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Technikanalyse

Technikanalyse (technique analysis), im Schwimmen die Analyse der Schwimmbewegung in einer der vier Schwimmarten einschließlich Start und Wende. Da im Schwimmen der wesentliche Vortrieb durch Bewegungen unter Wasser erzielt wird, setzt eine ordentliche Technikanalyse entsprechende Sichtverhältnisse voraus (Unterwasserfenster, Unterwasserkamera, Schwimmkanal). Sollten diese nicht vorhanden sein, „nehmen Sie eine Tauchermaske und springen Sie ins Wasser“ (Counsilman,…

Technikbeurteilung

Technikbeurteilung (technique evaluation) →Technikanalyse →Technikfehler

Technikeffizienz

Technikeffizienz (technical efficiency) →Technikrentabilität

Technikfehler

Technikfehler (technique error), Abweichung vom technischen Leitbild (→Zieltechnik). Die Registrierung von Technikfehlern ist ein wesentliches Element external-observativen Trainings, indem Trainer oder Schwimmer auf Beobachtungsbögen angegebene Fehler beim jeweiligen Schwimmer identifizieren. Siehe hierzu Tabellen zur Fehlerbeobachtung bei Reichle 2015, S. 54 ff. oder Checklisten (swimming technique testing system) von Hajland (www.swim.ee). Eine exakte biomechanische Erfassung von…

Technikmodell

Technikmodell (technical model) →Zieltechnik, →Leitbild  

Technikrentabilität

Technikrentabilität (technology profitability, technical efficiency), umgekehrt proportionale Abhängigkeit zwischen dem sporttechnischen Niveau und dem Grad der Anstrengung (→Beanspruchung), letztlich das Verhältnis von Aufwand (körperliche Anstrengung) und Nutzen (sportliches Resultat) oder die Lösung der Bewegungsaufgabe bei möglichst geringer Muskelarbeit (Djackov 1973, S.15). →Phasenstrukturquotient, →Bewegungstalent, →Schwimmtechnik, →Wirkungsgrad, →Widerstandsbeiwert, →Wassergefühl

Techniksollwert

Techniksollwert (technical set point; technique desired value), „aus der Zieltechnik abgeleitete konkrete Vorgabegröße für einen einzelnen Technikparameter” (Nitsch & Neumaier, 1997), z.B. ein bestimmter Winkel in der Armhaltung, die Amplitude der Beinbewegung oder die Hüftgeschwindigkeit.

Techniktraining

Techniktraining (technique training), Training zum Erlernen, Stabilisieren oder Verändern (Überlernen) der sportlichen Technik, die erfolgreich im Wettkampf angewendet wird. Das Techniktraining ist immer in Einheit von konditionellen und koordinativen Fähigkeiten zu sehen. So können z.B. mangelnde Kraft oder Beweglichkeit die Ausbildung der angestrebten Technik ebenso erschweren wie unzureichende Bewegungserfahrung oder Bewegungsvorstellung. Deshalb ist eine vielseitige…

Technikübungen

Technikübungen (technique exercise; drills, skills and drills), Trainingsform des Techniktrainings, wobei Einzelkomponenten (Teilbewegungen) verschiedener Schwimmarten oder auf die Hauptschwimmart bezogen technikferne und techniknahe Bewegungen kombiniert werden (z.B. Kraul-Arme/Delfin-Beine, verschiedene Atemrhythmen bis zur Kombination mit Elementen des Rettungsschwimmens, Synchronschwimmens, Wasserballs usw.). Damit soll eine hohe motorische Variabilität und die Verbesserung des Wassergefühls angestrebt werden. Technikübungen gehören…

Technikvariante

Technikvariante (technical variant), für jede Schwimm, Start- und Wendenart bestehende unterschiedliche Möglichkeit zur Realisierung einer effektiven Bewegung, die je nach individuellen Voraussetzungen zu einem persönlichen Stil führt. →Zieltechnik Beispiele: In anderen Sportarten ist der Einsatz verschiedener Technikvarianten offensichtlich. So kann sich der Skiläufer für den Doppelstockschub oder Skating entscheiden, der Judoka kann aus verschiedenen Griffen…

