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Ontogenese
Ontogenese (ontogenesis), griech. génesis „Geburt“, „Entstehung“. Entwicklung des Individuums von der befruchteten Eizelle bis zum Tod, im Gegensatz zur Stammesentwicklung (→Phylogenese). →Ontogenese, motorische, →Entwicklungsphase, →Phänotyp, →Wachstum, →langfristiger Leistungsaufbau, →sensitive Phasen Mehr zum Thema: https://lexikon.stangl.eu/255/ontogenese - Zugriff 20.02.21
Ontogenese, motorische
Ontogenese, motorische (ontogenesis,motor), Entwicklung der motorischen Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten des Individuums. Kinder entwickeln sich durch Bewegung. Die damit verbundene Sinneswahrnehmung und Motorik sind die Basis für die Entwicklung des Denkens und der Sprache. Die motorische Ontogenese. verläuft sehr individuell und ist von Wachstumsschüben, Stagnation und Rückbildung begleitet (Normal-, Früh- oder Spätentwickler). Trotz dieser individuellen und…
open
open (engl. „offen“), im Sport gebräuchlich für uneingeschränkte Teilnahme ("offen für jeden"), z.B. können an einer „offenen nationalen Meisterschaft“ auch Teilnehmer anderer Länder starten und bei einer „offenen Klasse“ gibt es keine Altersbeschränkung.
Open window-Effekt
„Open window“ („offenes Fenster“), Phänomen, das die größere Störanfälligkeit des Immunsystems nach hohen Belastungen umschreibt. Da einige Immunparameter (Granulozyten, Lymphozyten) bei Belastung zunächst zunehmen, danach aber erheblich abfallen, ist hier „das Fenster geöffnet“ für grippale Infekte. Besonders kritisch ist das, wenn Sportler ungenügend erholt an den Start gehen, z.B. nach Infekten. Hier sollte der Trainer…
Open-Loop -Bewegung
Open-Loop -Bewegung (open-loop movement), Begriff aus der Kybernetik: „geöffnete Schleife = offener Regelkreis“, ein Steuerungs- und Regelungsvorgang, bei dem eine starre Steuerung durch eine vorgegebene Befehlskette vorliegt, die unabhängig vom System-Output (Feedback) oder von Informationen aus der Umgebung agiert (http://flexikon.doccheck.com/de/Open-loop-Kontrolle- Zugriff 20.02.21). →closed loop Übertragen auf die Motorik handelt es sich um eine motorische Fertigkeit,…
Optimierung
Optimierung (optimization), lat. optimus „Bester, Hervorragendster“; in der Mathematik ein Verfahren, das die optimale Festlegung von Größen, Eigenschaften, zeitlichen Abläufen u. a. eines Systems untersucht, in der Informatik die bestmögliche Lösung von Computerprogrammen (Optimierer), in der Leitungswissenschaft das Suchen nach Alternativen für effiziente Problemlösungen. Häufig wird "optimieren" zum Allerweltswort, wenn man zwar das Beste will, sich…
Optimismus
Optimismus (optimism), lat. optimum „das Beste“; grundlegende, lebensbejahende Lebensauffassung; wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Trainings- und Wettkampfgestaltung („Positives Denken“). Ganz gleich was auf ihn zukommt, der Optimist sucht einen Weg, eine Lösung, Als Geisteshaltung geht es um „selbsterfüllte Prophezeiung“. Optimismus trägt als "begabungsunterstützender Persönlichkeitsfaktor" dazu bei entsprechende Leistungsexzellenz zu entwickeln (Fischer 2015). Eine Studie bei 694…
Ordinalskala
Ordinalskala (ordinal scale), lat. ordino „ordnen, gründen“, Ermittlung von Rangfolgen nach nicht quantifizierbaren Merkmalsausprägungen, wie z.B. „größer – kleiner“, „häufig – selten - nie“ als vielfach in der soziologischen und psychologischen Sportforschung angewandte Messmethode (Heinemann 1998). →Sportwissenschaft, →Statistik Beispiel: „Sporthäufigkeit“: 33% häufig, 45% selten, 12% nie. Mehr zum Thema: https://de.statista.com/statistik/lexikon/definition/99/ordinalskala/ - Zugriff 22.02.21
Ordnungsform
Ordnungsform (drill formation), lt. Deutschem Rechtswörterbuch Verfassung, Ordnungszustand. In der Methodik des Sportunterrichts und Trainings die räumliche Beziehung der Sportler untereinander (Aufstellungsform) einschließlich der Haltungs- und Bewegungsvorschriften. Durch Ordnungsformen kann der Trainingsbetrieb reibungsloser laufen, sie sollten aber auf ein Minimum beschränkt bleiben (z.B. Abgangsformen, Richtungswechsel) und nicht in „SPIESSchen Drill“ ausarten. →Organisation des Trainings Typische…
