National Anti Doping Agancy), Private Stiftung und unabhängige Einrichtung, mit dem Ziel der unabhängigen Bekämpfung des Dopings in Deutschland fern von institutionellen Interessenkonflikten. Die NADA ist allein dem Ziel der Dopingbekämpfung verpflichtet und bindet alle maßgebenden gesellschaftlichen Kräfte in die Verfolgung des Stiftungszwecks ein, die an der Erhaltung der kulturellen und gesellschaftlichen Rolle des…

Nahrungsergänzungsmittel (NEM)

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) (supplements), ernährungsphysiologisch bedeutende Stoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren, die den Lebensmitteln und nicht den Arzneimitteln zugeordnet werden. Somit unterliegen sie nicht der Genehmigung durch ein Bundesamt und der Markt wird immer unübersichtlicher, zumal sie über das Internet (zumeist aus USA) bestellt werden können. NEM können zum Beispiel folgende Stoffe enthalten: Vitamine…

Nandrolon

Nandrolon (nandrolon), Synthetischer Wirkstoff aus der Gruppe der Anabolika, anabolen Steroide, dessen exakter Nachweis noch recht umstritten ist, da der Wert nach hohen Trainingsbelastungen ansteigt und Urinkonzentration (z.B. Flüssigkeitsentzug bei „Gewicht machen“), hormonbehandelte Nahrungsmittel sowie Eigenproduktion durch Muskelwachstumsreiz, selbst Höhentraining den Wert beeinflussen. Auf dem Markt sind vor allem oral anwendbare Substanzen als Vorhormone (→Prohormone)…