Teilbewegung

Teilbewegung (partial movements), Bestandteil einer Bewegung, eines bestimmten Körperteils (z.B. Raumbahn der Hand) oder bestimmte Abschnitte der Gesamtbewegung (z.B. Hauptphase), damit ist die Teilbewegung nicht mit der Einzelbewegung identisch unter der wir im Schwimmen nur die Arm- oder Beinbewegung verstehen. Die Kopplung von Teilbewegungen der vier Schwimmarten erlaubt die große Vielfalt, durch die sich Schwimmen…

Teilkörperbewegung

Teilkörperbewegung (body sekment motion) →Teilbewegung  

Teillernmethode

Teillernmethode (part-learning method) →Zergliederungsmethode

Teilstrecke

Teilstrecke (section of line; race distances, repeats), zumeist entsprechend der Bahnlänge (25/33,3/50m) bestimmter Teil einer Wettkampfdistanz, wobei bestimmte Teilstrecken laut Wettkampfbestimmungen mit Zwischenzeiten erfasst werden. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Unterdistanztrainings. Im Rennverlauf stehen die Teilstrecken in einem bestimmten Verhältnis zueinander (s. Tab.), das durch die sportliche Form, die Länge der Wettkampfstrecke, die Schwimmart…

Tellern

Tellern (hand-swaying), im Schwimmen horizontale Bewegungen der Arme/Hände zur Auftriebsstabilisierung (→Auftrieb), auch als seitliches Ab(Aus)weichen bei der Armbewegung als Technikfehler. Laut Duden nur auf das Rückenschwimmen beschränkt. →Lift, →BERNOULLI-Prinzip,

Temperament

Temperament (temperament), Wesensart, individuelle und vorherrschende Eigenart der Reaktion und Selbstregulation eines Menschen, die auch als Basis der Persönlichkeit verstanden werden kann. Jeder Temperamentstyp hat seine spezifischen Vor- und Nachteile.  Temperament ist zwar die Grundlage für den Charakter eines Menschen und beeinflusst dessen sozialen Umgang sowie sein Verhalten, aber nicht, ob er ein „schlechter oder…

Temperaturregulation

Temperaturregulation (thermoregulation) →Thermoregulation

Tempo

Tempo (tempo), lat. tempus „Zeit“; allgemein für Geschwindigkeit, Schnelligkeit, aber auch das Zeitmaß einer Bewegung.

Tempogefühl

Tempogefühl (sense of speed, feeling for pace), auch (nicht ganz zutreffend) "Zeitgefühl", Geschwindigkeitsgefühl; subjektives Empfinden für Schwimmgeschwindigkeit und Zeiten im Verhältnis zur Strecke und beim Staffelwechsel in Abhängigkeit von Fremdbewegungen (→Antizipation), Das Tempogefühl beruht auf Trainingserfahrung (→Erfahrung), aber auch Veranlagung (→Anlagen), da es selbst zwischen langjährig trainierenden Schwimmern unterschiedlich ausgeprägt ist. Ein schwach entwickeltes Tempogefühl…

Tempowechsel

Tempowechsel (pace change), Wechsel der Geschwindigkeit einer Bewegung, bei einem Fahrzeug oder des Taktes bei einem Musikstück. Im Schwimmen eine aus der Leichtathletik (→Fahrtspiel) abgeleitete Methode des Ausdauertrainings, indem die Schwimmgeschwindigkeit im Rahmen vorgegebener Distanzen (z.B. 50/50m), auf Eigenbefehl, akustische Signale (Pfiff) oder durch veränderte Strömungsgeschwindigkeit (Schwimmkanal) wechselt. Die Methode des Tempowechsels stellt unterschiedliche Anforderung…