Organ
Organ (organ), griech. organon „Werkzeug“; allgemein ein Mittel zur Aufnahme oder Weitergabe von Wahrnehmungen, so in der Publizistik die Zeitung einer Partei oder im Recht eine Einrichtung mit bestimmter Aufgabenstellung. In der Biologie ein Körperteil mit einheitlicher Funktion. Gesamtsystem der Organe = Organismus. "Der Mensch ist eine in der Knechtschaft seiner Organe lebende Intelligenz" Aldous…
Organisation des Trainings
Organisation des Trainings (training, organization of), planmäßige Gestaltung des Trainings und dessen Rahmenbedingungen, inkl. Zeitplan. Ausgehend von der trainingsmethodischen und pädagogischen Zielstellung sollte der Ablauf des Trainings schon vorher “im Kopf” durchgespielt werden, sonst kann es zu unliebsamen Überraschungen kommen (z.B. Schwimmbretter werden von einer anderen Gruppe genutzt; es steht nur eine Bahn zur Verfügung).…
Organisationsform
Ordnungsform (drill formation), lt. Deutschem Rechtswörterbuch Verfassung, Ordnungszustand. In Unternehmen ist die Organisationsform durch zahlreiche individuelle und situative Gegebenheiten bestimmt (z.B. nach betrieblicher Funktion, ein- oder mehrdimensional). Im Training wie im Sportunterricht verstehen wir darunter die räumliche Beziehung der Sportler untereinander (Aufstellungsform) einschließlich der Haltungs- und Bewegungsvorschriften. Durch Ordnungsformen kann der Trainingsbetrieb reibungsloser laufen, sie…
Organismus
Organismus (organism), lebendiges System (Lebewesen) oder übertragen soziales Gebilde als funktionierende Einheit.
Orientierungsfähigkeit
Orientierungsfähigkeit (orientational ability), Komponente der koordinativen Fähigkeiten zur „Bestimmung und zieladäquaten Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers in Raum und Zeit bezogen auf ein Aktionsfeld (z.B. Schwimmbahn, Wende) oder ein sich bewegendes Objekt (z.B. Gegner)“ (Meinel & Schnabel 2004). →Propriorezeptoren Da sich der Schwimmer in einem ungewohnten Medium befindet spielt die Orientierungsfähigkeit im Bereich…
Orientierungshilfe
Orientierungshilfe (guideline; guite), allgemein ein Material, das einen Weg aufweist (z.B. Navigationsgerät) oder eine Handlungsgrundlage (Handbuch, Konzeption) ist. Inzwischen sind Orientierungshilfen als Softwareanwendungen für Mobiltelefone und Tablets („Apps“) alltägliche Begleiter in Beruf und Freizeit. Bei der Ausübung sportlicher Handlungen sind Orientierungshilfen Gegenstände oder Signale, die den Sportler visuell oder akustisch unterstützen, z.B. ein kurzes Signal,…
Orientierungsregulation
Orientierungsregulation (regulation of orientation) →Handlungsorientierung
Orthese
Orthese (orthese), griech. orthos „aufrecht“,' analog zu Prothese gebildetes Kunstwort; eine durch Orthopädietechniker hergestellte technische Hilfe, die zur Unterstützung von eingeschränkt funktionstüchtigen Körperteilen zum Einsatz gebracht wird. Orthesen dürfen während des Wettkampfes im Schwimmen nicht getragen werden. (verfasst von D. Paschke)
Orthopädie
Orthopädie (orthopedics), griech. ὀρϑός ‚aufrecht‘, ‚gerade‘ bzw. ‚richtig‘, „von Ungestalt befreit“; Teilbereich der Medizin, der sich mit Form- und Funktionsfehlern des Stütz- und Bewegungsapparates beschäftigt. Die Sportorthopädie befasst sich mit der Erkennung, Verhütung und Behandlung von Sportverletzungen am Bewegungsapparat. Besondere Schwerpunkte bilden die Verletzungen am Knie- und Sprunggelenk, im Schwimmen “Schwimmerschulter“, “Schwimmerknie“, aber auch Rundrücken…
Ossifikation
Ossifikation (ossification), lat. os „Knochen“; „Verknöcherung“, Umwandlung von Binde- in Knochengewebe. Alle menschlichen Skelettknochen entwickeln sich aus dem embryonalen Bindegewebe (Mesenchym) auf zwei unterschiedlichen Wegen: unmittelbar direkt (desmal) oder für die meisten Knochen zutreffend mittelbar indirekt (chondral). Dies kann einmal von innen heraus (echondral) als auch von „außen“, d.h. der Knorpelhaut (Perichondrium) erfolgen. Der knorplige…